Die Zwei von der Talkstelle

Gespräche aus der Selfpublisher- und Buchbubble

Die Entscheidung, vom Schreiben zu leben: Bestseller-Autorin Anna Kupka und ihr Weg zum Erfolg

Als Autorin erfolgreich zu werden, war für Anna Kupka eine Entscheidung. Sie traf sie – und hatte bald darauf einen Spiegel Bestseller! In dieser Podcastfolge verrät sie, wie sie das geschafft hat.

19.03.2026 62 min

Zusammenfassung & Show Notes

Als Autorin erfolgreich zu werden, war für Anna Kupka eine Entscheidung. Sie traf sie – und hatte bald darauf einen Spiegel Bestseller! In dieser Podcastfolge verrät sie, wie sie das geschafft hat.

Anna spricht über Marketingmaßnahmen, Werbebudgets und Preisstrategien ebenso wie über die richtige Einstellung zum Erfolg. Mit ihrem Buch 'Mollys wundersame Reise' erreichte sie ein breites Publikum mit einer sehr klaren Message und stand so zwei Jahre lang auf der Spiegel-Liste.

Aber warum hassten die Buchhändler:innen dieses Buch trotzdem? Eine Folge zwischen Motivation, Anekdoten und praktischen Tipps mit klaren Zahlen – hör gleich rein! 

Gespräche über das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern, egal ob Selfpublishing oder Verlag. 


Als Autorin erfolgreich zu werden, war für Anna Kupka eine Entscheidung. Sie traf sie – und hatte bald darauf einen Spiegel Bestseller! In dieser Podcastfolge verrät sie, wie sie das geschafft hat.

Anna spricht über Marketingmaßnahmen, Werbebudgets und Preisstrategien ebenso wie über die richtige Einstellung zum Erfolg.

Mit ihrem Buch 'Mollys wundersame Reise' erreichte sie ein breites Publikum mit einer sehr klaren Message und stand so zwei Jahre lang auf der Spiegel-Liste. Aber warum hassten die Buchhändler:innen dieses Buch trotzdem?

Eine Folge zwischen Motivation, Anekdoten und praktischen Tipps mit klaren Zahlen – hör gleich rein!

LINKS UND INFOS

Unser Gast:
https://www.annakupka.com/

Annes Software-Tipp: Book Report
https://www.getbookreport.com/

Vera auf der LBM2026:
Halle4 A1.04

Annas Buchtipp:
'Die Mitternachtsbibliothek' von Matt Haig:
https://www.amazon.de/Die-Mitternachtsbibliothek-SPIEGEL-Bestseller-Taschenbuch/dp/3426308258/

