Ältere Figuren im Roman – Katharina Mosel über Zielgruppen und Ermutigung
In ihren Wohlfühlromanen schreibt Autorin Katharina Mosel – die, mit der pinken Ente – über Frauen älterer Jahrgänge. Damit stellt sie sich den Mainstream-Trends entgegen und erzählt, wie frau ihr Leben noch einmal komplett umkrempeln kann.
28.08.2025 61 min
Zusammenfassung & Show Notes
In ihren Wohlfühlromanen schreibt Autorin Katharina Mosel – die, mit der pinken Ente – über Frauen älterer Jahrgänge. Damit stellt sie sich den Mainstream-Trends entgegen und erzählt, wie frau ihr Leben auch mit 50, 60 oder später noch einmal komplett umkrempeln kann.
Im Podcast spricht sie über ihre Zielgruppe, das dazugehörige Marketing, die Mission ihrer Bücher und das Bild von Frauen in den Medien. Mit ihren Romanen will sie ermutigen und zeigen, dass das Leben nicht etwa mit dem Renteneintritt vorbei ist. Doch was ist mit realistischen Themen wie Altersbeschwerden, Armut oder dem Alleinsein?
Vera und Tamara fragen nach und kommen mit ihren verschiedenen Blickwinkeln ins Plaudern. Eine Folge, die allen Generationen wichtige Einblicke bietet.
Im Podcast spricht sie über ihre Zielgruppe, das dazugehörige Marketing, die Mission ihrer Bücher und das Bild von Frauen in den Medien. Mit ihren Romanen will sie ermutigen und zeigen, dass das Leben nicht etwa mit dem Renteneintritt vorbei ist. Doch was ist mit realistischen Themen wie Altersbeschwerden, Armut oder dem Alleinsein?
Vera und Tamara fragen nach und kommen mit ihren verschiedenen Blickwinkeln ins Plaudern. Eine Folge, die allen Generationen wichtige Einblicke bietet.
Gespräche über das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern, egal ob Selfpublishing oder Verlag.
In ihren Wohlfühlromanen schreibt Autorin Katharina Mosel – die, mit der pinken Ente – über Frauen älterer Jahrgänge. Damit stellt sie sich den Mainstream-Trends entgegen und erzählt, wie frau ihr Leben auch mit 50, 60 oder später noch einmal komplett umkrempeln kann.
Im Podcast spricht sie über ihre Zielgruppe, das dazugehörige Marketing, die Mission ihrer Bücher und das Bild von Frauen in den Medien.
Mit ihren Romanen will sie ermutigen und zeigen, dass das Leben nicht etwa mit dem Renteneintritt vorbei ist. Doch was ist mit realistischen Themen wie Altersbeschwerden, Armut oder dem Alleinsein? Vera und Tamara fragen nach und kommen mit ihren verschiedenen Blickwinkeln ins Plaudern.
Eine Folge, die allen Generationen wichtige Einblicke bietet.
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Mit ihren Romanen will sie ermutigen und zeigen, dass das Leben nicht etwa mit dem Renteneintritt vorbei ist. Doch was ist mit realistischen Themen wie Altersbeschwerden, Armut oder dem Alleinsein? Vera und Tamara fragen nach und kommen mit ihren verschiedenen Blickwinkeln ins Plaudern.
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Transkript
In Folge 277 haben wir die Autorin Katharina Mosel bei uns und sprechen mit
ihr über die Protagonistinnen in ihrem Buch.
Die sind nämlich alle jenseits der 40, 50, teilweise sogar bis in die 80er und
das bringt natürlich eine spezielle Zielgruppe auch mit sich.
Ja, das hat mich natürlich angesprochen als Ältester in der Runde und wir haben
über verschiedenste Herausforderungen gesprochen, die diese ältere Zielgruppe
mit sich bringt, solltet ihr auch als jüngerer Mensch unbedingt mal reinhören.
Die zwei,
Hallo, hier ist Folge 277 von die 2 von der Talkstelle, dem Podcast zum Schreiben
und Veröffentlichen von Büchern im Self-Publishing oder im Verlag.
Und mir gegenüber lächelt mich die bezaubernde Tamara Leonard an.
Und mein Name ist wie immer Vera Nentwig.
Und dann starten wir mal in dieser lustigen Folge, dass ich nicht aufhören soll. Tamara, sag was.
Vera ist noch nicht so ganz in the mood. Du bist gerade reingeslidet von deinem Arztbesuch.
Mensch, du hast mich ganz schön erschreckt letzte Woche.
Ja, du hast auch richtig zum richtigen Moment angerufen.
Nee, ich habe ja nicht angerufen, ich habe dir eine Nachricht geschickt und
dann kommt nur zurück, kann gerade nicht, liege im Rettungswagen auf dem Weg zur Notaufnahme.
Und in meiner Welt bedeutet Rettungswagen und Notaufnahme immer was ganz Schlimmes.
Naja, in dem Moment war es jetzt auch nicht so toll.
Ja, ich will das auch gar nicht kleinreden, aber ich war dann doch sehr erleichtert,
dass es nur deine Hand ist und nicht dein Herz oder sonst irgendwelche Lebensmittel.
Also ich sag mal so, die Tatsache, dass ich aus der Trage des Rettungswagens
eine WhatsApp-Nachricht schreiben kann, war glaube ich schon ein deutliches
Zeichen, dass ich es überleben werde, oder?
Nein, das weiß ich nicht.
Ich habe da schlechte Erfahrungen gemacht, aber ich war sehr erleichtert.
Trotzdem ist es natürlich nicht so schön, was dir passiert ist.
Ja, klar, hätte nicht sein müssen, um das vielleicht den Hörern erzählen,
die es nicht mitbekommen haben.
Ich habe letzte Woche Donnerstag auf dem Heimweg vom Büro mit dem Fahrrad,
Bei einer unübersichtlichen Kurve kam mir relativ überraschend ein E-Bike entgegen
und wir sind dann so frontal ineinander gerauscht.
Und die genetische Energie war auch voll auf Seiten meines Unfallgegners.
Der hat gar nichts und mein Fahrrad ist total schaden, mein Knie geprellt und
mein Handgelenk auch und ich hatte so eine dicke Fleischwunde.
Und das war eigentlich, ich bin auch nicht gestürzt oder so,
aber als dann das Blut so aus meiner Hand tropfte, da bin ich dann flau gefallen.
Ich bin ja doch ein Sensibelchen.
Ja.
Und dann haben sie auch direkt den Rettungswagen gerufen. Interessanterweise,
hat dann irgendein Autofahrer an der Straße wohl ein bisschen länger geguckt,
dass es dann gleich noch eine Massenkarambolage auf der Straße gab.
Oh nein!
Es sind direkt noch drei Autos zueinander gefahren.
Oh nein!
Wollen wir einen Rettungswagen kommen?
Kinders, das kommt vom Glotzen Ja.
Genau Ja, also wie gesagt, es hätte sehr viel schlimmer kommen können,
von daher ja, also ich meine meist trifft mich, dass mein Fahrrad schon total
Schaden ist Aber das wirst.
Du ja erstattet bekommen.
Ja gut, das weiß auch noch nicht, wer da schuld ist,
Keine Ahnung Und das Skurrile ist, dass ich genau an dem Tag mir vorgenommen
hatte vom Büro aus direkt zum Fahrrad hinterzufahren, weil ich mir vielleicht
mal ein E-Bike zulegen wollte.
Ich weiß jetzt nicht, was das Universum mir damit sagen wollte.
Ja, du brauchst ein neues Fahrrad.
Ja, ja.
Jetzt ist deine Hand einbandagiert, du kommst gerade vom Verbandswechsel.
Dann kannst du gar nicht schreiben im Moment, oder geht es irgendwie?
Doch, tippen geht. Ich bin auch...
Ich habe hier einen phänomenalen Vorstreit. ja Gott, wie sagt man,
Vorsprung.
Ich muss auch sagen, ich bin auch gerade total im kreativen Flow und ich habe
jetzt die super Idee für den nächsten Bienehagen-Fall.
Okay, cool. Ein Parallel-Unfall.
Nö, nö. Man weiß, ob das jetzt irgendwann nochmal da reinkommt. Aber nee.
Und die ja schon länger diskutierte Liebesroman-Reihen-Idee hat mich nicht losgelassen.
Und ich habe dann so weiter darüber nachgedacht und ich finde,
ich habe jetzt echt eine phänomenale Idee, die ich euch natürlich jetzt nicht
vorenthalten möchte, zumal ich auch gerne Feedback hätte, ob die wirklich so phänomenal ist.
