DZVDT #246 - Testleser:innen fürs Manuskript: Wie sieht Veras & Tamaras Zusammenarbeit 2025 aus?
Diese Folge könnte einen historischen Wendepunkt markieren: Sind Vera und Tamara sich nach über fünf Jahren Podcast tatsächlich ähnlicher geworden und heute gar einer Meinung? Und schafft Tamara es am Ende gar, Vera zum Schreiben eines Prologs zu bewegen?
23.01.2025 56 min
Zusammenfassung & Show Notes
Diese Folge könnte einen historischen Wendepunkt für die Zwei von der Talkstelle markieren: Sind Vera und Tamara sich nach über fünf Jahren Podcast tatsächlich ähnlicher geworden und heute sogar einer Meinung? Und schafft Tamara es am Ende gar, Vera zum Schreiben eines Prologs zu bewegen?
Das Thema der Folge ist der Umgang mit Testleserinnen und Testlesern. Darüber haben die beiden 2021 schon einmal diskutiert und schauen heute: Hat sich etwas in der Zusammenarbeit mit ihrem Team verändert? Wie wählen die beiden ihre Testlesenden aus? Mit welcher Form von Rückmeldungen und Daten arbeiten sie? Wie steht es um die Kenntnis spezieller Themen?
Diese und viele weitere Fragen beantworten die Zwei von der Talkstelle in dieser Folge voller Anekdoten, aber auch praktischer Tipps – sowohl für Debütautor:innen als auch für alte Häsinnen und Hasen.
Das Thema der Folge ist der Umgang mit Testleserinnen und Testlesern. Darüber haben die beiden 2021 schon einmal diskutiert und schauen heute: Hat sich etwas in der Zusammenarbeit mit ihrem Team verändert? Wie wählen die beiden ihre Testlesenden aus? Mit welcher Form von Rückmeldungen und Daten arbeiten sie? Wie steht es um die Kenntnis spezieller Themen?
Diese und viele weitere Fragen beantworten die Zwei von der Talkstelle in dieser Folge voller Anekdoten, aber auch praktischer Tipps – sowohl für Debütautor:innen als auch für alte Häsinnen und Hasen.
Diese Folge könnte einen historischen Wendepunkt für die Zwei von der Talkstelle markieren: Sind Vera und Tamara sich nach über fünf Jahren Podcast tatsächlich ähnlicher geworden und heute sogar einer Meinung? Und schafft Tamara es am Ende gar, Vera zum Schreiben eines Prologs zu bewegen?
Das Thema der Folge ist der Umgang mit Testleserinnen und Testlesern. Darüber haben die beiden 2021 schon einmal diskutiert und schauen heute: Hat sich etwas in der Zusammenarbeit mit ihrem Team verändert?
Wie wählen die beiden ihre Testlesenden aus? Mit welcher Form von Rückmeldungen und Daten arbeiten sie? Wie steht es um die Kenntnis spezieller Themen?
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Links
Folge 77, in der Vera und Tamara das Thema schon einmal beleuchtet haben:
https://zweivondertalkstelle.de/dzvdt-77-testleserinnen.htm?open
eBoox: App zum Lesen und Kommentieren von epubs, PDFs und Kindle Dateien:
https://play.google.com/store/apps/details?id=com.reader.books&hl=de
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Das Thema der Folge ist der Umgang mit Testleserinnen und Testlesern. Darüber haben die beiden 2021 schon einmal diskutiert und schauen heute: Hat sich etwas in der Zusammenarbeit mit ihrem Team verändert?
Wie wählen die beiden ihre Testlesenden aus? Mit welcher Form von Rückmeldungen und Daten arbeiten sie? Wie steht es um die Kenntnis spezieller Themen?
Diese und viele weitere Fragen beantworten die Zwei von der Talkstelle in dieser Folge voller Anekdoten, aber auch praktischer Tipps – sowohl für Debütautor:innen als auch für alte Häsinnen und Hasen.
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Transkript
Hier ist Folge 246 von die 2 von der Talkstelle und wir haben uns heute nochmal
mit dem Thema Testlesende beschäftigt.
Wir haben darüber ja schon mal gesprochen und wollten jetzt mal schauen,
so nach dreieinhalb Jahren haben wir was dazugelernt, hat sich was verändert?
Wie handhaben wir das heute?
Genau, wir haben ein bisschen nochmal reingeschaut, wo sind unsere Unterschiede,
haben festgestellt, dass wir uns anscheinend über die Jahre etwas angleichen
und es gibt einen ganz, ganz wichtigen Aufruf in dieser Folge.
Also hört rein und meldet euch.
Die zwei,
Hallo ihr Lieben da draußen. Hier sind die zwei von der Talkstelle mit der Folge 246.
Und mir gegenüber schaut sehr entspannt und relaxt die Tamara Leonard in die Kamera. Hallo Tamara.
Hallöchen, liebe Vera.
Genau, ich finde immer noch nicht den richtigen Weg, wann ich denn meinen eigenen Namen nennen soll.
Ja genau, das ist die liebe Vera Nenn-Dich.
Ja, seit ich das nicht mehr so andersrum machen kann, bin ich immer irgendwie
irritiert. Wobei, ich muss ja mal sagen, ich weiß nicht mehr,
es hat ja ein Hörer bemängelt, dass man sich ja nicht selbst zuerst nennt.
Ich habe das aber mal in den Talkshows geguckt und so, da kommt das auch schon
mal vor, dass die zuerst sich selbst nennen und dann groß die Gäste vorstellt.
Also gut, aber egal, wir ziehen das durch.
Ja, nach dem Motto, das Beste zum Schluss.
Ja, so kann man es dann auch sehen, ne? Ja.
Ja, wir werden das noch, ich werde das noch irgendwie flüssiger hinkriegen.
Ja, was ist denn so deine Autorin? Du bist ja voll im Gründungsstress wahrscheinlich.
