Acht Bücher in acht Monaten veröffentlichen mit Heftromanen und Reihenkonzepten
Autorin Hanna Nolden will von August bis März jeden Monat ein Buch veröffentlichen. Ohne KI, versteht sich. Warum und wie sie das plant, verrät uns Hanna in dieser Folge.
20.08.2026 62 min
Zusammenfassung & Show Notes
Autorin Hanna Nolden will von August bis März jeden Monat ein Buch veröffentlichen. Ohne KI, versteht sich. Warum und wie sie das plant, verrät uns Hanna in dieser Folge. Dabei begeben wir uns auf einen spannenden Exkurs über Hefromane und Reihen mit ungewöhnlichen Konzepten und vielem mehr.
Wir diskutieren über Sinn oder Unsinn der Idee, eine Geschichte mehrfach aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Über die Möglichkeiten, mit Heftromanen Werbung zu machen, und wie durchgeplant eine Veröffentlichung sein sollte.
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Transkript
Acht Veröffentlichungen in acht Monaten, das hat unser heutiger Gast online
angekündigt und das wollten wir natürlich genauer wissen und sind in eine ganz
spannende Welt von Heftromanen und interessanten
Reihenkonzepten eingestiegen.
Genau, Hanna Nolden hat erzählt, wie sie das machen will und wirklich auch sehr
überraschende Konzepte.
Ich sage nur Ultima Vita 1.1.
Wer das versteht und wem das was sagt, Gratulation alle anderen, bitte zuhören.
Einen wunderschönen guten Tag. Hier sind die zwei von der Talkstelle.
Der Podcast rund ums Schreiben und Veröffentlichen, ganz egal,
ob im Self-Publishing oder im Verlag.
Und es ist die Folge 325 an der Reihe und mir gegenüber sitzt die noch etwas
Inspiration und belebende Energie notwendig habende Tamara Leonard.
Und ich bin Vera Nentwig und habe davon genug übrig und kann ein bisschen was zu rüber schmeißen.
Ja, sehr schön. Schmeißt wie wild.
Wirkt es schon, ja?
Marginal.
Okay.
Also ich bin vor viereinhalb Stunden erst ins Bett. Von daher.
Was machst du auch für Sachen?
Du siehst ja, also die letzten Monate stehe ich eigentlich immer beim Aufnehmen.
Jetzt habe ich noch nicht mal dafür Kraft und sitze.
Ja, aber das ist ja auch nicht gesund, was du machst. Nee, das war auch nicht geplant.
Das war auch nicht geplant. Ich musste gestern nochmal weg und habe ja nur zwei
Tage diese Woche im Büro, weil ich dann unterwegs bin wegen meiner Lesung.
Und habe dann, als ich gestern Abend um kurz vor zehn nach Hause kam,
gesagt, ich gehe noch eben hoch und mache ein paar Dinge.
Und habe schon auch gerechnet, dass es vielleicht eins wird oder halb zwei,
aber plötzlich war es dann fünf.
Also um zehn Uhr fange ich keine Dinge mehr an, da gehe ich ins Bett.
Tja, was willst du machen, wenn es eilt?
Ach ja, das ist alles. Die Welt bricht nicht zusammen, wenn man manche Sachen einfach nicht macht.
Ja, das kann ich natürlich verstehen. Dann versuche ich hier ein wenig energievoll gegenzuhalten.
Das ist gut.
Wobei, ich kann das schon verstehen, mir ging es so letzte Woche genauso.
Ja, nicht genauso. Also, dass ich die Nacht durcharbeite, dann hat es noch nie gegeben.
Aber ich habe schon gemerkt, dass ich jetzt wieder ein bisschen Päuschen brauche.
Also die letzten Tage der letzten Woche, auch gerade wo es so heiß war,
da hatte ich schon viel, auch weil ich privat so ein paar Sachen zu erledigen habe.
Und dann speziell am Freitag, da war ja der wärmste Tag, dann auch sehr viel
mit meinem E-Bike durch die Gegend gefahren, weil ich alle möglichen Termine hatte.
Und als ich dann nach Hause gekommen bin, habe ich gemerkt, oh oh,
jetzt ist es aber wirklich gut, Vera.
Und mein Körper hat mir das dann auch durch einen kräftigen Asthmaanfall dann
gezeigt. Das war jetzt über ein Jahr schon nicht mehr. Das war dann echt die Notbremse.
Aber ich musste ja noch fertig schreiben. Das heißt dann, bis Sonntag,
habe ich dann nochmal alle Energie mobilisiert, um dann endlich das Manuskript
zum zweiten Teil von Weber und Wozniak soweit fertig schreiben zu können.
Herzlichen Glückwunsch!
Ja, danke.
Das klingt jetzt wie ein Jingle. Ja, ne?
Und ich muss sagen, das war dann auch wirklich, da ist mir dann erstmal ein
Riesenstein von der Seele gefallen, sodass ich das jetzt erstmal,
fertig habe, jetzt ist es bei den ersten Testlesenden, ich lasse es ein paar
Tage liegen, dann lese ich es auch nochmal und dann geht es ins Lektorat und,
der Prozess geht los, ne?
Aber jetzt werde ich auch erstmal so zwei, drei Wochen ein bisschen Päuschen
machen bis September, bevor ich dann weiter wieder loslege.
Mit dem nächsten Buch habe ich dann eh ein bisschen Zeit. Das soll ja dann sowieso
erst wieder Anfang des nächsten Jahres erscheinen,
und und kann mich dann jetzt noch so ein bisschen auf Marketing,
auf den Start von Fadenschein ich jetzt Ende nächster Woche konzentrieren und,
all die tollen Dinge, die so noch so in meinem Köpfchen herum schwirren.
Ich habe ja schon länger so ein paar coole Ideen mit meiner App,
die ich jetzt auch umsetzen will.
Also wer die immer noch nicht installiert hat, machen. Da kommen jetzt schon
total exklusive tolle Inhalte drin. Ich habe es auch ein bisschen umgetauft.
Die heißt jetzt Veras Spurenkästchen.
Aha.
Also nicht wundern, falls du diese schon installiert hast, dass da so eine Meldung
kommt, dass sich der Name geändert hat. Einfach auf OK drücken.
Und ich habe gerade schon ein bisschen vorbereitet, noch ein paar weitere Hintergrundinfos,
also Spuren in Anführungszeichen.
Jetzt speziell zu Weber und Wozniak. Und,
Und ich plane jetzt, bevor ich das nächste Buch schreibe, das wird ja dann Band
10 von Bienehagen, da noch so eine Aktion.
Bisher habe ich ja immer bei Bienehagen, nachdem ich geschrieben habe oder während
ich geschrieben habe, so Titelideen abgefragt.
Und diesmal mache ich das anders, weil ich hatte ja auf der Buchmesse Leipzig
da so ein Gewinnspiel, wo die Leute schon Titelideen abgeben konnten.
Und da sind einige echt coole Ideen dabei zusammengekommen.
Und ich würde jetzt, bevor ich loslege zu schreiben, da so eine Befragung machen,
dass ihr dann sagen könnt, welche Titelidee ihr am besten findet.
Und dann schreibe ich die entsprechende Geschichte dazu.
Okay.
Und das werde ich auf jeden Fall in der App beginnen.
Also ich bin da schon dran, dass man dann da in der App direkt das aufpoppt
und das beantworten kann.
Ich weiß noch nicht, ob ich es vielleicht sogar nur exklusiv für die App-Nutzer
mache. Das überlege ich noch.
Also auf jeden Fall App installieren, dann bist du dabei. Und ja,
wie du merkst, ich bin da wieder ganz total in meinem Element und sprudle vor Ideen.
Also ich habe zwei Fragen. Erstens, warum Kästchen? Und zweitens,
aber dann musst du was schreiben, was vielleicht gar nicht das ist,
worauf du am meisten Lust hast.
Also ja, Spurenkästchen. Ich habe ja Spuren in Anführungszeichen,
die man da entdecken kann. Da sind ja Hintergrundinfos drin,
Interviews. Und ich plane jetzt auch gerade noch ein paar mehr.
So Hintergründe und Videos etc.
Und ich fand so den Gedanken, dass man ein Kästchen aufmacht,
wo man irgendwas drin entdeckt, was man gar nicht so wusste,
fand ich eigentlich schön.
So Schatzkästchen-mäßig.
Genau, so ein bisschen, genau. Ja, und naja, also zum einen kann ich ja schon
ein bisschen vorselektieren, welche Titel ich überhaupt zur Wahl stelle.
Und da sind echt coole dabei. Also mein aktueller Favorit ist ja Tote Rentnerquengel nicht.
