Die Zwei von der Talkstelle

Gespräche aus der Selfpublisher- und Buchbubble

DZVDT #242 - Das erste Buch veröffentlichen: Fünf Debütautorinnen teilen ihre Höhen und Tiefen

Zum Jahresende gibt es bei Vera und Tamara einen ganz besonderen Rückblick auf 2024: Gemeinsam mit gleich fünf Debütautorinnen lassen die Zwei von der Talkstelle die besonderen Momente der ersten Buchveröffentlichung noch einmal aufleben.

12.12.2024 72 min

Zusammenfassung & Show Notes

Zum Jahresende gibt es bei Vera und Tamara einen ganz besonderen Rückblick auf 2024: Gemeinsam mit gleich fünf Debütautorinnen lassen die Zwei von der Talkstelle die besonderen Momente der ersten Buchveröffentlichung noch einmal aufleben.
Ayşe Tunçöz, Nadine Most, Sibylle Paraquin, Sara Theile und Jessica Juni erzählen von der Gefühlsachterbahn rund um ihr Buchdebüt. Was lief gut, was ging schief? Wer hat sich besonders viel getraut? Was kam unerwartet? Und wie kommt man eigentlich vom Ziel, abzunehmen, ungeplant zur ersten Romanveröffentlichung?
Wie immer waren natürlich auch knallharte Zahlen gefragt: Was haben die Autorinnen investiert und haben sie das Geld wieder reinbekommen? Aber auch weiche Ziele kommen nicht zu kurz: Berührende Momente, beglückende Begegnungen und die volle Emotionspalette, die so ein Buchbaby nun mal mit sich bringt.
Eine Folge zum Mitfühlen, Lernen und inspirieren Lassen.

Zum Jahresende gibt es bei Vera und Tamara einen ganz besonderen Rückblick auf 2024:  Gemeinsam mit gleich fünf Debütautorinnen lassen die Zwei von der Talkstelle die besonderen Momente der ersten Buchveröffentlichung noch einmal aufleben.

Ayşe Tunçöz, Nadine Most, Sibylle Paraquin, Sara Theile und Jessica Juni erzählen von der Gefühlsachterbahn rund um ihr Buchdebüt. Was lief gut, was ging schief? Wer hat sich besonders viel getraut? Was kam unerwartet? Und wie kommt man eigentlich vom Ziel, abzunehmen, ungeplant zur ersten Romanveröffentlichung?

Wie immer waren natürlich auch knallharte Zahlen gefragt: Was haben die Autorinnen investiert und haben sie das Geld wieder reinbekommen? Aber auch weiche Ziele kommen nicht zu kurz: Berührende Momente, beglückende Begegnungen und die volle Emotionspalette, die so ein Buchbaby nun mal mit sich bringt.

Eine Folge zum Mitfühlen, Lernen und inspirieren Lassen.

Links

Unsere Gäste:

Nadine Most
https://nadinemost.de/autorin
Nadines Roman 'Sternenglanz - Die Insider': https://www.amazon.de/Sternenglanz-Die-Insider-Sternenglanz-Dilogie-1-ebook/dp/B0DD6NPYY1/

Sibylle Paraquin
https://www.zwischenmeinenzeilen.com/
https://www.instagram.com/sibylle_paraquin_autorin/
Sibylles Roman 'sie zu lieben': https://www.amazon.de/sie-zu-lieben-Sibylle-Paraquin-ebook/dp/B0CW1GQZZJ/

Ayşe Tunçöz
https://www.instagram.com/ayshenputtel/
Ayşes Roman 'Heimatduft': https://www.amazon.de/Heimatduft-Ay%C5%9Fe-Tun%C3%A7%C3%B6z-ebook/dp/B0D4K2WMGZ/

Jessica Juni
https://www.instagram.com/jessis_lesezeichen/
Jessicas Roman 'Itʼs right, just not right now': https://www.amazon.de/It%CA%BCs-right-just-not-now/dp/3759252567/

Sara Theile
https://saratheile.de/buch-wenn-der-koerper-erzaehlt/
https://saratheile.de/podcast/
https://www.instagram.com/koerpergefuehl_sara/
Saras Ratgeber 'Wenn der Körper erzählt: Wie du deine Migräne selbstwirksam lindern und als Tor zu deiner inneren Welt erkennen kannst':
https://www.amazon.de/Wenn-K%C3%B6rper-erz%C3%A4hlt-selbstwirksam-erkennen/dp/3759821715/

Buchempfehlungen:

Nadines Buchtipp
'Wie die Ruhe vor dem Sturm' von Brittainy Cherry:
https://www.amazon.de/Wie-Ruhe-Sturm-Chances-Reihe-Band/dp/3736312792

Ayşes Buchtipp
'Die Frauen jenseits des Flusses' von Kristin Hannah:
https://www.amazon.de/Die-Frauen-jenseits-Flusses-Roman/dp/3352009449/

Ayşes Hörbuchtipp
'Die Kiste der Beziehung: Wenn Paare auspacken' von Ralf Husmann  und Sonja Schönemann (Autor:in), gelesen von Christoph Maria Herbst und Annette Frier:
https://www.amazon.de/Die-Kiste-Beziehung-Paare-auspacken/dp/3839811368/

Saras Buchtipp
'Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch' von Andreas Steinhöfel :
https://www.amazon.de/Rico-Oskar-das-Vomhimmelhoch-Weihnachtsgeschichte/dp/3551320160/

Jessicas Buchtipp
'Die Mädchen aus der Firefly Lane' von Kristin Hannah:
https://www.amazon.de/Die-M%C3%A4dchen-aus-Firefly-Lane/dp/374663685X/

Sibylles Buchtipp
'Der längste Schlaf' von Melanie Raabe:
https://www.amazon.de/l%C3%A4ngste-Schlaf-Roman-Melanie-Raabe/dp/3442759307/