Wie läuft die Firmengründung? Stehen die Kunden schon Schlange?
Naja gut, wir haben ja noch keinen Ort genannt, wo man irgendwie sich für irgendwas
anmelden oder vorbestellen könnte.
Aber uns haben ganz viele Nachrichten erreicht, die schon wissen wollten,
ja was gibt es denn jetzt ganz genau oder die geschrieben haben,
toll, ich bin super gespannt. Und ja, da war die Resonanz sehr, sehr positiv.
Und so im Hintergrund, das ist gerade sehr spannend.
Ich habe gerade heute noch ein paar Tools ausprobiert und jetzt geht es dann
noch ans Fertigstellen der ersten Kurse.
Und ja, ist ja, oh, ich gucke gerade aufs Datum. Heute in einem Monat eröffnen
wir die AutorInnen-Lounge.
Ach so, die ist doch gar nicht offiziell eröffnet.
Nee, nee, die haben wir jetzt erstmal nur angekündigt. Und heute ist Mittwoch, der 22.
Januar. Das heißt, am 22.02. ist dann feierliche Eröffnung. Und ab dann kann
man dann auch was kaufen.
Okay, gut. Ja, aber jetzt mal so aus vertriebstechnischer Sicht.
Verpufft dann nicht das ganze Marketing, wenn man nicht jetzt schon direkt irgendwo klicken kann?
Wir haben gesagt, wir nehmen jetzt mal die Zeit bis dahin, um nach und nach
erste Dinge zu verraten und die Leute schon ein bisschen heiß zu machen.
Wir haben jetzt schon mal angekündigt, dass wir auf jeden Fall am Anfang ein
Live-Online-Seminar mit dem Hans-Peter Röntgen haben werden,
bei dem man dabei sein kann.
Das habe ich gelesen, ja.
Auch mit begrenzter Platzzahl.
Okay.
Das muss man ja dann doch nochmal erwähnt haben. Ja, und genau so werden wir
jetzt die nächsten vier Wochen nach und nach Einblicke geben,
auf was man sich freuen darf.
Ja, dann sind wir mal gespannt, was dazu kommt.
Ja, Wohne.
Genau. Ja, ich habe nichts Großes zu berichten.
So irgendwie, das mit dem Schreibflow klappt noch nicht so richtig.
Gestern war es richtig gut. Heute kam ich so ja nicht von der Stelle.
Naja, das sind halt die Auf und Abs im Leben.
Das ist vielleicht so ein bisschen, vielleicht haben wir so einen gemeinsamen
Energiepool und dann kann es nur bei dir oder bei mir, weil bei mir lief es
die letzten Tage nicht gut und heute richtig super.
Okay.
Ich habe heute drei Kapitel überarbeitet und damit meinen zweiten Teil abgeschlossen,
der dann jetzt zu den nächsten TestleserInnen kann.
Okay, ja, das ist ja, wobei ich sage mal so, außer beim Schreiben war ich sehr
produktiv heute, aber beim Schreiben eben nicht.
Ja, so ist es halt.
Dann bist du vielleicht morgen wieder bei dir.
Ja, das muss auch.
Vielleicht können wir uns irgendwie abstimmen, auch so mit dem restlichen Kalender.
Der Tages-Wert-Count steigt nämlich so langsam auf eine Größe,
die nicht mehr schön ist.
Es gibt so eine Grenze, wo dann die Zahl erschreckend ist.
Noch bin ich auf so einer größten Ordnung, wo ich denke, okay,
das kannst du morgen doch gemütlich schaffen.
Aber wenn es zu hoch wird, dann erschreckt einer. halt immer.
Im Zweifel musst du dann mal so ein Wochenende, so ein Schreibwochenende einlegen,
wo du den ganzen Tag nur schreibst.
Ja, ja, genau.
Irgendwie wahrscheinlich zum Ende hin ist es ja immer dann doch Hektik und so.
Weil irgendwie so richtig so wirklich so wie geplant habe ich das ja noch nie zu Ende gebracht.
Ja, ich bin jetzt mal gespannt, wie mein Zeitplan aussieht.
Also ich habe jetzt, wie gesagt, das Buch ist ja in drei Teile geteilt.
Teil 2 es jetzt zu Ende überarbeitet und von Teil drei existieren eigentlich
anderthalb Kapitel, wobei das halbe werde ich wohl wegschmeißen,
weil ich eben mein Ende etwas anders gestalten will.
Das heißt jetzt noch dieses eine Kapitel und dann kann ich wieder aktiv schreiben
und bin gespannt, wie das vorangeht.
Ich bin ja schon völlig aus der Übung.
Oh, ich kann sagen. Ich muss da reinkommen.
Aber ich bin jetzt zumindest wieder richtig gut in der Geschichte drin und ja,
das ist schon mal sehr hilfreich.
Ja, wir sind auch da gespannt. Irgendwann wird ja der Moment kommen,
wo du uns sagst, Mensch, Buch ist jetzt wirklich fertig.
Ja, am 1. April. Am 1. April.
Ja, ansonsten, ich hatte ja jetzt Preisaktion mit Tote singen selten schief.
Okay.
Wenn die Folge rauskommt, ist sie ja auch schon wieder vorbei.
Und ich habe ja auch ein Marketingpaket bei Buchdeals bestellt,
was, glaube ich, ganz gut gelaufen ist.
So ist immer die Frage, was ist jetzt ein gutes Ergebnis?
Aber ich habe so den Eindruck, also die Bestellzahlen sind dann doch gut nach oben gegangen.
Ich habe am Anfang immer die Hoffnung, es würde mein Buch zumindest in irgendeinem
der Kategorien so irgendwie in die Top 5 oder so schießen.
Bis Platz 30 ist es gekommen, weiter nicht.