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Transkript

Tamara
00:00:00
18.000 Printbücher in der elterlichen Garage und nach zwei Monaten waren sie verkauft. Wir sprechen heute mit Anna Kupka über ihre Bücher, über ihre Marketingstrategie und über ihre Einstellung zum Erfolg. Und ja, ich glaube, Vera geht jetzt auch richtig ab nach dieser Beratung.
Vera
00:00:18
Also Anna hat mich einfach absolut begeistert mit ihrem Mindset. Und ihr wisst, dass ich das Wort Mindset sonst nur schwierig in den Mund nehme. Hört auf jeden Fall rein, sie wird euch genauso mitreißen. Die 2. Hier ist Folge 303 von die 200 Talkstelle, dem Podcast rund ums Schreib und veröffentlichen, ganz egal ob im Verlag oder im Self-Publishing. Mir gegenüber sitzt die wunderbare Tamara Leonard. Ich bin wie immer Vera Nentwig. und während ihr uns jetzt hört, seid ihr wahrscheinlich auf dem Weg nach Leipzig oder schon da und bereitet euch gerade für den Messebesuch vor. Vielleicht wart ihr auch schon einen Tag auf der Messe und seid hoffentlich schon bei mir in Halle 4 A104 vorbeigekommen. Ansonsten gehe ich auch fest davon aus, dass ihr das eingeplant habt. Auf jeden Fall werdet ihr aber ganz, ganz, ganz viele nette Menschen aus der Buchbabel treffen. Ja, während die arme, arme Tamara da unten irgendwo am Rande des Saarlands sitzt und die ganze Buchbubble ist weg.
Tamara
00:01:51
Ich wollte gerade sagen, oder ihr sitzt zu Hause so wie ich.
Vera
00:01:57
Ja, liebe Tamara, wie wirst du das aushalten ohne uns alle?
Tamara
00:02:01
Also bis jetzt fühle ich mich noch ganz gut, dass ich jetzt nicht auch noch Koffer packen und durch die Weltgeschichte reisen muss. Aber wenn man dann die Bilder sieht, ja, mal schauen. Also es war ja eine sehr bewusste Entscheidung, jetzt mal auszusetzen, weil es mir doch letztes Jahr zu viel geworden ist. Und es werden ja, naja, das hat man 2019 auch gesagt, aber es werden ja wieder Messen kommen.
Vera
00:02:27
Ja, klar. Ich bin mal gespannt. Wir werden dann aus unterschiedlichen Perspektiven zu berichten haben, wie das Messefasten ist und wie es Vollpower-Messe ist. Größer könnten die Gegensätze ja kaum sein.
Tamara
00:02:42
Das stimmt.
Vera
00:02:43
Wobei ich gerade so ein bisschen schmunzeln muss. Gehörst du auch zu denen, denen Kofferpacken Stress macht?
Tamara
00:02:48
Nicht direkt, aber es ist immer so, dass ich am Ende noch alles Mögliche vorher erledigen und vorbereiten muss und dann meistens nachts um eins den Koffer packe, weshalb ich dann mit drei Stunden Schlaf irgendwo hinfahre.
Vera
00:03:07
Ich packe den Koffer immer eine Viertelstunde, bevor ich losfahre.
Tamara
00:03:11
Das ist schlecht.
Vera
00:03:13
Wieso ist das schlecht?
Tamara
00:03:14
Wie soll ich denn so schnell die richtigen Outfits finden?
Vera
00:03:18
So viele mögliche Varianten habe ich da nicht. Womöglich ist das noch meine männliche Sozialisation, das hilft. Kofferpacken ist bei mir nie großer Stress, aber Packen für Messe Leipzig, das bereitet mir gerade große Sorgen.
Tamara
00:03:35
Sorgen?
Vera
00:03:36
Ja, ich war gerade noch mal in meinem Keller vor meinem superprofessuellen Schwergas-Lagerregal voll mit Büchern. Und ich habe trotzdem das Gefühl, ich habe viel zu wenig Bücher.
Tamara
00:03:46
Eieiei.
Vera
00:03:47
Na gut, das teilt sich natürlich auch auf diverse Titel auf.
Tamara
00:03:50
Ja.
Vera
00:03:51
Und ich habe ja überhaupt kein Gefühl dafür, welche wenige es gekauft und welche nicht.
Tamara
00:03:56
Ja. Ja, die ersten einer Reihe sind natürlich die naheliegendsten.
Vera
00:04:01
Ja, ausreichend habe ich jetzt von dem ersten Bienehagenband schon festgestellt, Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich habe da noch 50 von. Das waren aber nur noch 22. So, ich meine, 22 Bücher verkaufen, das ist ja auch schon gut.
Tamara
00:04:17
Ja, aber über vier Tage. Oder sind es drei? Wie lange geht die Messe?
Vera
00:04:21
Vier Tage.
Tamara
00:04:22
Vier.
Vera
00:04:22
Naja gut, ich kann nur das verkaufen, was ich habe. Es gibt ja auch noch ein paar andere.
Tamara
00:04:27
Also ich würde schöne Gutscheine ausdrucken. Und wenn jemand es haben will, dann sagst du, hier kaufst du gegen diesen Gutscheincode. ich schreibe mir deine Adresse auf, ich schicke es dir, sobald ich zu Hause bin. Mit Widmung und ganz viel Tralala nach Hause. Hat nämlich den großen Vorteil, dann musst du es noch nicht mal hier rumschleppen. Ich würde das als Marketingaktion direkt nach vorne treiben.
Vera
00:04:49
Ich weiß nicht, ich habe ja noch dann acht andere Bücher aus der Reihe.
Tamara
00:04:52
Aber wer eine Reihe anfangen will, will doch den Anfang lesen.
Vera
00:04:57
Ja, gut. Ach, ich werde das jetzt einfach irgendwie durchziehen. Also solltet ihr dann jetzt irgendwie vor dem Messestand stehen und die Regale sind schon halb leer, dann hat sich meine Befürchtung bewahrheitet. Also ich habe jetzt geplant, insgesamt... So roundabout 350 Bücher mitzunehmen, was ja schon auch eine große Zahl ist, finde ich.
Tamara
00:05:20
Ja. Du musst nur aufpassen, Vera, Stichwort Mindset, dass du nicht innerlich denkst, oh, ich habe zu viele Bücher und dann ausstrahlst, dass die Leute keine Bücher kaufen sollen, damit sie reichen.
Vera
00:05:35
Ach so, nee, nee, also da kennst du mich aber schlecht. Sobald das beste Licht angeht, da schaltet alles um. Kauft Leute, kauft. Wenn die wollen, verkaufe ich denen auch das Mobiliar. Ich habe ja wie gesagt von den Kolleginnen und Kollegen gehört, die haben dann so 150 Bücher verkauft, da sollte das ja locker reichen. Und selbst die Amelie, die ja vor ein paar Wochen bei uns war, die hat ja auch Krimis ja 260 verkauft. Klar, die Verteilung ist halt immer eine Sache. Wenn ich eins gelernt habe, das ist sowas dasselbe wie beim Koffer packen und beim letzten Tag vom Urlaub. Man macht sich immer viel zu viel Stress. Weil die meisten Sachen haben sich dann nach dem Urlaub oder nach der Abwesenheit irgendwie von alleine erledigt, also von daher oder es war halt nicht so schlimm also von daher habe ich da mir doch dann eine gewisse Gelassenheit angewöhnt Ich bin sehr.
Tamara
00:06:48
Gespannt was du berichten.
Vera
00:06:49
Wirst Ja, ich bin auch sehr gespannt auf die Erlebnisse Hast.
Tamara
00:06:55
Du denn auch irgendwie eine Lesung oder sowas?
Vera
00:06:57
Nee, nee.
Tamara
00:06:58
Gehören die in Leipzig nicht dazu? War das nicht so?
Vera
00:07:02
Ja, ich hätte mich melden können dazu. Ach so. Gut, so, aber ich habe gesagt, nee, ich konzentriere mich da voll auf den Messestand, weil ich ja noch nicht weiß, wie dann der Andrang da ist und da will ich dann bereitstehen und ich habe auch keine Termine oder sonst was gemacht, also kann natürlich jeder gerne und ich hoffe noch sehr.
Tamara
00:07:23
Lässt dir aber keinen Katheter legen.
Vera
00:07:26
Ach so, nee. Nee, so weit ist es dann doch nicht, aber nein, wir sind ja wie gesagt zu viert, also schon, aber ich will dann schon bereitstehen und flexibel sein, dass ich mich da erstmal um den Stand kümmert habe.
Tamara
00:07:44
Ah ja, klar, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Vera
00:07:46
Und alles andere, also wer mich sehen will, und ich hoffe ja, dass das viele sind, möge doch bitte bei mir vorbeischauen, ich freue mich natürlich auf viele, viele Menschen.
Tamara
00:07:56
Sag den Stand nochmal.
Vera
00:07:57
Das ist Halle 4A104. Ich und.
Tamara
00:08:03
Und wie heißt ihr als Team? Was steht bei euch am Stand?
Vera
00:08:07
Krimi-Kombo.
Tamara
00:08:08
Krimi-Kombo. Sehr schön. Geht da hin.
Vera
00:08:11
Genau. Ja, haben wir sonst noch ein Thema?
Tamara
00:08:15
Ich bin wieder, würde ich sagen, so weitestgehend im Schreibflow. Ich habe ein paar Stellen, die für mich schwierig waren, überwunden und überschrieben sozusagen. Macht mir auch gerade Spaß. Und ja, da geht es jetzt endlich wieder voran. Das ist sehr schön.
Vera
00:08:33
Ja, super. Dann kannst du jetzt in Ruhe schreiben. Stört dich ja jetzt niemand, sind ja alle weg.
Tamara
00:08:39
Ja, in Ruhe schreiben ist ja eigentlich das Stichwort für unseren heutigen Gast, weil wir haben ja schon öfter etwas amüsiert über dieses Klischee gesprochen, dass in Filmen Schriftsteller und Schriftstellerinnen gerne so dargestellt werden, dass sie ganz idyllisch an einem See ihren Schreibtisch haben und da schreiben. Und wir dachten, das gibt es nicht, aber unser heutiger Gast, so habe ich zumindest gehört, hat einen Schreibtisch in einem Erker und blickt direkt auf den Zürcher See. Und ich glaube, idyllischer wird es hier nicht mehr. Die Rede ist von Dr. Anna Kupka und wir sind sehr gespannt, was sie heute über ihren Werdegang und ihre Bücher erzählt. Hallo Anna.
Anna
00:09:23
Hallo Tamara, hallo Vera. Aber ich muss sehr lachen, weil ich gerade, ich höre dir zu und die Hörer wissen das nicht, aber wir haben es leider nicht geschafft, die Kamera zum Laufen zu bringen, sonst könnte ich sie euch zeigen. Und ich gucke genau auf diesen See. Es ist heute ein wunderschöner Tag hier in Zürich und ich weiß nicht, wo du das her hast, aber es stimmt wirklich, ich sitze hier in Freienärker und gucke über den wunderschönen Zürichsee.
Tamara
00:09:46
Ja, also du lebst den Traum. In meiner Heimat, genau.
Anna
00:09:50
Ja, in deiner Heimat, genau.