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Transkript

Hier ist Folge 242 von die zwei von der Talkstelle und wir haben heute Full House. Wir werfen einen Blick aufs Jahr und haben fünf Debütautorinnen bei uns und sie erzählen, wie es denn war. Was gab es für Highlights, was gab es für beängstigende Momente und ja, es ist eine sehr lebendige Folge geworden.
Vera
00:00:21
Ja, wir haben natürlich auch mal nachgefragt. Wie viel Geld haben sie investiert? Was erwarten Sie von Ihrem Buchdebüt? Wie ist es überhaupt zu den Geschichten gekommen? Also hört auf jeden Fall rein. Die zwei, Hallo hier da draußen, hier sind die zwei von der Talkstelle mit Folge 242 und mir gegenüber sitzt die erwartungsfrohe Tamara Leonard und mein Name ist wie immer Vera Nendwig. Und so starten wir jetzt in die vorletzte Folge des Jahres 2024. Wie geht es dir gerade, liebe Tamara?
Tamara
00:01:17
Ich überlege gerade, ob wir nicht diese Woche die zwei vom Krankenlager sind.
Vera
00:01:23
Bist du auch krank? Hast du mir gar nicht gesagt.
Tamara
00:01:26
Nein, ich war ja letzte Woche schon irgendwie heiser, ein bisschen verschnupft und das war dann zum Ende der Woche eigentlich gut. Und worum ich auch froh war, weil ich ja freitags nach Wiesbaden gefahren bin zum Donuts-Konzert. Da habe ich mich leider, weil die Hütte so gebrannt hat, dazu verleiten lassen, zwei Stunden laut mitzusingen. Und danach dachte ich, ich kann nie widersprechen. Es hat so wehgetan. Bevor wir heimgefahren sind, musste ich erstmal eine Tankstelle finden, um heißen Tee zu kaufen. Und ja, jetzt bin ich immer noch heiser und so ein bisschen verschnuffelt.
Vera
00:02:01
Ja, da ist aber keine Krankheit dazu.
Tamara
00:02:03
Nee, ich liege auch nicht im Bett oder so, aber ja, fit würde ich es jetzt auch nicht nennen.
Vera
00:02:10
Ja, ich bin auch noch nicht ganz auf 100 Prozent, aber was soll's.
Tamara
00:02:14
Aber ich habe hier eine heiße Zitrone und einen großen Salbei-Tee, also ich bin startklar.
Vera
00:02:18
Ich habe ein Latte Macchiato, das ist alles, was ich brauche. Ja, heute, um mal ein bisschen vorzugreifen, geht es ja schon so ein bisschen, so der Blick das Jahr 2024. Ich habe so im Vorfeld überlegt, wie so mein Jahr war. Was würdest du sagen, Tamara? Was war dein 2024?
Tamara
00:02:44
Ich muss gerade an das Lied vom Lumpenpack denken. Da singen die auch über das Jahr 2024. Und da geht die Textzeile Triggerwarnung scheiße. Also ja, ging so.
Vera
00:03:00
Echt? Ja? Würdest du das so subsumieren?
Tamara
00:03:04
Ein bisschen.
Vera
00:03:05
Nee, das so würde ich, also mal abgesehen davon, dass ich sowieso nicht neige, dazu neige, sowas immer so pauschal. Nein, es gibt ja immer Gutes und Schlechtes. Richtig. Wobei, also für mich ist 2004 so ein bisschen, also ich habe das Gefühl, das ist so ein Umbruch, ja. Ich hatte so den Eindruck, dass das ein oder andere sich so dem Ende neigt oder Fragen aufwirft. Dass irgendwie so ein bisschen Hinterfragen des Tuns gefordert wurde.
Tamara
00:03:41
Meinst du das jetzt bei dir persönlich oder so weltgeschichtlich?
Vera
00:03:45
Ja, weltgeschichtlich auch, aber nein, also ich würde jetzt hier mein Befinden nicht mit der Weltgeschichte. Die läuft ja sowieso so, wie sie läuft.
Tamara
00:03:55
Ja, ich muss gestehen, die hat mich dieses Jahr mehr runtergezogen als in anderen Jahren.
Vera
00:04:00
Ja, es gibt sicherlich einige weltgeschichtliche Entwicklungen, die auch ziemlich frustrierend sind. Das kann ich nicht verhehlen. Aber da habe ich mir längst angewöhnt, davon nicht mein persönliches Empfinden abhängig zu machen. Weil das sind Dinge, die ich nicht ändern kann. Wie sagt man bei unserem Reiselandet? Küt, küt, küt. Also mir geht es um mein persönliches Unterfangen. Und natürlich gerade jetzt hier bei uns im Podcast um das Autorinnen-Ich. Und all das, also dieser Teil meines Tuns. Wobei so ein bisschen vom Rest da schon auch mit reinschwappt. Also es schon so eine Gesamtgemengelage ist. Ich bin eigentlich, wie soll ich sagen, durchaus optimistisch für das, was so kommt. Ich habe so das Gefühl, ich habe so dieses Jahr sortiert und so. Natürlich sind auch ein paar schöne Sachen passiert, aber irgendwo habe ich das Gefühl, dass ich jetzt so ein bisschen gesicherter weiß, in welcher Richtung ich marschiere und mit dem Schwung dann halt ins neue Jahr gehe. Ja, also 2024 war für mich so ein Sortierjahr, so ein Sortiersammelorientierungsjahr.
Tamara
00:05:23
Ja, das kann ich tatsächlich, glaube ich, auch unterschreiben. Also autorinnenmäßig ist ja nicht viel passiert. Aber dadurch, dass ich mich über mehrere Monate sehr zurücknehmen musste, weil ich mich so überarbeitet hatte, natürlich auch gerade Jahresanfang privat sehr unschön. Und dadurch natürlich auch viel Zeit mir genommen habe zu überlegen, wo will ich denn mit meinem Schreiben hin, was ist mir denn wichtig und so. Also ja, habe ich auch so das Gefühl, dass ich jetzt klarer weiß, was ich tun möchte und nicht mehr mich so ablenken lasse von diesem, du musst zweimal im Jahr was veröffentlichen, weil du musst vom Schreiben leben und dies, das. Sondern, dass mir ein bisschen selber klarer ist, was ich will, wo ich hin will und ich habe auch so das Gefühl, nächstes Jahr passieren viele spannende neue Dinge. Also das ist, ja, so ein Jahr sortieren und dann neu starten, das ist auch so mein Gefühl tatsächlich.
Vera
00:06:26
Ja, ich meine, bei dir ist ja jetzt der große Einschnitt, jetzt bist du ja nicht mehr Vorsitzender des Self-Publicher-Verbandes. Da dürft ihr ja einiges an Ressourcen freisetzen.
Tamara
00:06:35
Genau, da ist auch einiges geplant.
Vera
00:06:40
Und nach meiner eigenen Erfahrung braucht man ja mal eine Zeit, bis einem bewusst wird, da bin ich jetzt nicht mehr. Also wie die nächsten Messebesuche, wenn man plötzlich merkt, ich bin nicht mehr alle zwei Stunden auf irgendeinem Podium. Und so. Ja, das ist dann noch so eine Erkenntnis. Ja, und dann ergeben sich neue Freiräume, genau.
Tamara
00:07:08
Naja, also ich weiß schon von einem Podium, das ich in Leipzig bespielen werde, da kann ich bestimmt demnächst dann auch schon ein bisschen was erzählen.
Vera
00:07:17
Ja, schön. Ja, aber Zukunft ist ja nächste Woche unser Thema.
Tamara
00:07:22
Richtig.
Vera
00:07:23
Heute schauen wir noch so mal ein bisschen ins Jahr 2024 zurück und speziell auf Menschen, die da einen ganz besonderen Moment hatten.
Tamara
00:07:33
Ja, wir haben heute nämlich eine etwas ungewöhnliche Folge. So viele Gäste hatten wir, glaube ich, noch nie gleichzeitig. Wir haben heute fünf Autorinnen eingeladen, die 2024 ihr Debüt veröffentlicht haben. Und lassen uns von denen mal so ein bisschen erzählen, wie dieses Jahr denn für sie war. Und damit wir das jetzt nicht zu sehr ausufern mit der Vorstellung, würde ich sagen, wir machen eine Schnellvorstellungsrunde. Ihr Lieben, sagt einfach kurz euren Autorinnen-Namen, den Namen eures Debütromans, wann er erschienen ist, das Genre und zum Roman drei Hashtags zum Inhalt. Und dann wissen wir schon mal, mit wem wir es hier zu tun haben.
Vera
00:08:15
Sibylle beginnt.
Sibylle
00:08:16
Ja, hallo. Genau, ich bin Sibylle Parraquin. Mein Debüt heißt »Sie zu lieben« und ist am 28. März dieses Jahres erschienen. Genre würde ich sagen »Queer Romance« beziehungsweise »Zephic Romance« und drei Hashtags wären auf jeden Fall »Slow Burn«, ja, wie sage ich das als Hashtag, »Spicy« und »Es spielt in Deutschland«.
Tamara
00:08:42
Okay, dann haben wir Ayshe.
Ayse
00:08:45
Ja, ich stelle mich auch ganz kurz vor, ich bin Ayshe Tunczers. Mein Debütroman heißt Heimatduft, ist Ende Mai erschienen dieses Jahr im Sommer. Und es ist ein Liebesroman, aber auch gleichzeitig ein Familienroman, ein Reiseroman, alles quer durch die Türkei, so ein Roadtrip ist. Und die Hashtags würde ich, was würde ich denn da sagen, aber Wurzeln, Familie, Abenteuer, sage ich jetzt einfach mal.
Vera
00:09:14
Jessica ist dran.
Jessica
00:09:16
Hallo, ich bin die Jessica Juni. Mein Debüt ist eine New Adult Romance und heißt It's Right, Just Not Right Now. Hashtags würde ich sagen, toxische Beziehung, Verrat und Herz gegen Kopf.
Tamara
00:09:34
Dann die Sarah.
Sara
00:09:36
Ich bin Sarah Theile und mein Buch ist ein Sachbuch-Ratgeber und das heißt, wenn der Körper erzählt, wie du deine Migräne selbstwirksam lindern und als Tor zu deiner inneren Welt erkennen kannst, ist erschienen im April 2024. Genau, wie gesagt, ein Ratgeber für Menschen, die schon mit ihrer Migräne oder mit ihren, Suche sind nach neuen Lösungen. Und die Hashtags würde ich sagen, chronische Schmerzen, Trauma und inneres Kind.
Vera
00:10:14
Last but not least, Nadine.
Nadine
00:10:17
Hi, ich bin Nadine Most. Mein Debüt ist noch recht frisch. Das ist am 19.09. Nämlich erst erschienen. Heißt Sternenglanz, die Insider. Ist ein Jugend-Urban-Fantasy-Roman mit Mystery-Vibes. Und als Hashtags würde ich sagen Freundschaft, Gruppenbildung und Spannung.
Vera
00:10:37
Ja, vielen, vielen Dank. Wir haben ja eine bunte Mischung in der Runde. Und ich habe ja während der Vorstellung schon ein paar Sachen hier notiert. Deswegen Nadine. Das ist clever. Ja. Da muss ich ja direkt bei dir bleiben. Ich bin ja immer so fasziniert, wenn bei Buchvorstellungen so englische Begriffe kommen. Also Urban Fantasy kann ich noch einordnen. Aber alles, was du danach gesagt hast, habe ich nicht mehr verstanden.
Nadine
00:11:07
Ja, danach habe ich gesagt, mit Mystery-Vibes. Also Mystery ist ja auch so eine Stimmung, wenn so Geheimnisse im Raum stehen, wenn so Sachen so ein bisschen nebulös sind. Also es geht in meiner Geschichte viel darum, dass meine Protagonistin die ganze Zeit versucht rauszufinden, was da eigentlich jetzt zum Teufel genau los ist. Und diese Dinge. Und Vibe ist halt einfach so Stimmung, Atmosphäre. Von daher, ja, ich bin sehr englisch. Und wenn man mein Buch liest, dann gibt es einen Charakter, der denkt nicht echt hart. Der kriegt auch regelmäßig in Rezensionen sein Fett weg, beziehungsweise ihr Fett weg. Genau deswegen. Also da steckt schon viel von mir drin.
Vera
00:11:43
Ja gut, wobei ich denke, Mystery ist doch, glaube ich, in jedem Buch irgendwo drin. Sonst würde es gar nicht funktionieren, oder?
Nadine
00:11:51
Ja, das stimmt. Aber Mystery ist ja schon auch irgendwie so ein Subgenre und hat so bestimmt, ich sag mal, Rahmenhandlungen. Zum Beispiel dieses Geheimnis, dass jemand forscht, dass da jemand versucht, rauszufinden, was los ist. Und das ist auf jeden Fall sehr präsent im Buch.