Aber trotzdem, ich denke mal, da ich jetzt auch merke, dass andere Titel doch gekauft werden,
dass es halt so den Effekt hat, dass dann doch jetzt doch eine größere Zahl
von Lesern und Leserinnen zum ersten Mal jetzt mal ein Buch von mir bekommen
und gelesen haben und der ein oder andere ja dann doch das gut findet und sich
nach weiteren erkundigt.
Ja, das ist doch cool.
Ja, wobei, ein negatives Ergebnis habe ich gestern gesehen.
Ich habe tatsächlich meine, glaube ich, allererste Ein-Sterne-Bewertung.
Mit oder ohne Kommentar?
Ohne Kommentar.
Ja, dann war es wahrscheinlich der unfreundliche Postbote.
Ja, keine Ahnung. Ich meine, da nehme ich jetzt auch nicht so ernst.
Aber das glaube ich, ich muss noch mal durchgucken.
Ich glaube, ich habe schon seit Jahren keine mehr bekommen.
Aber es ist natürlich auch so, wenn man sich mit so Marketingmaßnahmen so weiter
raustraut, den Kopf aus dem Wasser streckt, dann sehen einen einfach auch Leute,
die eigentlich nicht so passen.
Und dann passiert sowas. Das ist halt so.
Ja, ich sage mir immer, wenn ich ein Buch so schrecklich finde,
dass ich das der Welt unbedingt mitteilen will, dann habe ich doch auch das
Bedürfnis, in einem Text zu erklären, was mich so massiv gestört hat.
Wenn ich das nicht mache, dann ist meine Theorie, dann ist die Autorin entweder
jemandem auf die Füße getreten oder es ist ein Thema drin, was irgendwie nervt.
Aber ich glaube nicht, dass es dann wirklich mit dem Buch direkt zu tun hat.
Ja, also es ist keine Ahnung. Ich kann mich da nicht reinversetzen,
macht mir noch eigentlich keine großen Gedanken. Ich hatte das vor Jahren schon mal.
Da tauchte dann bei jedem meiner damaligen Titel eine Einsterne-Bewertung auf mit einem kurzen Text,
dass es unmöglich ist und man soll nur mal gucken, was ich so in meinem Blog
verfassen würde oder irgendwie sowas.
Also ich hatte gar keinen Bezug zu den Büchern.
Das hat irgendeinen Hater oder einer der andere.
Das haben mich dann bei Amazon gemeldet. weil dann einen Tag später waren die ja wieder weg.
Also so sonst. Aber wie gesagt, wenn man halt seine Nase so hoch streckt und
gesehen wird, dann gibt es halt auch immer ein paar Leute, denen die Nase nicht gefällt.
Genau, fühle dich geadelt.
Ja, genau. Zumal ich meine Nase schön finde.
Also das also zu meinem kurzen Erlebnis.
Und ja, du hast ja vorhin dann schon kurz das Stichwort des heutigen Tages benutzt.
Du hast gesagt, der zweite Teil ist fertig und der kann jetzt an die Testleser.
Jawohl.
Und wir wollen uns heute ja nochmal so mit dem Thema Testlesen auseinandersetzen.
Die treuen Hörer und Hörerinnen unter euch werden natürlich sofort wissen,
dass wir das in Folge 77 vor dreieinhalb Jahren schon mal zum Thema hatten.
Aber so nach fast fünf Jahren oder mehr als fünf Jahren Podcast haben wir uns
schon gedacht, lass uns doch mal nach so ein paar Themen schauen,
die wir vor vielen Jahren gesprochen haben und auch mal sehen,
sind wir schlauer geworden.
Verbessert.
Wir können dann, wenn er die Folge durchgehört, selbst gerne mal das Fazit nennen.
Ja, aber kommen wir mal zum Thema.
Was ist denn eigentlich deine Erwartung an Testleser?
Also was ist so die Kernfrage, die du beantwortet haben willst bei Testleser?
Also ich finde, es kommt ein bisschen drauf an. Ich mache ja tatsächlich immer noch drei Runden.
Ich habe meine Testleserin, die mich beim Schreiben immer begleitet.
Das heißt, sobald ein Kapitel fertig ist, kriegt die das.
Und da geht es mir wirklich um so eine allererste Rückmeldung.
Ist das brauchbar? Ist das interessant? Kommt die Figur gut an?
Dass ich dann schon beim Schreiben des nächsten Kapitels irgendwie ein Gefühl
dafür habe, wie das angekommen ist.
Dann schreibe ich in der Regel zu Ende, überarbeite einmal und dann geht es
an mehrere Testlesende.
Also das Kapitel?
Nee, wenn dann alles zu Ende ist. Ich habe nur eine, die mich wirklich Kapitel
für Kapitel beim Schreiben begleitet.
Und dann geht in der Regel das komplette Stück, jetzt hier in dem Fall ist es
ein bisschen anders, weil das ja so drei Teile sind, da habe ich gedacht,
dann kann man den ersten ruhig schon mal lesen mit ein bisschen Pause,
den zweiten dann erst, das ist nicht tragisch, aber normalerweise das ganze Ding.
Und da will ich natürlich vor allem schauen, wie die Handlung ankommt,
der Spannungsbogen, wie die Figuren ankommen.
Also da geht es mir schon in erster Linie auch einfach um den Inhalt.
Und in der Regel bitte ich einfach darum,
dass man mir Rückmeldung gibt, ob irgendwas unklar ist, ob irgendwas besonders
schön war oder irgendwas besonders langweilig oder unlogisch.
Also einfach, was fällt auf.
Und das arbeite ich dann auch ein. Dann kommt natürlich Lektorat und tralala.
Und dann am Schluss kommt noch mal eine Runde mit Rezi-LeserInnen.
Das ist ja dann eigentlich kein Testlesen, sondern da geht es ja dann schon
um die Veröffentlichung.