Tamara
00:09:53
Ja, also das Zweite, was auch gerade perfekt zu uns in den Podcast passt, du hast etwas getan vor einigen Jahren, was Vera jetzt auch gerade so in die Richtung tut. Du hast nämlich einfach gesagt, ich entscheide mich jetzt, ich lebe ab jetzt vom Bücherschreiben und Vera hat auch gerade kürzlich die Entscheidung getroffen, sie ist jetzt ernstzunehmende, oder ernstzunehmend warst du immer, aber erfolgreiche Autorin. Magst du mal erzählen, wie das bei dir war? Du hast einfach eines Tages gesagt, so jetzt werde ich erfolgreich.
Anna
00:10:29
Ja, ja, quasi schon. Also ich bin eigentlich Juristin, das ist mein Hintergrund. Und dann habe ich sehr lange in Unternehmen gearbeitet, beziehungsweise meine eigenen Unternehmen gehabt. Ich traue es mich gar nicht zu sagen, gerade im Technologiebereich, was man nicht denken würde, nachdem es schwierig für mich war, das Ganze hier aufzusetzen. Und dann, ich bin jetzt 53 und als ich so 46 war, da habe ich dann meine letzte Firma verlassen, die ich gegründet habe, weil das mit dem Geschäftspartner nicht mehr so lief. Und dann habe ich mir gedacht, so was machst du jetzt? Und dann hätte ich natürlich weitermachen können wie bisher, irgendwelche Tech-Unternehmen und dachte mir, nein, nein. Nein, eigentlich ist das ja gar nicht meine Welt. Ich mag das eigentlich gar nicht, Angestellte zu haben, die ganze Zeit da unter der Lupe zu sein, alle beobachten, was du machst. Ich mag auch, wir hatten immer internationale Firmen, es war mir einfach alles zu viel. Eigentlich war diese Welt mir ein bisschen zu groß, muss ich sagen. Und ich wollte für mich mein kleines Ding machen. Und Schreiben war schon immer etwas, was ich geliebt habe. Wobei es bei mir gar nicht so sehr um das Schreiben an sich geht. Es geht darum, ich bin immer sehr interessiert an den ganzen Themen Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung und so weiter. Und dafür schreibe ich einfach. Und es ging mir eigentlich darum, dass das das ist, was mich wirklich interessiert im Leben. Und da habe ich mir gedacht, wenn ich das jetzt nicht versuche. Dann werde ich es niemals machen. Und dann werde ich irgendwann diese Welt verlassen und mir denken, du hast deinen Traum eigentlich niemals gelebt, du hast es noch nicht mal versucht. Jetzt sagen wir fast jeden Tag Leute, die ich treffe, oh, du bist ja so mutig, dass du das gemacht hast. Du bist ja so mutig. Es war aber gar nicht so mutig, muss man dazu sagen. Ich habe keine Kinder. Ich habe jetzt einen kleinen Hund, aber das war es. Ich habe noch nicht meine Zimmerpflanze, auf die ich aufpassen muss. Und ich habe eine Wohnung hier in Zürich, die ich gemietet habe. Das heißt, im schlimmsten Fall hätte ich diese Wohnung nicht mehr gehabt. Ich weiß nicht, ob ich diesen Schritt gegangen wäre, wenn ich jetzt eine dicke Hypothek auf dem Haus hätte und Kinder, die in die Schule müssen und so weiter. Ob ich dann den Mut gehabt hätte, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass mein damaliger Freund zu mir gesagt hat, und da habe ich gesagt, ja, ich werde von jetzt an vom Schreiben leben. Und ich habe eigentlich vorher, glaube ich, erst ein kleines Buch geschrieben. Und da hat er zu mir gesagt, ja wie, du kannst nicht einfach sagen, du willst vom Schreiben leben. Das ist ja, als würdest du sagen, ich will einen Oscar gewinnen oder so. Er sagte, du brauchst ja eine B-Lösung. Und ich sagte zu ihm, nee, wenn ich eine B-Lösung habe, dann glaube ich nicht wirklich. Dann sage ich im Universum, ich glaube nicht an mich. Sondern ich mache das jetzt und dann werde ich sehen. Ja, und das war jetzt, ja, wann war denn das? Das ist jetzt ungefähr sieben, acht Jahre her. Und ich lebe jetzt seit ungefähr sieben, acht Jahren vorm Schreiben und habe trotzdem immer noch die Möglichkeit, auf den Zürichsee zu gucken. Das heißt, es hat alles funktioniert. Und ja, genauso. Also, Vera, herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Das ist eine ganz tolle Entscheidung für dich.
Vera
00:13:25
Liebe Anna, ich muss jetzt da... Ach Gott, ich kann gar nicht sagen, wie sehr du mir aus dem Herzen sprichst. Ich muss vielleicht gerade so lachen, weil ich habe es Tamara im Vorgespräch erzählt. Ich bin vorhin nochmal kurz hier bei mir aus der Wohnung gegangen und bin auf meine Nachbarin getroffen, die zum ersten Mal auf einer meiner Buchstattpartys war. Und das habe ich dann auch erzählt, weil es jetzt auch schon zehn Jahre her ist, dass der erste Krimi geschrieben wurde. und so, da habe ich auch immer so erzählt von meinem Traum und mein Traum ist ja neben dem finanziellen Erfolg, ich möchte ja mal als Gast in die NDR Talkshow. Und meine Nachbarin sagte dann, ach, sie fände das ja auch so toll, dass ich meine Träume umsetze und ich wäre ja so mutig. Und ich habe genau dasselbe geantwortet wie du. Ich habe gesagt, das ist kein Mut. Und ja, und im Gegensatz zu dir habe ich immerhin zwei Zimmerpflanzen, dafür keinen Hohn.
Anna
00:14:27
Haben die Namen?
Vera
00:14:29
Die Zimmerpflanzen, nein, die haben Sensoren, sonst wären sie eingegangen.
Tamara
00:14:37
Aber jetzt muss ich ganz kurz dazwischen grätschen. Ich habe nämlich gerade was beobachtet, was glaube ich sehr aussagekräftig ist. Vera erzählt ja schon seit 303 Folgen, dass sie in die NDR Talkshow möchte. Und meistens ist die Reaktion ein positiv amüsiertes Lachen. Anna hat gerade nur gesagt, So ganz selbstverständlich, ja, dann mach das. Das finde ich sehr interessant.
Anna
00:15:07
Das ist für mich überhaupt gar keine Frage, dass Vera in der NDR Talkshow sitzen wird. Also das ist, wenn ich damals, das hatte ich ja, ich kam ja jetzt zu euch über Sandy, weil Sandy ja dann Spiegel-Bestseller wurde und so weiter. Und ich bin ja auch mit meinen Büchern Spiegel-Bestseller geworden. Und das war für mich so ein bisschen etwas wie für Vera die NDR Talkshow. Das war wirklich für mich wie ein Oscar-Gewinn, Spiegel-Bestseller zu werden als self-published Autor. Aber irgendwann war mir das total klar, dass das klappt und ich wusste auch mit welchem Buch und das hat dann glaube ich noch vier, fünf Monate gedauert und dann war es soweit.
Tamara
00:15:49
Das ist extrem schnell.
Anna
00:15:51
Ich glaube, wenn man das sieht und daran glaubt, dann wird das auf jeden Fall passieren. Ich meine, wieso denn nicht? Vielleicht ein kleines Beispiel. Irgendwann können wir wieder von vorne anfangen, aber um mal reinzuspringen. Ich bin mit einem ganz kleinen Büchlein Spiegelbestsellerin geworden. Ein Buch, das 48 Seiten lang ist. Und ich glaube bis heute, das ist der dünnste Spiegelbestseller, den es hier gegeben hat. Es wurde eigentlich für Kinder geschrieben, es heißt Mollys Wundersame Reise. Es wurde eigentlich für Kinder geschrieben, deswegen ist es auch so dünn. Und dann haben aber plötzlich Erwachsene beim Lesen gemerkt, dass es irgendwas mit ihrem inneren Kind machte. Und es wurde dann also kein Kinderbestseller, sondern es wurde ein Spiegelbestseller in der Rubrik Taschenbuch-Sachbuch. Ist dann auch tatsächlich über zwei Jahre auf der Spiegelbestsellerliste geblieben.
Tamara
00:16:39
Das ist schon massiv.
Anna
00:16:41
Und war zweimal Spiegel-Jahres-Bestseller. Also Spiegel-Jahres-Bestseller heißt nicht Nummer 1, sondern es heißt, das sind die Top 100-Jahres-Bestseller. Da war ich einmal Nummer 17, einmal Nummer 23. Und die anderen Molly-Bücher, die hinterherkamen, die waren auch alle in der Liste. Und ich weiß noch ganz genau, weil dieses Buch ist so dünn, das ist eigentlich eher wie eine Broschüre. Aber die Leute mochten es wegen der Aussage. Und dann bin ich hier, du wirst das kennen, Tamara, zu Oral Füßli gegangen, und das ist ja die Buchkette in der Schweiz, die Buchhandelskette und habe all diese wahnsinnig schönen Bücher gesehen, Farbschnitt und hast du nicht gesehen und Leerstruck und so und guckte mich um und dachte, oh Gott, ich habe keine Chance gegen diese Bücher, ich habe keine Chance jemals dagegen zu bestehen. Dann dachte ich mir, eine Sekunde, du bist seit über einem Jahr auf der Spiegel-Bestsellerliste. Das heißt, das war, wir denken manchmal so, wieso sollten, wir sind uns Menschen sind sicher, dass wir es nicht schaffen. Aber wieso sollten wir es denn nicht schaffen? Also wieso solltest du nicht in der NDR Talkshow sitzen? Da gibt es überhaupt keinen Grund für.
Vera
00:17:47
Ich bin da auch der Meinung, dass die mich noch schon endlich mal einladen sollten.
Anna
00:17:52
Ja.
Vera
00:17:53
Aber jetzt, gut, jetzt lässt sich sowas immer so leicht sagen. Ich will jetzt auch nicht, es kommen natürlich auch Zweifel und ich weiß ja nicht, wie es bei dir war, gerade so im Self-Publishing, wenn man einsteigt, das heißt ja auch, da sind Investitionen zu machen, das ist ja auch durchaus ein Risiko einzugehen. Ja, ich habe, wie gesagt, auch nur eine kleine Wohnung und so, aber ich wollte jetzt auch nicht im Karton unter der Brücke landen. Also gewisse Ängste sind schon auch da. Und da kommen auch Zweifel. Wie ist das bei dir? Kannst du das alles wegkippen oder wie gehst du damit um?
Anna
00:18:30