Also, Hauptfigur ist Viktor Brenner,
Seinenszeichen Anlagen Mechaniker für Klima, Geräte, Gas und Wasser,
umgangssprachlich Klempner und arbeitet immer auf Baustellen und muss dann immer
so von einem auch zum anderen.
So ist ein, 38 Jahre ist ein, ja, so ein derber Kerl, ne, sage ich schon,
was größer, so dicke Arbeitshände und,
Und sein Synonym für Liebe ist der Apfelkuchen, den seine Oma ihn immer gebacken hat.
Okay.
Und diesen Duft von Apfelkuchen. Und als er dann seine große Liebe gefunden
hat und geheiratet hat, hat er seiner Frau dann auch immer Apfelkuchen gemacht.
Und das war so ihr Ritual.
Nur dummerweise ist vor einem Jahr genau, als er den Apfelkuchen gebacken hatte,
ist die Frau zusammengebrochen. Sie hatte eine Rüstung und ist gestorben.
Seitdem hasst er Apfelkuchen.
Jetzt stellt er aber fest, dass er bei unmöglichen Gelegenheiten plötzlich immer
diesen Apfelkuchenduft um die Nase hat. Und er kann sich nicht erklären, woher der kommt.
Und er stellt dann fest, dass er diesen Apfelkuchenduft immer nur dann hat,
wenn sich irgendwie in seinem Umfeld zwei Menschen begegnen.
Okay. Er riecht sozusagen die Liebe.
Genau, als Apfelkuchen. Und das ist ja auch so ein verschlossener Kerl,
der mit erstmal gar nichts anfangen kann.
Und der will ja noch gar nicht den Apfelkuchen. Aber durch mehr,
durch den Zufall, bringt er dann mal so zwei Leute zusammen.
Und dann ist dieser Apfelkuchen-Buft explodiert quasi.
Und immer wenn er jetzt riecht, denkt er, um den loszuwerden,
muss er jetzt die Leute zusammenbringen.
Und ich habe dann so vor, das so immer aus drei Kapitelweise andere Perspektive zu haben.
Also Viktor, dann halt jeweils ein Kapitel für die beiden Liebespersonen.
So, um dann die Geschichte dahin zu entwickeln, bis sie sich dann halt irgendwie kriegen.
Ich finde die Idee sehr cool Ich bin nur ein wenig davon abgelenkt,
dass zumindest meine Generation mit Apfelkuchen ganz andere Assoziationen hat.
Und vielleicht, ich weiß nicht, ob du die ausspielen möchtest oder vielleicht
ein anderes Obst wählen.
Was hast du denn für, was hat denn deine Generation jetzt?
Also als ich frischer Teenager war, kamen diese American Pie Filme,
die in Deutschland sogar noch den Titel hatten, wie ein heißer Apfelkuchen.
Und da wurde mit den Apfelkuchen ganz andere Dinge gemacht.
Ganz andere Dinge, ich erinnere mich.
Und ich weiß gerade nicht, was ich mit dieser Assoziation tun soll.
Okay, da hast du natürlich, wenn du da direkt dran denkst, dann,
ich hätte da jetzt nicht dran gedacht,
aber klar, ist für dich vielleicht präsenter, als es für mich war.
Ja, da muss ich vielleicht mal was an, aber gut, da kann ich mal was an.
Aber die Grundidee finde ich lustig.
Und dann hatte ich halt überlegt, dass die Bücher dann halt auch immer irgendwie die,
Ja, so einen Titel haben, zum Beispiel Apfelkuchenliebe, Zwei Herzen und ein Duft,
Apfelkuchenliebe, Ein Kuss im Baumarkt, Apfelkuchenliebe, Wo Herzen sich finden, sowas.
Ja, das könnte, glaube ich, gut funktionieren.
Meinst du?
Also jetzt der Baumarkt vielleicht nicht so. Die anderen Titel fand ich,
da habe ich auch direkt so sehr klassische Cover vor Augen.
Ja, also ihr da draußen, mir dürstet quasi nach eurem Feedback,
habe diese Idee in irgendeiner Form von Interesse.
Also momentan bin ich irgendwie voll in der Motivation und bin kurz davor,
zwei Schreibprojekte parallel anzufangen.
Also es ist gerade sehr viel Energie in mir.
Meine Samsung Health App sagt, hat mich heute Morgen gelobt,
weil ich einen phänomenalen Energiewert habe.
Also von daher, falls ihr jetzt Angst verspürt, dass ich das mache,
dann warnt mich vorher und bremst mich aus oder motiviert mich und gibt mir
noch mehr Energie. Ich bitte darum.
Ich bin sehr, sehr gespannt und wir sind gerade so im gleichen Vibe.
Ich habe nämlich heute Morgen ein neues Papyrus-Projekt gestartet und die ersten
90 Wörter eines Vorsichtträger-Wort-Prologs geschrieben.
Aber das braucht auch einen Prolog
und einen Epilog quasi als eine Art Rahmenhandlung. Und ich glaube...
Gehe auch in ein, also ich glaube immer noch nicht, dass ich den Quatsch mache.
Also ich werde natürlich meinen schon ausgeplotteten Roman auch bald starten
und vielleicht mache ich das tatsächlich auch parallel.
Aber das wird ein kleines Spaßprojekt, das ich bis Ende des Jahres auch fertig haben möchte.
Und ich will noch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es wird eine Drachensatire.
Okay, ah doch, willst du auf den Drachenhype setzen?
Ich habe so beim Fahren gedacht, irgendwas mit Drachen musst du doch machen
und wenn es nur im Spaß ist.
Und da kamen mir Ideen, wo ich so viel lachen musste und ich freue mich voll drauf.
Ich habe Bezüge zur realen Welt in die Drachenwelt übersetzt und habe es gestern,
Ich hatte gestern einen Termin bei meinem Tätowierer und habe ihm nur so grob
erzählt und habe ihm gewisse Namen genannt,
die Bezüge zu realen Personen haben. Und er hat sofort gecheckt und gefeiert.
Also das war so ein erster kleiner, kleines Mal nachhorchen, ob es funktioniert.
Und ja, ich bin gespannt. Aber ich habe tatsächlich schon gemerkt,
jetzt musst du schon irgendwie sprachlich viel epischer schreiben.
Da fließen die Worte nicht so automatisiert.
Okay.
Das ist spannend.
Ja, super. Also, ihr da draußen, ihr merkt, von den 200 Talk-Stelle habt ihr
jetzt demnächst einiges zu erwarten.
Und ja, wie gesagt, gebt gerne euer Feedback, was ihr davon haltet.
Da freuen wir uns immer sehr drauf.
Und ja, ich weiß jetzt gerade nicht, wie wir da die Kurve zu unserem heutigen Gast kriegen.
Ähm,
Drachen sind lustige Wesen ebenso wie pinkene Enten?
Ja, also die pinkene Ente ist auf jeden Fall das Stichwort und auch ihr Markenzeichen.
Und passenderweise ist sie heute auch in pink bei uns.
Sie ist Rechtsanwältin, aber heute wollen wir über ihre Bücher sprechen.
Die schreibt sie nämlich auch schon seit 2016.
Und was ich ganz besonders spannend finde, ist, dass sie eben nicht die typischen
20- bis 30-jährigen ProtagonistInnen hat,
sondern etwas älteren Frauen eine Stimme und Sichtbarkeit gibt und tolle Geschichten darüber erzählt.
Und deswegen freue ich mich sehr, dass sie heute hier ist. Hallo Katharina Mosel.
Hallo, vielen Dank für die nette Einladung. Ich freue mich auch.
Achso, stellst du keine Frage, Tamara?
Nein, ich warte immer, bis die Vera auch Hallo sagt.
Achso, Hallo. Stellt sie jetzt eine Frage?
Ja, du hast ja jetzt nächstes Jahr schon Zehnjähriges und ich würde sagen,
es läuft ja auch sehr, sehr gut mit deinen Büchern.
Du hast angefangen mit etwas jüngeren Figuren.
Genau. Ich habe dieses erste Buch geschrieben mit meiner Cousine zusammen.
Das ist wie so viele Erstlingswerke von AutorInnen, etwas biografisch.
Es ging um eine Anwaltskanzlei und da waren die Protagonisten jünger.
Und da habe ich gedacht, das machen wir einfach mal, weil wir so viel Spaß hatten.
Und es war überhaupt nie geplant, dass es irgendwie weitergehen würde.
Und dann hat mir das aber so viel Spaß gemacht mit dem Buch,
dass ich gedacht habe, ach, dann schreibe ich, versuche ich nochmal eins zu schreiben.