Und wenn der jetzt gewählt würde, ja, dann muss ich halt einen Rentner irgendwie sterben lassen.
Aber der Rest der Story kann ich ja immer noch, also einen Rentner irgendwo
einbauen, wird man hinkriegen.
Klar, wenn es jetzt, was weiß ich, tote Tänzer rocken nicht oder so wird,
dann muss ich halt irgendwie gucken, dass ich einen Tänzer dahin kriege nach
Grefrath. Aber wie gesagt, das kann ich ja vorher schon so ein bisschen durch die Titel.
Naja, mir ist ja auch klar, dass du quasi das vorsteuern kannst,
indem du halt Optionen anbietest, die dir gefallen.
Nur ich kenne das so von mir, wenn ich mehrere Sachen zur Auswahl habe und mich
nicht entscheiden kann und dann sagt jemand, mach Variante B,
dann weiß ich, in dem Moment weiß ich, dass ich eigentlich Variante C wollte
und auf gar keinen Fall Variante B jetzt machen will.
Nee, das muss anders. Ich bin dann eher dankbar, dass ich aus den vielen,
vielen Dingen, die mir durch den Kopf schwirren, ich irgendwie so eine Ziel,
so eine Richtschnur habe und mich ein bisschen fokussieren kann.
Also ich muss gestehen, ich freue mich da eigentlich. Ich bin dann sehr gespannt
und ich habe ja dann auch gelernt, dass ein guter Titel, der die Leute direkt
anspricht, ja schon auch sehr, sehr wichtig ist.
Und wenn ich von vornherein anhabe.
Also die Idee an sich finde ich eine coole Aktion. Nur wie gesagt,
ich würde da irgendwie wahrscheinlich dann genau auf das, was gewählt wird,
keine Lust haben, aber wenn das für dich funktioniert, ist es auf jeden Fall eine gute Idee.
Also ich hätte, ich würde jetzt, ich habe mir ja schon ein bisschen angeguckt,
also ich könnte mir für jedes eine Geschichte vorstellen. Also da habe ich jetzt kein Problem.
Und ja, und ich bin ja dann auch gespannt, also wenn das dann,
Also ich will jetzt auf jeden Fall meine App einbauen, also wenn ihr die jetzt
immer noch nicht habt, installieren und am besten auch den Push-Service aktivieren,
also einfach irgendwann mal ja okay oder ja bitte sagen,
und dann kriegt er sofort aufs Handy und ja, ich,
habe schon vor, das jetzt erstmal so über die App zu machen,
damit da auch noch ein bisschen ein paar mehr Lust haben, die mal zu installieren,
und mal sehen, ob ich es dann nochmal an anderen Seiten auch noch mache, das schaue ich dann.
Aber das finde ich jetzt erstmal eine coole Idee und ich habe da gestern schon
ein bisschen rumgebastelt und es sieht auch cool aus.
Und dann hänge ich mal noch an, wenn ihr schon gerade die App von Vera installiert
habt, dann könnt ihr auch noch schnell meinen Newsletter abonnieren, weil es ja da am 1.
September das Gewinnspiel um eine Wohnzimmerlesung geben wird.
Ich packe natürlich beide Links, die von Vera und mir, in die Shownotes,
damit ihr da direkt hinspringen könnt.
So, jetzt muss ich dich aber fragen. Du hast ja bestimmt auch Erlebnisse, oder?
Also im Moment bin ich ja jetzt gerade kurz vor Abreise zu der nächsten Musiklesung,
die jetzt halt auch weiter weg ist. Und das ist so ein bisschen,
also ich glaube, das Weiteste, was ich mal für eine Lesung gefahren bin, waren irgendwie so,
anderthalb Stunden oder so. Und da bin ich ja jetzt, also ich fahre halt mit
dem Zug und da bin ich ja jetzt doch irgendwie den ganzen Tag unterwegs und,
es ist zwar nur eine Lesung jetzt erstmal, aber es fühlt sich irgendwie trotzdem
so ein bisschen an, wie ich gehe auf Tour.
Ja, auf jeden Fall, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Und ja, freue ich mich auf jeden Fall sehr drauf und bin dann auch noch ein
paar Tage vor Ort, werde noch auf ein Festival gehen.
Und was halt auch sehr cool ist, anscheinend ja,
zeigt So dieses, ich spreche viel über die Lesungen und dass ich mehr lesen
will, langsam Wirkung, weil ich über meine Webseite, über das Kontaktformular
eine Anfrage bekommen habe von einer VHS, auch komplett abseits meines Umkreises hier.
Und ja, da geht es um eine Lesung im nächsten Jahr auch.
Das heißt, da habe ich jetzt schon drei Termine, die in Abstimmung sind.
Und ja, also das macht gerade sehr viel Spaß, da zu planen.
Und sowieso jetzt der Herbst wird relativ voll mit vielen Reisen.
Also jetzt Ruhrgebiet, dann im September Oppenheim, Darmstadt und Taunus.
Im Oktober dann Frankfurt und Berlin.
Weiß nicht, ob ich noch was vergessen habe. Ich habe ja überhaupt keinen Überblick mehr.
Ja, echt, du brauchst ja schon langsam Tourmanager. Ja, cool,
cool. Also freut mich für dich. Und klar, ich bin dann auch immer ein bisschen
neidisch, aber das ist ja auch ein Lob.
Und ja, ihr Veranstaltenden da draußen, haltet euch ran, wenn ihr Tamara nochmal
buchen wollt, der Kalender ist langsam voll.
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ansonsten habe ich nur selbst noch ein bisschen
Kultur konsumiert. Ein Freund von mir, den ich über das Musical kennengelernt
habe, der das auch professionell macht, der ist gerade wieder in der Region
und die spielen West Side Story.
Oh, Maria, Maria, Maria.
Genau das. Und er spielte Also den Antagonisten sozusagen.
Und das ist aber nicht irgendwie auf einer Bühne oder einem Theater,
sondern ein Open-Air auf einem alten Kohleberg, wo so ein relativ neu,
ja, oder wahrscheinlich ist es auch schon länger, aber mir kommt es vor,
als würde es noch nicht so lange stehen, so ein Wahrzeichen erbaut wurde,
so eine Aussichtsplattform, das Saar-Polygon.
Und das wird da ganz toll eingebunden. Das fing an, als die Sonne gerade unterging hinter der Bühne.
Du hast um die Bühne herum den Blick über das Saarland und dann dieses Polygon
wurde auch mit angeleuchtet. Also war ein Hammererlebnis und vor allem beim
Schlussapplaus vielen Sternschnuppen.
Ja, da war ich am Freitag und das hat mir sehr viel Spaß gemacht,
zwischendurch auch mal einfach mal andere zuzuschauen.
Genau, mal gucken, wo du dran noch, was du noch machen kannst und dir schon
mal die Bühnen anzugucken, wo du demnächst draufstehst dann wahrscheinlich.
Ja, tatsächlich, das habe ich letzte Woche gar nicht erzählt.
Wir waren in St. Wendel, das ist auch im Saarland.
Und da war nämlich vorletztes Wochenende, ich kriege es jetzt nicht mehr ganz
zusammen, wie es heißt, aber ich glaube, Europas größtes Festival der Straßenzauberer.
Okay.
Und da war gerade so ein angenehm, schön sonniges Wetter und ich dachte,
das ist doch bestimmt cool. Also,
da wurde halt angekündigt, dass an allen Ecken irgendwie verschiedene Künstler
dann zu bestimmten Zeiten ihr Programm spielen und so, da sind wir mal hingegangen.
So richtig gesehen haben wir drei Auftritte und ich habe das wirklich nur so,
ich wollte es mal sehen, ich finde das eigentlich ganz nett und so.
Ich habe auch vorher geguckt, wer könnte für mich interessant sein.
Da war einer mit so einem, ich sage mal, ein bisschen Freakshow-Kabinett und so.
Aber als ich die mir angeschaut habe, habe ich gedacht, ja, auch von denen kannst du etwas lernen.
Also ich bin ja sehr für Interdisziplinäres über den Tellerrand schauen und
so wie die diese Show aufgemacht haben und wie die so die Bühne einfach,
mit Worten erzeugt haben, weil die standen halt an irgendwelchen Straßenecken,
fand ich sehr, sehr inspirierend und habe ich mir auch für die nächste Show
die ein oder andere Idee durch den Kopf gehen lassen.
Ja, mal sehen. Also ich habe ja vor, da am Donnerstag mal mich da ins Ruhrgebiet
zu begeben. Ich schaue dann mal.
Ich bin sehr gespannt.
Ja, ich erst.
Gespannt sind wir auch auf unseren heutigen Gast, weil die hat was gepostet.
Da haben wir gesagt, hey, also die müssen wir jetzt sofort einladen.