Also erstmal, Veja, vielleicht können wir danach nochmal darauf zu sprechen kommen. Ich habe mir ein paar euer Folgen angehört, die ich übrigens immer sehr, sehr interessant finde. Und auch sehr ehrlich. Ich finde, euer Feedback ist immer sehr ehrlich. Die Fragen sind sehr schön. Ich habe mir das dann mal angeguckt und ich sehe keinen Grund bei dir, weil ich habe ja auch deine Zweifel oft gehört, wieso du nicht, ehrlich gesagt, stinkreich bist. Du hast eine so lange Serie, das sind ja acht, neun Bücher und die haben gute Bewertungen. Ich denke mal, das ist nicht alles nur Mutter und Freunde.
Vera
00:19:08
Nee, nee, so viele Freunde habe ich nicht.
Anna
00:19:11
Und das heißt, es gibt keinen Grund, dass du mit dem, was du heute hast, nicht richtig viel Geld machst. Du hast viel, viel mehr als ich. Viel, viel mehr als ich. Aber da können wir danach noch drauf zu sprechen kommen. Da ist noch ein Hebel, den du bisher nicht richtig bewegt hast. Und ich denke mal, der Hebel ist einfach, dass das Marketing bisher nicht so gehandhabt wurde, wie man es machen kann. Dann sagen wir es mal so, guck mal, wie erwähnt, ich komme aus einer ganz anderen Welt, aus der wirtschaftlichen Welt und hatte mein eigenes Unternehmen. Und wenn man ein Unternehmen hat. Ist man es sehr gewohnt, sehr viele Absagen und Abweisungen zu bekommen. Und ich glaube, das unterscheidet einen Unternehmer von einem Nicht-Unternehmer. Als Unternehmer musst du immer wieder sofort aufstehen können. Wenn du das erstmal persönlich nimmst, irgendein Nein, und dann anfängst zu schmollen und dich in deine Ecke zu verziehen, dann kannst du es vergessen, du musst immer wieder aufstehen und weitermachen. Und da ich mich ja so viel mit diesen Themen Spiritualität und so beschäftige, Es fühlt sich immer sehr esoterisch an. Es ist gar nicht so eine esoterische Spiritualität, die ich meine, sondern das ist eher etwas. Es geht eigentlich eher darum, dass wir Kontrolle über unsere Gedanken haben und dass wir unser Leben kreieren können. Und es liegt eigentlich an uns selbst, auf was wir uns fokussieren. Und ich weiß, mit Sandy hattet ihr das Gespräch mit Mindset und so, da war es gerade du, Vera, nicht ganz so begeistert von dieser ganzen Mindset-Sache. Aber meines Erachtens ist das genau das, was Menschen voneinander unterscheidet. Weißt du, wenn du dir anguckst, zwei Menschen, die in New York leben, der eine kommt aus der Bronx, hat Alkoholiker-Eltern, gewalttätigen Vater, der andere lebt auf der Fifth Avenue, kommt aus einer reichen Familien-Dynastie. Und der aus der Bronx wird hoch erfolgreich, baut ein Riesenunternehmen und der andere ist in Entzugskliniken. Was ist der einzige Unterschied? Das war nur der Mindset. Der eine hat an sich geglaubt und gemacht und das Positive gesehen und der andere hat sich einfach vom Leben irgendwie klein erschlagen lassen. Natürlich habe ich Zweifel, wie jeder andere, gar keine Frage. Aber ich glaube, das ist eine Trainingssache und ich bin da tatsächlich mittlerweile gut drin geworden. Eigentlich immer das Positive zu sehen. Und wenn was Schlechtes passiert, denke ich mir immer, es wird auch sein Gutes haben. Letztendlich oft sieht man ja, wenn vermeintlich etwas Schlechtes passiert, sieht man ja oft danach irgendwann, ach eigentlich war es gut, dass es passiert ist, weil sonst wäre das und das jetzt nicht gekommen. Und ich denke mir, wir leben so kurz auf dieser Welt hier. Also die mit negativen Gedanken und Zweifeln und klein machen und so weiter, damit die Zeit zu verschwenden, denke ich mir, das will ich einfach nicht.
Tamara
00:21:55
Ja, ich muss gestehen, das habe ich zu einem großen Teil auch von Sandy gelernt, wenn irgendwas schiefläuft, inzwischen relativ schnell mich dann zu fragen, okay, was kann ich da jetzt draus machen. Das ist, glaube ich, schon auch eine wichtige Einstellungssache. Stellungssache.
Anna
00:22:11
Oder sogar zu sagen, vielleicht ist es ja gar nicht schief gelaufen. Ich vergleiche das manchmal auch mit so einem Baby. Ein Baby, das Laufen lernt und es muss vielleicht 2000 Schritte machen, bevor es den ersten 2000 Mal hinfallt, bevor es den ersten richtigen Schritt macht. Dann würde keiner sagen, dieses Baby hat 2000 Fehler gemacht. Sondern es war notwendig auf dem Weg dorthin. Und ich habe eine Folge von euch gehört, da habt ihr euch mit einer Dame unterhalten, die so sehr auch über Mindset und so sprach. Das war eine der letzten Folgen. Ich glaube, Hürden auf dem Autorinnenweg. Und da ging es darum, und das habe ich übrigens auch bei dir, Vera, gedacht, als ich deine Worte oft gehört habe in den Folgen und gesehen habe, was du aber eigentlich hast. Bei dir leider nicht, Tamara, aber ich konnte dich gar nicht finden.
Tamara
00:22:57
Was?
Anna
00:22:57
Deine Bücher sind dir unter anderen Namen geschrieben?
Tamara
00:23:00
Nee.
Vera
00:23:02
Jetzt wissen wir, warum du nicht erfolgreich bist. Ich finde es geiler.
Anna
00:23:06
Wirklich? Also müssen wir danach nochmal schauen. Genau, aber da habe ich mir gedacht, Und was ganz viele haben übrigens, muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin ja seit über 20 Jahren aus Deutschland weg, gerade in Deutschland ist das ganz weit verbreitet, dieses sich selbst klein machen und dieses gar nicht daran glauben, dass man es eigentlich verdient hat, erfolgreich zu sein. Und dieses, wer bin ich denn? Und gerne geben auch die anderen einem das Gefühl, wer bist du denn? Und etwas, was man sich vielleicht auch merken muss, ich beschäftige mich auch, ich bin keine Psychologin, aber beschäftige mich ganz gern mit diesen Themen, ist, viele von uns haben unterbewusst das Gefühl, wir dürfen nicht erfolgreicher werden als unsere Eltern. Wir deckeln uns selber, weil das ist wie verboten. Eltern müssen immer größer sein. Und das sind die kleinen Kinder in uns, die sich dann immer wieder selbst boykottieren. Dann bist du auf dem Weg zum Erfolg. Ich war da auch ganz groß dran, auf dem Weg zum Erfolg. Und dann habe ich alles getan, um diesen Erfolg bloß kaputt zu machen, bevor er passiert. Und das meiste, was uns stoppt, ist wirklich nur in unserem Kopf.
Tamara
00:24:09
Ja. Ja, aber ich meine, wenn ich es richtig verstanden habe, hast du ja, als du diese Entscheidung getroffen hast, noch keinen super nennenswerten kommerziellen Erfolg mit den Büchern gehabt. Aber hast du dann in dem Moment gesagt, ich mache jetzt auch nichts anderes mehr? Also hast du dann Vollzeit geschrieben? Oder ich meine, viele, die machen es ja wirklich so, dass sie so ein bisschen mehr schreiben, ein bisschen die andere Arbeit reduzieren, dass das so nahtlos ineinander übergeht. Hattest du da so einen harten Cut?
Anna
00:24:41
Ja, ich hatte eigentlich einen harten Cut, ja. Aber ich habe gar nicht, ich glaube, das unterscheidet mich auch viel von vielen anderen Autoren, ich schreibe gar nicht viel. Ich mache viel, viel mehr Marketing, als ich schreibe.
Tamara
00:24:52
Okay.
Anna
00:24:54
Ich hatte mit einem Buch einen relativ guten Erfolg in einem Verlag damals. Und deswegen wusste ich, okay, ich kann es, es kommt an. Das brauchte ich, glaube ich, dieses Gefühl, ich kann Bücher schreiben. Und Schreiben war einfach immer so, auch in der Schule war ich einfach im Schreiben immer gut. Das war immer so mein bisschen, vielleicht, wenn ich ein Talent habe, war es das vielleicht. Und dann habe ich schon einen harten Cut gemacht und dann habe ich Bücher geschrieben. Ich hatte da das Glück, dass ich schon noch ein bisschen Geld so an der Seite hatte. Und an der Seite hatte, dass ich jetzt nicht gleich Panik bekommen musste. Habe dann Romane geschrieben und dann wurde es eigentlich interessant. Dann habe ich halt diese Molly-Bücher geschrieben. Und das ging natürlich ganz schnell, weil die alle so dünn sind. Alle drei, das sind drei Bücher. Das war dann relativ teuer, weil da habe ich damals noch eine Künstlerin beauftragt, dass sie die Bilder macht. Dafür habe ich relativ viel bezahlt. Das würde ich heute auch nicht mehr machen. Heute würde ich es eigentlich mit KI machen. Aber das waren ja noch ganz andere Zeiten. Da muss ich gleich was zu sagen. Ich habe jetzt meine Cover damit machen lassen und, Und ich sehe jetzt schon, dass das viel besser läuft als Cover, für die ich früher mal viel bezahlt habe. Da können wir gleich noch drüber sprechen. Und dann habe ich mir plötzlich gedacht, das war so im August, aber das war dann schon ein paar Jahre später. Ich hatte dann Erfolg mit meinen Romanen und so weiter und so fort. Die sind gut gelaufen, gerade über Kindle. Und dann habe ich mir irgendwann gedacht, die Molly-Bücher, die haben eigentlich echt Potenzial. Dann dachte ich, die werde ich jetzt erfolgreich machen. Ich werde jetzt Marketing dafür machen. Marketing heißt bei mir immer das Gleiche. Ich mache hier nichts mit, es gibt keine Videos von mir, wo ich irgendwie Werbung für meine Bücher mache. Also ich habe keine große eigene Social-Media-Präsenz, außer als Privatperson, aber nicht als Autorin. Sondern es heißt für mich immer bezahlte Werbung auf früher nur Facebook, jetzt auf Meta und Amazon. Das sind meine beiden Kanäle. Das ist eigentlich das Einzige, was ich mache. und ein ganz kleines bisschen auch noch Newsletter. Aber ich glaube, seit einem Jahr habe ich kein Newsletter mehr geschrieben. Wobei ich das für gut halte. Ich bin da einfach zu faul für. Und dann habe ich gesagt, ich mache jetzt Werbung, habe dann einfach nur Facebook-Werbung für die Bücher geschaltet, für das erste Molly-Buch, mit einer ganz klaren Message. Ich glaube, das ist sehr, sehr, sehr wichtig. Dass man genau weiß, was ist eigentlich meine Message, die ich rüberbringe, damit man auch die richtigen Leute anspricht. und das war vielleicht so im Mai, vor drei, vier Jahren, das war vielleicht so im Mai. Und dann im August kamen ein paar Verlage und wollten plötzlich die Molly-Bücher lizenzieren. Und ich habe überhaupt nicht verstanden, wieso. Und ich habe damals noch über Amazon Print-on-Demand gemacht. Und dann hat ein Verlag mir geschrieben, weißt du eigentlich, dass wenn du jetzt kein Print-on-Demand machen würdest, sondern du würdest die Bücher über uns verkaufen, dass du dann Spiegel-Bestseller wärst.