Und so hat es angefangen. Und mir war gar nicht klar, du hast es gut recherchiert,
dass das schon im nächsten Jahr, zehn Jahre ist.
Aber wie ist es denn, oder jetzt erstmal zur Einordnung, für die,
die jetzt deine Bücher nicht kennen, in welcher Altersklasse sind denn die Protagonisten
oder Protagonistinnen?
Also die Protagonisten sind in meinen jetzigen Romanen alle so Ende 40, eher Mitte 50 aufwärts.
Die Ältesten sind weit über 80 tatsächlich.
Okay, das ist ja eine große Spanne. Das sind ja ganze Generationen dazwischen.
Aus meiner Sicht ist ja jemand, der so ab Mitte 40 ist, ja ein Jüngling.
Was sind denn dann die Besonderheiten bei diesen Figuren also es geht.
Oder mir ist es wichtig, aufzuzeigen, dass insbesondere Frauen,
wenn sie, ich sage jetzt mal, ab Mitte 50 aufwärts sind, noch nahezu,
oder ich behaupte mal, alle Möglichkeiten offen haben.
Und das möchte ich mit diesen Romanen zeigen. Es sind auch Liebesgeschichten,
aber es geht immer darum, dass Frauen sich verändern, weil irgendetwas passiert.
Gut, ich komme anwaltsmäßig aus den Familien- und Erbrechten,
liegt es ein wenig nah, Trennung, Scheidung, jemand verstirbt.
Oder aber, weil etwas innen drin, der Frau sagt, das kann doch noch nicht alles gewesen sein.
Und das ist mir wichtig, also aufzuzeigen, dass das Leben nicht mit Mitte 50
endet und wir jetzt da sitzen und auf den Tod warten, um es mal sehr überspitzt auszuprobieren.
Ja, das wäre jetzt mit 50 auch echt arg früh.
Also ich muss ja gestehen, als ich so zwölf war,
war ich davon überzeugt, ganz fest davon überzeugt, mit 30 ist das Leben eigentlich vorbei.
Und um das jetzt nochmal so ein bisschen hoch zu transponieren,
natürlich verschiebt sich dieser Gedanke vielleicht eine gewisse Zeit lang, wie sage ich es jetzt?
Also ich glaube, also ich merke zum Beispiel meine Liebesromane,
die ich geschrieben hatte, wo die Figuren so zwischen Ende 20, Anfang 30 sind,
die werden auch gerne von Frauen in den 50ern zum Beispiel gelesen.
Das funktioniert ganz gut. Aber wie funktioniert das?
Andersrum, also hast du dann jeweils Leserinnen in den entsprechenden Altersgruppen
oder lesen auch jüngere Leute dann die Geschichte von Menschen,
die eigentlich ihre Eltern oder sogar Großeltern sein könnten?
Ja, also erstmal kleiner Seitenschlenker. Ich wollte nie älter als 29 werden
mit Anfang 20, weil ich auch gedacht habe, danach wird es nur furchtbar.
Ich fand der 30. Geburtstag ist der schlimmste überhaupt.
Genau, war bei mir ganz genauso. Und dann, naja, was ist die Alternative?
Jungen sterben, nur die Guten, sagt man ja manchmal so ein bisschen flapsig.
Und jetzt werde ich nächsten Monat 62 und habe dann Gott sei Dank irgendwann erkannt,
dass die Zeitspanne zwischen 30 und 50 ja genauso lang ist wie zwischen 50 und
70 und es wäre jetzt ja irgendwie doof,
da tatsächlich dann irgendwie zu verharren in Zuständen.
Und jetzt komme ich auf deine Frage zurück.
Es lesen auch jüngere Frauen die Bücher, aber das sind die wenigsten.
Es kommt eher vor, dass die Jüngeren das kaufen, um es ihren Eltern,
also ihren Müttern zu schenken tatsächlich. Also die Zielgruppe bewegt sich
schon, ja, vorsichtig geschätzt, schon 50 aufwärts tatsächlich.
Und zwar richtig aufwärts. Also ich habe einige Leserinnen, die mir dann auch
E-Mails schreiben, die 80 Jahre und älter sind.
Das ist schon, mhm.
Wobei ich mir gar nicht so sicher bin. Also ich glaube, ich würde meinen Leserkreis,
zumindest da, wo ich so Rückmeldungen bekomme, auch eher, also so ab Mitte der 40 aufwärts sehen.
Wobei jetzt zum Beispiel in meiner Krimi-Reihe die Protagonistin Anfang 30 ist.
Ich glaube, das hat auch viel mit der Person der Autorin oder Autors zu tun, oder?
Sicherlich, ja. Das denke ich auch. Das auch sicherlich, was man vielleicht
auch anzieht oder anziehen möchte, das glaube ich schon auch.
Und ich schreibe halt auch gerne über Dinge, die ich kenne, ein Stück weit. Ja, absolut.
Ich will jetzt nicht sagen, dass mir die Welt der 20-Jährigen komplett fremd
ist, obwohl manchmal denke ich es schon.
Bin ich voll bei dir.
Also ich muss ja dann schon aufpassen, dass ich noch dranbleibe,
was so die Benutzung von bestimmten Wörtern angeht.
Die google ich tatsächlich auch manchmal.
Aber ja, also von daher liegt es auch ein Stück weit nahe, dass die Protagonisten älter sind.
Aber es war nie so Absicht. Also ich habe mich nicht hingesetzt und gesagt,
oh, der Markt ist da noch irgendwie, da gibt es eine Lücke, in die ich vielleicht reinkommen könnte.
Und deshalb schreibe ich jetzt so. So war das nicht. Die Geschichte war immer zuerst da.
Jetzt hast du aber gesagt, du schreibst ja Liebesromane hauptsächlich,
wenn ich das richtig sehe.
So, jetzt ist da die Frau Mitte 50 Liebesroman. Ich habe ja gelernt,
beim Liebesroman müssen sie sich am Ende kriegen.
Also ist dann doch die Lösung für die Frau Mitte 50 am Ende den Partner der Träume zu finden?
Nein, ist es nicht. Also der Partner ist, um es mal flapsig auszudrücken,
die Kirsche auf der Sahne oder auf der Torte.
Es geht schon darum, dass die Frau erst mal selbst guckt, wo sie hin will. Das ist mir wichtig.
Und das ist eigentlich auch die Aussage. Von daher ist es so ein bisschen,
ich tue mich immer noch so ein bisschen schwer mit der Einordnung in bestimmte Genre.
Tatsächlich war mir das auch völlig unbekannt, als ich angefangen habe zu schreiben,
wie viel Untergenres es gibt. Da komme ich auch tatsächlich nicht hinterher,
werde ich auch in diesem Leben nicht mehr.
Ich wusste auch nicht, was New Adult und Young Adult ist.
Das habe ich jetzt alles über die Jahre gelernt.
Nee, es geht schon in den Büchern darum, dass Frau erst mal sich selbst...
Entwickelt. Also über diese Schwelle hinwegkommt, alles muss so bleiben,
wie es ist, weil es immer schon so war.
Das ist was, was mich total auch langweilt. Tatsächlich auch selbst.
Gibt es einen Begriff für Senior Adult oder keine Ahnung?
Karin Müller hat das neulich, also die hat mir gesagt, ja, das würde im Englischen
unter dem Begriff Later in Life Stories sein.
Ja, das habe ich auch schon mal gehört.
Das habe ich dann gelernt.
So, aber was ist denn, was führt denn dann die Frau zu dieser Zufriedenheit?
Was weiß ich, angstfrei Töpfern auf Gomera oder Stricken? Keine Ahnung.
Nee, eher nicht. Sondern eher zu gucken, was ist wichtig im Leben.
Also zu erkennen, dass vielleicht das, was sie bisher gemacht hat,
sie nicht ausgefüllt hat.
Also das, was mich tatsächlich auch umtreibt. Wenn ich morgens aufstehe und
denke, ja, will ich jetzt bis zum Ende des Lebens immer dasselbe machen oder
wäre es cool, auch nochmal was anderes zu machen und was könnte das sein?
Und was habe ich bisher vielleicht alles, ich übertreibe jetzt mal ein bisschen,
nur für andere gemacht und vielleicht zu wenig für mich?
Das heißt aber nicht, dass ich jetzt alles hinschmeiße und irgendwie plötzlich,
ja, Töpfern auf Gomera, wäre jetzt auch nicht so mein Ding, aber sondern einfach
mal zu gucken, vielleicht kann ich mich ja nochmal ein Stück weit neu erfinden.
Manchmal muss ich das ja auch, wenn irgendwas passiert. Und ich finde es halt
immer so schade, wenn man sich erst dann Gedanken über Veränderungen macht,
wenn irgendwas Schlimmes passiert.