Vera
00:12:06
Ja, also noch englischer und verwirrender war ja Sibylle. Du hast eine, was, Savic? Was war das? Savic Woman? Ich weiß noch nicht, wann mir man es schreibt.
Sibylle
00:12:16
Ja, im Deutschen würde man wahrscheinlich sapfisch sagen, also von Sapfo.
Vera
00:12:22
Entschuldigung, das habe ich auch nicht verstanden.
Sibylle
00:12:24
Das ist aber jetzt ein griechisches Wort. Nee, Zafo ist eine Person aus der griechischen Mythologie und wurde eben so ein bisschen ... Also, ich habe das auch erst dieses Jahr gelernt, wenn es dich beruhigt. Aber Zafik wird, so wie ich es verstehe, so als Überbegriff benutzt für alle frauenliebenden Beziehungen. Also, ich würde immer eher lesbisch sagen. Aber klar, dann sind natürlich alle pansexuellen, alle bisexuellen Frauen nicht inbegriffen, sozusagen. Also, mein Buch ist eine lesbische Romance, aber eben ... Man kann es natürlich auch unter diesen Überbegriff stellen.
Vera
00:12:56
Okay, ja, was wir heute alles lernen. Also es wird wahrscheinlich dauernd so weitergehen, liebe Tamara.
Tamara
00:13:02
Auf jeden Fall.
Vera
00:13:03
Jetzt haben wir euch ja eingeladen, weil, also ich kann mich an meine Zeit erinnern, das klingt jetzt wirklich, als ich uralt bin, aber so das erste Buchbaby, irgendeine sagte von euch ja im Vorfeld sogar schon, dass sie nur ein Buchbaby hätte. Das raus, das ist doch ein ganz besonderer Moment. Und Eiche, wenn ich dich mal direkt ansprechen darf, wie war dieser Moment oder ist der immer noch?
Ayse
00:13:29
Ja, also bei mir war es ja jetzt nicht das allererste Buch, das ich rausgebracht habe. Ich habe zuvor schon zwei Kochbücher mit so Geschichten drin verteilt rausgebracht. Aber das mit dem Roman, das war nochmal eine ganz andere Hausnummer. Also es war einfach nur wirklich überwältigend, sehr, sehr spannend. Und so geht es mir immer noch. Ich glaube, dass ich es endlich auf dem Markt habe, geschrieben habe, fertig.
Vera
00:13:51
Das muss ich noch mal nachfragen, weil ich jetzt im Vorfeld das nicht mehr ganz genau sortiert habe. Eiche, du hast im Verlag veröffentlicht oder Self-Publishing?
Ayse
00:14:01
Ich habe Self-Publishing. Den Roman habe ich als Selbstverbücher veröffentlicht. Einer der beiden Kochbücher war im Verlag.
Vera
00:14:07
Mal eben Handzeichen, wer hat im Verlag veröffentlicht?
Tamara
00:14:11
Niemand.
Vera
00:14:12
Okay, dann haben wir nur Self-Publicher.
Tamara
00:14:14
Ja, Mensch. Self-Publishing ist die Zukunft, Leute.
Vera
00:14:20
So ist ja schön. So, dann Sarah, Sachbuch veröffentlichen ist ja auch nochmal was ganz anderes. Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht, ob ich das Selbstvertrauen hätte, weil ich doch, wenn ich ein Sachbuch veröffentliche, ich dann auch mich ja immer darstelle als die Expertin, die, ich sag's jetzt mal provokant, alles weiß. Hast du nicht Angst, dass du dir sofort um die Ohren fliehst und die Leute sagen, was redest du für ein Mist?
Sara
00:14:48
Doch, ganz stark sogar auch, also während des Schreibens, weil natürlich gibt es super viele verschiedene Methoden und ganz viele Ansätze, auch gerade unter den alternativen Therapien. Und ja, und meins ist halt das, wo ich tatsächlich die Expertin drin bin. Und das war auch so ein Weg, wirklich zu sagen, ja, ich darf jetzt auch sagen, ich bin da die Expertin und das ist mein Buch. Und das war sehr aufregend, muss ich schon sagen, ja.
Vera
00:15:16
Es ist ja jetzt gerade das Raus. Was hast du, spezielle Erlebnisse schon gehabt jetzt so nach dem Veröffentlichen?
Sara
00:15:24
Ich habe verschiedene Rezensionen bekommen und manche waren noch nicht durchweg positiv, sondern durchaus auch etwas kritisch und da durfte ich dann auch erst mal mit umgehen. Also gerade wenn man so sein ganzes Herz reingesteckt hat und dann werden Sachen vielleicht nicht so ganz so verstanden, wie ich es gemeint habe, dann war das dann auch erst so ein bisschen wie so ein kleiner Rückschlag, wenn man das so liest dann öffentlich. Und gleichzeitig habe ich aber auch total positive Rezensionen und wunderschöne Rückmeldungen bekommen, die mich dann auch wieder bestärken. Ich beschreibe da ja auch die Arbeit mit den Klienten, wie wir das machen, hat dann auch ein bisschen erzählenden Charakter, weil ich das sehr kreativ so benutze, diese Art, wie wir dann eben mit inneren Kindern und Emotionen und frühen Verletzungen umgehen. Und ja, und das ist dann einfach, ja, es ist, speziell und gleichzeitig ja, bestätigen einfach die Erfahrungen immer, dass, ja, also ich bin immer selber überrascht, wenn ich dann wieder eine gute Rückmeldung bekomme oder wenn eine Klientin sagt so, wow, seit ich das mit dir mache, da hat sich da richtig was verändert, dann denke ich immer, echt? Ja, und ja, das darf ich noch so, ich darf noch die Erfahrungen sammeln, die positiven, um da ein bisschen, Denn ja, dieses Gefühl, ich bin Autorin und ich bin auch da Expertin in meinem Bereich, das darf sich auf jeden Fall noch ein bisschen erweitern oder setzen, genau.
Vera
00:16:56
Jessica, du hast natürlich jetzt New Adult, das ist ja das Hype-Thema überhaupt und Hype-Genre überhaupt, wobei ich ja bei toxischen Beziehungen immer ein bisschen zusammenzucke. Warum dieses Thema?
Jessica
00:17:10
Es ist ein Thema, das ich sehr, sehr wichtig finde, vor allem, weil es so verbreitet ist, viel verbreiteter, als man denkt. Ich bin ja hauptberuflich Sozialpädagogin und wollte mit diesem Buch auch darauf aufmerksam machen, für Betroffene, aber auch für das Umfeld von Betroffenen, weil ich finde, Betroffene werden sehr oft erwähnt in Büchern, aber das Umfeld kommt oft zu kurz. Diese Machtlosigkeit, man weiss, jemand, den ich liebe, ist in einer Beziehung, die der Person gar nicht gut tut. Und man kann einfach rein gar nichts machen. Und das war mir ein Anliegen, das noch auszuleuchten. Und was in meinem Buch auch ist, es geht viel um Selbstheilung. So wie Selbststärkung, Selbstheilung. nicht, da ist ein anderer Mann der Hilfe, sondern wirklich, ja.
Vera
00:18:11
Ja, also das heißt, bei dir toxische Beziehungen heißt nicht, dass die Frau sich danach sehnt, dass sie vom Mann verprügelt wird, ja?
Jessica
00:18:18
Nein, nein.
Vera
00:18:18
Okay, gut.
Tamara
00:18:19
Ich glaube, wenn sie das Thema nicht kritisch beleuchtet hätte, hätte sie es wahrscheinlich auch nicht als Hashtag verwendet, die Bezeichnung.
Vera
00:18:28
Oder so, ja. Ja, das mag sein. Ja, jetzt wollen wir uns heute ja so ein bisschen, wir haben im Vorgespräch schon mal so ein bisschen überlegt, was 2024, für uns so war.
Tamara
00:18:41
Ihr müsst jetzt den Ruf des Jahres retten. Ich habe ein bisschen über das Jahr gehatet.
Vera
00:18:49
Ich gehe mal davon aus, dass es ein Highlight ist. Wenn man so ein Highlight hat, wie die erste Buchveröffentlichung, die erste Romanveröffentlichung, stellt das dann alles andere in den Schatten? Wie ist es bei euch? Nadine.
Nadine
00:19:05
Und es ist schon so, dass das ein ganz schöner Euphorie, Motivations, positive Energieschub ist. Ich meine, man hat ja auch, das kann bestimmt hier jeder gut noch nachvollziehen, also zumindest bei mir gab es definitiv sehr viele Tiefen, auch während der Vorbereitung dieses Buches, während des Schreibens, während der Überarbeitung und vor allem auch, als es dann tatsächlich an die Veröffentlichungsthemen ging. Ich hatte sehr viel Stress mit Print-on-Demand, Fehldrucken und solche Geschichten. Also Sachen, die auch die Euphorie dann ein bisschen drücken. Aber wenn man das dann tatsächlich in der Hand hält, ich meine, ich bin auch in die Folgen gegangen, habe direkt eine Schmuckausgabe drucken lassen mit Farbschnitt und Cover-Veredelung. Und als die hier ankamen, das war natürlich, also ich habe das so ein bisschen verglichen. Ich habe mir vor ewigen Zeiten, damals als ich jung war, ja, ich bin ein bisschen älter, man zum Piercing machen lassen. Das hat unfassbar wehgetan. Also es war die Hölle.
Vera
00:20:00
Wirklich.
Nadine
00:20:00
Ich habe noch nie solche Schmerzen gehabt. Aber als ich das im Spiegel gesehen habe, durchströmten mich so die ganzen Glücksgefühle. Ich dachte, ah ja, Gott, war eigentlich eine gute Erfahrung. Und so ähnlich ist es jetzt bei der Buchveröffentlichung auch.
Tamara
00:20:12
Was ein geiler Vergleich.
Nadine
00:20:15
Ich war das erste Mal auf der Buchmesse, als Autorin mit Buch wirklich zu sein, ist halt schon was anderes. Ich hatte das erste Mal eine Signierstunde. Ich habe mein Buch da an Ständen gesehen und das ist schon ein Highlight. Also 2024 war nicht komplett geil, aber das kann sich anstrengen, wie es will. Das kannst du halt nicht in den Schatten stellen.
Vera
00:20:41
Eiche, du bist ja so ein bisschen routinierter, zumindest wirkst du auf mich jetzt gerade so. Aber du hast auch gerade genickt.
Ayse
00:20:48
Ja, als Nadine sagte, ich hatte auch so tiefe Momente und dann sind eben so meine Momente. Gerade so durch den Kopf gegangen, habe gedacht, oh Mann, ja, kann ich bestätigen. Da gibt es ja nicht nur schöne Erlebnisse mit verbunden, auch vorher schon der ganze Stress und danach noch, bei mir ging einiges schief, auch bei dem Hochladen des Buches und später bei der Veröffentlichung und kleine Schrift zu kleine Schrift und daran arbeite ich jetzt immer noch, das zu ändern und so weiter und so fort.
Vera
00:21:18
Aber man würde ja trotzdem sagen, das ist ein, ein oder vielleicht sogar der Höhepunkt des Jahres Ja.
Ayse
00:21:24
Für mich natürlich. Mein ganz persönliches Highlight dieses Jahr auf jeden Fall.
Vera
00:21:32
Jessica, du hast ja ein Baby da vor dem Bauch. Ich weiß nicht, ob es dieses Jahr gekommen ist. Dann würdest du wahrscheinlich das Buch überdecken.
Jessica
00:21:45
Ja, sie ist elf Wochen alt. Sie kam fast zeitgleich mit dem Buch. Mein Buch, das hatte ich vorher bei der Vorstellung gar nicht gesagt, ist erst im November erschienen. Das heisst, ich habe als frisch gebackene Mama das noch veröffentlicht. Und das war schon anstrengend. Aber ich muss auch sagen, es hat, auch Spaß gemacht. Nicht nur, also es gab da alles, ich weiss nicht, ob ihr das auch kennt von, wisst ihr was, ich veröffentliche es doch nicht und einfach es doch niemand lesen und oh mein Gott, das liest ja dann wirklich jemand. So, da bin ich auch ganz stark durch und als ich aber das erste Mal auch hier in der Schweiz ist das Orel Füßli, das ist bei Orel Kalia, drauf bin und mein Buch da gesehen habe, dass man es bestellen kann, das war schon krass. Also, das war schon, ja, Auf der einen Seite voll eben die Euphorie und auf der anderen Seite auch Kurzbauchschmerzen. Jetzt ist es draußen, ja.