Tamara
00:27:45
Konnten die das beurteilen?
Anna
00:27:47
Ach, die konnten wahrscheinlich irgendwo sehen, die konnten wahrscheinlich am Ranking sehen, wie viel ich ungefähr verkauft habe.
Tamara
00:27:52
Okay.
Anna
00:27:53
Weißt du, das denke ich, weil eigentlich können sie es ja nicht nachvollziehen, wenn es Print on Demand ist. Aber ich denke, anhand des Rankings haben sie gesehen, ah, okay. Und dann habe ich natürlich ganz große Ohren bekommen und dachte, okay, ich muss Spiegelbestseller werden. Und habe mich dann damit beschäftigt, wie kann ich Spiegelbestseller werden? Ich wollte aber nicht in einen Verlag, weil ich mache Sachen immer ganz gerne selber. Und dann bin ich, wie wahrscheinlich viele, über NovaMD gestolpert. Die ja auch ein schönes Monopol haben in Deutschland, wenn es um diese Sachen geht.
Vera
00:28:21
Ja, mittlerweile ja nicht mehr. Mittlerweile gibt es ja auch Autaria.
Anna
00:28:25
Ach so, das wusste ich nicht, ja?
Vera
00:28:26
Ja, die sind aber ganz neu am Markt, erst in ein paar Monaten.
Anna
00:28:29
Ah, okay, okay, da hatten sie noch. Ja, und da muss man sich ja bewerben, dass die die Auslieferung für einen machen. Und dann habe ich mich beworben und dann schrieb, ihr kennt ihn vielleicht auch, Armin, der das damals noch geleitet hat, ne?
Tamara
00:28:41
Ja.
Anna
00:28:41
Der schrieb mich dann an, der ist ja ein sehr guter Verkäufer und er so, du sitzt bei einer Goldmiete auf einer Goldmine, wir wollen auch die Verlagsarbeit für dich machen und so. Und da habe ich gesagt, nee, will ich nicht, haben wir wahnsinnig diskutiert, weil er sehr versucht hat, mich zu überreden. Und dann habe ich gesagt, nein, nein, ich möchte nur die Auslieferung. Und dann war das ganz lustig, weil er sagte, ja, okay, okay, wie viele Bücher willst du uns denn schicken? Und ich hatte dann halt vorher, da kommen wir wieder auf dein Thema, Vera, mit Finanzen. Ich hatte vorher kalkuliert, dass es für mich nur Sinn macht, finanziell, wenn ich von dem ersten Molly-Buch 10.000 Bücher trocken lasse, Vom zweiten Viertausend und vom dritten Viertausend. Weil die sind halt bunt.
Vera
00:29:21
Also das sind halt bunte Bilder.
Anna
00:29:23
Und bunt kann wirklich schnell, auch wenn es so dünn ist, trotzdem recht schnell teuer werden. Und dann habe ich zu ihm gesagt, ja, ich würde euch gerne 18.000 Bücher schicken. Er ist fast ohnmächtig geworden. 18.000 Bücher schicken. Und ich so, ja, ist das Einzige, was er macht für mich. Und er sagte, du kannst uns 100 schicken, Maximum. Und er sagte, und das ist schon großzügig. Und ich so, du hast mir doch gerade erzählt, dass ich auf einer Goldmine sitze. und wie sehr du an mich glaubst. Du denkst, ich kann nicht über 100 Bücher verkaufen. Und dann hat er gesagt, nee, nee, nee, die meisten Autoren verkaufen doch nicht mal 100. Also wir können hier keine 18.000 Bücher von dir lagern. Und dann habe ich also tatsächlich, ich habe aber für mich gesagt, mir braucht es aber keinen Sinn, 100 Bücher. Ich habe zu ihm gesagt, ich verkaufe ja schon 200 am Tag. Ich verkaufe 200 Bücher am Tag. Wie soll ich dann 100 Bücher bei euch haben? Und dann habe ich tatsächlich zu meinen Eltern in Düsseldorf, die eine Doppelgarage haben und kein Auto mehr hatten, Gott sei Dank, habe ich dann 18.000 Bücher liefern lassen. Die wohnen auf so einer verkehrsberuhigten Straße, da kam doch nicht mehr dieser LKW rein.
Tamara
00:30:27
Ich stelle mir das gerade so vor, so angerufen, Mama, Papa, ihr kriegt heute eine kleine Lieferung übrigens.
Anna
00:30:36
So, ich bin dann extra noch ein bisschen drauf gefahren, das hätte ich denen nicht antun können. Beide waren natürlich schon meine Mutter über 80, mein Vater über 90, da kommen dann die 8 auf Paletten kommen diese 18.000 Bücher da rein. Und dann haben, das war der 2. November und die waren bis Weihnachten weg. Und wir kamen nicht hinterher. Meine Eltern haben jeden Tag standen die in der Garage dick angezogen mit dem Radio an und haben jeden Tag für DHL-Kisten gepackt, die den ganzen Tag abgeholt wurden und an Chiemseits zu Nova gebracht wurden. Danach durfte ich dann auch 18.000 Bücher immer gleich zu denen. Da war das kein Problem. Wir waren die ganze Zeit ausverkauft. Und ich wäre eigentlich dann sofort Spiegel-Bestseller geworden. Aber die hatten mich in der falschen Kategorie. Die hatten mich im Paperback und da stimmte dann irgendwas nicht. Und dann bin ich an meinem Geburtstag am 1. März. Die rufen einen ja an. Die rufen einen, also damals von Media Control, rufen einen an und gratulieren einem und sagen, du bist ab nächster Woche Spiegel-Bestseller, herzlichen Glückwunsch und dann versuchen sie einem noch Werbung zu verkaufen dazu. Das ist wahrscheinlich der echte Grund für den Anruf und das war dann natürlich wahnsinnig schön.
Tamara
00:31:51
Ein tolles Geburtstagsgeschenk.
Anna
00:31:53
Das war ein tolles Geburtstagsgeschenk, da war ich Skifahren, da habe ich wahnsinnig gefeiert. Und die ersten Wochen guckt man dann jede Woche, bin ich noch drauf, bin ich noch drauf, irgendwann dann nicht mehr so. Und klar, da habe ich natürlich investiert, aber weil ich halt aus dem wirtschaftlichen Bereich komme, ist mir, außer Es gibt auch welche, die haben Glück, bei denen läuft es anders, aber eigentlich muss man investieren, wenn man Geld machen will.
Vera
00:32:16
Ja, aber ich, also 18.000 Bücher, ich meine, darf ich da mal fragen, über welche Summen reden wir? Da sind wir ja im mittleren, fünfstelligen Betrag, oder?
Tamara
00:32:26
Gut, ich denke, wenn es relativ, obwohl, es ist dünn, aber mit Farbe. Ja, ich bin ruhig.
Anna
00:32:32
Es ist dünn, aber mit Farbe. Die waren dadurch, dass ich halt so viele bestellt habe, waren sie halt recht günstig. nee, was habe ich ungefähr bezahlt? Ich mache das übrigens, diese Bücher über Wir machen Druck, wo ich jetzt auch mittlerweile mit dem Geschäftsführer ein sehr, sehr gutes Verhältnis habe.
Vera
00:32:48
Ja, das kann ich nicht vorstellen.
Anna
00:32:51
Und die haben, glaube ich, also für 48 Seiten irgendwie 60 Cent pro Buch oder so gekostet.
Vera
00:32:56
Das ist ja dann vertretbar.
Tamara
00:32:58
Ja. Nicht schlecht.
Anna
00:33:00
Absolut, absolut. Aber ich musste dann immer schneller, also ich habe dann schon, jeden Monat an die 10.000 verkauft.
Tamara
00:33:07
Und das nur über Amazon-Werbungen und Facebook?
Anna
00:33:11
Da habe ich gar keine Amazon-Werbung gemacht, da habe ich nur Facebook gemacht. Das ist bei mir ganz eigenartig. Es gibt bestimmte Bücher, über die Facebook-Werbung bei mir sehr gut funktioniert. Das waren zum Beispiel diese Molly-Bücher, da hat Amazon-Werbung fast gar nicht funktioniert. Und es gibt andere Bücher, wie meine Romane, da funktioniert Amazon-Werbung viel besser.
Tamara
00:33:30
Da würde mich jetzt natürlich brennend interessieren, wie denn diese Werbung ausgesehen hat. War das einfach ein Bild? War das ein Video? War das ein Link? Wie war die Headline?
Anna
00:33:43
Die haben sich natürlich geändert im Laufe der Zeit.
Tamara
00:33:45
Ja, ja, klar.
Anna
00:33:46
Lass mich überlegen. Meistens hatte ich das Wort Bestseller irgendwo da drauf. Also weil es schon vorher auf Amazon, dann hatte ich das Cover früher. Es war ein Bild meistens, Bilder laufen für mich meistens besser als Videos. Und dann eigentlich, ich glaube, was viele im Marketing falsch machen, viele sagen im Marketing, was sie zu bieten haben. Wir haben ganz Tolles mit so vielen Farben und so vielen Featuren und so, das interessiert, aber die Leute nicht. Die Leute wollen immer nur wissen, was bringt mir das. Du musst immer der Person sagen, ja, dieses what's in it for me. Und das heißt, ich habe denen quasi so dieses finde dich selbst, erkenne, wer du wirklich bist und das ist von Menschen ein ganz, ganz tiefes Bedürfnis Absolut, ja diese Selbsterkenntnis, das ist eigentlich so ein bisschen wie so eine Befreiung und dann, Das ist unglaublich gut gelaufen. Das war irgendwie eine ganz gute Idee. Ich bin sonst nicht so kreativ. Da hatte ich dann ein Video, so Kinder, die mit so einem Drachen langlaufen. Hatte mit dem Buch gar nichts zu tun. Und dann habe ich geschrieben, damit dein, also da wollte ich das dann auch für Kinder, dass die Eltern das für die Kinder kaufen, damit dein Kind später nicht sein inneres Kind heilen muss.
Tamara
00:35:01
Oh wow.
Anna
00:35:02