Da sind natürlich auch immer Leute dabei, klar, die sagen dann auch mal,
schau mal, hier hast du übrigens einen Tippfehler oder ich finde den Satz ein
bisschen holprig, das ist aber nichts, also ich freue mich natürlich über solche
Hinweise und nehme die auch ernst,
aber es ist jetzt nichts, was ich aktiv abfrage, sondern in dem Stadium geht
es mir darum, funktioniert die Geschichte, funktionieren die Figuren,
kommt das gut an und ist irgendwas völlig unlogisch.
Und wie viele, wenn du sprichst einmal von Testlesenden, wie viele sind es denn jetzt?
Das variiert auch ein bisschen. Also eigentlich hatte ich für die aktuelle Runde drei angefragt.
Ich habe von dem dritten aber nichts mehr gehört. Ich glaube,
der ist auch gerade sehr landunter.
Deswegen sind es jetzt im Moment für diese zweite Runde zwei.
Beim ersten Mal schreiben hatte ich auch schon zwei gehabt. Die haben aber den
zweiten Teil schon gesehen. Den kann ich den dritten dann nochmal schicken.
Dann habe ich eigentlich vier und das ist für mich eigentlich eine ganz gute Zahl.
Da kann man sehen, ob wirklich, wenn jemand sagt, das war langweilig oder das
verstehe ich nicht und alle anderen drei sehen es vielleicht ganz anders,
das kann man dann, glaube ich, schon ganz gut einordnen.
Ja, natürlich. Wobei, das sind jetzt immer dieselben bei dir?
Es gibt WiederholungstäterInnen. Natürlich arbeitet man sehr gern mit den Leuten
zusammen, wo es einfach gut geklappt hat.
Aber es kommt auch mal jemand Neues dazu oder jemand hat dann keine Zeit mehr
oder der Kontakt ist nicht mehr so eng oder so.
Aber was bedeutet denn gut geklappt beim Testlesen? Hat wenig zu meckern?
Nee, um Gottes Willen.
Gefällt alles? Keine Ahnung.
Nein, nein, nein. Also natürlich finde ich das ganz toll, wenn ich irgendwie
gesagt bekomme, oh, das war so schön, das hat mich so berührt und so.
Und das ist ja auch wichtig, das ist ja auch einer der Gründe,
warum man es macht, weil man natürlich auch hören möchte, hey,
was du da gemacht hast, das funktioniert schon und das reicht auch sein Ziel.
Aber nur das bringt mir am Ende auch nichts. Ich möchte schon wirklich wissen,
ob irgendwas nicht passt.
Und für mich ist gut geklappt im Prinzip, dass das Ganze reibungslos funktioniert hat.
Also ich schicke die Sachen raus, dann bekomme ich eine Rückmeldung,
ist angekommen oder ich fange jetzt an oder ich habe jetzt den Anfang gelesen.
Und dass überhaupt die Leute sich halt zurückmelden und auch wirklich konkret was zu sagen haben.
Also ich hatte ganz am Anfang mal eine, die hat einfach nur immer geschrieben, war schön.
Und das nutzt mir halt nicht so viel, weil ich glaube, es gibt immer irgendwas,
was nicht passt oder was man nicht verstanden hat oder wo man sagt,
wieso war der jetzt so zickig oder so.
Also, dass wirklich konstruktive Vorschläge kommen und ich habe halt auch schon
oft gehabt, dass jemand irgendwie mir Plotholes aufgezeigt hat oder gesagt hat,
du recherchier das da bitte nochmal, ich kenne mich da ein bisschen aus und
das funktioniert so nicht.
Oder das da kann man missverstehen, das klingt vielleicht, hat vielleicht in
deinem Kopf ganz anders geklungen, als es bei mir ankommt.
Das ist, und also ich finde es auch nicht schlimm, wenn jemand auf einmal keine
Zeit mehr hat, man hat immer Familie, Beruf, was weiß ich, aber wenn man dann
sagt, du sorry, ich bin jetzt bis Kapitel 7 gekommen, ich schaffe es gerade nicht mehr,
das fände ich halt schon schön, wenn man mir einfach Bescheid sagt,
dass ich weiß, da kommt jetzt erstmal nichts.
Wie lange, nach welcher Zeit erwartest du denn, dass die sich melden?
Ich finde es immer schwierig, wenn ich das jemandem geschickt habe.
Gott, nee, diese Wachterei ist ewig.
Ja, meistens ergibt sich das im Vorfeld, dass ich dann frage,
bis dann und dann könnte ich es dir schicken, passt dir das zu dem Zeitpunkt?
Und dann sagen die ja meistens schon, ja, ich muss noch das und das lesen oder
ich kann dann erst eine Woche später anfangen oder nee, ich kann direkt loslegen.
Also, dass man im Vorfeld auch schon ein bisschen gesprochen hat und einschätzen
kann, wie schnell das geht.
Und klar, dann hippel ich natürlich jeden Tag, aber das kann natürlich auch
mal eine Woche, zwei dauern.
Meistens mache ich es halt wirklich so, dass ich sage, du, wenn du Lust hast,
dann schick mir die Sachen kapitelweise,
Dann ist es für dich nicht so viel auf einmal. Und ich habe dann auch schon
mal was, wobei es auch sehr, sehr unterschiedlich ist, wie die Leute arbeiten.
Und das stelle ich auch gerne so frei wie möglich.
Also ich habe einige, die schicken mir zu jedem Kapitel Sprachnachrichten.
Das hat den Vorteil, dass es natürlich ein bisschen ausführlicher ist.
Also da hörst du dann auch mal, wenn jemand wirklich emotional geworden ist.
Also ich hatte auch schon eine, die hat mir heulend eine Sprachnachricht geschickt.
Das hat mich so berührt gerade. Und das ist natürlich total schön.
Der Nachteil ist natürlich, dass man sich dann Notizen machen muss, was zu ändern ist.