Vera
00:22:47
Sibylle nickt heftig. War es bei dir auch so?
Tamara
00:22:49
Ich glaube, Sibylle hat ja auch zwei Highlights. Also dein Buch wurde ja direkt mal auf die Longlist des Tolino Newcomerpreises gesetzt.
Sibylle
00:22:57
Ja, das stimmt, genau. Das war dann das zweite Highlight. Also als ich das in der Liste gesehen habe, das war schon auch nochmal richtig schön, muss ich sagen. Aber ich habe vor allem so genickt, ich bin gelernte Buchhändlerin und habe meine Ausbildung eben bei Thalia gemacht und eben dann mein Buch in diesem Webshop zu sehen, das war auch schon wirklich der erste magische Moment, bevor ich es dann gedruckt in der Hand hatte. Und ich muss sagen, 2024, also ich finde vor allem, also auch das Buch ist natürlich ein großer Punkt, aber eben auch alles, was danach kommt, was nach der Veröffentlichung kam. Eben bei mir jetzt der Platz auf der Longlist. Ich war auf der Buch Berlin. Ich habe endlich meinen einen nervigen Brotjob gekündigt und mir jetzt einen neuen mit weniger Stunden Umfang gesucht, der nächstes Jahr losgeht. Also irgendwie auch dieser innere Switch zu, ich bin Autorin. Also ich kann jetzt voller Überzeugung sagen, ich bin Autorin und will auch mein Leben sozusagen mehr danach ausrichten. Der gehörte eben, der ist mit diesem Buch jetzt für immer verbunden. Das ist natürlich schon sehr toll, muss ich sagen.
Tamara
00:24:02
Mega gut. Aber du hast gerade ein schönes Stichwort gesagt. Du hast Buchhändlerin gelernt. Ich glaube, die Jessica hat vorher... Einen Buch-Blog betrieben oder tut das immer noch? Nadine ist Streamerin, also ich weiß nicht, wie es jetzt mit Sarah und Aisha aussieht, aber zumindest ihr drei wart ja schon vorher aktiv in der Buch-Bubble unterwegs. Würdet ihr sagen, das hat euch auch geholfen, das gleich professionell und mit der richtigen Einstellung anzugehen oder?
Sibylle
00:24:33
Also ich mach einfach mal gleich, reißt weiter. Ich glaube ja, weil ich natürlich in der Ausbildung einfach schon viele Mechanismen des Buchmarktes kennengelernt habe und aus der Buchhändlerinnen-Perspektive Self-Publishing erlebt habe. Das ist jetzt auch schon wieder sieben, acht Jahre her und damals hatte ich halt auch Sachen in der Hand, die wirklich schlecht aussahen, also mit fünf Rechtschreibfehlern schon im Klappentext so ungefähr. Aber ich habe eben durch, also vor allem durch Instagram eigentlich dann gemerkt, wie sich Self-Publishing immer mehr professionalisiert. Und da dann auch jetzt mit tollen Frauen zusammengearbeitet für Buchsatz und Cover und so weiter. Und ja, finde einfach toll, wie die Szene miteinander umgeht. Also ich habe bisher nur Positives erlebt und das fand ich schon ganz großartig und heimelig sozusagen.
Vera
00:25:21
Dann Nadine hat gewunken, da habe ich etwas winken gesehen.
Nadine
00:25:24
Ja, ich bin ja seit ein paar Jahren auch als Cover-Designerin aktiv. Das heißt, ich kenne die Buchbranche von der Seite. Und natürlich wusste ich unbestimmte Dinge, zum Beispiel das Imprint-on-Demand, eine Mittigkeit, dass die Elemente da einfach nicht immer mittig sind, weil das so schwankt. Und das von dieser Seite zu wissen, aber dann auf dem eigenen Buch zu sehen, oh mein Gott, das ist überhaupt nicht mittig, ist ein krasser Unterschied gewesen. Also das sind schon zwei ganz verschiedene Empfindungen. War zwar gewissermaßen vorbereitet, aber irgendwie auch nicht. Ich glaube, das kann man einfach nicht so übertragen.
Tamara
00:26:03
Weil es eine andere Emotionalität dann ist natürlich, wenn es das eigene ist.
Nadine
00:26:07
Ja, oder auch, wie gesagt, ich hatte ja viel Print-on-Demand-Stress. Das kriege ich natürlich von meinen KundInnen teilweise nur am Rande so mit, wenn es konkret irgendwas betrifft, was ich gemacht habe. Das war halt echt ganz, ganz viel Stress und sehr nervenaufreibend. Und wenn da jeder so durch muss, holler die Waldfee, was tun wir uns da eigentlich an?
Tamara
00:26:28
Okay Jessica, du warst als Bloggerin unterwegs, oder bist du immer noch?
Jessica
00:26:34
Bin immer noch und ich muss sagen, dass ich dadurch erst den Mut gefunden habe das überhaupt aufs Papier zu bringen also weil ich habe die Geschichte ich trage die schon so lange mit mir rum und ich schreibe schon immer, aber ich habe nie jemandem etwas gezeigt und in der Pandemie habe ich wirklich das erste Mal mich getraut das von meinen Lyriktexten an einen Wettbewerb zu senden, aber anonym. Also so, ja, dann gewinnt es vielleicht, aber dann halt nicht ich, so. Und jetzt wirklich durch diesen Blog auf Instagram, habe ich mich erst getraut, das zu machen, weil viele kennengelernt haben, die im U-Zu besprochen haben, die das auch machen und so war das schon, also es ist schon sehr wichtig, ja.
Tamara
00:27:20
Ja, und es ist ja auch cool, wenn man schon direkt vernetzt ist.
Jessica
00:27:23
Ja, für die Werbung und so ist es schon cool. Wobei ich noch nicht weiß, weil ich die Zahlen noch gar nicht kenne, wie viel es gebracht hat, weiß ich nicht, aber es ist schon mal, also ich hatte wirklich coole Bloggerinnen dabei, die da eine Bloggertu mit mir gemacht haben. Das war schon sehr cool, ja.
Vera
00:27:41
Gut, dann fragen wir nachher nochmal nach Empfehlungen. Meine Bloggerliste ist ein bisschen dünn geworden. Sarah, wie ist das bei dir? Bei Sachbuch ist ja noch so ein bisschen anders. Also Blogger, Bloggerinnen sind ja wahrscheinlich dann eher für die Fachthemen interessant. Hilft dir dann sowas wie die Buchbubble? Hast du da überhaupt reingeholt vorher?
Sara
00:28:04
Vorher habe ich eher als Sachbuchleserin ganz viel gelesen. Und ich habe immer gedacht, ich schreibe auch irgendwann mal so ein Sachbuch. Und es hat dann einige Jahre gedauert, bis es soweit war. Und ja, da gibt es dann nochmal, glaube ich, auch ein bisschen so diese Sachbuch- oder Expertinnen, die dann einfach, ja, ich bin ja auch so unterwegs. Ich war vorher schon mit meinem Podcast und auf Instagram bin ich auch unterwegs in meinem Thema und dann hat sich das Migräne-Thema entwickelt und dann kam irgendwann so, hey, ich mache das jetzt auch ausgelöst durch die Frau, die jetzt nachher auch mein Lektorat gemacht hat. Dann auch gesagt hat, das muss nicht alles so ein Jahresprojekt sein oder zwei Jahre oder das Thema, das muss auch nicht so breit sein. Das kann auch ganz speziell sein. Und dann habe ich auf einmal gemerkt, jetzt fängt es an zu fließen. Jetzt weiß ich, was ich schreiben will. Und dann sprudelte das so raus und raus und dann war diese Idee auch einfach, ich will das jetzt auch, dass das rauskommt. Ich finde es gerade schön zu hören von den anderen, dass sie auch alle diese Hürden hatten, so mit diesen Fehldrucken und die Schrift ist zu groß oder zu klein und dann fällt einem erst beim zweiten Mal auf, dass auf dem Cover noch ein Rechtschreibfehler ist und so und dann muss das alles nochmal und auch dieses Gefühl so auf diesen veröffentlichten Button, wenn man dann alles endlich hochgeladen hatte. Und ja, ich musste mich da auf jeden Fall richtig reinarbeiten, hatte Unterstützung und war dann auch total stolz, dass ich diesen Buchsatz dann auch tatsächlich hingekriegt habe alleine. Weil da dachte ich so, oh Gott, wie soll ich das machen? Da musste ich mich in so ein neues Programm einfinden. Und ja, also genau. Und ja, ich wollte noch mit dem Highlight aus 2024, dass das Buch natürlich mega Highlight ist Und mein persönliches, gefühlsmäßiges Highlight ist, glaube ich, auch noch das Hörbuch gewesen, wo ich dann von dieser professionellen Sprecherin, ich habe dann alles ja gegengehört und das dann so zu hören, wie sie das vorliest, das war wirklich so, wow, das habe ich geschrieben und das hört sich jetzt so professionell an, wenn sie das vorliegt. Ja, das war schon ein Highlight.
Vera
00:30:19
Eiche nickt, hat auch ein Hörbuch.
Ayse
00:30:22
Genau, es kommt jetzt bald am 10. Januar raus. Bei mir ist das ja, ich bin glaube ich die Einzige in dieser Runde, die eigentlich nie vorhatte, also so geplant oder sich so vorgestattete Autorin zu werden oder ein Buch zu schreiben. Also ich wollte nur abnehmen. Und ich weiß nicht, wie ich in diese Geschichte geraten bin. Und am Ende kam ich mit zwei Buchbüchern und einem Roman raus. Ich war in so einer Abnehmplattform einer ganz bekannten am Ringhandschen Firma mit zwei Buchstaben. und bin am Ende als Autorin rausgekommen und ich komme aus dieser Nummer nicht mehr raus.
Tamara
00:30:52
Moment, die Geschichte möchte ich jetzt genauer wissen.
Ayse
00:30:55
Es ist so verrückt. Also ich wollte eigentlich abnehmen, habe mich in dieser Plattform angemeldet und da waren halt Rezepte, ganz toll. Aber ich habe irgendwann gedacht, ich möchte mit meinen türkischen Rezepten abnehmen, also mit meiner türkischen Küche. Habe nach einem türkischen Kochbuch gesucht, mit Kalorienangaben und so, dass man einfach nur aufblättern, also aufmachen muss und durchgucken und dann sofort danach kochen, nicht ausrechnen, nicht abwiegen. Hätte mir sehr viel Zeit erspart, gab es aber leider nicht. Da musste ich halt selber ran. Nachdem ich dann dazu genötigt wurde, mach doch bitte ein Buch aus diesen Rezepten, die ich da einmal gepostet hatte in der Online-Community. Ja, so ist also eine ganz lange Geschichte eigentlich. Kurzfassung, die ist rausgekommen. Also das Buch ist rausgekommen. Türkische Rezepte, Kalorienarme. Dann war das so ein Hype ja damals in dieser Plattform. Die haben so lange darauf gewartet, weil sie sich das gewünscht haben. Dann war das auch ständig wochenlang mit Jamie Oliver in der Bestsellerliste, Kategorie Blenderküche und so weiter. Und dann kam die BILD und RTL und sowas und jenes. Und dann habe ich dann mit einem Verlag das zweite Kochbuch ausgebracht. Und auch in diesem Kochbuch waren so ein bisschen Geschichten von mir. Ich war ja Bloggerin, habe immer so lustige Geschichten geschrieben aus meiner deutsch-dürkischen Welt. Als meine Agentur, die ich dann beim zweiten Kochbuch hatte. Einen Verlag für meinen Roman suchen wollte, hat sie dann das erste Kochbuch geschickt, damit sie zeigen wollte, das hat die Autorin bis jetzt gemacht. Und ein sehr renommierter Verlag hat dann zurückgeschrieben, wir sind ja jetzt kein Kochbuchverlag, aber wir finden die Geschichten in dem Buch sehr interessant und lustig. Und daraufhin hat dann meine Agentur gesagt, wenn dieser berühmte Verlag jetzt so ein Potenzial sieht in dir, hast du nochmal dran gedacht, einen Roman zu schreiben? Und ich so, nein, bestimmt nicht, weil das eine ganz große Hausnummer für mich war. Ja, und dann kam Corona. Ich habe auch in der Zwischenzeit dann auch Kochkurse gegeben in ganz Deutschland. Und als dann Corona kam und plötzlich alles stillstand, hatte ich so viel Zeit zum Nachdenken, kam dann nochmal auf die Idee zurück, könnte ich vielleicht doch einen Roman schreiben, aber was könnte es denn sein oder handeln? Und was ich gut kann, türkische Kultur, deutsche Kultur. Also muss sich das verbinden und das kann man gut verbinden in seiner Geschichte. In meinem Buch geht es übrigens um eine junge Frau, die mit 28 erfährt, dass ihr leiblicher Vater ein Türke ist. Und dann macht sie sich auf die Suche nach ihm. Mit ihren beiden besten Freunden, dem türkischen Osan, genannt Ossi und der Kim. Beide haben auch ihre Päckchen mitzutragen. Die Kim hat einen unerfüllten Kinderwunsch und der Ossi ist halt homosexuell und das ist in unserer Gesellschaft natürlich in der türkischen besonders schwierig. Das wollte ich auch noch so ein bisschen mit einfügen. Und das ist eine sehr emotionale, sehr lustige und sehr kulturelle, kulinarische Geschichte geworden.