Es wäre viel cooler. Es würde anders funktionieren.
Das heißt, die Liebesgeschichte ist im
Prinzip so Trägermasse für einen Persönlichkeitsentwicklungsroman. Genau.
So sieht es aus.
So wie die Nudeln für die Soße.
Sehr gut.
Ja, so ist es.
Ich gucke, dass so die Pasta-Liebhaber scheinen, aber egal. Ja,
wir wollen jetzt nicht up.
Wie ist das denn bei dir? Ist dann das Schreiben, was du ja dann jetzt seit
neun Jahren machst, ist das so ein bisschen der Weg, eine andere Zufriedenheit zu finden?
Ja, definitiv. Also ich schreibe gern tatsächlich.
Also nicht immer, aber überwiegend. Aber mir macht es auch Spaß,
ein Buch herauszubringen.
Also dieses Ganze, ich glaube, das sagst du ja auch immer gern,
Vera, dass das für dich so was Schönes ist, für mich auch was Schönes.
Und mich freut auch, wenn die Leserinnen sich darauf freuen,
wenn die mir E-Mails schreiben und sagen, sie sind schon ganz gespannt.
Das finde ich schon auch sehr cool. Das ist nochmal was ganz anderes als das Anwältendasein.
Meiner freuen sich die manchmal auch, aber in der Regel eher nicht,
weil wann geht man zum Anwalt? Das ist ja häufig nicht erfreulich.
Ja, du gehst das ja auch alles sehr professionell an. Also wenn man allein mal
so den Überblick über deine Bücher sich anschaut, das ist ja alles,
passt sehr schön zusammen, farblich von den Motiven her.
Und wenn man auf deiner Seite mal schaut, du hast da ein ganzes Team an Menschen,
mit denen du zusammenarbeitest.
Jetzt habe ich vor lauter, lauter den Pfad verloren, wo ich damit eigentlich hin wollte.
Nimm es als Stichwort, ich habe die Frage vergessen.
Also, die Cover macht die Laura Newman. Da habe ich wenig mit zu tun,
weil tatsächlich sind das alles überhaupt nicht meine Farben unter uns gebracht.
Meine Cover würden total anders aussehen, aber ich habe ja gelernt,
dass es nicht darauf ankommt, ob ich das cool finde, sondern ob die anderen das gut finden.
So ist es.
So ist es. Und ich habe mir einfach ein Team gesucht, weil ich es alleine gar nicht kann.
Also, ich kann es nicht. Ich kann weder Buchsatz, noch kann ich...
Und will ich auch alles gar nicht lernen.
Von daher habe ich halt geguckt, wer das gut für mich macht.
Und so ist das dann entstanden mit den Jahren. Das war am Anfang auch nicht so.
Also, ich erinnere mich noch an mein zweites Buch. Ich glaube, das ist viermal Frau.
Das hatte zum ersten Mal das falsche Cover. Das habe ich dann ausgetauscht.
Zum zweiten war der Buchsatz so, dass da immer irgendwelche Anfangsbuchstaben fehlten.
Okay, es wurde dann hochgeladen, dann musste es wieder geändert werden.
Also alles, was man falsch machen kann, habe ich auch falsch gemacht.
Ich glaube, ich habe meinen Faden gerade wiedergefunden, weil du ja auch Marketingunterstützung
hast und du machst ja jetzt auch viele Reels, Social Media und so weiter.
Das heißt, deine Zielgruppe ist ja so ein bisschen spitzer geworden,
gestaltet und da gehst du aber von deinem Marketing voll drauf.
Hast du da einen Plan oder machst du mehr nach Gefühl?
Also ich mache es inzwischen nicht mehr nach Plan. Ich hatte auch Pläne und
dieses so, du musst morgens um neun, mittags um zwölf und abends um 20 Uhr bei
Instagram posten, weil sonst wirst du nicht bekannt, kann man so machen.
Ich halte das für Blödsinn inzwischen.
Ich mache das so, wenn ich einen Impuls habe, mache ich das oder ich lasse es
bleiben. Also ich habe tatsächlich keinen Plan mehr.
Also keinen Plan, wo detailliert irgendwas drin steht, über Wochen vorgeplant.
Natürlich, jetzt kommt wieder eine Veröffentlichung. Da habe ich jetzt wieder
angefangen, kleine Videos zu drehen,
um einfach zu sagen, okay, jetzt muss ich ja so ein bisschen Buchwerbung wieder
anfangen und dann mache ich aber trotzdem auch nur Dinge, die mir Spaß machen.
Also wenn mir das keinen Spaß machen würde, würde ich es nicht tun.
Aber wenn du jetzt, ja, okay.
Nee, Entschuldigung.
Wenn du sagst, so Zielgruppe jetzt, ich sag mal, ja, so die Älteren, also so 50 aufwärts.
Ist denn dein Instagram überhaupt relevant?
Das frage ich mich tatsächlich auch zwischendurch immer mal wieder.
Aber es ist wahrscheinlich Facebook, also die gehen auch zu Facebook.
Da sind dann tatsächlich auch welche.
Also was ein sehr cooles Marketing-Tool ist, nach wie vor der Newsletter.
Also es ist mein hauptsächliches Marketing-Tool.
Das ist bei dir auch die Entenpost, das finde ich auch sehr niedlich.
Wie oft schreibst du da was? Was bringst du da rein?
Also das ist tatsächlich für jemanden, der da reinkommt, ist eine Automation.
Ich weiß es jetzt gar nicht, wie viel. Da fängt, glaube ich,
alle zwei Wochen. Also es fängt an mit drei hintereinander, dann alle zwei Wochen,
irgendwann alle vier Wochen.
Und für die Ersten, die jetzt aus dieser Automation raus sind,
schreibe ich dann ungefähr einmal im Monat noch was Neues.
Aber das ist nie getimt.
Was schreibst du da? Ich habe immer das Problem, ich nehme mir das auch immer
vor und dann denke ich, das ist irgendwie so profan, das interessiert doch keinen.
Also ich glaube, es ist, also meine Erfahrung ist, wenn du tatsächlich was aus
deinem Leben schreibst, ohne dass du jetzt höchst private Details freigibst,
interessiert das die Leute schon.
Also ich schreibe immer irgendwie so eine kleine Geschichte,
das was mir im Anwaltsleben passiert ist und dann schreibe ich immer auch irgendwas
zu meinen Büchern. Aber das ist nie irgendwie seitenlang.
Das ist auch nicht mit coolen Bildern zwischendrin, weil das kann ich nämlich
gar nicht. Das wäre mir alles viel zu aufwendig.
Es ist tatsächlich einfach nur eine E-Mail, wo ab und zu ein Foto drin ist.
Ab und zu empfehle ich auch Bücher von anderen oder verweise auf Newsletter von anderen.
Aber es ist immer irgendwie eine Geschichte, was mir passiert ist.
Wie viele Abonnenten hast du so?
Ich glaube, es sind so irgendwie 1.200, so um die 1.000 ungefähr.
Das ist doch schon eine Menge.
Das schwankt auch natürlich immer. Aber ich mache es halt so,
wie ihr das wahrscheinlich auch macht.
Ich habe hinten einen QR-Code drin im Buch und verweise halt auf diesen Newsletter.
Ja, ich nehme mir immer wieder vor, da regelmäßiger was zu machen.
Ich hatte jetzt vor dem Launch meines Buches so eine kleine Aktion,
wo es jeden Tag ein kleines Häppchen zum Lesen gab.
Aber seither ist auch wieder Funkstille, weil ich mir einfach immer denke,
naja, ich erzähle doch schon alles auf Social Media.
Was soll ich denn da noch erzählen?
Aber der Empfängerkreis ist ein anderer.
Mhm.
Und wird ja auch anders wahrgenommen. Und was ich halt auch immer lerne,
gerade jetzt in letzter Zeit, die Algorithmen haben sich ja sehr verändert,
dass die Sichtbarkeit von Beiträgen in Social Media ja sehr nachgelassen haben.
Und wie das gar nicht gesehen wird.
Das denke ich. Und außerdem denke ich, keiner von uns weiß, wie sich das entwickeln wird.
Ja, sowieso nicht.
Das kann ja morgen sein, dass man mit Meta gar nichts mehr zu tun haben will
oder nichts zu tun hat oder wie auch immer.
Ja, haben wollen will man jetzt schon nicht.
Nee, genau. Eigentlich nicht.
Eigentlich nicht, aber was würdest du sonst machen? Ja, ja, genau.