Weil wir machen ja alle diese inneres Kind heilen, weil ja bei uns in der Kindheit so viel kaputt gegangen ist. Das ist ja eigentlich der Grund. Und in diesem Molly-Buch geht es darum, das ist halt so ein kleines Mädchen, die lernt erst ihren Körper kennen, dann lernt sie ihre Gefühle kennen und macht Frieden mit denen, dann lernt sie ihre Gedanken kennen und merkt, wie machtvoll ihre Gedanken sind und dann ganz am Ende erfährt sie, wie es in ihrem tiefsten Inneren ist. Und das heißt, das ist für Kinder so ganz schön zu sehen, Kinder sind nicht so diese, ich sag mal, kleinen Arschlöcher, die rumgeschubst werden und die sind erst fertig, wenn sie Erwachsene sind, sondern Kinder an sich sind schon wundervoll und wertvoll. Und diese Werbung hat sehr, sehr gut funktioniert. Und für mich funktioniert bis heute Facebook, gerade in Deutschland muss ich sagen, ich mache auch im englischsprachigen Raum mittlerweile Sachen, aber ich muss sagen, gerade in Deutschland funktioniert für mich Facebook-Werbung immer noch extrem gut. Aber dann mache ich das meistens, dass ich nur, du kannst ja die Platzierung aussuchen, Achso, Instagram-Werbung funktioniert auch gut. Du kannst ja bei beiden die Platzierung aussuchen und dann mache ich oft nur den Feed, dass du das in diesem dicken Feed hast, dass du das nicht als Stories hast, dass du das nicht rechts an der Seite hast, sondern im Feed drin.
Tamara
00:36:19
Und ich denke gerade so, du hast einen realen Schmerzpunkt der Leute angesprochen, eine Lösung offeriert. Und gleichzeitig ist es dieses dünne Büchlein, wo auch Leute, die sonst nicht so lesen, sagen, ja, das traue ich mir zu, dass ich das durchkriege. Das ist natürlich schon an der Stelle sehr breit aufgestellt dann.
Anna
00:36:38
Das war unheimlich breit aufgestellt, das ist es. Und wo ich natürlich unheimliches Glück hatte bei diesem Buch, es wurde sehr viel verschenkt. Und wir haben immer viele Leute geschrieben, die das dann ins Krankenhaus mitgenommen haben. Zur Reha mitgenommen haben. Das ist, wie du sagst, so ein kleiner Glücksbringer, den sie einfach so mit sich rumgetragen haben. Aber ich muss euch sagen, die Buchhandlung, die haben dieses Buch gehasst. Und jetzt mussten die, weil das so lange auf der Spiegel ist, mussten die das alle bei sich haben. Jetzt müsst ihr euch aber vorstellen, es hat unter 10 Euro gekostet. Wahnsinns Streit, den ich immer mit Nova hatte. Aber ich habe gesagt, es ist so dünn, ich will einfach nicht, dass es so teuer ist. Ich will meine Leser irgendwie dann respektvoll behandeln. Buchhandlung, wirklich dann Bücher unter 10 Euro wollten sie eigentlich nicht haben, das heißt, das hat unter 10 Euro gekostet, dann ist dieses Buch so dünn, dass es keinen Buchrücken gibt. Du kannst also nichts auf dem Buchrücken schreiben. Das heißt, die konnten es nicht ins Regal stellen, die mussten es hinlegen, auf diese Tische. Und das ist natürlich der wertvollste Platz, diese Tische. Da liegt jetzt dieses dünne Buch für 10 Euro. Weil es so dünn ist, mussten die ganz viele da hinlegen, weil sonst sieht es nicht gut aus. Und jetzt ist es aber relativ groß, es ist DIN A5. Das heißt, es nimmt sehr viel Platz weg. Konnten es wirklich nicht sehr gut leiden.
Tamara
00:37:56
Nicht dein Problem.
Anna
00:37:58
Nicht mein Problem, die Leser, die Leser-Worten ist. Genau, genau. Ich muss aber ganz kurz sagen, weil ihr ja auch eher Romane schreibt und vielleicht viele der Zuhörerinnen oder Zuhörer, da finde ich, also gerade wenn man in Kindle Unlimited ist, was ich persönlich immer empfehlen würde, dass eigentlich Amazon-Werbung fast besser funktioniert.
Tamara
00:38:20
Ja, weil die Leute schon am Point of Sale sind.
Anna
00:38:23
Weil die Leute schon am Point of Sale sind und weil Amazon einfach, also ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist, aber ich finde, man kann einfach mit diesen gelesenen Seiten relativ viel Geld machen.
Vera
00:38:32
Ja, das stimmt.
Anna
00:38:33
Ja, und da ist Amazon einfach, da finden die die Leute einfach besser.
Vera
00:38:37
Hm. Wie hoch ist denn dann so dein Marketing-Budget?
Anna
00:38:43
Ich habe überhaupt gar kein Marketing-Budget. Ich habe irgendwann mal, ich weiß noch, habe ich mit Sandy gesprochen vor Jahren. Und dann sagte Sandy, Amazon wollten, dass ich 200 am Tag ausgebe. Die sind doch verfolgt. Und dann habe ich gesagt, ja und? Ich sagte, wenn ich 200 ausgebe, aber ich mache 400, gebe ich gerne 200 aus. Das heißt, ich passe mein Budget immer. Es gab Zeiten, da habe ich 800 am Tag ausgegeben. Ich habe aber wesentlich mehr gemacht. Das heißt, was ich mache, ich schaue immer, ich habe so ein Excel-Spreadsheet, wo ich tatsächlich jeden Tag meine Zahlen eintrage und ich schaue einfach, wie viel gebe ich aus und wie viel. und ich versuche schon, am liebsten habe ich, ich weiß nicht, kennt ihr so Return on Investment? Solche Terminologien, aber vielleicht für die Hörer. Wenn ich 1 Euro ausgebe und ich mache 2 Euro, dann habe ich 100% Return on Investment. Ich bekomme 100% mehr, als ich investiert habe. Das ist natürlich perfekt. Stell dir vor, es gäbe irgendwo eine Maschine, wo du 1 Euro reinwirfst und diesmal bekommst du 2 Euro raus. Dann würdest du ja den ganzen Tag Geld reinwerfen, dann würdest du ja nicht aufhören. Das heißt, ich muss natürlich schauen, dass ich dieses Cash habe. Aber wir haben natürlich das Problem, dass die Kosten immer sofort weggehen von unserer Kreditkarte. Und wir bekommen das Geld natürlich erst 60 bis 90 Tage später. Das heißt, manchmal mit Cashflow kann das ein bisschen knapp sein. Aber eigentlich gebe ich so viel aus, wie ich kann. Wenn der Return gut ist. Weißt du? Und da kommen wir zu dir, Wehra.
Vera
00:40:20
Aber das weiß man doch manchmal vorher gar nicht.
Anna
00:40:24
Ja, aber schau. Ich habe das ja bei dir mitbekommen. Jetzt gehen wir mal ins ganz praktische Beispiel.
Vera
00:40:29
Jetzt kriege ich es ab.
Anna
00:40:31
Ich habe das ja bei dir mitbekommen. Du hast, glaube ich, hast neun Bücher in der Serie?
Vera
00:40:37
Ja, genau. Es gibt eine Reihe mit neun und eine jetzt mit drei.
Anna
00:40:41
Nehmen wir mal die mit neun. Und du hast doch irgendwie gesagt, vor zehn Jahren hast du angefangen oder sowas. Das heißt, du hast ja all diese Daten. Ich habe bei allem, was ich mache, immer ein bisschen mehr Zugang zu dem Englischsprachigen. Alle Kurse, die ich mir angucke, sind im Englischsprachigen. Ich weiß nicht, wie viel davon in Deutschland so benutzt wird. Im Englischsprachigen benutzt fast jeder Book Report. Benutzt man das in Deutschland auch? Book Report.
Vera
00:41:09
Habe ich noch nicht von gehört. Nee, kenne ich auch nicht.
Anna
00:41:12
Das würde ich empfehlen. Das ist eigentlich das gleiche, wie was wir von Amazon bekommen. Dieses Dashboard, diese Maske, wo wir sehen können, wie viel wir verkauft haben und so. Nur Book Report stellt es irgendwie schöner dar. Ich würde es an eurer Stelle runterladen. Das ist wirklich günstig. Das sind 10 Euro, glaube ich, im Monat. 10 bis 12 Euro im Monat. Und dann würde ich zum Beispiel aufs letzte Jahr gehen und mir angucken. In dieser Serie, die du hast, sagen wir mal, Sagen wir mal, du hast vom ersten Buch 50 verkauft. Jetzt als Beispiel. Vom ersten Buch 50 verkauft. Und du hast fürs erste Buch 50 verkauft und hast 100 Euro gemacht. Jetzt hast du sie aber doch von den acht anderen Büchern. Es gibt ja Leute, die lesen dann das zweite, das dritte, das vierte, das fünfte, das jede Sender Sache. Und jetzt hast du mit all diesen Büchern zusammen aber 500 Euro gemacht. Dann machst du 500 durch 50. Das ist wie viel? 500 durch 50. ist 10, ne? 10 Euro. Dann weißt du, Das erste Buch ist 10 Euro wert für dich. Das heißt, du kannst eigentlich bis 10 Euro ausgeben für deine Werbeanzeige.
Vera
00:42:25
Okay.
Anna
00:42:26
Wenn du nur 5 Euro ausgibst, dann machst du 5 Euro. Ist das ein bisschen abstrakt, was ich hier sage? Wir können uns auch danach nochmal drüber unterhalten. Du guckst dir eigentlich die Vergangenheit an und guckst, wie viel ist ein Verkauf von einem Buch wert für mich, weil die Leute ja durch die anderen Bücher durchlesen. Vielleicht verlierst du 50 Prozent der Leser, die vom ersten zum zweiten Buch gehen. Dann verlierst du noch ein paar, die vom zweiten zum dritten Buch gehen. Aber dann sind die meisten eigentlich Fans und bleiben bei den anderen Büchern. Und bei neuen Büchern, ja, Entschuldige?
Tamara
00:43:00
Ja, ich wollte es nur noch mal für mich und alle, die vielleicht auch mathematisch so mittel sind, noch mal rekapitulieren. Also du wirbst bei einer Reihe quasi nur für das Erste, berechnest aber mit, wie viele dann noch Folgebände kaufen und dadurch kriegst du quasi den Wert, den das erste Buch verkaufstechnisch hat.
Anna
00:43:21