Das wollen wir jetzt wissen.
Genau, ich bin nämlich auf das Thema heute aufmerksam geworden,
als mir ein Reel unseres heutigen Gastes in die Timeline gespült wurde, indem sie mal eben,
die Community fragt, was die Leute denn davon halten würden,
wenn sie jetzt von September bis nächstes Jahr im März einfach mal jeden Monat
ein Buch rausbringen würde.
Und das hat mich natürlich neugierig gemacht und da wollte ich gerne mehr wissen.
Sie schreibt Urban Fantasy, ihr Herz schlägt für Jugendliteratur,
sie schreibt aber auch für Erwachsene und sie wird uns jetzt natürlich genau
erzählen, was sie da vorhat und warum.
Ganz herzlich willkommen, Hannah Nolden.
Moin. Ja, also tatsächlich habe ich sogar gesagt August bis März,
was uns noch ein bisschen verrückter macht, denn der August ist ja schon halb
um und ich habe tatsächlich für erste Veröffentlichung noch nicht so wahnsinnig viel getan.
Ja, also der Auslöser war eigentlich eine Verschiebung eines Verlagsbuches,
auf das ich mich sehr gefreut habe.
Und das Buch sollte im August erscheinen.
Und ich habe meine ganze Planung an dieses Buch gebunden.
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sammelband meiner Urban Fantasy-Reihe Dämonisches Erbe.
Und ich musste die fünfte Folge der ersten Staffel, also die letzte Folge quasi
der ersten Staffel, zurückhalten, weil die zeitgleich mit diesem Sammelband erscheinen sollte.
Okay, ja.
Ich hätte dieses Buch bereits im Januar veröffentlichen können,
habe aber dann gesagt, okay, gut, das machen wir, August, das ist verschmerzbar,
so lange können meine Fans warten.
Aber das war jetzt erst mal ein Schock.
Ärgerlich.
Ja, sehr. Aber es ist überhaupt kein Rant gegen den Verlag. Ich kann das total verstehen.
Das kann ich später noch mal beleuchten, wie es da eigentlich zu kam.
Nur mein Problem war halt, ich hatte den Plan, ich bekomme die Druckfahne.
Ich prüfe diese Druckfahne sehr gründlich und dann habe ich alle fünf Folgen wieder total parat.
Und dann kann ich Folge 6 überarbeiten mit dem ganzen aufgefrischten Wissen.
Und in dem Moment, wo es hieß, bekommst deine Druckfahne 1. März,
brach dieser ganze Plan zusammen.
Ja, ja.
Und ich saß dann da und musste erst einmal klären, dass ich diese Folge jetzt
doch schon veröffentlichen darf.
Da hat der Verlag auch sofort gesagt, ja, nee, mach so, wie es für dich passt.
Und ich musste mir halt überlegen, was machst du jetzt zum einen,
damit das Buch mehr Vorbesteller bekommt?
Denn das war das Problem, dass das Buch bloß 26 Leute vorbestellt haben oder
29, jedenfalls eine furchtbar kleine Zahl.
Und dass ein Verlag dann sagt, so können wir das Buch nicht veröffentlichen,
weil wir es nicht finanziert bekommen, kann ich total nachvollziehen.
Ja, und dann saß ich da und brauchte einen Plan und eine Motivation.
Und für mich ist immer so eine Challenge, motiviert mich immer total.
Und Veröffentlichungen machen mich immer glücklich.
Okay.
Und dann habe ich mir gedacht, komm, du hast Folge 5, die kannst du sofort raushauen,
die ist ja fertig. Das machst du direkt im August. Deshalb bin ich da auch ziemlich entspannt.
Dann habe ich für zwei Bücher meine Rechte zurückbekommen, wo ich einfach nur
ein neues Cover und einen neuen Buchsatz machen muss. Das kriege ich auch locker in einem Monat hin.
Okay, September, Oktober.
Ja.
Ich rechne mal mit. Ja.
Zwei Bücher wollte ich sowieso neu auflegen, da ist das Taschenbuch schon nicht
mehr verfügbar und das E-Book wollte ich auch nochmal aus dem Handel nehmen
lassen, weil die Cover mir nicht gefallen und die nicht funktionierten.
Musst du da noch was Inhalt ändern oder nur neu rausbringen?
Also ich wollte den Buchsatz neu machen, aber richtig überarbeiten wollte ich die tatsächlich nicht.
Die sind okay. Das Problem ist einfach, das ist Romantasy, aber es sieht nicht nach Romantasy aus.
Das ist November, Dezember.
Fehlen noch drei. Und es gibt einen dritten Teil, der ist so gut wie fertig.
Da fehlt noch das letzte Kapitel.
Also das kriege ich auch irgendwie hin.
Und dann gibt es ja noch meine Hauptreihe Ultima Vita. Und das sind sechs bis acht Bücher.
Sechs bis acht, weil ich die letzten teilen werden muss. Also das letzte Buch
hat 1000 Seiten in Sarahs Version und 800 in Stehns Version und das funktioniert so nicht.
So und die sind fertig, die liegen seit Jahren auf meiner Festplatte.
Aber warum?
Auch das ist eine längere Geschichte, bei mir ist irgendwie immer alles.
Ganz halt.
Ja.
Also Moment, ich muss jetzt ein bisschen einhaken, sonst vergeben sich alle meine Fragen.
Ja gut, also wir sind bis März, auf jeden Fall ist alles abgedeckt.
Das ist schon mal geklärt.
Wenn ich diszipliniert bin, könnte ich das wahrscheinlich sogar noch weiter ausdecken.
Ja, es scheint mir fast so.
Ja, wobei ich bin jetzt auch erstmal beruhigt, weil als Tamara sagte,
da kommt eine, die bringt jetzt bis März jeden Monat ein Buch raus,
da habe ich gesagt, oh Gott, das ist doch bestimmt KI oder so.
Nee, Gott sei Dank nicht.
Jetzt muss ich erstmal fragen, weil du von Verlag gesprochen hast, und,
Die Bücher, die du jetzt gesagt hast, bringst du dann aber im Self-Pubbücher
raus? Das ist richtig, ja.
Das ist richtig. Ich arbeite total gerne mit Verlagen zusammen,
weil ich super ungerne Entscheidungen treffe.
Insofern ist das jetzt so auch meine persönliche Lernaufgabe.
Aber das Problem ist halt, Verlage sind eben doch nicht so verlässlich, wie ich das gerne hätte.
Wenn ein Verlag dir sagt, das erscheint 2026, dann kann es dir passieren,
dass es dann doch erst 2028 erscheint.
Und meistens gibt es dafür gute Gründe, wie jetzt in meinem Fall auch,
aber ich mag es halt, hier ist der Plan und das wird passieren.
Ich habe schon mit vielen Verlagen zusammengearbeitet und es kam eigentlich
immer zu Verzögerungen.
Wenn ich das selber in der Hand habe, dann habe ich das nicht.
Also ich veröffentliche bei Amazon und das dauert dann 72 Stunden und das Buch ist da.
Also ich kann jetzt 20. August sagen, ich veröffentliche diesen Monat noch ein
Buch und dann passiert das.
Ja genau, also das kann ich sehr gut nachvollziehen. Das liebe ich ja auch und
ich bin auch voll bei dir, weil du sagst, du das veröffentlichen,
das macht ja großen Spaß.
Da bin ich voll bei dir, das macht mir auch totalen Spaß.
Also ich habe gerade, habe ich im Vorgespräch erzählt, ein Schreibprojekt abgeschlossen,
und ich bin so erleichtert, weil das ist immer der größte Block,
den ich abzuarbeiten habe. Und jetzt kann ich mich auf das konzentrieren,
was Spaß macht, veröffentlichen Marketing.
Vera, ich wusste, dass das ein Thema für dich ist. Ich kriege die ganze Zeit
innerlich schon Stress, wenn ich mir zuhöre.
Also da würde ich jeden Monat ein Buch rausbringen. Geil, wenn ich es nicht schreiben müsste.
Ich muss jetzt nur ganz kurz nochmal zum Verständnis, weil du gesagt hast,
das sollte parallel mit Teil 5 erscheinen.
Also das heißt, der Sammelband kommt im Verlag, aber die einzelnen Bände machst du im Self-Publishing.
Genau. Das ist ursprünglich mal als Heft-Roman-Reihe konzipiert gewesen.
Und den ersten Teil habe ich auch als Broschüre rausgebracht,
so ein richtiges Groschenheft quasi.
Und das ist so bei mir, ich habe immer so spontane Ideen und dann setze ich
das um und stelle im Nachhinein fest, das war gar nicht so gut durchdacht.