Man weiß nicht, was da noch so alles passiert. Aber das wirft mich jetzt zu
einer anderen existenziellen Frage. Du hast ja gerade auch von deinem Team gesprochen.
Und ich meine, jetzt bist du Anwältin, was so ein bisschen zumindest suggeriert,
dass man da gut situiert ist. Der ganze Kram kostet ja eine Menge Geld.
Ja.
Und gerade im Alter, wir wissen ja, da sind viele Menschen, die so im Alter,
das mit dem Geld nicht mehr so dicke ist.
Wie spielt das Thema eine Rolle für dich? Wie reflektierst du das?
Meinst du jetzt bezogen auf die Buchveröffentlichung? Also vom Geld aus dem her?
Die Frage war jetzt undifferenziert, da hast du vollkommen recht.
Also zum einen, ich würde das in zwei Fragen aufteilen wollen.
Also einmal generell bei den Figuren, ich habe jetzt letztens gelesen,
etwa 30, 35 Prozent der Menschen, die jetzt in Rente gehen, obwohl sie die ganze
Zeit gearbeitet haben, wahrscheinlich nicht von der Rente leben können.
Okay.
Und andere jetzt auch keine großen Sprünge machen können. Also die Golden Ager,
die dann jetzt eine Reise nach der anderen machen, ist eigentlich nur die Spitze.
Der Rest ist eher so. Und das wird ja eigentlich kaum, das liest man ja kaum was drüber.
Und wenn du jetzt, ich fülle jetzt mal weiter aus, wenn du jetzt so tolle Geschichten
über die Frau mit 50er, die dann jetzt tolle Pläne hat.
Naja, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie Geld dafür gar nicht haben.
Wie spielt das eine Rolle in deinen Büchern?
Also ein bisschen...
Indirekt spielt das eine Rolle. Also bei der letzten Geschichte zum Beispiel
war die Protagonistin Erzieherin, ganz normal.
Ist dann, hat ganz normal wenig Urlaub gemacht, sage ich mal.
Ist dann, gut, jetzt spielen diese Romane häufig auf Sylt. Ist dann überredet
worden, da nach Sylt zu fahren.
Und hat dann schon geguckt auch, dass sie jetzt nicht einfach den Job aufgeben
kann und dann von Luft und Liebe lebt, sondern sich dann nochmal was Neues gesucht.
Also es ist jetzt nicht so komplett abgehoben, aber es ist natürlich,
weil es auch Unterhaltungsromane sind, so ein bisschen auch diese Wohlfühlromane, ist es jetzt kein, ja.
Also es ist nicht gesellschaftskritisch oder irgendwie soll aufzüllen.
Es ist ein Stück weit auch gesellschaftskritisch, weil ich gerne gerade die
ganz alten Damen schon über Trump, Klimakrise und solche Sachen sprechen lasse.
Also das spielt schon auch eine Rolle, aber der Punkt, sich bestimmte Dinge
nicht leisten zu können, kommt vor, aber der ist jetzt nicht so, ja, stimmt.
Das könnte man, das ist ein guter Hinweis, das könnte ich ja nochmal überlegen,
was nicht auch mal eine Möglichkeit wäre.
Ich möchte dann in der Danksagung erwähnen. Ja, okay.
Aber dann der zweite Teil der Frage, man macht ja schon so die Erfahrung,
dass so Richtung Ruhestand viele denken so, ich wollte doch immer schreiben,
jetzt fangen jetzt schreiben an.
Und jetzt bin ich ja durchaus sehr dafür, dass die Menschen,
bevor sie zu irgendeinem Wald- und Wiesen-Kleinstverlag gehen oder womöglich
noch Druckhaus-Zuschussmäßig vielleicht mal über Self-Publishing nachdenken.
Aber das kostet Geld, was sich ja nicht jeder leisten kann.
So, ja, jetzt weiß ich gar nicht, was die Frage daran ist. Egal.
Es kostet viel Geld.
Das muss ich mal gesagt haben, genau, ja.
Es kostet viel Geld.
Wie viel investierst du denn in so ein Buch bei dir?
Also das liegt schon so, also wenn ich jetzt noch Marketing dazu nehme,
also zum Beispiel NetGalley, was ich jetzt tatsächlich überlege,
ob ich es nochmal machen soll oder nicht, dann liegt das schon um die 5.000
Euro, würde ich mal schätzen.
Spielst du das ein mit einem Buch?
Ja, da spiele ich ein.
Echt? Wow.
Ja, ja. Also mega beeindruckt. Finanzamt einer auf dem Deckel.
Liebhaberei und so. Also ich habe das Glück, dass es schon einige Bücher gibt,
die immer noch laufen tatsächlich.
Und interessanterweise sehr viele Prints verkaufe. Was finanziell gar nicht
so interessant ist, weil man ja am E-Book viel mehr verdient.
Aber natürlich ist es so, dass die, ich sage jetzt mal pauschal,
die älteren Damen eher noch was in der Hand haben.
Da werden mehr Prints gekauft.
Bist du dann auch, wenn du ja die ältere Zielgruppe hast, auch dann auch bei Tolino?
Nee, ich mache Auflagendruck.
Nee, ich meine das e-bookmäßig.
Nee, e-bookmäßig nicht. War ich. War ich und habe mir das wieder überlegt.
Das hat sich nicht trendiert.
Ich habe immer gedacht, die ältere Zielgruppe ist eher bei Tolino und nicht bei Amazon.
Ja, vielleicht. Aber ich finde es sehr schade, weil ich eigentlich das gerne
gemacht habe über viele Jahre. Und es tut mir auch total leid,
dass es nicht mehr so ist.
Aber es hat sich überhaupt nicht rentiert, muss man einfach sagen.
Da ging mir ja nicht genau.
Ja, genau. Hatte ich auch mal gehört bei dir, ja. Es ist immer schlechter geworden,
blöderweise. Es war am Anfang einfach gut so und jetzt ist es irgendwie uninteressant.
Also ich habe so den Eindruck nach der Insolvenz von Weltbild.
Ist dort irgendwie zusammengebrochen.
Ja, vielleicht.
Ich würde jetzt nochmal das Stichwort Gesellschaftskritik aufgreifen,
weil ich denke, allein diese Konstellation eben mit Frauen, die nicht in den
20er, 30ern sind, aber trotzdem nochmal ihr Leben umkrempeln,
allein die Sichtbarkeit, das ist ja schon auch ein Stück Gesellschaftskritik,
weil wenn man so in die Medien schaut, Und Frau hat ja immer auszusehen wie 20, maximal 30.
Und man darf uns ja keine Falten ansehen.
Wie sehr arbeitest du mit diesem Thema? Ist dir da schon irgendwas begegnet,
wo du gesagt hast, Mensch, da muss ich jetzt echt mal was gegen tun?
Ja, das ist tatsächlich so ein Stück weit die Mission.
Also das ist das, was ich gerne möchte. Ich möchte gerne, das mache ich sowohl
als Anwältin wie auch als Autorin, besonders den Frauen mutmachend,
halt dieser Aussage, das Leben hat noch so viel zu bieten.
Hör auf, dir einzureden, nur
weil du jetzt 65 oder 70 bist, es passiert nichts mehr, das ist Blödsinn.
Natürlich, wenn ich mir das immer einrede, passiert auch nichts.
Aber wenn ich mich öffne und sage, es gibt so viele Möglichkeiten,
dann passiert auch was. Und das ist auch das, was ich erlebe im Job.
Also ich erlebe die Frauen, die hier mit 75 vor mir sitzen und sagen,
sie haben sich wieder verliebt.
Oder die Frauen, die sagen, ich muss mich jetzt von meinem Mann trennen,
weil der hat sich nicht weiterentwickelt, aber ich habe mich weiterentwickelt.
Also solche Beispiele halt.
Und Tamara, du hast völlig recht, wenn ich mich so umgucke in Medien,
dann ärgert mich das Ungeheuer, dass Frauen in meinem Alter immer dargestellt
werden, wenn sie denn überhaupt noch auftauchen, sind die immer so klischeehaft
festgelegt auf bestimmte Rollen.
Das sind immer die Omas, die sich um ihre Enkel kümmern und sonst nichts haben.
Oder wenn sie dann anfangen, was zu haben, dann werden sie dargestellt als Frauen,
die sich nicht um die Familie kümmern. Du kannst es dir sowieso nie recht machen.
Und das ist das, was mich total ärgert.
Ja, da sind wir im Prinzip ja wieder beim Patriarchat. Also deine Aufgabe als
Frau ist halt bitte, dich um Kinder zu kümmern.
Aber halt jetzt auch arbeiten gehen, aber trotzdem Kinder.