Das ist dann ein bisschen mehr Aufwand für mich, das entsprechend einzuarbeiten.
Ich habe andere, die sagen, ich hätte gern das Wörtdokument.
Die machen Kommentare an bestimmte Stellen oder ans Ende vom Kapitel.
Das ist natürlich sehr gut einzuarbeiten.
Was habe ich noch? Ich habe auch welche, die schicken mir so einen kleinen Text
als E-Mail. Also gar nicht am Text dran, sondern einfach zusammenfassend zu
den verschiedenen Abschnitten.
Da sind alle möglichen Arbeitsweisen dabei und die haben ihre Vor- und Nachteile.
Ja gut, aber was machst du denn? Na gut, ich meine, dein Zeitplan ist ja jetzt nicht so eng.
Bei mir, wenn eine Testleser oder Testleserin zwei Wochen, dann würde ich ja
meinen ganzen Zeitplan sprengen.
Da sage ich dann, also wenn das nicht geht, dann bedanke ich mich nicht und nehme ich wen anders.
Passt ja überhaupt nicht. Also ich sag mal so, natürlich, wenn jemand,
wo sagst du an der Stelle, das passt nicht, natürlich nehme ich das entgegen und schaue mir das an.
Aber wie ist das denn? Also die Erfahrung, die ich so gemacht habe,
ist ja das, wie soll ich das sagen? Die,
Die Geschmäcker sind ja verschieden. Und,
manchmal merke ich einfach, wenn Testleser oder Testleserin Feedback gibt,
ja, wahrscheinlich ist einfach mein Buch nicht das, was sie so liest und mag.
Weil das, was sie alles so da kritisiert oder so, würde daraus ein ganz anderes Buch machen. So.
Und dann gibt es halt andere, die, wie du das auch sagst da weiß ich halt denen
gefällt einfach alles, was ich schreibe,
das ist natürlich auch nicht so hilfreich, obwohl es freut einen,
aber ist nicht so ganz hilfreich so,
weißt du da auch so deine Pappenheimer also ich hab so, und die Leute,
die jetzt über die Jahre immer mal Tests gelesen haben kann ich schon sehr genau jetzt einordnen.
Du weißt ganz genau, wann ich jetzt besser dem das mal gebe als jemandem anderen.
Weil jetzt gerade die Frage möchte ich beantwortet haben, ohne sie zu stellen.
Aber ich weiß, wenn ich das der Person gebe, dann wird die schon in der Richtung gucken.
Ja, also einmal ja, also ich habe das auch schon so erlebt wie du.
Ich glaube, ich habe das auch schon erzählt. Bei meinem ersten Buch hatte ich
eine Testleserin, da hatte ich einfach einen Aufruf gemacht auf Facebook und
da hat sich halt eine ehemalige Arbeitskollegin gemeldet gehabt,
wo sich dann aber herausgestellt hat, dass sie unheimlich gerne Fantasy liest,
wo ja über sieben Seiten beschrieben wird, wie irgendein Waldweg aussieht und
das hat dann natürlich nicht zu meinem leichten Liebesroman gepasst.
Ach, wobei du auch gerne schreibst, wie es aussieht und riecht.
Nicht Ellen Lang. Ich hasse Ellen Lange Umgebungsbeschreibungen.
Die müssen in die Hand eingebunden.
Aber genau zu dem Zeitpunkt hat sich eben auch eine andere ehemalige Arbeitskollegin
gemeldet und das ist die, die mich bis heute durch jeden Roman eben direkt beim
Schreiben begleitet hat.
Und da weiß ich natürlich, da kriege ich immer eine ehrliche Antwort,
die ist manchmal auch sehr klar formuliert, das kann auch mal heißen,
Tamara, das war scheiße, ich habe abgebrochen.
Aber da weiß ich auf jeden Fall, dass wir einfach da auf einer Wellenlänge sind
und dass ich da auch mit jeder blöden Frage kommen kann.
Und ansonsten habe ich eigentlich meistens entweder BloggerInnen,
die vielleicht vorher schon mal Rezi gelesen haben, wo ich einfach weiß,
okay, der Stil, wie ich schreibe, das passt zu denen.
Da hatte ich auch schon, dass ich dann durch so ein Rezi-Lesen nochmal Rückmeldung bekommen habe.
Da ist mir übrigens das und das aufgefallen und vielleicht hättest du da noch
drauf achten können, wo ich gedacht habe, boah, supergute Hinweise und da gefragt
habe, hättest du vielleicht Lust, beim nächsten Mal Test zu lesen?
Oder auch LeserInnen oder KollegInnen, wo ich einfach weiß, die kennen schon
Bücher von mir und da habe ich positives Feedback bekommen,
dass das grundsätzlich gefällt und dann weiß ich eben auch, dass das matcht
und wenn da vielleicht wirklich noch irgendwas Konstruktives dabei war,
dann ist halt klar, okay,
vom Grunde her passt der Stil und da ist jemand aufmerksam und hat eine Meinung,
das kann ich total gut gebrauchen.
Ja, ich habe natürlich auch so jetzt über die Jahre im Freundeskreis die ein
oder andere, die dann schon auch immer mal so Test liest.
Das Problem ist natürlich, das hast du nicht so, bei mir ist ja eine Reihe und
bei jedem Teil ist ja ein ganz wichtiger Punkt,
wie gut würde jetzt ein Leser, eine Leserin in das Buch finden,
die die anderen Teile nicht kennen.
Diese regelmäßigen Testleser sind natürlich genauso tief da drin wie ich.
Das heißt, ich versuche dann schon immer, bei jedem Teil mal irgendwen anzusprechen,
so gerne jetzt aus irgendwelchen Autoren, Verbänden,
da bin ich ein paar Kollegen oder Kolleginnen,
und sage, okay, die noch nie ein Buch für mich gelesen haben und sage,
okay, kannst du mal lesen und das mache ich auch eigentlich immer so früh,
so nach dem dritten Kapitel.