Also das kann mir jetzt natürlich auch passieren mit den acht Monate, acht Büchern.
Aber ich bin einfach, was das angeht, bin ich total spontan.
Wenn ich eine Idee habe, dann haue ich das raus und dann die Probleme tauchen
dann immer erst später auf.
Und da war halt mein Plan, ich mache es als E-Book und als diese Broschüre.
Und diese Broschüre, die wird limitiert auf 100 Stück.
Wenn du sagst Broschüre, wie viele Seiten sind das so?
Ah, das waren so 80 Seiten.
Okay.
Also so eine Novelle quasi.
Ja, genau. Und also quasi meine Idee war, wieso John Sinclair?
Die habe ich als Jugendliche total geliebt und ich wollte so eine eigene John-Sinclair-Reihe.
Und es waren auch so einzelne Fälle geplant.
Also es geht so um eine Halbdämonin und ihr Vater hat so Seelenverträge abgeschlossen.
Ja, genau. Jeden Tag, genau.
Sie erbt jetzt seinen Antiquitätenladen und findet im Keller halt seine Seelenverträge
und jetzt will sie die sortieren und eben nach Leuten, die noch leben und ihre
Seelen so für zehn Jahre,
nach zehn Jahren gebe ich meine Seele ab und fall tot um und sie will halt diese
Fälle rückabwickeln, damit die ihre Seelen zurückbekommen. Soweit der Plan.
Sehr cooles Konzept.
Danke. Ist aber dann nicht so aufgegangen, wie ich das wollte.
Also zum einen wurden die Folgen immer länger und ab Teil 3 passte das nicht
mehr in so eine Broschüre.
So, das war der erste Fehler. Der zweite Fehler, am Anfang fanden die Leute
dieses Heft total spannend und haben es mir aus den Händen gerissen.
Ich habe, glaube ich, noch sechs Stück oder so.
Teil zwei habe ich aber nur 30 verkauft. Und dann stand ich da und hatte von
Teil eins noch sechs Stück und von Teil zwei 70.
Und Teil zwei kauft mir ja keiner ab, wenn es Teil eins nicht mehr gibt.
Insofern habe ich gedacht gut, da muss ich jetzt leider doch ein Taschenbuch drucken,
und dann war das mit dem Heftroman wieder passé aber ich bezeichne es trotzdem
als Heftromanreihe und nun wurde aber eben dieses Konzept mit den einzelnen Folgen,
mit den einzelnen Fällen jede Folge einen Seelenvertrag das behalte ich schon
bei aber diese Backstory wurde immer größer,
Also die Hintergrundgeschichte meiner Protagonistin und ihres Assistenten.
Und deshalb wurden die Folgen halt auch immer länger. Aber ursprünglich wollte
ich auch jeden Monat eine Folge rausbringen, aber das hat nicht geklappt.
Weil die halt auch noch nicht fertig waren. Also solltet ihr planen,
eine längere Reihe im Self-Publishing rauszubringen, produziert vor.
Ja. Und dann habe ich eben diese
Reihe geschrieben und die war für meine Verhältnisse sehr erfolgreich.
Also die hat ein paar Fans gehabt und ich war auf der Buch Berlin Standnachbarin
vom Drachenmond Verlag und ich kenne Astrid nun schon sehr, sehr lange,
habe aber nie was bei ihr veröffentlicht.
Ich hatte mich allerdings in dem Jahr mit meiner Hauptreihe Ultima Vita bei ihr beworben.
Das ist die Reihe mit den furchtbar langen letzten Buch.
Und ich habe meine Bewerbung dann zurückgezogen, weil ich gedacht habe,
ne, ich mache das doch lieber am Self-Publishing. Ich will da,
das ist meine Herzensreihe, ich will das so machen, wie ich das will.
So.
Und sie hat mir dann auf der Bucht Berlin so ganz offen gesagt,
ich hätte das sowieso abgelehnt, weil eine achtbändige Reihe,
das Risiko gehe ich erstmal nicht ein in diesen Zeiten.
Aber wenn du mal ein Einzelband hast, dann kommst du mal zu mir.
So habe ich mich schon riesig gefreut.
Und am letzten Tag der Bucht Berlin kam sie an meinen Stand und blätterte eben
durch die ersten drei Folgen von Dämonisches Erbe und fragte, was ich damit vorhabe.
Und ich habe ihr dann eben mein Konzept erklärt und dass das so aufgebaut ist
wie eine Fernsehserie quasi und die erste Staffel fünf Folgen haben soll und nach,
dieser ersten Staffel wollte ich halt ein Sammelband rausgeben und daraufhin
guckt sie mich an und sagt, ja, da machen wir mal Nägel mit Köpfen,
dieser Sammelband erscheint bei mir.
Sehr schön.
Und ich arbeite, wie gesagt, super gerne mit Verlagen zusammen und Drachenmond
ist halt auch echt so ein Traumverlag.
Verlag.
Astrid war ja auch schon bei uns.
Ich habe instant angefangen zu weinen und sie nahm mich in den Arm und dann war die Sache gegessen.
Das Problem ist, dass ich an Folge
5 sehr lange gesessen habe und ich habe schon viel zu spät abgegeben.
Deshalb konnte der ursprüngliche Termin nicht gehalten werden.
Also das war halt dann mein Fehler.
Und dann wurde das Buch angekündigt und der Cover-Reveal war auch super erfolgreich.
Und ich habe halt gedacht, ja, das ist gegessen.
Also so ein Verlag, die stellen alles vor, die Fans, was da neu veröffentlicht
wird. Da muss ich ja nicht viel tun.
Und letztendlich haben dann eben, ich glaube, es waren wirklich 29 Leute,
die dieses Buch vorbestellt haben und das ist dann halt ein bisschen wenig und
jetzt habe ich quasi bis zum 31.
März nochmal Zeit, Vorbesteller zu sammeln und muss ein bisschen Werbung machen
für dieses Buch und mir was einfallen lassen, wie ich das promote und,
eventuell ist so, ich veröffentliche acht Bücher in acht Monaten eine ganz gute Promoaktion.
Also einmal muss man sagen, also A bringt es natürlich Aufmerksamkeit,
wie du ja so siehst, du bist ja schon bei uns.
Aber man muss ganz klar sagen, also ein neues Buch spürt dich immer weiter nach
oben und das ist definitiv jeder Buchneustart,
kann ich bei mir an den Zahlen absehen, auch von anderen Bänden zieht andere nach.
Also beste Werbung ist, bestes Marketing ist das nächste Buch. Das ist alter Spruch.
Jetzt muss ich aber erstmal meine Fragenliste hier abarbeiten.
Ich lehne mich mal zurück.
Ich muss hier nochmal zurückgehen. Du hast von Broschüren gesprochen.
Wie hast du die denn drucken lassen?
Die habe ich bei einer Druckerei drucken lassen. Also das ist so,
wie heißt es, nennt sich Broschürendruck. Und das ist halt so mit Heftklammerbindung.
Mit Heftklammerbindung.
Ja, genau.
Könnte man ja Broschüren. Das heißt, die hast du selbst drucken lassen und auch
selbst verkauft. Also nicht jetzt über irgendein Distributor,
nicht im Buchhandel, gar nichts.
Nein. Genau, es gab nur das E-Book und eben diese Broschüre,
weil ich bin auf zig Veranstaltungen im Jahr. Also ich mache wirklich sehr,
sehr viele Messen und Conventions.
Und da liegen die dann, lagen die dann am Stand. Ich habe die auch von Hand
durchnummeriert und so und ganz, ganz liebevoll.
Ja, das ist aber, ich finde das ein sehr cooles Konzept, also wirklich.
Ich glaube, die Hannah ist auch eine der wenigen Autorinnen,
die ich nicht irgendwie über Insta mal gefunden habe, sondern auf einer Messe
kennengelernt und dann online verfolgt. Also das ist schon auch.
Kann gut sein, ja.
Auch ein Konzept, um auf sich aufmerksam zu machen.
Ja, wir kennen uns ja über Pahn.
Dann noch die andere Frage, weil ich mich überhaupt nicht verstanden habe.
Du hast gesagt, das letzte Buch hat 1000 Seiten. Oder wie hast du gesagt?
Sarahs Buch hat 1000 und Stents 800.
Wer ist Sarah, wer ist Stent?
Ja, ja, ja. Ich habe immer so großartige Ideen und stelle dann fest,
dass die Leute mir nicht folgen können.
Ultima Vita. Das ist meine Herzensreihe und das ist ein bisschen kompliziert
und ich fürchte, es ist auch zu kompliziert, um es wirklich erfolgreich zu vermarkten,
weil nicht mal meine Fans verstehen das Prinzip.
Also ich muss meinem Mann auch ständig erklären, wie es funktioniert.