Und wenn überhaupt du noch bemerkt werden willst,
dann musst du halt dich irgendwelchen diversen Schönheitsopolis unterziehen,
musst irgendwie aussehen wie Anfang 40, obwohl du 75 bist, weil keiner irgendwie
deine Falten sehen darf und das ist auch grauenvoll.
Ich weiß jetzt gar nicht. Also ich bin nicht so sicher.
Also ich habe schon den Eindruck, dass sich da einiges bewegt hat.
Und dass wir da Figuren haben, wo ich ein bisschen so eher drauf schaue,
ist so, dass Frauen, die im Alter alleine leben,
dass das so eine verschwiegende Minderheit, oder ob es eine Minderheit ist, weiß ich gar nicht.
Wahrscheinlich sogar eine Mehrheit, weil die Männer ja sowieso eher sterben.
Aber dass das so nicht so wirklich vorkommt und gut, ich meine nicht jetzt bei
dir bei Liebesromanen der Natur der Sache, dass die sich halt irgendwie kriegen müssen,
deswegen habe ich da auch nachgefragt, weil ich eigentlich immer nach den Vorbildern
suche und so, was ist denn wenn man
keinen so einen Tütenügel oder auch eine Tüke Nüggeline zu Hause haben will
sondern wenn man sagt, okay, ich bin mir selbst genug und ich verwirkle mich jetzt selbst,
so, da fehlt mir eigentlich noch sehr viel.
Und was ich ja jetzt, ich bin ja die Älteste jetzt hier in der Runde,
um das nochmal mitleidig anzumerken, wo ich, wenn ich jetzt so zurückschaue, wenn ich jetzt so,
auf die jungen Menschen schaue und gerade jetzt auch auf das Frauenbild,
was da jetzt so in Instagram und sonst wo hochkommt,
da graust es mir ja sowas von.
Meinst du die Treadwives?
Sowohl als die Treadwives, ja, aber auch die Schönheits, schau dir doch mal
die Popstars an, jetzt mal wie gestylt und aufgehübscht und perfektioniert die sind. Und,
Und da denkst du auch, mein Gott, ist denn das alles für die Katz gewesen,
was die letzten 60 Jahre war?
So, ne? Ja, und ich rede schon wieder und stelle keine Frage.
Du hast völlig recht, ich sehe das auch. Ich gucke mir das an bei Instagram
und denke, was ist eigentlich so schief gelaufen?
Also was haben wir irgendwie falsch gemacht?
Oder ich meine, vergessen auch Frauen, dass es noch gar nicht so lange her ist,
dass wir nicht mein eigenes Konto einrichten durften, dass wir nicht… Das war 1977.
Das Gesetz abgeschafft worden.
Oder meine Mutter, die musste noch heiraten, um eine Wohnung bekommen zu können.
Also das ist doch alles gar nicht lichtjahreweit her und jetzt habe ich auch
das Gefühl, wir bewegen uns teilweise wieder in die andere Richtung.
Und das ist so, ja, aber ich stimme dir total zu.
Es ist auch aus meiner Sicht ein Problem, aber es gibt sehr,
sehr viele Frauen, die alleine sind,
die alleine leben und die Zahlen nehmen natürlich auch zu, weil wir sind die
geburtenstarken Jahrgänge und gerade in Städten ist das so.
Also das höre ich auch sehr häufig. Also wenn ich dann frage,
ja, also bei sowas zum Beispiel, wenn es darum geht, Vollmachten zu erteilen,
dann kommt immer die Frage, wen soll ich denn bevollmächtigen?
Ich habe doch niemanden und so.
Dann sage ich immer, naja, aber guck doch mal, vielleicht gibt es irgendwie
in deinem Bekanntenkreis oder du versuchst mal irgendwo in eine Initiative zu
gehen oder was würde dir Spaß machen? Wo kannst du dich engagieren?
Dann öffnet sich vielleicht nochmal der Kreis.
Ja, weil das Thema hat so viel, ich bin da näher dran und das Thema hat für
mich sehr viele Facetten.
Wobei ich jetzt auch aufpassen muss, nicht zu sehr vom Buchschreiben wegzukommen.
Schon nichts.
Und das ist natürlich auch ein Thema, was mich selbst sehr beschäftigt,
weil ich jetzt ja auch so an dieser Grenze bin.
Und dann so im Umfeld, die Leute sind natürlich dann tendenziell ja alle so
mein Alter, die meisten drumherum sind irgendwie verpartnert,
sind gerade in Rente oder gehen in den nächsten Monaten in Rente und ich kriege
halt also die Pläne mit, was sie so machen.
Die einen kaufen sich ein Wohnmobil, die anderen fahren durch die Lande,
um den Enkel zu versorgen oder sowas und ich sitze hier und denke,
scheiße, was machst denn du jetzt?
Ich schreibe Bücher.
Ja, aber du machst ja total viel. Du schreibst Bücher, du bist engagiert,
Du machst diesen Podcast, du bist bei den mörderischen Schwestern. Also großartig, oder?
Ja.
Gut, jetzt wollen wir ja nicht so Therapiesitz so für mich machen.
Nein, überhaupt nicht. Aber das ist so ein bisschen das, was tatsächlich dann
auch wieder in meinen Büchern der Antrieb ist, auch mal zu gucken,
was macht man denn alles schon Großartiges, Tolles?
Womit beschäftigt man sich denn? Und was könnte man noch machen?
Und auch nicht diesen Zustand, den meine Heldinnen haben,
in dem sie zum Beispiel mit einem Mann zusammenleben und sagen,
ja, aber das kann doch nicht sein, dass ich jetzt die nächsten 20 Jahre so weiter
mit dem zusammenleben will, das will ich nicht.
Übrigens der Klassiker dass viele
Ehen scheitern nicht daran dass jemand fremdgegangen ist sondern viele Ehen
scheitern daran dass irgendwie Gleichgültigkeit ist und einer immer nur nörgelt
was häufig die Frauen sind das ist auch ein Klischee aber es ist eben so du
sitzt schon wieder vom Fernseher du bewegst dich nicht du machst immer das selber
und das versuche ich so ein Stück weit auch in diese Bücher mit reinzubringen.
Wobei wir da jetzt vielleicht auch mal auf die andere Seite gucken müssen Unsere
Hörer und Hörerinnen beklagen sich immer, dass zu wenig Männer bei uns vorkommen.
Wie gehen denn, du hast ja dann ein bisschen Erfahrung, wenn du da diese Gespräche
hast, wie gehen denn Männer damit um?
Sind die wirklich so, dass die sich auf die Couch setzen und froh sind,
dass sie was zu essen kriegen? Oder wie?
Naja, also...
Ich glaube, für Männer, die ja noch zumindest in unserer Generation mehr davon
geprägt sind, Geld zu verdienen und Arbeit gehen zu müssen, ist das schon ein Riesenumbruch.
Plötzlich nicht mehr wichtig zu sein im Arbeitsleben.
Und wenn man den dann nicht auffängt oder sich als Mann nicht auch Gedanken
darüber macht, und das tun halt viele nicht, dann ist das schon ein Desaster zu Hause.
Also ich weiß, als mein Mann, der deutlich älter ist als ich,
aufgehört hat zu arbeiten, habe ich dem erstmal zwei Yoga-Kurse geschenkt.
Besagt und gesagt, du musst jetzt irgendwas tun. Irgendwas Ehrenamtliches.
Der hat dann 17 Jahre bei der Tafel gearbeitet und war dann ganz happy. Aber so halt.
Manchmal muss man die dann auch ein bisschen schubsen. Das klingt so fies,
aber das ist meine Erfahrung.
Also ich habe das auch in einem persönlichen Umfeld, wo der Mann in Rente ist
und ist da völlig ja, ich muss sagen, abgebaut.
Der ist völlig in so einem Trance-Zustand. Der kriegt nichts auf der Reihe.
Der ist nur noch depressiv und ist ganz schlimm.
Jetzt bin ich ja so eher jemand, der dann sagen würde, jetzt komm Junge,
krieg mal den Arsch hoch. Aber das hilft halt nichts.
Wenn man so, das kenne ich ja selbst, wenn man so im Loch hängt, dann hilft das nicht.
Ja.
Ich überlege gerade so, wenn ich es jetzt nochmal vergleiche,
New Adult, Young Adult Romane, da geht es eben viel drum, so Neues entdecken, was aufbauen.
Ist für dich, für deine Romane umgekehrt sowas wie Sinn des Lebens ein relevantes
Thema? Ist das was, was da stärker vorkommt?
Ja, auch. Aber es geht auch eigentlich darum.
Auch darum, was Neues zu machen und was aufzubauen. Oder was anderes vielleicht aufzubauen.