Richtig, genau das. Ich bewerbe immer nur das erste. Ich bewerbe immer nur das erste, aber ganz wichtig, es muss natürlich in jedem Buch hinten drin sein, ein Link gleich zum zweiten. Und mit einem kleinen Bild vom Cover und so weiter. Also es ist wichtig, dass du die Leute nicht verlierst. Und du kalkulierst, wie viel dieses Buch wert ist, das kalkulierst du eigentlich anhand von historischen Daten. Und umso mehr du hast, umso besser. Also ihr könntet jetzt einfach das letzte Jahr zum Beispiel nehmen, das kannst du zum Beispiel, wenn ihr Book Report runterladen, kannst du das ganz schön sehen, kannst genau sehen und du verkaufst das erste Buch, sagen wir mal, für, Ein Buch bekommst du zwei Euro vom Verkauf, aber dann bekommst du ja oft noch zwei Euro wegen den gelesenen Seiten und so weiter. Das heißt, was ich immer mache, ich addiere einfach alles, was ich gemacht habe, von dieser Reihe und dividiere das dann nur durch die Verkäufe des ersten Buches. Und dann weiß ich, das ist ein Verkauf für mich wert. Ist das einigermaßen logisch oder nicht so? Dann weiß ich ganz genau, wenn ich Werbeanzeigen schalte obwohl ich mache das manchmal, dass ich das erste für 99 Cent verkaufe, im Moment nicht, im Moment verkaufe ich die alle ein bisschen höher, aber das habe ich lange Zeit gemacht und ich habe nur zwei Reihen, wo eine vier Bücher hat und eine drei also mit neun Büchern es gibt in, England gibt es diesen Mark Dawson heißt der, der macht ganz viele Kurse über Self-Publishing der ist mit wesentlich weniger Büchern. Ich glaube, mit vier oder fünf ist der Millionär geworden. Nur weil er das gut gemacht hat. Und bei neuen Büchern, ein Buch bei dir mit so guten Reviews muss einfach so viel wert sein. Ich nehme an, dass ein Buch bei dir. Also ich habe in meiner Serie, wo ich vier Bücher habe, ist ein Buch für mich 17 Euro wert. Und wenn ich es nicht schaffe, für 17 Euro ein Buch zu verkaufen, dann habe ich wirklich ein Problem. Ich würde sagen, bei dir ist das absolute Minimum, was ein Buch wert ist, ist 12 Euro, wenn nicht sogar über 20 Euro. Und dann schaltest du Anzeigen und selbst wenn du 6 Euro ausgibst, um ein Buch zu verkaufen, weißt du ja, die Leute lesen weiter und du machst das Geld. Und das ist meines Erachtens der einzige Weg, wie man wirklich Geld machen kann damit und wie das auch wirklich zu einem Selbstläufer wird. Was ich allerdings vielleicht vorschlagen würde, das mache ich bei meinen Büchern relativ regelmäßig, dass ich die nochmal durchlese und du könntest, ich weiß nicht, ob das deine Art ist oder nicht, aber du könntest vielleicht das von vor zehn Jahren, neun Jahren, acht Jahren und so nehmen und die vielleicht, ich habe die jetzt nicht gelesen, deswegen, ich weiß nicht, ob das vielleicht ein bisschen moderner machen. Ich mache das dann immer, dass ich dann halt nicht mehr SMS sage, sondern ich sage WhatsApp. Dass es kein Telefon mehr ist, was zu Hause steht, sondern es ist ein Handy. Und es ist auch kein Nokia mehr, sondern es ist ein Apple. Und es ist kein CD-Player mehr, sondern es ist, das finde ich persönlich schon wichtig, es ist ein bisschen wie wenn wir alte Filme aus den 80ern gucken, die wir super fanden. Und dann gucken wir die heute und denken, sind die doch nicht so super, wie wir dachten. Also ich versuche schon, meine Bücher dann immer wieder mal frisch zu machen, damit die so ein bisschen relevanter sind. Außer man möchte extra ein bisschen retro machen, das kann natürlich auch sein.
Vera
00:46:56
Naja gut, also vor zehn Jahren gab es schon Smartphones und so, also von daher.
Anna
00:47:00
Ja.
Vera
00:47:00
Aber nee, klar, das ist schon ein Hinweis. Ich habe auch schon mal überlegt, so eine Neuauflage, so ein Neuschaffen bringt ja auch vielleicht auch wieder Richtung Buchhandel, wieder was. Dann ist es, ne, solche Sachen. Go. Ja, spannende Sichtweise und bestätigt eigentlich so den Gedanken, den ich gerade habe, da in diese Richtung mutiger zu investieren und was ich jetzt auch gerade tue. Aber gerade wenn dann die ganzen Rechnungen kommen, dann bricht mir schon ein bisschen den kalten Schwein aus.
Anna
00:47:41
Ja klar, aber du kannst ja langsam anfangen.
Tamara
00:47:44
Mit der Technik heißt das, du guckst jeden Tag und passt jeden Tag an oder wie häufig beschäftigst du dich mit den Anzeigen?
Anna
00:47:51
Ich beschäftige mich sehr viel mit den Anzeigen, weil wir haben ja so kleine Margen eigentlich, diese zwei Euro oder so pro Buch. Das heißt, ich versuche sehr zu optimieren. Also bei Amazon-Anzeigen gucke ich zum Beispiel, da kann man ja auch per Platzierung anpassen. Ob man auf den Produktseiten, du kannst auf Gebotsanpassungen gehen und da kannst du sehen, wie viele Klicks oder wie viele Verkäufe du hattest. Wenn du ganz oben in den Suchdings warst, Suche nicht ganz oben, sondern Rest der Suche oder Produktseiten. Und da gibt es oft einen großen Unterschied. Da passe ich dann meine Gebote, du kannst dann die Gebote anpassen. Das heißt, ich optimiere sehr viel. Also was ich eigentlich mache, ist, dass ich jeden Montag so, mir anschaue, wie es gelaufen ist die Woche und das dann anpasse. Es ist eigentlich so ein bisschen wie ein Käpt'n auf dem Boot, dass ich dann ein bisschen so die Richtung die Richtung immer wieder anpasse. Und was vielleicht noch ganz interessant ist, das würde ich gerne teilen, weil das glaube ich bei mir einen großen Unterschied jetzt machen wird. Ich habe zwei Reihen eigentlich, ja? Zwei Romanreihen, das hat jetzt nichts mit den Molly-Büchern zu tun. Und die hängen so ein bisschen zusammen. Es gibt Protagonisten, die in beiden vorkommen und so weiter. Jetzt ist diese eine, das ist Chalet am See-Reihe aus irgendeinem Grund hat, die sich, es ist live gegangen, das Buch am 5. Dezember damals während Corona, das war gleich am nächsten Tag in den Top 100 auf Amazon und es ist da sehr lange geblieben, ein halbes Jahr oder so. Und ich weiß nicht wieso. Ich weiß wirklich nicht wieso, weil ich habe damals keine Werbung dafür geschaltet. Es ist mir bis heute schleierhaft, wieso dieses Buch einfach so erfolgreich wurde. Und das ist bis heute, weil ich war einmal gut in dem Algorithmus drin bei Amazon und bis heute verkauft es sich super. Jetzt habe ich eine andere Reihe die ich selber sehr mag und die eigentlich viel bessere Rezensionen bekommt. Aber die verkauft sich viel, viel schwieriger. Und ich verstehe das nicht, weil die Leute, die die lesen mögen, die eigentlich lieber als diese ganz erfolgreiche. Aber ich finde es viel schwerer, die zu verkaufen. Und da habe ich mir jetzt Gedanken gemacht, was ist der Unterschied und habe mir jetzt vor ein paar Tagen, vor drei, vier Tagen gedacht, die Cover, ich muss die Cover einfach ändern. Die Cover sprechen die Leute nicht so an wie diese andere Cover. Und dann habe ich wirklich, man darf es kaum laut sagen, wirklich mit ChatGPT, sonst nutze ich auch manchmal mit Journey, aber definitiv nicht mit einem Designer. Ich habe sonst alle meine Cover immer mit Designern machen lassen. Habe ich mit ChatGPT das Cover entwickelt, das hat Minuten gedauert. Dann hat ChatGPT mir gleich die anderen Cover für die anderen drei Bücher in der Serie gegeben. Gestern habe ich das alles hochgeladen, die neuen Cover. Immer noch nicht ganz, aber ich bin schon so halbfertig. Die sind noch nicht überall. Und heute habe ich schon gesehen, dass ich jetzt schon viel mehr Klicks dafür bekomme. Dafür mache ich jetzt Amazon-Werbung. Viel mehr Klicks bekomme als für das andere. Das heißt, es waren tatsächlich die Cover. Das ist nur etwas, was ich sagen wollte. Man sagt immer, im Englischen sagt man, don't judge a book by its cover, aber das ist ja das, was wir tun. Ich glaube, Cover sind ganz, ganz wichtig.
Tamara
00:50:51
Nee, das ist klar. Ich hätte jetzt an der Stelle ein bisschen Sorge. Ich muss auch offen sagen, dass ich da so ein bisschen meine Schwierigkeiten mit habe, weil wir wollen als Künstlerinnen nicht ersetzt werden. Dann finde ich es schwierig, KünstlerInnen aus anderen Bereichen dann selbst zu ersetzen. Aber hast du da nicht auch Sorge, dass die Lesenden genau so sehen und davon dann abgeschreckt werden?
Anna
00:51:14
Weißt du, ich habe immer versucht, seit ich angefangen habe, und ich hatte ja auch immer Lektoren und Korrektorat und so, ich habe relativ viel Geld investiert. Und auch in Cover immer relativ viel investiert. Und ich habe übrigens absichtlich, ich habe immer nur Frauen genommen. Ich habe immer gedacht, ich unterstütze Frauen. Also alles waren alles Dienstleisterinnen. Und das hat mir auch Spaß gemacht, aber man kann einfach nicht, ich glaube, Technologie und Entwicklung passiert einfach. Da kann man machen, was man will. Und ich weiß nicht, ob wir ersetzt werden oder nicht. Keine Ahnung. Aber wenn es passiert, dann passiert es. Dann müssen wir uns was anderes überlegen. Dann werden wir unseren Inhalt anders rüberbringen. Dann wird es vielleicht durch Podcasts, wie ihr es jetzt macht, passieren. Das heißt, nein, ich hatte da jetzt eigentlich kein Problem mit, weil ich wusste, wenn ich jetzt wieder eine Designerin finde, bis die Zeit hat und so weiter. Jetzt hätte ich nicht die genommen, die die alten Cover gemacht hat, weil die hat ja diesen speziellen Stil, der offensichtlich nicht so gut ankam. Bis ich sie dann mal wieder gebrieft habe. Und ich mache diese Sachen gerne um 10 Uhr abends im Bett irgendwie. Dann denke ich, ich probiere es mal kurz aus. Mal gucken. Und dann kam plötzlich dieses Cover, was ich so schön fand. Da habe ich gedacht, das ist aber schön. Ich denke mir einfach, man kann Entwicklung nicht aufhalten. Weißt du? Und du kannst bei Entwicklung entweder mitmachen oder kannst nicht mitmachen. Und ich finde es sehr schön, deine Einstellung. Natürlich ist es schön, Menschen zu unterstützen und gerade Menschen. Und ich finde es sehr schockierend, wie viele Jobs durch die künstliche Intelligenz einfach von einer Sekunde auf die andere wegfallen. Ja, und das ist aber, aber ich habe in dem Fall, hätte ich vier Cover neu machen lassen, hätte ich mindestens 1200 dafür ausgegeben. Es hätte gedauert. Ich wollte einfach eigentlich nur mal ganz kurz ausprobieren, ob es das sein kann. Ich habe gedacht, ich probiere es einfach mal kurz aus. Und ich bin halt immer recht schnell in allem, was ich mache. Ich habe nicht so viel Geduld. Und dann habe ich es einfach mal, und dann fand ich es aber so schön. Und nee, da habe ich dann nicht genug Größe, um dann zu sagen, nee, ich nehme das jetzt nicht. Sondern ich gebe es einer Designerin, aber ich verstehe dich schon. Ganz klar.