Vera
00:33:37
Jetzt muss ich aber fragen, du hast ja gesagt, du hast es aber dann im Self-Publishing veröffentlicht, nicht bei diesem Verlag, warum nicht?
Ayse
00:33:44
Nein, ich weiß nicht. Also die Geschichte fanden sie ganz toll, aber die Umsetzung war wohl noch nicht so gut. Und dann lag die Geschichte erst mal zwei Jahre, ich habe die 2020 geschrieben, zwei Jahre in der Schublade. Und dann habe ich sie nochmal und nochmal überarbeitet, auch mit der Ellen Renn, mit dem Schreibcoach, die, glaube ich, bei dir auch zu Gast war schon mal, eine ganz tolle Unterstützung für mich gewesen. Zusammen habe ich das, also ich habe das nochmal und nochmal überarbeitet und nochmal dran gefeilt, bis es dann am Ende gut war, aber diesmal wollte ich es alleine machen. Ich glaube, mit dieser Version hätten die Verlage zugeschlagen, kann ich mir gut vorstellen, weil die Rezensionen super sind, aber ich wollte es dann doch, ach jo, ich habe einen Verlag gefunden, aber einen anderen. Dann habe ich mich aber doch umentschieden, habe abgebrochen, habe gesagt, ich möchte es doch lieber alleine machen, weil da waren zu viele Entscheidungen, die ich selber treffen wollte. Es ging um den Namen, es ging um das Cover und dieses und jenes. Und da habe ich gedacht, nein, es ist nicht mehr mein Buch so in der Form. Als sie dann auch noch wollten, dass die Geschichte anders verlaufen soll, die Liebesgeschichte ist ja nach vorne gerückt. Da habe ich gedacht, nein, jetzt ist Schluss.
Vera
00:34:43
Verstanden. Jetzt ist aber das... Auch ein Ansatz für einen anderen Gedankengang oder einen, den ich immer so grundsätzlich habe. Ich meine, ich kenne das, Tamara wird das womöglich auch kennen, wenn man beim Self-Pubblicher-Verband Dienst tut auf den Messen. Also ich glaube, es vergeht keine Messe, wo nicht mindestens ein Mensch vor einem steht mit einem Manuskript und dem offensichtlich selbst gemalten Cover und schreibt, das ist seine Lebensgeschichte und die will die Welt jetzt lesen. Und auch wenn ich an mich, an meine eigenen Anfänge denke, also ich behaupte einfach mal, bei 90 Prozent sind irgendwie eigene Lebenserfahrungen der Auslöser. Nadine hat das vorhin ja auch kurz erwähnt. Eiche, bei dir sprichst du von der deutsch-türkischen Kultur. Wie sieht das bei den anderen drei aus? Wie weit gehört zu einem Debüt auch die eigene Geschichte? Oder Sibylle, ist das bei dir vollkommen losgelöst?
Sibylle
00:35:45
Nee, ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass das geht. Also ich glaube, egal was man schreibt, man schreibt sich immer mit rein. Also weil ja auch nur ich diese Figuren erschaffen kann und nur ich die Worte in der Reihenfolge aufs Papier setze. Und bei mir war der Auslöser für dieses konkrete Buch war lustigerweise eher so ein das ist mir alles zu hetero Reflex weil ich damals irgendwie, also 2020 hatte ich dieses Buch als New Adult angefangen sozusagen irgendwie, weil ich mich mit dem Genre beschäftigt hatte und es war einfach so krass hetero normativ dass ich gesagt habe, das kann doch nicht sein ich schreibe das jetzt in lesbisch, und dann hat das Ganze nochmal eine Wandlung erfahren und wurde ein bisschen älter und eben weniger New Adult und mehr Romance, aber schon auch, also einerseits aus diesem Bedürfnis heraus, also den Buchmarkt diverser zu machen, andererseits auch aus dem eigenen Bedürfnis heraus, endlich einfach eine, in Anführungsstrichen, normale Liebesgeschichte mit zwei Frauen zu lesen. Also klar sind Coming-out-Geschichten wichtig, aber irgendwann habe ich die auch durch. Und mit vielen anderen queeren Menschen, mit denen ich gesprochen habe, denen geht es genauso. Und dann war es eigentlich dieses Bedürfnis, für die dieses Buch zu schreiben. Und irgendwie natürlich auch ein bisschen für mein früheres Ich sozusagen.
Vera
00:37:05
Jessica, wie viel eigenes Leben ist in deinem Buch?
Jessica
00:37:09
Ja, also ich habe beim Schreiben immer wieder gemerkt, wenn ich irgendwie eine Charaktereigenschaft oder irgendwas einer Figur zugesprochen habe, so, oh, das ist ja meine. Moment, das nehmen wir wieder raus, machen etwas ganz anderes. Ich bin ein bisschen so vorgegangen, aber es hat schon viel Eigenes oder wie die Protagonistin denkt vor allem. Das ist viel, also das ist mein Denken, oder? Also das ist schon vieles mit drin. Und ich glaube auch, wie die Sibylle, dass es nicht geht, sich da komplett loszulösen. Irgendwas von einem selbst findet man immer darin. Also das ist schon so, ja.
Vera
00:37:49
Sarah, wenn du dich da über das innere Kind schreibst, wie weit musst du dich selbst dafür nackig machen?
Sara
00:37:54
Ja, ich habe auf jeden Fall auch ein Stück weit natürlich von meinen eigenen Erfahrungen da berichtet, wie dieser Heilungsweg so aussieht und wie ich dann, ich beschreibe da auch wirklich so diesen Prozess, ist, wenn man so nach innen spürt und dann aha, da habe ich mein inneres Kind gesehen, das war so und so und das ist dann so ein bisschen auch erzählt, weil sich das so, es heißt ja, wenn der Körper erzählt und so stellt sich das auch manchmal dar, dass es dann von außen manchmal sich so anhört wie eine kleine Geschichte. Und ja, ich habe da von mir erzählt, obwohl ich selbst keine Migräne habe, bei mir war eher andere Themen mit dem, Selbstwertgefühl, mit einer chronischen Erschöpfung und Und meine Klientin, meine Erste, die Migräne hatte und eigentlich wegen einem ganz anderen Thema da war, die hat auch noch diesen Ausschlag gegeben, dass ich dann sage, hey, das hat ja auch eine Einwirkung auf Migräne, wenn wir hier so arbeiten mit dem inneren Kind. Weil sie dann gesagt hat, wow, du solltest immer da sein, wenn ich Migräne habe. Das war so dieser Punkt. Und deshalb ist da viel von mir drin und auch viel von Menschen, mit denen ich gearbeitet habe. Ja, und es ist viel drin. Es ist immer auch ein Beispiel von meinem eigenen Leben und, Ja, also ich glaube auch, das ist nicht möglich, sich selbst nicht reinzuschreiben und das hat es auch für mich ein bisschen aufregend gemacht, weil ich da eben gesagt etwas auch geschrieben habe, was ich sonst nicht erzählt habe in meinem Podcast oder so. Und ich finde auch, aufgeschrieben ist es noch mal ein bisschen was anderes, als wenn man es so erzählt. Und da habe ich auf jeden Fall auch sehr schöne Rückmeldungen bekommen, dass die Leute das auch berührt, dass sie das lesen dürfen von mir. Und natürlich habe ich das so, womit ich halt auch mich wohlfühle, was ich teile, das habe ich beschrieben und natürlich nicht alles.
Vera
00:39:50
Nadine, gab es Punkt, du hast ja am Anfang erwähnt, dass da viel von dir drin ist in dieser Geschichte. Ich hoffe, es sind ja nicht nur die englischen Wörter. Gab es Momente, wo du sagst, huch, jetzt hier geht es mir zu weit, ich muss da wieder was rausnehmen?
Nadine
00:40:06
Nee, die Momente gab es eigentlich nicht. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht praktisch mich komplett als einen Charakter in meiner Geschichte abgebildet habe, sondern ich habe mich mehr so aufgeteilt auf die verschiedenen Protagonistinnen, die da so rumlaufen. Also die Ella, meine Hauptprotagonistin, die hat natürlich am meisten von mir, weil wir da auch einen Teil unserer Vergangenheit einfach teilen. Es geht halt auch ein bisschen um Mobbing in der Geschichte, um Mobbing-Erfahrungen und wie das einen verändert, was das so mit einem macht. Und die anderen, die haben halt so Teile von mir, also ihre beste Freundin, die halt so viel Englisch spricht, die ist halt auch super leicht zu begeistern und springt dann immer mit 150 Prozent in Themen rein, das hat sie auch auf jeden Fall von mir bekommen. Ich habe mich halt so aufgeteilt und deswegen hatte ich nicht bei einem einzelnen Charakter das Gefühl, okay, das bin jetzt aber irgendwie ich, die da manifestiert wurde in dem Buch, sondern die haben alle so kleine Teile mitbekommen von mir.
Vera
00:41:04
Eiche, du hast ja gesagt, dass das so dein Thema ist. Ist so ein Buchschreiben zu diesem Thema dann auch so ein bisschen was Therapeutisches?
Ayse
00:41:15
Ich muss aber dazu sagen, dass das, also die türkische Kultur und die deutsche, das ist so, was in meiner Welt auch ist, aber diese Protagonisten, also das ist nichts aus meinem Leben jetzt von den Geschichten. Von mir fließt da jetzt nicht so viel rein, was es auch für mich spannender gemacht hat. Aber Entschuldigung, wie war noch mal deine Frage?
Vera
00:41:32
Ob das, wenn man darüber schreibt, ob das was Therapeutisches hat?
Ayse
00:41:36
Ja, auf jeden Fall. Also nur genau eine Parallele war zum Beispiel mit dem Vater. Mein Vater ist vor vier Jahren gestorben und so waren schon so emotionale Themen dabei, die mich natürlich auch persönlich sehr berührt haben.
Tamara
00:41:49