Sich neu zu orientieren.
Aber klar, es ist auch ein bisschen natürlich, man guckt ja auch zurück.
Man hat ja eine viel längere Zeit, auf die man zurückgucken kann.
Und da wir ja nicht in einer Generalprobe leben, sondern erstmal davon ausgehen,
dass wir nur dieses eine haben, ist es natürlich schon so, wenn ich jetzt gucke
und denke, ich bin 62, ich arbeite ja viel mit Statistiken.
Also jetzt muss ich ja mal gucken. jetzt habe ich noch statistisch gesehen,
so und so viele Jahre, was will ich damit machen?
Das, ja, das spielt sicherlich eine Rolle.
Aber dann gehen wir doch mal in die Statistik. Ich mag es ja gern konkret.
Wenn du, hier von 62, wenn du Pläne machst, wie weit im Voraus machst du Pläne?
Für mich? Also was das Bücher anschreiben, Bücherschreiben angeht,
mache ich gar keine Pläne tatsächlich, sehr spontan.
Was mein eigenes Leben angeht, mache ich jetzt schon Pläne, was so Anwaltstätigkeit
und wie lange würde ich noch arbeiten?
Da gehe ich schon ein bisschen in die Zukunft tatsächlich und ansonsten,
was mein Gesamt, also wie ich mir mein weiteres Leben vorstelle,
habe ich schon auch Pläne, ja, tatsächlich.
Also da gehe ich auch, gucke ich mir auch an, wie ich gerne mit 80 leben würde.
Ob das dann so funktioniert, weiß ich nicht, aber zumindest habe ich mal den
Impuls und eine Idee, wie es sein könnte, ja.
Also nicht manchmal, dass du so aufschreckst und denkst, scheiße,
wenn das wirklich so kommt, dann bin ich 80 oder so.
Also mir fehlte letztens auf, wäre ja Olympia- Bewerbung.
Ich wollte ja immer noch mal bei einer Großveranstaltung Volontär sein.
Ich war 2011 hier Volontär beim Eurovision Song Contest.
Ich hatte ja auch versucht, letztes Jahr bei der Olympiade Volontär zu sein,
hat ja nicht ganz geklappt.
So, jetzt bewerben die sich für 2036.
So, das sind noch 20 Jahre. Ich will nicht sagen, wie alt ich da bin. Sehr alt. So, ne?
Darf ich mir jetzt noch vorstellen, da vielleicht Volontier zu sein?
Und ab welchem Alter hört das auf?
Also erstmal glaube ich, dass es nicht aufhört. Und wenn du den Impuls hast
zu sagen, boah, ich bewerbe mich da jetzt, weil das wäre total cool,
dann würde ich es machen.
Also ich finde die Idee dann einfach auch mehr auf Impulse zu gucken, ja.
Und ich würde erstmal sagen, es gibt keine Grenzen. Also ich erlebe hier Menschen,
die hoch in den 80ern sind.
Wir haben ein Büro im zweiten Stock. Ich sage vorsichtshalber immer,
wollen wir uns woanders treffen, vielleicht kommst du die Treppen nicht mehr
hoch. Aber das gibt es auch.
Aber ich erlebe Menschen, die hoch in den 80ern sind, total fit,
wunderbare Gesprächspartner und engagiert.
Also erstmal ist es mit einer gewissen körperlichen Einschränkung, die wir alle kennen.
Also ich bin morgens jetzt auch nicht die fitteste, wenn ich mich aus dem Bett bewege.
Aber prinzipiell ist es doch alles stets uns noch offen und wir engen das immer so ein.
Ja, aber ist das nicht auch, also mir gerade eben wieder, ich musste jetzt vom
Arzt, wo ich einen Verbandswechsel hatte, hier zurück, mich beeilen und da komme
ich immer bei uns da, da ist so ein großer Zeitschrift,
ein Spielwarenhändler, der hat auch so eine Chibu Kaffeetheke,
da gibt es dem billigen Automatenkaffee und davor sind ein paar Tische draußen
und da sitzen immer der Rentner mit dem Kaffee.
Und wenn immer, wenn ich vorbeigehe, alles voller Rentner, die da sitzen mit ihren Rollatoren.
Und ich gucke da jedes Mal und denke, okay, die sind vielleicht gerade mal zehn
Jahre älter als du jetzt oder so.
Ist das, wo ich dann in zehn Jahren sitze, beim billigen Automatencafé vom Chivo?
Ist das der Höhepunkt meines Tages?
Ich denke nicht. Du sitzt in zehn Jahren vermutlich auf irgendeiner buchigen
Veranstaltung mit Freunden und Freundinnen oder du fährst zu einer Messe.
Ja, das lässt sich jetzt so leicht sagen. Es gibt Tage, da fehlt mir doch die Überzeugung.
Ja. Ich sehe diese Rentner auch.
Natürlich.
Aber tatsächlich bin ich noch, da bin ich tatsächlich noch nie auf die Idee
gekommen. Aus verschiedenen Gründen. Schon weil der Kaffee scheiße schmeckt. Entschuldigung.
Ich habe tatsächlich, ich habe mich letztens mal, ich habe gedacht,
komm, du machst das jetzt, habe ich mir für zwei Euro so ein Cappuccino gezogen
und mich habe mich dazwischen gesetzt.
Ich wollte hören, worüber die so reden.
Du musst mal reinfühlen.
Mal so gucken und denke, mein Gott, uns trennen vielleicht zehn Jahre.
Wieso fühlt sich das an, als ob das eine völlig andere Welt wäre?
Und wenn man jetzt andersrum schaut, wenn ich dann so auf Buchmesse bin,
Leipzig, wir hatten das Thema New Adult,
Young Adult, wenn ich dann da die jungen Menschen sehe und ja auch teilweise
sowas da so in diesen New Adult und Young Adult Büchern für Geschichten erzählt werden,
da bin ich auch völlig konsterniert.
Ja, ich auch.
Also manchmal fühle ich mich da echt verloren.
Und das ist ja so, dass die Boomer-Generation ja auch gerne mal von der jüngeren
Generation gerne mal für alles Mögliche verurteilt wird.
Und so von wegen Lebenswerkwürdigung, das findet ja auch nicht wirklich statt.
Das wird, glaube ich, ein richtiger Frust, der Podcast der älteren Menschen.
Tamara, du musst irgendwas dagegen tun jetzt hier.
Ja, ich habe jetzt gerade überlegt, ob ich protestiere oder nicht,
weil ich glaube schon, dass Lebenswerke gewürdigt werden. aber wenn das Lebenswerk
halt ist, die Erde zu zerstören, dann kann man da nichts Positives zu sagen.
Siehste, jetzt haut ihr auch rein die Kerbe drin.
Okay, jetzt fangen wir doch mal an.
Ja, genau.
Also die Grünen, wer hat sie erfunden? Ja, genau.
Wer hat Klimaschutz? Also ich weiß, in den sozialen Medien ist das ja so.
Ich bin bei Threads auch und da ist so das Wort Boomer durchaus teilweise ein Schlimmwort.
Ja gut, okay, dann denke ich mal, dann kommt dieser saublöde Satz,
komm du doch erst mal in mein Alter und dann guck mal.
Vor allen Dingen, die hätten in der Zeit, ich meine, wir hatten da immer ganz
andere Herausforderungen.
Ja, aber das ist ja auch immer alles ein Synonym für einen gewissen Typ Menschen.
Und das ist eigentlich dasselbe, was ich auch eben noch antworten wollte,
wenn du sagst, Vera, da sind zehn Jahre ältere, die sich anfühlen wie eine fremde
Welt. Ich glaube, die waren vor zehn Jahren auch schon so, wie sie jetzt sind.
Also es ist ja immer alles eher eine Typsache.
Ja, ich bin mir nicht sicher. Ich habe ja immer irgendwann noch Angst,
dass ich morgens aufstehe und die Flippers toll finde.
Ja.
Letztens kam, da habe ich zufällig in die Giovanna Zarelli Show gesappt und
da war Olaf der Flipper und dachte oh Gott, und dann gucke ich da die Menschen,
die da begeistert klatschen und denke, wie kann das passiert sein?
Aber das verstehe ich total, also ich habe irgendwie jahrelang immer Angst gehabt, ich würde irgendwann,
Volksmusik cool finden, diese Fernsehshows cool finden, anfangen,
bestimmte Bier zu trinken oder irgendwie. Nein.
Nein.
Also das wird, auf meiner Beerdigung kann immer noch Bob Dylan oder irgendwas
in diese Richtung gespielt werden.
Das wird definitiv nicht passieren. Ich bin ganz zuversichtlich.