Also er fragt auch immer wieder nach, ich verstehe nicht, wie du das zählst.
Also angefangen hat alles mit einem Buch namens Das Netz der Seelenfresser.
Und das ist an einem Verlag erschienen, nämlich beim Talawa Verlag.
Und das war schon damals mein Herzensbuch und ich wollte auch weitere Folgebände schreiben.
Aber dann ist ganz viel passiert. Also zum einen das Buch hat sich relativ gut
verkauft tatsächlich und da war ich schon ziemlich happy.
Aber dann kam Corona und es ging nicht weiter.
Also ich habe den zweiten Teil abgegeben und der Verlag hat aber während Corona
überhaupt keine Bücher rausgebracht und dann passierte eben ganz lange gar nichts.
Danach hat es auch ewig gedauert, bis er wieder anlief.
Und ich war sehr, sehr unglücklich darüber, weil ein zweiter Teil sollte relativ
zeitnah nach dem ersten erscheinen. Sonst wissen die Leute nicht mehr,
worum geht es denn da eigentlich.
Ich habe dann irgendwann, weil ich halt während der Corona-Zeit auch total viele
Bücher dazu geschrieben habe, eben diese unfassbar vielen Bücher, ja.
Habe ich meine Rechte zurückgefordert. Also ich habe den Vertrag gekündigt und
habe meine Rechte auch zurückbekommen.
Relativ problemlos auch. Also die Kommunikation hat da wirklich gepasst.
Ich habe die Restauflage relativ günstig aufkaufen können und hatte dann eben
meine Rechte an meine Herzensreihe wieder.
Und saß dann da mit dem Buch und habe das auch neu veröffentlichen wollen,
bevor ich den zweiten Teil rausbringe.
Aber mein Gedanke war, wenn jemand vor so und so vielen Jahren den ersten Teil
gekauft hat, dann hat er vielleicht keinen Bock, das Buch nochmal zu lesen,
bevor er den zweiten Teil liest. Weil mir würde das so gehen.
Also habe ich mich hingesetzt und habe dieses Buch nochmal neu geschrieben aus
einer anderen Perspektive.
Nämlich quasi aus Sicht des Love Interests meiner Protagonistin. Das ist Szenen.
Moment, jetzt darf ich kurz einhaken. Das habe ich jetzt für den Grund.
Also das Buch war ja raus. Okay.
Klar, jemand, der es schon gelesen hat, will es nicht nochmal lesen.
Hat es aber auch nicht mehr so auf dem Schirm, als hätte er es gerade eben gelesen.
Ja.
Aber der kann es doch wieder aus dem Regal holen und nochmal reingucken,
wenn er noch was wissen will.
Ja, machst du ja nicht. Ich finde das Konzept ganz schlüssig tatsächlich.
Ja, du bist ja auch die Freundin solcher schrägen Ideen. Ich mag es ja gerne,
schon irgendwie verständlich.
Ja, okay. Okay, aber der Hintergrund ist mir jetzt klar.
Es wird noch schlimmer.
Ja, also der Grund, den finde ich jetzt, also ich hätte jetzt Band 2 rausgebracht.
Und dann erst mal geguckt. Wahrscheinlich. Okay, aber erzähl weiter.
Dann hast du Teil 1 quasi nochmal aus einer anderen Sicht, also dieselbe Geschichte
aus einer anderen Perspektive geschrieben.
Genau. Also ihr Buch ist...
Das könnte Tamara gewesen sein, definitiv.
Also ihr Buch ist straight aus ihrer Perspektive und sein Buch ist straight
aus seiner Perspektive. Und dann hatte ich eben zweimal das gleiche Buch,
aber mit verschiedenen Perspektiven und ich habe die auch beide rausgebracht.
Und die habe ich genannt, Ultima Vita 1.1 und Ultima Vita 1.2.
Oh Mann, das ist ja total.
Das ergibt total Sinn. Das kann ich schon sagen.
Das ist wie meine ersten Titel. Rausgekickt, weiße Sterne heißt das erste Buch.
Völlig kryptisch. Da weiß kein Mensch, was man damit tun soll.
Es wird wirklich noch schlimmer bei dieser Serie.
Aber was mich ja jetzt schon wundert, ist, du bist dran geblieben.
Und es scheinen ja Menschen gekauft zu haben.
Ja, ja, ja. Und der Knaller ist wirklich die Leute, die es gelesen haben, die lieben es.
Ja, wahrscheinlich.
Ich glaube, das ist vielleicht wirklich der Vorteil von dem Konzept über Messen verkaufen.
Weil jetzt, wo du das so erzählst, denke ich, ja, also ich persönlich,
es gibt ja auch zum Beispiel diesen Film, ich weiß gar nicht mehr,
wie viele sind es, Acht Perspektiven oder so ähnlich heißt der.
Also es ist ein Thriller, glaube ich, wo halt ein Anschlag, Das ist Jahre her,
dass ich es gesehen habe. Ich glaube, ein politischer Anschlag wird aus acht
Blinkwinkel, so heißt er.
Es gibt auch so eine Netflix-Serie von letztes Jahr oder sowas,
die auch jede Folge ist aus einer anderen Perspektive.
Ja, und ich liebe sowas. Es gibt auch diese Simpsons-Folge, wo irgendein Ereignis
aus allen möglichen Richtungen erzählt wird.
Ich finde das total spannend, weil das ist so ein urmenschliches Thema,
dass zwei Menschen treffen aufeinander und jeder erlebt die Situation anders.
Also ich liebe das. Deswegen habe ich gerade Riesenlust, das zu lesen und zu
schauen, wie hat wer was wahrgenommen.
Und ich glaube, das ist der Vorteil halt. Auf der Messe kannst du das erzählen
und erklären und die Leute dafür begeistern. Im Online-Shop wahrscheinlich eher schwierig.
Richtig.
Und ich habe vor allem, da vorne im Vorwort steht auch eine Leseanleitung,
wenn du beide Bücher kaufst, dann kannst du nämlich quasi mit seinem Buch beginnen
und nach jedem Kapitel wechseln.
Ja, okay.
Es gibt wirklich Leute, die haben das gemacht.
Ich bewundere sie sehr dafür.
Ja, wow.
Aber, es wird wirklich noch verrückter, es ist ganz schlimm,
darum sollte es heute gar nicht gehen, aber ich liebe es, über dieses Buch zu reden.
Ja, wir sind jetzt auch sehr neugierig. Wir lieben verrückte Geschichten.
Ich hatte dann zwei Bücher und dachte, aber eigentlich sind Bücher mit wechselnden
Perspektiven viel moderner.
Die Leute wollen eigentlich wechselnde Perspektiven haben in einem Buch.
Ich weiß nicht, welche Leute. Ich nicht.
Ich glaube wirklich so diese... Ich glaube diese... Im Romance-Bereich ist es schon.
Also nicht Perspektiven-Hopping, nicht Perspektiven-Hopping,
aber so kapitelweise oder so.
Genau. Und dann habe ich mich hingesetzt und habe diese beiden Bücher zusammengeschrieben.
Also ich habe wirklich ein Kapitel von ihm, ein Kapitel von ihr und dann habe
ich nochmal ein dickes Buch rausgebracht, das ich dann Ultima Vita 1.0 genannt habe.
Und man kann die alle unabhängig voneinander lesen, aber sich 1.0 zu kaufen,
wenn man 1.1 und 1.2 bereits gelesen hat, ergibt keinen Sinn.
Ist kurz.
Ja. und,
So habe ich dann da gesessen und ursprünglich war es mal so,
dass sich Sarah und Steen, die kommen halt zusammen, die werden Paar,
das spoiler ich jetzt mal.
Ja, das muss ja so sein, oder? Sonst ist es ja ein Drama. Ja, genau.
Aber sie trennen sich halt am Ende des zweiten Buches.
Und daraufhin hat er nämlich eine eigene Buchreihe bekommen.
Die hatte ich bereits geschrieben.
Aber die ersten, zweiten Teile hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht aus seiner Perspektive.
Moment, Moment, jetzt scheint es jetzt mich zu verlieren.
Du hattest schon ein Buch von Stan geschrieben und hast danach erst seine Perspektive
von den ersten beiden Teilen geschrieben. Also das ist wie bei Star Wars.
Da kommen dann nachher die Folgen, die vorne vor sind.
Aber ich habe ja jetzt die Möglichkeit, es in der richtigen Reihenfolge zu veröffentlichen,
weil die lagen ja nur auf meiner Festplatte.
Die zählen zu den fertigen Büchern, die ich eben in diesen acht Monaten einfach raushauen kann.
Okay, also das heißt, die bringst du dann jetzt quasi zeitlich schon in der
richtigen Folge später raus.