Vielleicht nochmal kurz eine Anmerkung für euch da draußen. Wenn ihr jetzt irgendwas spannend findet, irgendein Buch, was ihr hört, wir packen natürlich alle Links und Infos und Titel in die Shownotes.
Vera
00:42:01
Natürlich, ja. Und dann sind wir beim Lieblingsthema nach einem Buchdebüt. Also ich weiß nicht, wie es euch geht. Sobald so ein neues Buch rauskommt, am nächsten Morgen schon, schaue ich mir die diversen Dashboards an und gucke die Bestellzahlen an. Die sind natürlich meistens dann noch sehr gering und ich bin immer völlig frustriert, dass ich noch nicht Bestseller bin. Gut, Eiche war ja schon Bestseller, die ist ja Profi. Sibylle, Was ist dein Ziel oder was ist deine Erfolgserwartung bei so einem Buch? Guckst du auch jeden Tag auf Verkaufszahlen?
Sibylle
00:42:41
Jeden Tag zum Glück nicht. Ich kann mich da ganz gut zurückhalten und gucke dann immer eher, wenn sozusagen Talia, nicht Talia, Tolino, die neue, Tolino Media, die neue Abrechnung schickt. Aber mein Ziel war auch wirklich erst mal zu sagen, okay, ich möchte die Kosten, die ich hatte, wieder reinholen. Da bin ich jetzt noch nicht, weil ich auch festgestellt, also was heißt festgestellt habe, aber man will ja irgendwie dann doch immer so ein bisschen zu viel, gerade noch so neben einem Job. Und im Self-Publishing ist es dann halt doch so, wenn ich keine Werbung mache, dann passiert auch nichts, blöd gesagt, oder wenig. Und deswegen bin ich noch nicht ganz da, wo ich hin wollte. Aber wie gesagt, das wieder reinholen, was ich investiert habe, war erst mal so die minimale Erwartung.
Vera
00:43:22
Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Du bist ja quasi Profi in der Branche, du kennst dich heraus. Wie ist es bei dir? Hattest du realistische Erwartungen oder doch zu optimistische?
Nadine
00:43:34
Das weiß ich gar nicht, ob ich das objektiv einschätzen kann, ehrlich gesagt. Weil wenn man da selber so drin steckt, so praktisch als Hauptcharakter in der eigenen Geschichte, ich veröffentliche jetzt ein Buch, dann gehen die Gefühle da ja auch hoch und runter. Und an einem Tag denkt man noch, das wird niemals jemand kaufen. Am nächsten Tag denkt man, warum wird das eigentlich nicht verfilmt? Also ich weiß, ich hoffe, anderen geht es auch so und ich bin nicht alleine in dieser Achterbahn, aber auf jeden Fall schmeißt es mich öfter mal so hin und her. Gegen das Statistikenchecken bin ich auf jeden Fall nicht immun. Das mache ich immer noch fast täglich. Wie gesagt, im September kam das raus. Ich hatte eine Vorbestellphase fürs E-Book. Das heißt, es fing sogar schon vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin an, mit gucken, wie viele haben denn vorbestellt. Aber ich bin da lustigerweise schon... Ganz gegensätzlich zu Sibylle unterwegs, weil ich habe, glaube ich, nicht wirklich eine bestimmte Erwartung, mit der ich da rangehe, sondern ich gucke auf diese Statistik und denke, okay, so ist es, alles klar. Ich mag Zahlen, ich mag Statistiken, ich mag, wenn ich so Fakten habe, mit denen ich arbeiten kann, wo ich Sachen daraus ableiten kann, aber ich denke jetzt nicht so, oh, schade, nur so viel. Sondern ich bin da ganz entspannt, ich habe auch gar nicht den Anspruch, das Geld für mein erstes Buch wieder reinzubringen, weil ich habe ja schon gesagt, Schmuckausgabe und so, ich habe echt viel rausgehauen, das halte ich für utopisch. Dass das wieder reinkommt. Sondern ich sehe das mehr so als Investition in alles, was danach noch kommt.
Tamara
00:44:58
Ja, aber da wollte ich tatsächlich kurz nachhaken. Also wie lief es denn mit der Schmuckausgabe? Ist die gut angekommen?
Nadine
00:45:04
Die kommt an sich gut an, aber ich habe halt so ein messeexklusives Ding draus gemacht. Das heißt, ich war auf der Propelin, habe ich die verkauft. Und auf der FBM konnte man die bei Fakriro kaufen. Ich sage mal, Propelin lief ganz gut. FBM so eher mau. Aber ich bin neu. Ich habe jetzt auch nicht gedacht, dass ich die Exemplare alle innerhalb von zwei Monaten verkauft bekomme. Das war nie mein Ansatz. Das war, glaube ich, auch ein großes Stück für mich. Ich wollte halt dieses hübsche Buch haben, weil ich hübsche Bücher mag und das wichtig ist.
Vera
00:45:37
Also wir können ja gerne den Aufruf machen. Ich schließe mal davon aus, dass du noch ein paar hast. Podcast-Hörer.
Nadine
00:45:44
Ja, ja.
Vera
00:45:45
Podcast-Hörer. Wir packen die Links, also exklusiv für die zwei von der Talkstelle-Hörer, kriegt er die Bücher von Nadine in der Schmuckausfassung. Was kostet ein so ein Buch?
Nadine
00:45:57
19 Euro kostet die Schmuckausgabe.
Vera
00:45:59
Okay, aber für eine Schmuck. Ich meine, mein Taschenbuch kostet ja schon 14 Euro.
Nadine
00:46:02
Mit Page Overlay und Metallic-Postkarte.
Vera
00:46:04
Wow, das ist ja geschenkt. Das ist ja geschenkt. Aber da habe ich nochmal ein anderes, wo wir gerade bei Geld betragen sind. Du hast gesagt, du hast so viel rausgenommen. Kannst du mal in Größenordnung einen Betrag nennen, was du so investiert hast?
Nadine
00:46:14
Ich habe das sogar in einem Instagram-Post öffentlich gemacht. Also das waren, glaube ich, 7.500 insgesamt.
Vera
00:46:19
Das ist schon mächtig. Jessica, wie sieht es bei dir aus? Hast du auch so viel Geld rausgehauen vorher? Und guckst du jeden Tag auf die Statistik?
Jessica
00:46:31
Ja, also klar, das ist viel Geld. Das war teuer alles, als war es mir wert. Ja, ich schaue auf die Statistik, wobei eben, ich habe noch gar keine Ahnung von den Zahlen. Weil bei Tolino Media erhält man das quartalsmäßig und eben mein Buch ist erst letzten Monat rausgekommen, also ich muss mich da gedulden. Was ich mache, ist wie eine irre, alle Kanäle durchgehen und Rezensionen zu lesen und jedes Mal hoffen, dass keine Ein-Sterne-Bewertung da ist, was es bis jetzt zum Glück noch nicht ist. Und manchmal, ja, habe ich schon den Anspruch, dass das Geld wieder reinkommt und dann denke ich mir so, ich glaube, das wird nichts und sage mir, hey, ich habe ja damit einen Traum erfüllt, dieses Buch zu veröffentlichen und andere haben ja auch irgendwelche Hobbys, wo sie Geld investieren und das Geld kommt auch nicht zurück. Also denke ich mir, ja, Gut, war das halt ein tolles Hobby, wobei, wenn man es auf die Jahre ausrechnet, auch wieder nicht. Von dem her, ja. Also dieses erste Buch war wirklich so eine Traumerfüllung. Und jetzt mal schauen, was daraus wird.
Vera
00:47:40
Sarah, bei Sachbuch, denke ich, hängt ja ein bisschen auch Berufliches dran. Hast du auch so viel investiert? Was ist für dich jetzt so ein Erfolg bei dem Buch?
Sara
00:47:50
Ja, also ich habe auch investiert. Das war auch schon eine Überwindung. Und gleichzeitig wusste ich so, ich will aber, dass das dann, wenn ich das in den Händen halte, dass das auch komplett alles gut ist und stimmt und ich mich nicht nachher irgendwie ärgere. Und ja, ich sehe das auch so, dass das eine Investition ist, weil ich merke auch so, wenn das Buch erst mal raus ist, dann Marketing und Werbung darüber reden, das hört halt nicht auf. Und wenn man das nicht macht, dann sieht man auch nichts in der Statistik, so wie Sibylle das auch erzählt hat. Und ich habe einfach so gedacht, das ist etwas Langfristiges für mich und für mich ist das natürlich auch eine Möglichkeit, den Leuten ausführlich zu erzählen, wie wichtig mir dieses Bewusstsein auch zu schaffen, dass diese frühen Bindungsverletzungen und frühes Trauma, dass das einfach auch unsere körperlichen Symptome stark beeinflusst und, dass es der Weg auch umgekehrt geht, wenn man dann diese Verletzungen anschaut, dass der Körper reagiert. Und so war das eben auch, ist es einfach auch etwas, wo ich sagen kann, so wenn jemand fragt, was machst du denn da eigentlich bei Körpergefühl? Du bist ja Heilpraktikerin für Psychotherapie und wie kann ich mir das so vorstellen? Und da kann ich jetzt sagen, du kannst mal mein Buch lesen oder hör mal rein. Ich meine, man kann mich natürlich auch auf allen möglichen Kanälen hören und sehen. Aber das war mir so das Wichtigste. Das war so die Motivation, dass ich so sagen kann, wenn du das gelesen hast, dann kannst du es nachvollziehen. Und ja.
Vera
00:49:23
Jetzt haben wir ja festgestellt, ihr habt alle Selfpappchen gemacht. Der Name Tolino ist jetzt mehrfach gefallen. Gibt es wen von euch, vielleicht einfach mal Handzeichen, der Amazon macht oder vielleicht sogar Amazon-only? Also auch Amazon-Eiche oder nur Amazon?
Ayse
00:49:40
Also Amazon KDP, also für Amazon gedruckt und Tolino Media. Auch parallel. Ich habe auch sehr viel, sehr viel reingesteckt, muss ich noch dazu erwähnen. Also ich habe auch Buchtrailer und das Buch wird jetzt ins Türkische übersetzt. Das ist schon, aber man wusste nicht, dass das so teuer ist. Und die ganzen Grafiker und Webdesigner und Cover und dieses und jenes mit allem Drum und Dran. habe ich auch so um die 14.000 Euro, habe ich letztens mal ausgerechnet, was ich insgesamt mindestens ausgegeben habe.
Vera
00:50:08
Okay. Was ist deine Erwartung jetzt, dass du die 14.000 bereichst?
Ayse
00:50:13
Also ich wäre froh, wenn ich, ich wäre natürlich super, super froh, wenn ich die Kosten reinkriegen würde. Da bin ich noch so ziemlich weit von entfernt. Mal sehen. Also wie schon alles gesagt haben, man steckt auch in so vielen Sachen Geld rein, kriegt es nicht zurück. Es ist so ein Lebenstraum. Mal sehen. Wäre natürlich schön, wenn es reinkommt.
Vera
00:50:29
Ja. Jetzt haben wir ja gerade so das Fazit, dass so die Kosten reinspielen. Ich meine, wenn ihr so unseren Podcast hört, dann habt ihr ja schon mal mitbekommen, dass ich ja auch manchmal mit Kosten und mit den entsprechenden fiskalen Erfolgen hadere. Und dann schaue ich immer auf weiche Erfolge. Ich habe ja auf meiner Webseite auch eine Liste der schönen Momente. Wenn ihr euch jetzt was aussuchen könntet nach dem Debüt eurer Bücher, Oder was wäre so ein weicher Wunscherfolg, den ihr gerne hättet für euer Buch? Wer mag anfangen? Sarah?
Sara
00:51:09
Ja, mein Wunscherfolg, wenn jemand sich mal bei mir meldet und sagt, ich habe dein Buch gelesen und jetzt würde ich gerne mehr wissen, ob du da mir auch helfen kannst. Also dass sozusagen auch eine Kliente dann zu mir kommt, die sagt, weil ich dein Buch gelesen habe, komme ich. Also das wäre für mich so ein weiterer Erfolg.
Vera
00:51:29
Wie sieht es bei anderen aus? Jessica?
Jessica
00:51:33