Das ist für mich immer so die Grenze.
Weil dann ist so der Anfang geschrieben.
So habe ich jetzt bei dem auch gemacht. Weil dann ist es immer für mich zum
einen wichtig, habe ich irgendwelche Dinge, die ich zur Einführung der Figuren
sagen müsst, damit neue Laser, die sich zurechtfinden.
Und funktioniert der Anfang.
Ich denke, da ist es ja wahrscheinlich leichter, jemanden zu finden,
wenn es nur drei Kapitel sind, als zu sagen, ey, kannst du mal ein ganzes Buch lesen?
Ja, bis jetzt muss gestehen, die, die ich gefragt habe, haben im Regelfall auch immer Ja gesagt.
Und dann ist auch immer die Frage, wie konkret äußere ich fragen.
Wenn ich ja schon mit dem Stellen der Frage den Fokus beim Lesen verändere.
Dann lesen sie schon nicht unbefangen, weil sie meine Frage im Kopf haben.
Also ich bin inzwischen echt dazu übergegangen, glaube ich, ich hoffe,
da sitzt jetzt niemand und denkt, ja, aber du hast mir doch was geschickt.
Aber ich glaube, dass ich inzwischen dazu übergegangen bin, im Vorfeld gar keine
konkreten Fragen mehr zu stellen.
Und wenn das Feedback dann kommt, eben in der Regel kapitelweise,
und ich habe irgendwie das Gefühl, da plagt mich noch was, dass ich dann nochmal
zurückfrag, du, wie hast denn die Figur
wahrgenommen oder hat dir dieser Stimmungsumschwung an der und der Stelle,
irgendwie war das für dich organisch oder so, dass ich dann nochmal nachfrage,
aber eben erst nachdem ich das Feedback bekommen habe.
Ja, wobei so Nachfragen mache ich im Regelfall nicht. Ich denke mir immer,
wenn es denen nicht aufgefallen ist, kann es so schlimm nicht sein.
Ja, weiß ich nicht. Manchmal hat man ja auch irgendwie so ein Gefühl,
wo man nicht so den Finger drauflegen kann und dann sagt man nichts.
Ja, gut. Ich bin dann immer ganz froh, wenn es dann gut ausgegangen ist.
Ich will den Rest gar nicht wissen.
Ja, also das ist schon immer echt, da merke ich dann auch, dass mir wirklich
so die Rückmeldung von Lesenden irgendwie viel wichtiger ist,
als jetzt irgendwie viele Zahlen zu verkaufen, weil,
vom Gefühl her könnte ich jetzt auch einfach immer weiter dran feilen und es
immer neuen Testlesenden schicken, die mir dann sagen, oh, das war schön.
Das würde mir eigentlich schon reichen.
Da bin ich ja anders gestrickt, wie du weißt. Nein, nein, das muss dann irgendwann
hinaus in die große, weite Welt.
Und dann ist ja auch immer am Anfang so die Leserunde und die ersten Bloggernden, die was schreiben.
Das ist dann schon so ein, also bei der Leserunde, das ist, glaube ich,
weil die Bloggerinnen, die wir schreiben, sind ja mittlerweile auch schon Stammbesetzungen,
da kann ich eigentlich von ausgehen, dass denen gefällt, was ich schreibe,
sonst würde sie das ja gar nicht mehr machen.
Und bei so Leserunden, wo dann auch immer mal ein paar Leute dabei sind,
die noch nie dabei waren.
Und vor allen Dingen so die ersten zwei, drei Besprechungen bei so einer Leserunde
geben so ein bisschen auch den vor, wie so die ganze Leserunde verläuft.
Wenn du Pech hast, du hast am Anfang jemanden, die irgendwas nicht ganz gut
findet und die gibt dir jetzt nur eine vier Sterne,
dann kannst du davon ausgehen, dass du im Zuge der Leserunde mehr vier Sterne Rezis bekommst.
Okay, okay.
Weil die dann alle so ein bisschen, ich weiß nicht, das irgendwie beeinflusst das.
Wenn sie nicht wirklich total begeistert sind, dann wollen sie nicht so dafür
einstehen und sagen, aber ich finde es fünf, sondern dann schwimmen so mit.
Wenn die ersten zwei, drei super sind und fünf Sterne, dann kriegst du auch
im Schnitt beim Rest der Lesestunde mehr fünf Sterne.
Okay.
Das kann man gar nicht ganz klar nachweisen an meinen Leserunnen.
Und es lebt sich aber von anderen Rezensionen ab.
Was heißt von anderen Rezensionen?
Also auf anderen Plattformen oder so. Also du kannst jetzt nicht sagen,
okay, dann war vielleicht das Buch mehr fünf Sterne als das.
Sondern es ist dann an anderen Stellen, wo unabhängig quasi bewertet wird,
passieren andere Dinge.
Nö, ich habe sogar, also einer, ich sage jetzt nicht welcher,
einer der Bienehagen-Teile, den ich persönlich dann gerade auch nach dieser etwas,
Ich sag mal so, ich hab dann immer noch so Pari-Pari, vier, fünf Sterne in der
Leserunde, das ist immer noch ein gutes Ergebnis.
Manchmal hat man auch so vereinzelt mal jemanden, der auch drei Sterne gibt.
Oder so bei einem Teil war es so, da ist es so holprig losgegangen.
Und seitdem hat es sich für mich immer irgendwie eingeprägt,
das ist der schlechteste der Teile.
Zumal ich auch im Nachgang das Cover nicht mehr so ganz glücklich finde.
Als ich dann jetzt letztens mal so durchsaute, weil ich gerade so die Ablussinhalte
gemacht habe, musste ich feststellen, das ist aber einer der am meisten verkauften
und mittlerweile ist die Durchschnittsbewertung auch mit am höchsten.