Ja, ja.
Okay, also doch nicht wie bei Star Wars.
Nein.
Da jetzt so langsam meine ich verstanden zu haben. Aber was mich jetzt noch
mehr verblüfft, da hast du zwei Bücher geschrieben, jedes Buch zwischen 800 und 1000 Seiten.
Das ist dieselbe Geschichte aus einer anderen Perspektive.
Mhm.
Ich würde sagen, die Hanna schreibt gerne.
Ja, anscheinend.
Ja, tue ich.
Ist das nicht stinkend langweilig, wenn du da schreibst?
Nein, gar nicht.
Und du weißt die Geschichte schon?
Es war super spannend. Es hat total viel Spaß gemacht. Und zwar,
gerade in ihrem ersten Buch sind die ja nicht permanent zusammen.
Es ist aus ihrer Sicht geschrieben, aber er taucht mal auf und mal nicht.
Und mal kann sie ihn tagelang nicht erreichen und sie weiß überhaupt nicht, was macht er in der Zeit.
Okay.
Und ich bin über Plottlöcher gefallen, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren.
Weil ich das halt straight aus ihrer Sicht geschrieben habe und es war völlig
egal, was er in der Zeit macht. Und dann saß ich auf einmal da.
Sie treffen sich zum ersten Mal in ihrer Küche, wo er einfach sitzt und in ihrer
Küche einen Geist fängt.
Und ich musste mich schon so fragen.
Das macht man so machen, ja klar.
Wie zur Hölle ist er da eigentlich hingekommen? Was macht er denn da?
Wenn der Geist fängt, kann er ja auch schmützt da hingekommen sein.
Genau, meine Tochter sagte auch so ganz trocken, das ist halt sein natürlicher Spawnpunkt.
Ja gut, aber das kann ich so nicht schreiben. Deshalb fängt seine Geschichte
auch zwei Tage früher an oder einen Tag, weil ich eben erklären musste,
wie er eigentlich in diese Küche kommt.
Ja, aber ich finde das...
Sorry.
Es hat einfach super viel Spaß gemacht, diese Geschichte so Seite für Seite
durchzugehen und sich zu überlegen, was ist denn jetzt seine Sicht auf die Dinge
oder was hat er in den drei Tagen gemacht.
Ich glaube tatsächlich,
das ist eine sehr lange Übung, aber ich glaube, das ist eine super Schreibübung.
Tatsächlich haben wir auch in der AutorInnen-Lounge schon solche Übungen mit
der VIP-Gruppe gemacht, dass man halt eine Geschichte hat und sagt,
jetzt erzähl es mal aus einer anderen Perspektive, weil man sich dann eben auch
fragen muss, okay, wie nimmt jemand anderes was wahr?
Allein schon, wenn ich eine Geschichte erzähle und ich stehe in der oder in
der Ecke des Raumes, dann habe ich einen ganz anderen Blickwinkel,
die Sonne fällt anders auf mich.
Ich erlebe die Situation komplett anders und das finde ich sowohl für,
ich sage mal, die Fähigkeit auszubilden, sich in andere hineinzuversetzen,
als auch einfach fürs Schreibhandwerk, finde ich das eine total spannende Sache.
Und tatsächlich, weil die Vera sagte, das könnte Tamara gewesen sein,
mir ist eingefallen, in Miniatur habe ich das ja auch gemacht,
weil ich ja, mein zweites Buch ist ja ein Spin-off vom ersten.
Und das heißt, eine Figur, die dort weggeht im ersten Buch, die ist die Protagonistin
des zweiten Buches. Und ich habe,
zwei Szenen genommen, die im ersten Buch vorkommen, habe die tatsächlich da
auch nochmal aus ihrer Perspektive erzählt. Und jetzt, du hast mich gerade daran
erinnert, das hat total Spaß gemacht. Spaß gemacht, tatsächlich.
Ja, und das muss ich beichten. Ich habe ja jetzt gerade den zweiten Band von
Weber und Vosniak geschrieben, der wird aufgetrennt heißen.
Und ich hatte ja schon erzählt, dass ich da immer so Easter Eggs einbaue für
die Bienehagen-Leser, weil die ja räumlich nah beieinander sind.
Und jetzt in dem zweiten Band habe ich das so ein bisschen ausgegangen.
Also eine Figur aus Bienehagen kommt doch deutlich in Szenen vor und interagiert auch.
Und ich habe natürlich jetzt vor, im nächsten Biener Hagenband darauf zu referenzieren und so.
Also ich komme irgendwie in eure Richtung. Das hat mich gerade ein bisschen
erschreckt, aber es ist so.
Aber lass uns nochmal zu den Veröffentlichungen zurückgehen.
Ja, ich wollte jetzt gerade noch eine Frage stellen, jetzt habe ich es vergessen.
Lass mich kurz nachdenken.
Ja, ich wollte nochmal zurückkommen auf dieses Broschürenkonzept,
weil ich das eigentlich auch marketingtechnisch ziemlich geil finde.
Du hast ja auch gesagt, den ersten Teil haben sie dir relativ schnell quasi
abverkauft, den zweiten dann nicht.
So, dann hast du das Buch rausgenommen. Hast du eine Erfahrung,
wie da deine Durchlesequote ist? Ist die da besser als bei den Broschüren?
Lag das also am Format oder am Inhalt?
Ja, schwer zu sagen. Also ich glaube, die, die den ersten Teil in der Broschüre
gekauft haben, haben ihn zum größten Teil gar nicht gelesen,
sondern das ging einfach darum, das ist was Besonderes und ich will das haben.
Und deshalb wurde der zweite Teil nicht gekauft. Könnte ich mir vorstellen.
Weil jetzt im Moment sind ja vier Teile draußen und das, was ich eigentlich
erlebe, ist, wenn jemand das Buch kauft, weil er es lesen will,
dann kommt er einen Tag später wieder und kauft die anderen drei.
Und das hatte ich halt mit der Broschüre nicht.
Okay.
Also nun war halt auch die Schrift relativ klein.
Ja, ansonsten ist das mit der Broschüre, ich meine, wir hatten ja schon mal
die Anna Kupka hier, die hat ja ihren Erfolg begonnen mit einem 48-seitigen,
ja, keine Broschüre, aber auch eher so ein Heftchen.
Und war zwei Jahre in der Spiegel-Bestsellerliste damit.
Und sowas auch so mit der Limitierung und sowas. und gerade,
wo du so eine besondere Fan-Community hast, finde ich eigentlich eine coole Idee.
Die andere Frage, die mich jetzt auch sehr konkret interessiert,
ich plane nämlich auch jetzt noch ein Sammelband rauszugeben von meinen ersten
beiden Wienhagenfällen und bin noch ein bisschen unsicher,
wie ich das strategisch mache.
Habt ihr da euch besondere Überlegungen gemacht? Du hast gesagt,
ich hau den einfach raus und gut ist. Oder wie genau habt ihr den strategisch versucht einzubetten?
Den Sammelband jetzt?
Ja.
Also ich habe ja die Druckfahne noch gar nicht gesehen. Insofern weiß ich gar
nicht so genau, wie es aussehen wird.
Das wird ja ein ziemlich dickes Buch. Also das hat glaube ich über 700 Seiten.
Okay.
Und das wird halt ein Hardcover mit Farbschnitt und Lesebändchen.
Okay, habe ich auch einiges.
Also richtig schick. Das muss halt auch mit den anderen Drachenmondbüchern konkurrieren.
Hätte ich das selber gemacht, wäre es wahrscheinlich nicht so schick geworden.
Weil damit mit schicken Büchern fange ich jetzt erst an. Also ich habe jetzt
von Ultima Vita 1.0 dieses Jahr eine Schmuckausgabe gemacht.
Aber halt auch Taschenbuch, zwar mit Farbschnitt und UV-Spottlack,
aber an so ein Hardcover habe ich mich noch nicht angetraut.
Das ist so der Next Step.
Aber wie das jetzt aufgebaut ist, sind halt alle fünf Folgen drin.
Ja, fünf Folgen ist natürlich auch gut, das sind jetzt nicht so lange,
aber sieben Uhrzeit natürlich bei mir.
Ja, ich bin auch ein bisschen unsicher, wie ich das strategisch einbette und
wo es dann wirklich Sinn macht, weil ich ja letztlich auch nicht die Verkäufe,
der normalen Bände jetzt sabotieren möchte.
Aber warum willst du das machen?
Ein Grund ist, wenn ich jetzt, also die alten Bände, also die Binaragereien,
ist ja zehn Jahre alt, Bände eins und zwei sind jetzt beim Barsortiment schon
lange nicht mehr gelistet. So nach drei, vier Jahren fliegen die da raus.