Also ich hatte meinen Wunscherfolg eigentlich schon, ohne dass ich wusste, dass das mein Wunscherfolg ist oder dass ich mir das wünsche. Und zwar habe ich eine Nachricht bekommen von jemandem, die mein Buch gelesen hat. Und sie hat das Buch sehr, sehr zum Nachdenken gebracht und hat ihr Leben wirklich sehr verändert durch das Buch. Ich habe die Nachricht nachts um elf oder so erhalten, ich weiß, das war auf Instagram und ich konnte nicht mehr schlafen, weil ich war so überwältigt von dieser Nachricht. Ich hatte auch geschrieben, ja und geht es dir jetzt gut? Und sie meinte, ja, ich bin super glücklich und das war, Ich war wirklich überwältigt. Also ein schöneres Feedback kann ich, glaube ich, nicht mehr bekommen.
Vera
00:52:21
Das stimmt.
Tamara
00:52:21
Mega schön.
Vera
00:52:23
Wollt ihr das jetzt auch alle haben, Nadine?
Nadine
00:52:28
Lustigerweise geht meine Antwort zumindest vom Anfang in eine ganz ähnliche Richtung, weil ich glaube auch, dass ich diese weichen Wunscherfolge, von denen hatte ich schon so einige, weil ein paar wirklich tolle Rezensionen reinkamen. Und das ist ja der erste Teil einer Dialogie. Das heißt, natürlich ist da auch immer die Frage, und hat das jetzt Lust gemacht, den zweiten Teil zu lesen? Und da habe ich halt schon von mehreren Stellen so gehört, so wehe, das dauert jetzt zu lange, ich muss wissen, wie ich weitergehe. Und das ist definitiv, also noch total surreal, ehrlich gesagt, aber würde ich als weichen Wunscherfolg.
Vera
00:53:01
Den ich schon hatte.
Nadine
00:53:02
Bezeichnen.
Vera
00:53:03
Sibylle, wie ist es bei dir? Hast du auch solche Erfolge gehabt schon?
Sibylle
00:53:07
Also genau, bei mir wäre unter Kategorie weicher Wunscherfolg auch sowas wie, Personen fühlen sich irgendwie gesehen oder verstanden, wenn sie mein Buch lesen. Und ich hatte tatsächlich eine, die habe ich auf Instagram gefunden, die empfiehlt jetzt mein Buch auch an jeder möglichen und unmöglichen Stelle. Es ist total süß und großartig. Und die hatte eben geschrieben, sie musste es ab und zu weglegen, weil Lillys Erfahrungen im Uni-Bereich ihr so nahe gegangen sind. Und sowas ist natürlich großartig im Endeffekt. Also das war vielleicht auch schon mein weicher Erfolg, aber auch, wenn sich jetzt wirklich queere Frauen melden würden, die sagen, endlich diese Liebesgeschichte, also so diese Erfahrung, das wäre schon sehr toll.
Vera
00:53:51
Eiche, hast du denn jetzt schon für mehr Kultur und Verständigung gesorgt?
Ayse
00:53:57
Ja, also wie bei Nadine hatte ich auch wirklich mein größter Wunsch, als ich es geschrieben habe, auch vorher schon und nachher, hoffentlich wird es mich in der Luft zerrissen. Das war so mein größter Wunsch. Das ist bis jetzt wirklich gar nicht so. Ganz im Gegenteil, das ist so mein größtes Glück, dass die Rezensionen so durchweg fantastisch sind und auch mit dem schwierigen Thema. Also in unserer Gesellschaft habe ich gedacht, oh, da wird bestimmt Shitstorm kommen und da sagte sogar letztens jemand zu mir, warum musste denn der Nebenprotagonist da homosexuell sein? Und dann habe ich gesagt, warum nicht? Da hätte ich auch noch eine langere Antwort dazu, aber das führt mir zu weit. Ja, ich bin erstmal so zufrieden mit den Rezensionen. Und natürlich wäre mein Wunsch da natürlich auch, nicht mein Nachbar, aber so viele Leute, alle Rezensenten und auch alle, die das Buch gelesen haben, durchweg immer wieder sagen, es sollte doch verfilmt werden. Und ich ein Gespräch mit einer bekannten Regisseurin hatte, die das Buch auch damals selbst gelesen hat und die mir dann gesagt hat, für uns ist es jetzt so als Kinoprojekt nicht unbedingt, aber es ist toll. Ich würde es unbedingt traurig, schreibe die Öffentlich-Rechtlichen an. Die suchen immer wieder nach solchen Herzkinofilmen und so. Das wollte ich erst nicht und dann hat sie doch gesagt, ich mach das doch, das ist wirklich gut. Und hat sie mich dazu überzeugt, ich hab die mal angeschrieben, mal gucken, was für eine Antwort kommt, ob es überhaupt beantwortet wird. Wäre natürlich mein größter Wunsch, aber ich bin nicht schon sehr bescheiden und realistisch.
Vera
00:55:14
Ich muss eigentlich die Produktionsfirmen anschreiben, nicht die Sender. Die waren ja nicht. Hatten wir auch schon Folgen zu. Wir hatten mal dazu, Oliver Schütte war da.
Ayse
00:55:24
Okay.
Vera
00:55:25
Ja, ja. Drück mal die Daumen. Wobei ich muss ja, wenn deine Geschichte höre immer an meinen Herrn Büyök Türk, den Nachbarn von meiner Frau Appeldorn, denke. Ich habe dann immer ein bisschen Angst, dass ich was falsch schreibe. Und dann habe ich mir überlegt, Herr Gott, ich lasse ihn einfach ganz normal handeln. Warum sollte er anders handeln, nur wer der Türke ist? Ja. Ja, ihr Lieben, jetzt geht ja ein wahrscheinlich für euch alle besonderes Jahr dem Ende entgegen. Ein Buchbaby bei Jessica, gleich mehrere Babys und wir haben ein bisschen über Ziel gesprochen. Und ja, bevor wir euch dann in das neue Jahr entlassen, vielleicht noch kurz mal einen Satz nochmal. Was ist so der Plan, der Autorinnenplan für 2025 bei euch? Fange ich mal bei Jessica an.
Jessica
00:56:22
Also ich möchte auf jeden Fall meine Website fertig kriegen, das mal meine Autorin-Seite. Das habe ich etwas unterschätzt. Und ja, vielleicht ein neues Projekt starten wir mal.
Vera
00:56:33
Wir drücken die Daumen. Dann gehe ich mal so rum, Sarah, bei dir. Das nächste Fachbuch?
Sara
00:56:40
Ja, das nächste Fachbuch ist noch nicht in Sicht. Da ist noch nicht wieder eine Idee, die mich nicht loslässt, das Buch zu schreiben, dafür ganz viele andere für meine Arbeit. Ja, und ich bin noch mit dem Projekt, dass ich dann doch auch mal eine Lesung anbiete, wo ein Austausch stattfindet. Da bin ich so ein bisschen gedanklich mit beschäftigt, wo ich das vielleicht machen könnte und wo ich mich auch trauen könnte. Weil das, ja, das ist auch eine aufregende Sache.
Vera
00:57:15
Auf jeden Fall. Nadine, Was ist dein Plan für 2025?
Nadine
00:57:20
Ich habe mir tatsächlich vor kurzem erst meinen Plan gelegt für das Autorinnenleben. Und nächstes Jahr will ich zwei Bücher veröffentlichen. Natürlich die Fortsetzung von Sternenklanz, weil es ja eine Ideologie und ein Romance-Buch. Ein Ausflug ins Romance-Genre wird auch kommen.
Vera
00:57:37
Ja, wow. Das sind ja schon große Pläne. Hast du auch so große Autorinnenpläne, Eiche?
Ayse
00:57:42
Also da ich ja nie gewollt hatte, ein Buch zu schreiben, weil das nicht mein Plan war, habe ich immer nach jedem Buch gesagt, nie wieder tust du dir das an, nie wieder. Das ist das allerletzte Mal, das erste und das letzte Mal.
Vera
00:57:53
Das kann ich auch gut verstehen.
Ayse
00:57:54
Es ist wie Kinderkriegen, es ist wie, du hast das Kind geboren und denkst dir, boah, das tust du dir nie wieder an, die spät sind ganz schlimm, die ganzen Monate. Und dann möchtest du doch wieder ein Geschwisterchen. Ja, mit dem zweiten Buch ist es doch wieder passiert, mit dem Kochbuch und mit dem Roman. Und jetzt sage ich mir nie wieder und jetzt möchten alle eine Fortsetzung. Mal sehen. Eine offene Fortsetzung von dieser Geschichte kommt, bietet noch sehr viel Stoff für eine Fortsetzung. Ich bin aber noch unentschlossen. Zwei Lesungen habe ich aber schon gegeben.
Vera
00:58:22
Ja, schön. Sibylle, sind bei dir noch die Schmerzen so präsent oder planst du schon Neues?
Sibylle
00:58:27
Nee, gar nicht. Also ich hatte sozusagen zwischendurch über eine andere Figur aus dem Buch über Merle schon ein Manuskript angeschrieben, das definitiv nächstes Jahr nochmal überarbeitet wird. Und ja, eigentlich würde ich es gerne in einem Verlag veröffentlichen, wenn ich das Gefühl habe, der Stoff hält es im Self-Publishing schwer. Also ich wüsste gerne nächstes Jahr den Veröffentlichungsweg für eben diese Geschichte auf jeden Fall. Und habe jetzt gerade angefangen, sehr spontan ein Fantasy-Projekt. Das wird jetzt erst mal geschrieben und dann mal gucken nächstes Jahr, was damit passiert.
Vera
00:59:01
Ja, also auf jeden Fall sind wir sehr gespannt, was bei euch so 2025 passiert. Wir werden das gespannt verfolgen. Und jetzt müsst ihr euch natürlich noch Tamaras total kritischen Buchbubble-Fragen stellen. Tamara.
Tamara
00:59:16
Die erste Buchbubble-Frage. Welches Buch hat euch zuletzt Tränen, Weinen oder Lachen lassen? Ich fange mal bei mir oben links an mit Nadine.
Nadine
00:59:30
Ja, ich glaube, ich habe noch nie so viel bei einem Buch geweint wie bei Brittany C. Cherry, wie die Ruhe vor dem Sturm. Aus verschiedensten Gründen. Das ist definitiv das, was mich zuletzt und auch am meisten zum Weinen gebracht hat. Es ist ein Second Chance Roman, der spielt auf zwei Zeitebenen, lernen sich als Teenies kennen, verlieren sich dann durch Schicksal, wie solche Geschichten ja halt oft gestrickt sind, aus den Augen und finden dann später durch berufliche Verstrickungen wieder zueinander. Aber so süß geschrieben und mit so viel Emotion an den verschiedensten Stellen einfach gut. Also ja, wer mal ordentlich heulen will, dem kann ich das Buch nur empfehlen.
Tamara
01:00:10
Sehr schön. Eische, Tränen, Lachen oder Weinen?
Ayse
01:00:14
Also Tränen hatte ich zuletzt bei Die Frauen jenseits des Flusses von Christine Hanna. Es geht um den Vietnamkrieg und war sehr, sehr tiefe der Figuren und einfach die emotionalen Themen sehr berührend. Und Humor kann ich, also mein allerliebstes Lieblingshumorbuch, sage ich mal, ist die Kiste der Beziehung, aber das Hörbuch unbedingt, mit Annette Frier und Christoph Maria Herbst vorgelesen. Es ist ein Hörgenuss, es ist einfach nur der Knaller.
Tamara
01:00:39
Die sind ja an sich schon super, die zwei. Sarah?
Sara
01:00:44
Bei mir war es Rico, Oskar und das vom Himmel hoch von Andreas Steinhövel. Das ist ja ein Kinder- und Jugendbuch und da habe ich gelacht und geweint und.
Vera
01:00:54
Okay.
Tamara
01:00:56
Jessica?
Jessica
01:00:58
Bei mir ist es auch ein Buch von Christine Henner, und zwar die Mädchen aus der Firefly Lane. Das Buch, da habe ich auch beide Tränen gelacht und geweint. Es geht um beste Freundinnen und es ist so, so schön und emotional.
Tamara
01:01:12
Okay. Und Sibylle?
Sibylle
01:01:13
Bei mir war es Der längste Schlaf von Melanie Rabel. Da geht es um eine Schlafforscherin, die spontan ein Haus vererbt wird, ohne dass sie weiß, von wem. Und es gibt auch eine Portion magischen Realismus. Und auch wenn das Schicksal der einen Figur irgendwie von Anfang an klar war, habe ich dann doch geweint wie ein Schlosswund, als es endgültig klar war.