Ja, das ist beruhigend. Ich habe mir mal gedacht, ich habe da so einen Schläfer
gehen und ab so einem gewissen Alter wird das gewirrt.
Vielleicht kriegst du auch so einen Brief. So ab heute.
Ja, letztens hatte ich schon den Moment, da meine Nachbarn, hier ist so ein
älteres Ehepaar, die lassen sich mit ihrem Radiowecker wecken und ich hatte
das Fenster über Nacht offen und morgens, das erste, was ich hörte,
war Weine nicht, kleine Eva von den Flippers.
Und das Problem ist so eine Melodie, die du morgens hörst, die wirst du dir ganz praktisch los.
Und ich habe mich dabei erwischt, wie ich weine nicht, meine kleine Evas gefiffen
habe und habe mir gedacht, jetzt ist es vorbei.
Jetzt hat es dich erwischt.
Das würde ich nicht überbewerten Das sind die Ängste Ich würde da jetzt tatsächlich
aus diesem kleinen persönlichen Exkurs eine Frage ableiten nochmal zu den Büchern,
weil natürlich hast du in dieser Altersgruppe so Sachen wie keine Ahnung,
vielleicht hat mal jemand einen Rollator oder man hat einen Oberschenkelhalsbruch
oder man kommt morgens nicht mehr so aus dem Bett Ja,
Gleichzeitig willst du ja aber ermutigen, du willst ja sagen, komm, pack's an.
Wie wägst du zwischen realistischen Problemen, die das Alter einfach mitbringt
und eben diesem Aufbruchsgeist ab,
wie viel du von was nehmen kannst?
Ja, also ich gucke schon, dass es so halbwegs realistisch ist.
Das wird mir auch gespiegelt.
Ich erinnere mich, dass ich mal auf dem Golfplatz war.
Also das war so, da spielte ich mit einem Ehepaar und der Mann hieß Arno.
Ich habe aber ein super schlechtes Namensgedächtnis, auch für meine eigenen Protagonisten.
Dann sagte mir irgendwann seine Frau, so nach zwei Stunden, ich habe dein Buch
gelesen, finde ich jetzt aber gar nicht gut, dass du dem Arno einen Rollator
gegeben hast. Und ich so, what?
Ich habe überhaupt gar nicht mehr gewusst, von wem die überhaupt spricht.
Also so, es gibt schon auch Leute mit Rollatoren und ja, es sterben auch welche tatsächlich.
Aber trotzdem überwiegt dieses Mutmachende.
Also die Leserinnen sollen ja nicht das Buch zuklappen und denken, oh Gott, wie furchtbar.
Und irgendwelches Elend annehmen oder irgendwie, nein, das passiert nicht.
Wenn du dich jetzt die ganze Zeit mit diesen Themen beschäftigst,
Bringt dir das auch was für dein eigenes Leben? Bist du zufriedener,
optimistischer als andere deines Alters?
Das weiß ich nicht, aber ich beschäftige mich tatsächlich da viel mit.
Ich habe jetzt auch für mich persönlich, was ich noch nie gemacht habe,
angefangen mal so Coaching-Kurse zu machen für mich selbst, um nochmal herauszufinden, wo ich hin will.
Also nicht so fachlichen, also wir, ich sage mal, Frauen neigen ja dazu,
die 7000 zur Fortbildung zu machen. Das ist ja beim Schreiben auch so.
Du machst jetzt irgendwie, hörst jetzt noch den Tipp und dann kaufst du dir
dieses Fachbuch und blablabla.
Das habe ich natürlich auch und da habe ich für mich beschlossen,
nein, das will ich nicht mehr. Ich möchte jetzt nochmal gerne was nur für mich machen.
Also von daher beschäftige ich mich damit auch.
Und ja, das macht mich ein Stück weit zufriedener, auch zu wissen,
was ich will und was ich nicht will. und wofür ich auch nicht mehr aufstehe
und wo ich auch Nein sage.
Das muss man aber üben. Das muss ich auch üben und das klappt auch nicht immer.
Liebe Katharina, ja, wie du merkst, es wühlt und gärt in mir.
Ich werde dann auch mal so weiter noch nachdenken, was ich so mache.
Du hast zwar jetzt gelernt, Nein zu sagen, aber du darfst dir zu Tamaras kritischen
Buchbubble-Fragen definitiv nicht Nein sagen, sondern deren musst du dich stellen.
Queen of the Überleitung Ja, da kommen wir zur ersten Frage,
liebe Katharina Welches Buch hat dich als Leserin zuletzt Tränen weinen oder lachen lassen?
Tatsächlich zuletzt gab es da keins, weil ich jetzt in der letzten Zeit häufig
Sachbücher gelesen habe.
Was aber bei mir auf Nachtisch liegt, ist tatsächlich das Buch immer noch von
Elke Heidenreich altern, weil mich das zwischendurch immer wieder berührt.
Da kann ich auch so einzelne Absätze draus lesen, was mich jetzt zuletzt so
ein Stück weit, also nicht zum Weinen gebracht hat, aber berührt hat,
ist, wie sie beschreibt, wie sie mit Liebesbriefen umgeht.
Ich weiß nicht, ob ihr das habt, aber auch habt, aber ich habe irgendwo tief
im Keller so eine Kiste mit so Liebesbriefen, in Anführungsstrichen,
die ich irgendwie mit 16 oder 17 bekommen habe.
Und sie schreibt so, naja, ich will die nicht weggeben. Aber es wäre mir auch
total peinlich, wenn ihr jetzt nach dem Tod jemand liest.
Und sowas finde ich dann irgendwie. Ich denke, okay, muss ich da jetzt auch
mal drüber nachdenken, was ich damit mache, wenn ich mir das jetzt vorstelle?
So meine, ich sage jetzt mal, meine angeheirateten Enkel, lesen die?
Nee, das will ich, glaube ich, irgendwie auch nicht. Und soll ich die jetzt
vernichten oder nicht? Spannende Frage.
Okay, dann kommen wir aber einfach zur nächsten spannenden Frage.
Welche Begegnung in der Buchbubble hat dich ganz besonders inspiriert?
Ja, darüber habe ich ein bisschen länger nachgedacht. Es gibt sie nicht, die eine Begegnung.
Also es gibt sehr viele inspirierende AutorInnen, die ich kennengelernt habe,
seitdem ich im Self-Publishing bin.
Und ich sage jetzt mal beispielsweise so Frauen wie Elvira Zeister, die wunderbare Bücher,
auch wirklich großartige Geschichten schreibt und das auch so mit so viel Herzblut
und auch Erfolg veröffentlicht oder Sandy Mercier oder Karin Müller.
Aber es gibt auch so Menschen wie euch beide, die so einen tollen Podcast machen,
ehrlich gesagt. Also ihr macht den schon so viele Jahre. Ich höre euch wirklich...
Immer freitagsabends beim Kochen, wenn ich dazu komme, zu. Und das ist auch inspirierend.
Also es gibt nicht die eine Person. Es gibt ganz, ganz viele,
die ganz unterschiedliche Dinge machen und erfolgreich damit sind und mich inspirieren.
Ja, und auch auf unterschiedliche Weise erfolgreich. Das ist natürlich immer
sehr wichtig, daran zu denken. Das stimmt.
Und zum Schluss, welches eine Klischee möchtest du nie wieder in einem Buch lesen?
Okay, das eine ist, ich möchte nicht mehr, dass Frauen von Männern gerettet werden.
Ich hasse es. Das ist so ein No-Go, dass Frau immer darauf, egal in welchem
Alter, darauf wartet, dass irgendwie jemand kommt und sie rettet.
Nein, das können wir ganz alleine.
Wobei, ich würde gerne mal gerettet werden. Oh, egal. Aber, ja. Ja,
du bist auch nicht die Einzige, die das sagt. Ja, vielen, vielen Dank, liebe Katharina.
Uns hast du auf jeden Fall den Tag und die Podcast-Folge gerettet.
Und ich bin heute echt sowas von kreativ.
Und ja, an euch da draußen. Ich hoffe, ihr habt etwas von unserer Kreativität
und viel von Katharinas tollen Eindrücken hat euch jetzt auch belebt und bringt euch durch die Woche.
Wir würden natürlich gerne Feedback dazu hören und ihr wisst,
was ihr zu tun habt, uns zu folgen, wo immer es uns geht und unser Buch-Bubble-Bulleton zu abonnieren.
Und ja, bleibt uns gewogen. Danke Katharina. Danke an euch. Bis nächste Woche.
Danke, ciao.
Vera
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Tamara
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Vera
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Tamara
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Vera
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Tamara
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