So mit einem neuen Band, mit einem neuen ISBN kann ich wieder ins Barsortiment kommen.
Und kann für Buchhandlungen wieder bestellbar werden.
Das ist ein Punkt. Und ich kann vielleicht, also ich habe jetzt ja sehr analysiert,
wie so die Durchlesequote ist.
Und die wesentliche Hürde ist von Band 1 auf Band 2.
Leute, die Band 2 lesen, lesen zu 90% auch den Rest.
Weil von Band 1 auf 2 sind es je nach Zählung so um die 70%.
Das heißt, wenn die jetzt gerade als E-Book, gerade auch in Kindle unlimited,
wenn die dann direkt so ein Sammelband lesen, dann A, habe ich dann auch in
einem Schwung mehr gelesene Seiten und die Wahrscheinlichkeit,
dass wir weiterlesen, ist höher.
Aber ich frage jetzt mal gerade kurz kätzerisch dazwischen.
Also ich meine, das war ja eben auch dein erster Band. Du musstest dich noch
ein bisschen eingrooven.
Du warst auch noch viel unerfahrener im Schreiben. Kann es nicht auch einfach
sein, dass ab Band zwei die Bücher geiler sind und es sich lohnen würde,
die eins noch mal ein bisschen zu überarbeiten?
Ja, will ich jetzt nicht hundertprozentig ausschließen. Ich glaube,
die wesentliche Hürde ist aber, dass ich damals noch nicht so in der Reihe drin
war. Und der Titel von Band 2 ist ja auch der einzige, der aus dem Reihenmuster fällt.
Und dass ich mir vorstellen kann, dass das so ein bisschen die Hürde ist.
Weil auch am Ende von Band 1, ich spoiler jetzt mal, fährt Bini ja auch weg
und das Band 2 fängt in Paris an. Fand ich damals eine geile Idee.
Würde ich jetzt heute nicht mehr machen.
Und das ist halt zum Einstieg und das ist halt so ein großer Break eigentlich
so in diesem Reihengefühl.
Wobei natürlich, wahrscheinlich, wenn man genau drauf gucken würde,
könnte man Teil 1 nochmal hier und da ein bisschen aber ich würde die jetzt
auch nicht mehr komplett umbauen wollen. Das wäre jetzt auch nötig.
Ja klar, aber so ein bisschen mit heutigem Wissen.
Das hatte, glaube ich, die Anna auch gesagt, vielleicht ein bisschen moderner
machen, je nachdem, was die da noch so nutzen.
Aber jetzt würde ich doch mal endlich gerne die Frage stellen,
auf die eigentlich die ganze Folge hinauslaufen sollte. Also du hast jetzt acht
Veröffentlichungen vor dir.
Hast du einen Plan? Hast du irgendwie ein, wann muss ich was machen?
Also ich bin allein nur davon, dass ich weiß, dass du das tun musst, schon überfordert.
Also ich habe einen sehr groben Plan. Also im August wird noch Dämonisches Erbe
Folge 5 kommen. Das steht, das ist auch komplett fertig.
Und im September weiß ich noch nicht so genau, was ich veröffentliche.
Das klingt sehr nach Plan.
Ja.
Aber was ist mit Marketing?
Ja, genau.
Ja, Marketing. Das habe ich eh nicht so gut drauf.
Nein, der Punkt ist, ich wollte eigentlich ja Steens zweiten Teil,
also Ultima Vita 2.1, erst am 1.
Oktober rausbringen, weil ich an einer Challenge teilnehme, dem SP September
im Tintenzirkel, und da war das gesetzt.
Theoretisch könnte ich das aber auch schon im September veröffentlichen,
nur dann brauche ich ein anderes Buch für die Challenge.
Deshalb weiß ich noch nicht so genau, was ich im September veröffentliche.
Aber relativ zeitnah kommen dann halt Ultima Vita 2.1 und 2.0.
Du musst schon selbst überlegen, wie die heißen.
Ja, weil ich die tatsächlich ein bisschen in der falschen Reihenfolge veröffentlicht
habe. 2.2 ist nämlich bereits veröffentlicht.
Und deshalb habe ich überlegt, ob ich eines der Romantasy-Bücher vorziehe oder
aber eben in den SP September schiebe. Also das wären eben diese beiden Romantasy-Bücher,
die ich aus dem Handel nehmen möchte. So, das ist der Start.
Ich muss nicht mal Tamaras Frage, aber nochmal aufgreifen. Also ich habe eine
sehr lange Checkliste, was ich rund um eine Buchveröffentlichung mache.
Wo ich wann mit welchem Marketing-Schritt anfange. Wer wann,
wenn ich gedruckt habe, Bücher kriegt.
Wann ich welche Blogger und Bloggerinnen anschreibe. Wann die die Bücher bekommen.
Und, und, und. Presseinfo etc.
Machst du da überhaupt was oder haust du die Bücher einfach raus und guckst, was passiert?
Ich mache viel zu wenig. Also ich müsste da, glaube ich, mal bei dir in die Lehre gehen.
Die Checkliste gibt es auf dem Blog. Vielleicht stellen wir den Link nochmal in die Shownotes.
Also zum Beispiel mit Presse habe ich noch nie zusammengearbeitet.
Ich glaube nicht, dass da irgendjemand weiß, dass ich existiere.
Und ich hatte ursprünglich mal ein Blogger-Team zu Talawa-Zeiten,
das ist aber auch schon sehr eingeschlafen. Und meine letzten Erfahrungen mit
Bloggern und Bloggerinnen waren leider nicht so berauschend.
Also ich habe den letzten Schwung Broschüren zusammen mit den neuen Taschenbüchern
rausgegeben an Bloggende und wollte dafür eben ganz gerne ein paar Rezensionen haben.
Ich habe gar keine bekommen, gar keine.
Okay.
Den habe ich ehrlich gesagt noch nie gehabt, also von daher.
Ja, das war für mich schon so ein bisschen ernüchternd. Also ich kenne zwar
ein paar, denen ich wirklich vertraue,
aber das sind dann halt Leute, mit denen ich menschlich kann,
die aber eben auch so eine ähnliche Reichweite wie ich habe und auch wahrscheinlich
die gleichen Leute erreiche, die ich sowieso erreiche.
Also da bin ich wirklich noch so klein und man lernt ja mit jedem Buch dazu.
Also vielleicht lerne ich noch Marketing-Technisch dazu.
Aber wenn jetzt jemand zugehört hat und irgendwie bloggt oder rezensiert und
deine Ideen geil fittet, sollen die sich melden?
Ja, sehr gerne. Also ich bin auch jederzeit bereit, da wieder gute Erfahrungen
zu machen. Es ist jetzt nicht so, dass ich mir jetzt alle Bloggende über einen
Kamm scheren will. Das ist auf gar keinen Fall. Die meisten machen wirklich tolle Arbeit.
Ich glaube, ich habe da einfach Pech gehabt. Oder ich setze auch keine Fristen.
Ich bin immer zu nett. Ich sage, ja, mach einfach so, wie es dir passt.
Und dann kommt die Rezension so zwei Jahre später.
Also ich frage schon, ich frage wohl. Aber Fristen setze ich auch nicht,
wenn die jetzt sagen, das ist jetzt ein paar Wochen nach Veröffentlichung.
Oder einige haben jetzt sogar schon vor Veröffentlichung veröffentlicht.
Das ist egal. Hauptsache, ich habe die Rezension. Und Hauptsache, sie sind gut.
Also ich muss sagen, da habe ich jetzt viel, also ich habe bei Fadenschein ich
jetzt, als ja gerade was rauskommt, habe ich jetzt 40,
Blogger, Bloggerinnen, Rezensenten mit Büchern versorgt. Das ist jetzt schon eine große Zahl.
Aber was du jetzt gerade startest, ist ja deinen YouTube-Kanal so ein bisschen,
größer aufziehen und vor allem, ich habe gesehen, auf Instagram sprichst du
ja eher Schreibende an, habe ich den Eindruck, aber auf YouTube stellst du wirklich
deine Bücher vor und dich als Autorin vor?
Ist das jetzt so die Strategie?
Also, Also ich bin tatsächlich kein großer Stratege. Ich bin einfach jemand,
der einfach mal macht. Das ist, glaube ich, ein ganz großes Problem bei mir.
Ich habe eine spontane Idee und dann ziehe ich das durch und entweder es klappt oder es klappt nicht.
Bei YouTube hatte ich halt die Idee, ich beleuchte so ein bisschen die Hintergründe
von Ultima Vita und Dämonisches Erbe, die ja auch im gleichen Universum spielen,
in der Hoffnung, dass es dadurch ein bisschen klarer wird, wie diese Welten
funktionieren und aufgebaut sind und dieses System zu erklären,
wie man das jetzt in welcher Reihenfolge liest.