Tamara
00:53:14
Naja, wir müssen uns ja nicht in allen Punkten einig sein.
Anna
00:53:16
Nee, müssen wir nicht.
Vera
00:53:18
Wobei, da kann ich auch kurz noch was ansagen. Ich habe ja jetzt schon auch mit Amazon Ads begonnen, wobei ich da momentan eine Dienstleisterin in Anspruch nehme, weil ich ja irgendwie mit meinen eigenen Versuchen da nicht so richtig weitergekommen bin. Und da hatten wir auch so den Effekt, dass wir relativ gute Klicks hatten. Aber im Verhältnis dann doch nicht so viele Verkäufe. Und dann hat mir die Beraterin gesagt, es wird wahrscheinlich an den Beschreibungstexten liegen. Ich hatte vorher schon aber drauf geguckt und fand die super. Und ich habe auch andere drauf geguckt und die fanden auch immer super. Und dann habe ich gedacht, wie komme ich da jetzt weiter? Und dann habe ich tatsächlich auch der KI gesagt, mach mir bitte mal einen Beschreibungstext, der verkauft. Und dann habe ich die letzte Woche geändert. Und seitdem steigen die Verkäufe.
Anna
00:54:20
Super, super. Und es könnten vielleicht noch zwei Sachen, weil das sind Fehler, die ich gemacht habe, sehr lange gemacht habe. Also erst mal, Amazon ist ja, ich weiß nicht, ob die immer noch das größte Unternehmen der Welt sind, aber mehr oder weniger. Und deren Strategie ist ja gar nicht, Bücher zu verkaufen. Die wollen ja eigentlich KU. Die wollen so viele Abonnenten wie möglich haben. Das ist für die viel, viel interessanter. Das heißt, die belohnen dich eigentlich dafür, wenn du viele gelesene Seiten hast. Das heißt, ich konzentriere mich mittlerweile. Und das heißt, die wollen, dass viele Leute klicken. Ja, weil dann machen sie mit dir Geld. Und sehr viele dieser Menschen sind ja, ich habe ja gesehen, deine Bücher sind ja auch alle in K.U. Und das heißt, schau nicht nur auf die Verkäufe. Schau auch, wie viele gelesene Seiten.
Vera
00:55:11
Absolut, ja, ja.
Anna
00:55:12
Das ist nämlich wichtig, das habe ich mich relativ lange ignoriert und das baut sich gerade im Laufe der Zeit auf. Und dann könntest du natürlich, weil 3,99, so viele sind glaube ich deine Bücher, meine sind es jetzt auch, aber das ist für viele Leute irgendwie immer noch viel Geld. Und die überlegen, ob sie es kaufen oder nicht. Du verkaufst halt wesentlich mehr, wenn du die für 99 Cent verkaufst. Das Erste, nur das Erste. Das ist wie Coca-Cola, die eine kleine Dose Cola weggeben auf der Straße, damit du es einmal kostest. Das heißt, wenn du dich entscheiden wolltest und bei so einer langen Serie würde ich es eigentlich fast machen, Weil du hast immer noch acht Bücher, die hinterherkommen. Und dann wirst du wirklich ein Vielfaches verkaufen. Die Qualität der Käufer wird nicht ganz so hoch sein. Weil viele kaufen die einfach für 99 Cent, haben die auf ihrem Dings sitzen und lesen es nie. Das heißt, es werden weniger Leute das Zweite lesen. Aber dafür kriegst du sehr viel mehr. Und dein Ranking geht hoch und so weiter. Also das ist etwas, was du vielleicht mal ausprobieren kannst.
Vera
00:56:20
Und du würdest das dann dauerhaft machen? Ich hatte jetzt überlegt, mal so eine 99-Cent-Aktion zu machen, die vielleicht auch mit irgendwie Buchdeals oder so noch zu promoten. Aber du würdest einfach den Preis senken und dann, das ist es.
Anna
00:56:32
Also ich hatte meine beiden Reihen, da hatte ich die beiden. Und wie gesagt, die eine ist nur drei Bücher, die andere vier. Das heißt, ich habe eigentlich, ich verliere da viel mehr als du quasi, prozentual. Ich hatte die eigentlich immer auf 99-Cents. Ich habe es jetzt dieses Jahr zum ersten Mal gemacht, dass ich die hochgesetzt habe.
Tamara
00:56:49
Also ich finde das logisch, du fütterst die Leute mit einer sehr geringen Hürde an und wenn es denen gefällt, dann werden sie dann auch 2, 3, 4 Euro für die nächsten Kauf bezahlen Genau.
Anna
00:57:00
Das ist es und da denken sie dann eigentlich auch nicht mehr nach, deswegen ist dieses erste Buch so wichtig ich glaube, da muss auch das Cover besonders gut sein und so weiter. Keiner, wenn du ein gutes Buch gelesen hast, interessiert dich nicht mehr, wie das Cover des zweiten Buches aussieht Man muss die Leute halt nur einmal ich denke immer so daran, man muss die einmal in sein Universum reinbringen, und dann versuchen, so lange wie möglich in dem Universum drin zu halten.
Vera
00:57:22
Das stimmt, ja.
Anna
00:57:23
Und bei neuen Büchern wird ich, glaube ich, das erste, probiere es doch einfach mal aus.
Vera
00:57:28
Ja, werde ich auch mal.
Anna
00:57:30
Da wirst du aber wahrscheinlich, das ist das Einzige, wo ich so ein bisschen, warne, da wirst du wahrscheinlich weniger Seiten bekommen, weniger gelesene Seiten. Weil viele, die bei KU sind, kaufen ein 99-Cent-Buch. Die haben das dann einfach gerne. Anstatt dass sie das aber das würde ich auf jeden Fall mal ausprobieren und wie gesagt, Also vielleicht macht ihr das ja, dass ihr dieses Book Report mal runterladet.
Vera
00:57:59
Ja, wenn ich mir auf jeden Fall mal angucke. Ich meine, ich habe ja eh schon festgestellt, dass wir echt viele Gemeinsamkeiten haben. Ich spiele ja auch gerne mit so Duits rum. Und da werde ich mir definitiv angucken und damit einsteigen und schauen, was ich damit tun kann.
Tamara
00:58:17
Ja, wir machen den Link mal in die Shownotes für alle, die jetzt auch angefixt sind.
Anna
00:58:22
Das ist nur so eine Idee.
Vera
00:58:24
Ja, liebe Anne, ich kann gar nicht, ich muss nach Worten suchen. Nein, also ich habe jetzt so viel ihr mitgenommen und zu tun, jetzt fahre ich ja, wir nehmen ja vor der Messe auf, ich fahre jetzt morgen nach Leipzig und dann werde ich das danach erst alles umsetzen können, aber auf jeden Fall nehme ich den Schwung mit und werde, in Leipzig sowas von Büchern verkaufen, das wirst du gar nicht. Weil ich muss sagen, das ist vielleicht der Unterschied, ich mag das schon sehr, auch mit den Menschen zu interagieren und mich dahin zu stellen und zu sagen, hey, hier sind meine tollen Bücher. Das liebe ich. Ja, liebe Anna, also bevor wir hier zum Ende kommen, musst du dich natürlich noch den total kritischen Buch-Bubble-Fragen von Tamara stellen.
Tamara
00:59:18
Jawohl, also ich kann schon mal sagen, du hast mich jetzt definitiv angefixt mit deinem Büchlein über das innere Kind. Sag nochmal den Titel für alle bitte.
Anna
00:59:26
Achso, Mollis wundersame Weise heißt es.
Tamara
00:59:30
Sehr gut, das bestelle ich mir direkt nach der Aufnahme, weil das interessiert mich wirklich sehr. Jetzt wollen wir aber über ein anderes Buch sprechen, nämlich ein Buch, das dich als Leserin zuletzt im positivsten Sinne total überrascht hat.
Anna
00:59:44
Ja, das war lustigerweise. Das war die Mitternachtsbibliothek.
Tamara
00:59:48
Oh ja.
Vera
00:59:49
Das muss ich auch sagen. Das war toll.
Anna
00:59:51
Das habe ich sehr lange auf den Bestsellerlisten immer gesehen und es hat mich nie angesprochen. Und irgendwann dachte ich, jetzt lese ich es mal. Und war sehr begeistert und sehr schön erwähnt. Sehr schöne Gedankengänge und Gedankenexperimente, finde ich, die man da machen kann.
Tamara
01:00:07
Ja, das fand ich auch sehr, sehr schön. Und die zweite Frage, was hast du aus deinem größten Fehler gelernt?
Anna
01:00:17
Ich weiß gar nicht genau, was mein größter Fehler gewesen ist. Da waren so viele. Aber ich glaube, dass ich aus all meinen Fehlern einfach lerne, dass Fehler zum Leben dazugehören. Und ja, dass Fehler zum Leben dazugehören. Und wir sind Menschen, wir werden alle Fehler machen, falls man sie überhaupt so nennen kann. Und auch Fehler kann man genießen.
Tamara
01:00:38
Sehr schön. Und die letzte Frage. Welcher Satz sollte deines Erachtens über dem Schreibtisch aller AutorInnen stehen?
Anna
01:00:47
Du bereitest vielen Menschen viele wunderschöne Lesestunden. Sei stolz darauf.
Tamara
01:00:54
Sehr schön.
Vera
01:00:55
Ja, sehr schön, liebe Anna. Also ich habe einiges aufzuarbeiten nach unserem Gespräch hier und ich bin sicher für euch da draußen, dass ihr auch da einiges mitnehmen könnt. Ich hoffe, dass wir uns womöglich schon auf der Messe in Leipzig gesehen haben oder sehen werden. An alle anderen habt eine schöne Zeit, denkt mal an die einsame Tamara. und, ja, und ansonsten wisst ihr ja, was ihr zu tun habt, uns zu folgen, wo immer es geht und bleibt uns gewogen, bis nächste Woche. Ciao.
Tamara
01:01:34
Danke Anna, ciao.
Anna
01:01:36
Ich danke euch, hat viel Spaß gemacht. Ciao, ciao.