Das ist einfach auch immer Gemengenlage und Gefühlslage.
Das ist ja auch keine harte technische Entscheidung. so, ne, und ja,
und das ist halt bei den Testlesenden auch so, dass halt die,
ja, das Verhältnis, das ich zu denen habe, ist mindestens genauso entscheidend
wie die Qualität des Buches,
ne, so, also deswegen nehme ich,
also ich freue mich natürlich, wenn jemand sagt, okay, das hat gefallen,
ich muss aber gestehen, ich nehme sie auch nicht ganz so ernst, ne, so,
Und jetzt habe ich noch nie jemanden gehabt, der hat mein Buch dann verrissen oder so.
Es gibt, wie gesagt, gerade wenn
ich jetzt mal die ein oder andere Autorenkollegin oder Kollegen bitte,
die rutschen dann gerne in eine Art Lektorat ab.
Und das will ich aber gar nicht. Und da muss ich dann auch sagen,
dass ich dann bei allzu vielen dieser Sachen auch das letztlich überlese.
Weil darum geht es nicht. Ich habe eine Lektorin. Mir geht es mehr.
Funktioniert die Geschichte. Macht es mir Spaß.
Findest du dich spannend. Hast du Lust weiterzulesen? Das sind die Dinge,
die mich interessieren.
Und natürlich irgendwelche ganz groben Hänger, wenn ich jetzt,
was weiß ich, da irgendwie was machen lasse, was gar nicht geht oder sowas.
Ja, wie mir heute aufgefallen ist, am Anfang des Kapitels steht, es war schon halb acht.
Jemand wacht auf auf der Couch, stellt fest, es ist schon halb acht abends.
Dann ruft jemand anderes an und berichtet, dass eine Person Rückenschmerzen
hat und ich fahre ihn gleich zum Arzt.
Fiel mir dann heute erst auf, dass der Arzt wahrscheinlich um diese Uhrzeit gar nicht mehr auf hat.
Nee, da muss dann, ja gut, gibt es irgendwelche Notdienste.
Aber das sind schon so Details. Ich kann mich gut erinnern, bei meinem ersten
Roman, da hatte eine Testleserin, die hat so toll aufgepasst,
hat gesagt, du, Deine Türen, die gehen mal nach innen und mal nach außen auf.
Also dieselben Türen immer. Und das wäre mir überhaupt nicht aufgefallen.
Aber wie genau beschreibst du denn deine Türöffnung?
Ob jetzt jemand die Tür zuzieht, wenn er im Raum ist oder zudrückt,
das sagt ja was darüber aus, wie rum sie aufgeht.
Ich habe, glaube ich, noch nie beschrieben, dass man beim Rausgehen eine Tür aufmacht.
Es sei denn, die spielt irgendwie eine Rolle, ich habe die Tür zugeschlagen oder so.
Ja, zum Beispiel, wenn jemand einen wütenden Abgang hat und dann steht da entweder,
er riss die Tür auf oder er stieß die Tür auf. Das macht ja einen riesen Unterschied.
Das ist richtig, ja. Aber das fällt ja dann nur auf, wenn du es zweimal in einem Buch machst.
Das ist, glaube ich.
Bei mir sehr unwahrscheinlich.
Da war halt ein Raum, der oft vorkam und auch oft mit Emotionen beladen wurde.
Ja, aber sowas ist natürlich gut, wenn man nicht allzu viele Details beschreibt.
Das ist ja auch bei den Kriminalfällen so.
Ich meine, ein paar Dinge lasse ich halt ganz bewusst im Wagen,
weil es mir dann Freiraum gibt.
So Dinge, die ich nicht beschreibe, die können halt so oder so ausgehen. Na klar.
Gerade, das ist jetzt auch Vielleicht ist das auch so ein bisschen das Problem, der Flow nicht so.
Ich meine, ich schreibe ja jetzt zum ersten Mal eine Geschichte,
die an einem Ort spielt, wo ich einmal ein paar Stunden war, aber sonst nicht so.
Das verunsichert mich ein wenig.
Und dann habe ich auch immer Angst. Wenn ich jetzt sage, die gehen so und so,
mache ich da jetzt einen großen Fehler.
Dann schreibe ich das lieber, dass das ein bisschen vager ist.
Ist das jetzt zum Beispiel eine Situation, wo du sagen würdest,
ich suche mir mindestens eine Testleserin, die sich da oben auskennt,
die irgendwie am Meer lebt oder so, oder die die Gegend kennt?
Das wäre tatsächlich, da können wir ja mal direkt mal einen Aufruf starten.
Ja, wo spielst du denn?
Das spielt ja eine Ostsee in Niendorf, Timmendorfer Strand.
Auch so wegen, das habe ich nämlich auch schon überlegt, ich habe schon mal
ein bisschen rumgefragt, auch so wegen der Art und Weise, wie die Leute sprechen, oder sowas, ne?
Also noch viel mehr als vielleicht irgendwelche Straßen, die kann man googeln,
so, aber so die Sprache und irgendwelche,
Und Feinheiten, die es da oben gibt, die ich jetzt so nicht finden würde,
auch beim Googlen nicht.
Ja, manchmal sind es auch so Kleinigkeiten. Mein erstes Buch,
was ja in Berlin spielt, habe ich zu einer Zeit geschrieben,
wo ich schon recht lange nicht mehr in Berlin gewesen war.
Ich habe da jetzt auch nicht super viele Details von wegen, da geht es lang oder dort geht es lang.
Aber es gibt eine Szene, wo zwei mit der Bahn fahren und er muss dann nochmal zurück.
Und eigentlich will er sich noch nicht verabschieden und sagt dann irgendwie
so, ich habe gar nicht geguckt, wann die nächste Bahn fährt.