Ich weiß gar nicht, ob ich mich bei Instagram sehr an Kollegen und Kolleginnen richte.
Also der Plan ist schon auch Marketing zu machen, aber ich zeige halt ganz gerne mich als Mensch.
Ja, das spricht sich ja nicht. Das ist ja immer das Beste fürs Marketing.
Ja, und ich mag nicht so gerne diese klare Werbung, dieses hier,
das ist mein Buch, jetzt kauf das. Das langweilt mich.
Ja, das stimmt. Das ist auch nicht richtig. Aber wenn du jetzt sagst,
bei YouTube erzählst du Hintergrund, dann kannst du das auch in kurzen Steps
bei Instagram machen und auch bei TikTok.
Ja, auf jeden Fall.
Also wenn du so einen Riesel bei Instagram hast, kannst du das auch bei TikTok
raushauen. Das kann man mitnehmen.
Und was die Reichweite angeht, das ist ja längst nicht mehr so,
dass das nur den Followern ausgespielt wird. In allen Dingen spielt das ja überall aus.
Also von daher. Und da hilft dann auch, deswegen bin ich da auch nicht so,
wenn jetzt irgendwie so eine Blogger, Bloggerin kommt, die nicht viele Follower
hat oder sowas, trotzdem, die Masse macht's.
Und ich brauche ja nur ein oder zwei, die es dann finden und kaufen.
Dann hat es sich schon gelohnt.
Also von daher, raus, was du kriegen kannst. Das ist meine Devise.
Also das Lustige bei mir...
Entschuldigung, und möglichst die Sachen wiederverwenden. Also wenn du YouTube-Videos
machst, ja logisch, dann hau das auch bei Instagram raus und bei TikTok und,
Facebook und was alles geht. Alles mitnehmen.
Ja, das Lustige bei mir ist immer, dass ich mit Dingen erfolgreich bin,
bei denen ich nicht damit rechne.
Und bei den Dingen, wo ich mir Erfolg ausrechne, funktioniert es nicht.
Das ist aber meistens so.
Ich mache ja auf TikTok und Instagram überwiegend meinen Morgen-Tee mit Mehrwert.
Das ist eben dieses Real-Format, in dem ich auch eben diese acht Bücher angekündigt habe.
Und das ist eigentlich eine Idee von Lian Porter gewesen.
Das ist eine Freundin von mir, auch Autorin, und die hat diesen Morgentee mit
Mehrwert erfunden. Und ich habe sie angeschrieben und gesagt,
ich finde das voll geil, ich will da mitmachen. Und ich erwähne sie auch in
jedem Video, dass das ihre Idee war.
Aber mittlerweile ist das so meins, dass ich auf Messen, dass mir Leute,
die ich noch nie gesehen habe, Morgentee mit Mehrwert zurufen. Das ist total strange.
Das ist wirklich skurril.
Ja, das ist der Preis des Ruhms.
Ja,
sehr seltsam.
Ja, aber dann funktioniert es doch, ist doch cool.
Ja, oftmals schon.
Ja, ist doch cool, ja. Ich meine, das kennen wir ja auch für unseren Podcast,
wir reden hier immer unter uns und sind dann auch überrascht, wenn dann andere hören.
Nein, also ich finde es cool, wir drücken sehr die Daumen, wie das jetzt wird
mit den Veröffentlichungen, wir werden es verfolgen und mal schauen,
vielleicht bist du ja dann in acht Monaten wieder bei uns und erzählst uns.
Oder vielleicht bist du dann auch schon zu berühmt für uns. Das kann natürlich auch sein.
Das glaube ich ehrlich, aber ich kann dann erzählen, was ich alles gelernt habe.
Das ist natürlich sehr wichtig, auch für unsere Zielgruppe.
Jetzt wollen wir aber zum Ende hin noch was lernen von dir, nämlich du musst
dich noch den total kritischen Buch-Bubble-Fragen von Tamara stellen.
Ja, jawohl. Als Leserin, welches Buch hat dich zuletzt im besten Sinne überrascht?
Ich muss dazu gestehen, ich lese aktuell sehr, sehr wenig, weil ich super wenig
Zeit zum Lesen habe und ich bedauere das wahnsinnig. Aber ich habe zum Beispiel
letzten Monat zwei Bücher geschafft.
Das ist schrecklich wenig.
Völlig in Ordnung.
Hatte mir dafür Spaßpark bereit gelegt von Brian Frank.
Das habe ich ge-crowdfundet, das Buch.
Also du und du hast es unterstützt quasi.
Ja, genau. Ich war Unterstützung bei dem Crowdfunding. Und weil ich Brian einfach mag, als Mensch.
Und das ist ein Horrorbuch. Und ich habe es jetzt gelesen und ich habe schon
damit gerechnet, dass es gut ist. Aber es hat mich wirklich umgehauen,
weil es unfassbar gut geschrieben ist.
Also dieses mit den starken Verben, das ist so eine Baustelle bei mir,
wo ich immer nacharbeiten muss.
Die Rohfassung ist immer mit Adjektiven und ohne starke Verben.
Und da muss ich gezielt hingehen und es überarbeiten. Und hier kann ich total
viel lernen, weil das ist so krass gut geschrieben.
Also es hat mich wirklich geflasht.
Ich erwähne mal so ganz nebenbei, dass es zu dem Thema starke Werben einen kurzen,
günstigen On-Demand-Übungskurs von mir in der AutorInnen-Lounge gibt.
Und gehe direkt weiter zur Frage 2, die da lautet, was hast du denn aus deinem
bisher größten Fehler gelernt?
Das war nicht total schwer zu beantworten, weil ich gar nicht so genau weiß,
was eigentlich mein größter Fehler ist.
Ich habe wirklich da gesessen und überlegt, was ist denn der größte Fehler,
den du in deinem Leben gemacht hast.
Ich kann das nicht benennen. Ich glaube, so ein Fehler entsteht ja aus einer
Entscheidung, die man trifft. Und man trifft gute Entscheidungen,
man trifft schlechte Entscheidungen, aber man kriegt dann halt eine Konsequenz.
Aber letztendlich kommt dann die nächste Entscheidung, die man trifft und dann
geht es wieder weiter. Also ich glaube,
Es gibt wenig Fehler, die wirklich so unverzeihlich sind, dass man nicht zurückrudern
kann, dass man nicht wieder aufstehen kann.
Man sagt ja, man muss immer einmal mehr wieder aufstehen, als man hinfällt.
Und ich glaube, da ist wirklich was Wahres dran.
Absolut, ja.
Du darfst Fehler machen, Fehler sind erlaubt, die gehören dazu,
dass du lernst und du musst halt nur wieder aufstehen.
So ist es.
Der Status Fehler steht und fällt mit der nächsten Entscheidung,
würde ich daraus jetzt mal als Sprichwort oder so ableiten.
Dann zum Schluss, was sollte denn deiner Meinung nach über dem Schreibtisch
aller Schreibenden stehen?
Ich habe für mich notiert, schreibe, was du liebst und dein Geschriebenes wird
Lesende finden, die es genauso lieben.
Das ist so mein Leitsatz.
Ich glaube, den unterschreibt Tamara auch.
Aber ihr solltet euch nicht daran halten, wenn ihr reich und berühmt werden wollt.
Das habe ich auch schon erfahren, genau.
Aber es macht glücklicher, glaube ich. Ich glaube, es macht glücklicher.
Mich würde es nicht glücklich machen, um zu den Markt zu schreiben.
Ich würde das mit dem reichen Berühm gerne mal ausprobieren.
Ja, ich habe mich dann auch nicht abgeneigt, aber,
ich möchte glücklich dabei sein. Das hast du recht.
Genau, das wollen wir alle. Und ich hoffe doch sehr und bin auch guter Dinge,
dass wir jetzt ein paar Hörende da draußen glücklich gemacht haben.
Die tolle Geschichte der Hannah Nolden hat dazu definitiv beigetragen.
Und wir verfolgen jetzt alle, was so in den nächsten acht Monaten geschieht.
Vielen Dank, liebe Hanna, dass du heute bei uns bist.
Sehr gerne. Und an euch da draußen, ihr wisst, was ihr immer zu tun habt,
um uns glücklich zu machen, nämlich
uns zu folgen, wo immer es geht und Buchbubble-Bulleton abonnieren.
Bald kommt die nächste Ausgabe und natürlich uns nächste Woche wieder zu hören.
Also, bleibt uns gewogen. Bis nächste Woche. Tschüss.
Danke, Hanna. Ciao. Tschüss.
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