Vera
01:01:40
Sozusagen.
Sibylle
01:01:40
Aber auch ganz großartiges Buch auf jeden Fall.
Tamara
01:01:43
Okay, die Titel schreibe ich natürlich alle auch nochmal raus, kann man dann in den Shownotes nachlesen. Und jetzt schnell zur zweiten Buchbubble-Frage. Welche Begegnung in der Buchbranche war für euch denn ganz besonders inspirierend? Ich gehe jetzt mal in der umgekehrten Reihenfolge durch, Sibylle.
Sibylle
01:02:01
Bei mir war es ein Workshop oder eine sogenannte Meisterklasse bei den Texttagen in Nürnberg. Da war Miko-Sophie Kümel damals noch mit ihrem ersten Buch Kintsugi sozusagen zu Gast. Und es war einfach so toll, eine Autorin, deren Buch einfach auf, ich glaube sogar der Shortlist, aber auf jeden Fall nominiert war für den Deutschen Buchpreis, kennenzulernen, die aber so am Boden war und so sympathisch und irgendwie komplett auf Augenhöhe mit einem gesprochen hat. Und eben sich sagte, dass ich an der Geschichte schreibe, unter anderem auch erotischen Geschichte mit zwei Frauen, hat sie eben gesagt, bleib unbedingt dran und das ist total wichtig. Und das war, ja, also diese ganze Begegnung und ihre ganze Art war super inspirierend auf jeden Fall.
Tamara
01:02:46
Schön. Jessica?
Jessica
01:02:48
Also ich bin jetzt am Freitag, war ich auf der Lesung von Sebastian Flitzek, wobei Lesung kann man das nicht mehr nennen. So eine riesen Show und ich war schon das zweite Mal dort und das war schon also der Wahnsinn also ich habe mich also wirklich, Der Wahnsinn, ja. Was er da auf die Beine stellt mit seinen Leuten, das ist schon cool. Also nicht, dass ich dem hinfiebere, aber wäre schon cool.
Vera
01:03:18
Okay.
Tamara
01:03:19
Also ich merke schon.
Vera
01:03:20
Wir sehen uns on stage, Jessica, oder?
Tamara
01:03:26
Okay, Sarah.
Sara
01:03:28
Ja, bei mir war das ein Austausch und ganz viel Inspiration von Mareike Albracht. Das ist ja eine, die schreibt ja Sauerland-Krimis und hat die auch sowohl schon im Verlag als auch jetzt Self-Publishing veröffentlicht. Und wir wohnen ja beide im Sauerland und kennen uns hier um die Ecke. Und dann durfte ich sie halt befragen und sie hat gesagt, komm vorbei, ich zeige dir das alles. Und das war total inspirierend, weil sie so total sicher da drin war und ich immer nur so, oh Gott, wie soll ich das schaffen? Und sie hat mich halt total ermutigt und ja, das war sehr inspirierend auch zu sehen. Denn sie hat schon das Buch da liegen und mit einem super schicken Cover und total professionell sieht das aus. Und das hat sie alles im Self-Publishing geschafft. Und ja, und das ist immer wieder für mich inspirierend, auch zu sehen, was sie so macht mit ihren Krimis.
Tamara
01:04:17
Auf jeden Fall überhaupt, dass die Bubble doch weitestgehend so schön zusammenhält. Das ist echt schön. Aishe, wie sieht es bei dir aus?
Ayse
01:04:25
Ja, also ich kann nur von meinen beiden Lesungen sprechen. Ich hatte bei Talia Meier schon eine Lesung und auch bei einer anderen Buchhandlung, eine kleineren, und auch die Leute, die Rückmeldung. Das war so inspirierend und so motivierend zu hören, wenn die davon mein Highlight des Jahres erwähnen, wenn sie mit ihren Büchern ankommen, die sie schon gelesen haben. Und auch so in den sozialen Medien, wenn ich dann so auf die Frage, was war euer Jahreshighlight, dann einige mein Buch erwähnt zu sehen.
Tamara
01:04:49
Das ist unfassbar.
Ayse
01:04:52
Einfach nur schön.
Vera
01:04:53
Auf jeden Fall.
Tamara
01:04:55
Und Nadine?
Nadine
01:04:56
Ja, generell geht es mir da ähnlich. Also alle Begegnungen, das ist ja alles neu, das ist ja alles komplett Neuland für mich, dass Leute zu meinem Stand kommen, mein Buch kaufen, dass ich plötzlich Instagram-Posts von Bloggenden getaggt werde, wo über mein Buch gesprochen wird. Das inspiriert mich alles total. Also ich sauge das auf wie so ein Schwamm und versuche das möglichst lange zu konservieren, weil ich weiß nicht, ob es sich beim nächsten Buch wieder so anfühlt. Jetzt ist es auf jeden Fall alles sehr krass, sehr stark und inspiriert und motiviert auf jeden Fall krass.
Tamara
01:05:31
Sehr schön. Und die letzte Frage, wir gehen dann einfach nochmal postwendend in der Reihenfolge zurück. Nadine, welches Klischee möchtest du nie wieder in einem Buch lesen.
Nadine
01:05:44
Und Klischees sind ja generell eigentlich zu vermeiden, weil sie halt auch ausgelutscht sind. Also selbst wenn ein Klischee da vielleicht die Situation bedient, das hat man schon zigfach gelesen, ich kann es gar nicht auf eins festnageln. Ich würde eher sagen, bei mir ist das so ein Satz und das ist das Lächeln erreichte seine Augen nicht. Dann denke ich, nein, nein, nicht wieder. Das ist so persönlich, wo ich denke jedes Mal so.
Tamara
01:06:12
Ja, es gibt so Sätze.
Nadine
01:06:14
Frage gedodcht.
Ayse
01:06:17
Also ich bin da, so was Klischees angeht, bin ich der Meinung, dass die jetzt nicht grundsätzlich verwerflich oder schlecht sind. Ich finde Klischees, so diese Themen, hier Bad Boy mit weichem Kern und jenes Liebe auf den ersten Blick, das passiert ja auch im Leben. Es sind Dinge, die passieren auch im Leben. Ich finde nur, das Problem ist, die Klischees sind nicht das Problem, sondern einfach diese unreflektierte Verwendung. Es muss schon ins Buch gut, in die Geschichte einfügen, wenn die gut ausgearbeitet sind. Da finde ich, das bereichert schon die Geschichte. Also finde ich die Konzept nicht schlecht. Aber wo ich immer jedes Mal die Augen rollen muss, wenn ich dann immer so, ich liebe ja gerne Liebesromane, aber wenn ich dann schon wieder lese, dieses kleine Mauerblümchen und dieses Schüchterne und dieser Bad Boy und CEO, der dann aus unerklärlichen Gründen sich gerade in dieses Mädchen verlebt. Und dann denke ich mir, Mann, komm. Das möchte ich jetzt nicht so oft lesen.
Tamara
01:07:12
Das stimmt okay, Sarah.
Sara
01:07:15
Ja, bei mir ist es vielleicht so dieses, es ist alles eine Entscheidung, dieses Motivationscoach-Gerede und weil das einfach, ja, das löst dem Leben was aus, weil das einfach was auslöst bei Menschen, die dann versuchen, sich noch mehr anzustrengen. Und bei gewissen Themen, gerade wenn so Trauma mit dem Spiel ist, dann funktioniert es einfach nicht. Und deshalb kann ich das mittlerweile nicht mehr so gut aushalten, wenn immer die dann in der großen Selbstliebe-Bubble sagen, du musst dich entscheiden für dein Glück und du kannst das jetzt ändern, indem du dich jetzt umentscheidest.
Tamara
01:07:54
Kann ja auch gefährlich sein.
Sara
01:07:57
Ja, also gerade für Menschen, die schon so traumatisiert sind oder die einfach sowieso alles auf sich beziehen, bei denen verstärkt es dann ja noch die Schuld und dieses Gefühl, ich kann mir auch nicht helfen, ich kann mir auch nicht selber helfen. Das klappt ja nicht, ich bin schlecht, ich bin selber schuld, weil das klappt ja bei mir nicht mit dem ganzen Entscheiden und Selbstlieben.
Tamara
01:08:20
Jessica, welches Klischee magst du nicht?
Jessica
01:08:23
Einfach dieses reicher Mann. Er ist einfach rein. Und er kann alles. Ja, genau. Er schafft alles, er kann alles. Er hat drei Bodyguards, die sie mitbeschützen. Also, ja, ich mag es lieber etwas bodenständiger.
Tamara
01:08:44
Und Sibylle, was kann für dich weg?
Sibylle
01:08:48
Ich sage mal, ich finde auch ein bisschen, dass in Klischees ja immer so ein bisschen Wahrheit steckt, aber Männer, die Lesben schreiben mit Kinky-Erotik Und allgemein, wenn die lesbische Erotik immer oder die Frauenerotik immer irgendwie nur dann spannend ist, wenn sie kinky ist, das geht mir ehrlich gesagt ein bisschen auf den Keks.
Tamara
01:09:06
Geil.
Vera
01:09:07
Wobei ich nicht weiß, was kinky ist.
Sibylle
01:09:09
Also wenn du unbedingt irgendwie... Wenn da jetzt unbedingt noch irgendwie die mega spannenden Spielzeuge dabei sein müssen oder was auch immer. Fetische, I don't know. Und das nicht eigentlich. Ich denke mir so, nein, es gibt doch die Mehrzahl der Lesben hat doch bestimmt einfach ganz normal Sex. Fertig.
Ayse
01:09:29
Mira, ich fühle so mit dir. Das ist immer sympathischer.
Vera
01:09:35
Dankeschön. Ja, guck mal. Wenn ich nach einer Stunde der Eiche sympathisch geworden bin, dann habe ich doch nicht alles falsch gemacht.
Ayse
01:09:45
Ich verstehe auch die Hälfte nicht.
Sibylle
01:09:49
Immer Fragen, immer erklärt und gern sagt.
Tamara
01:09:52
Wir haben hier auch einen Bildungsauftrag, auch für die fortgeschrittene Generation.
Vera
01:09:58
Ja, jetzt passt auf, was du sagst. Ja, ihr Lieben, also es war eine höchst spannende, aufregende und lebendige Runde mit euch. Vielen, vielen Dank dass ihr so Zeit hattet, dass das geklappt hat, euch alle zusammen hier zu einem Termin zusammenzubringen, um dass ihr uns ein bisschen Einblicke in die Geschehnisse rum und um eure Buchdebüts gegeben habt. Wir wünschen euch natürlich riesigen Erfolg. Mögen sich alle eure Erfolgswünsche mit dem Debüt erfüllen. Wird das Geld sprudeln, da wo es soll, werdet ihr von Klienten überrannt und tolle Feedback bekommen und all das wünschen wir euch und dann betrachten wir mal, wir werden schauen, was wir dann so 2025 von euch allen hören.
Ayse
01:10:58
Vielen lieben Dank.
Vera
01:10:59
Ja.
Ayse
01:11:00
Wünsche ich auch allen anderen.
Sibylle
01:11:02
Ja, danke für die Einladung auch.
Ayse
01:11:04
Genau.
Nadine
01:11:05
Vielen Dank.
Sara
01:11:06
Ja, vielen Dank. Auch wenn ich als Sachbuch hier noch unter den Romandebüten mit dabei sein durfte.
Vera
01:11:13
Das war uns sogar besonders wichtig. Wir wollten ja ein paar verschiedene Aspekte haben. Ja, und an euch da draußen. Eine Folge gibt es dieses Jahr noch. Da geht es dann ein bisschen mehr um die Zukunft. Mehr sage ich noch nicht. Aber ihr dürft natürlich weiter uns folgen und vor allem auch weiterempfehlen. Und auch gerne mal, wenn ihr gerade Debüt hattet oder das plant, Gerne mal so euer Feedback geben, wie es euch ergangen ist. Wir freuen uns immer über Austausch, auch wo wir jetzt so nah an Weihnachten sind, auch über Wünsche. Gibt es vielleicht noch interessante Personen, die wir mal einladen sollen, die was zu berichten haben. Da freuen wir uns auch immer über Kontaktanbahnungen. ja, also wir sind jetzt nach diesem tollen Gespräch völlig euphorisch und marschieren weiter lustig voran also lasst es euch gut gehen da draußen bleibt uns gewogen, bis nächste Woche, tschüss bis.
Tamara
01:12:11
Dann, tschau tschau.