Was aus meiner kleinen Dorflogik heraus auch völlig naheliebt ist.
Aber dort ist halt einfach die Antwort, alle drei Minuten.
Und da habe ich halt gar nicht dran gedacht.
Ja gut, also ich glaube, so viele Bahnen fahren jetzt in Niendorf auch nicht,
aber das sind so die Feinheiten.
Das wäre dann was, wo ein Städter sofort gesagt hätte, sorry,
aber das glaubt ihm kein Mensch.
Ja, genau. Also von daher nochmal jetzt ganz offiziell, wenn jetzt jemand hier
höher zuhört, der oder die an der Ostsee lebt,
womöglich sogar in der Nähe von Dimmendorfer Strand, Niendorp oder da ganz häufig
ist oder da aufgewachsen und dann irgendwie immigriert woanders ist, keine Ahnung,
also wer sich auskennt, auf jeden Fall melden.
Das wäre ganz toll würde ich nämlich sehr gerne mal Test lesen lassen und auch
gerne mal so ein bisschen diskutieren was man.
Ja, worauf ich achten muss ich habe mittlerweile zwar einschlägige Webseiten gefunden, wo auch,
der Dialekt beschrieben wird, wo ich so einzelne Wörter rausfinde aber es schwingt
schon immer so ein bisschen die Angst mit dass ich da jetzt irgendwas falsch mache,
und ja, das würde ich natürlich tunigst vermeiden, also da wäre,
der eine oder andere Testleser oder Testleserin auf jeden Fall hilfreich das
gleiche hatte ich ja auch als ich den ersten Frau Appeldorn geschrieben habe,
mit ihrem Nachbarn dem Herrn Büyük Türk da hatte ich auch immer so Angst,
mache ich jetzt irgendwas falsch, wenn ich da jetzt einen türkischstämmigen Menschen,
agieren lasse wenn ich da irgendwas schreibe, was die vielleicht gar nicht machen oder so.
Jetzt habe ich natürlich irgendwelche,
mit muslimischen Gewohnheiten und sonstigen Sachen ausgespart,
die umgehe ich, aber trotzdem.
Ich meine, Türke muss ja auch nicht zwingend Moslem.
Nein, nein, muss er ja nicht, genau. Oder er muss nicht praktizieren oder keine Ahnung.
Oder so.
Ja, genau. Und da habe ich dann über eine Bekannte, einen türkischständigen
Menschen gefunden, der das dann mal Test gelesen hat und mir sein Okay gegeben hat.
Ja, finde ich auch total wichtig. Also das geht ja dann schon so Richtung Sensitivity-Reading.
Und gerade bei Regenbogenblau, wo ich ja die dritte Hauptfigur hatte,
der schwul war, habe ich gesagt, und weil da ja auch so eine Liebesgeschichte mit dranhängt an ihm,
ich sage, das muss eine, wie sagt man so schön, Own Voice lesen und schauen,
ob ich da irgendwelche blöden Klischees reproduziere oder so.
Das finde ich schon wichtig.
Ja.
Generell, wenn man so Schwerpunktthemen hat, also auch jetzt bei mir in dem
aktuellen Manuskript, dieser Bandalltag, Instrumente und so,
da finde ich immer, also ist mir immer lieb, wenn ich so eine ausgewogene Mischung
habe an Leuten, die sich im Musikbereich auskennen,
die wissen, wovon ich spreche, mit bestimmten Fachbegriffen und Leute,
die dem vielleicht ganz fern sind, um zu schauen,
okay, klingt es für die einen authentisch und ist es für die anderen noch verständlich?
Weil natürlich will ich auch Fachbegriffe benutzen, die ein Musiker verwenden
würde, aber eben auch immer so, dass Leute es verstehen können,
die jetzt damit nichts anfangen können.
Und das ist dann schon auch ganz spannend, was für Fragen teilweise auch kommen.
Wie oft muss eine Gitarre gestimmt werden? Das war so ein konkretes Beispiel.
Wenn sie schräg klingt, oder?
Naja, also die stimmen halt recht oft ihre Instrumente. Und da hat dann der
Testleser etwas erstaunt reagiert.
Also eigentlich, wenn man zum Beispiel von Warmem ins Kalte kommt,
dann dehnen die sich ja aus und so.
Eben, das kann ja ganz unterschiedlich sein. Also ich war auf einem Konzert,
da musste einer dreimal seine Gitarre stimmen, weil die sich immer wieder verstimmt
hat, weil das einfach so ein komisches Klima da in diesem Keller war.
Ja, oder je nachdem, wie hart er an den Seiten rumzieht. Also meine Gitarre,
die jetzt schon, oder ich habe ja sogar zwei, die jetzt schon länger unbespielt
stehen, Heiligabend hat mein Bruder die mal in die Hand genommen.
Also die müsste definitiv sehr gestimmt werden.
Naja, aber das ist natürlich auch, setz immer voraus, da muss man auch Leute finden.
So, wie ich jetzt mit Ostsee, finden wir Leute, die da in der Ostsee sind.
Aufruf in die Storys, Aufruf auf Threads, Aufruf hier im Podcast.
Ja, ja gut, jetzt hier im Podcast, also ich darf von, unsere Podcast-Hörer sind
alle toll, da habe ich aber beim Social Media schon.
Wie stellst du denn sicher, dass das keine, ich sage es jetzt mal ein bisschen
provokant, keine Idioten sind, die sich da melden?
Ja gut, da schaut man sich das Profil an und im Zweifel, Also was ich immer
ganz gut finde, wenn man, also ich finde es immer ganz sinnvoll zu bitten, schreibt mir eine DM.
Dass nicht so ganz klar ist, wie viele Leute sich gemeldet haben.
Und dann kannst du es dir ja aussuchen, mit wem du zusammenarbeiten möchtest
oder eben im Zweifel auch nicht.
Ja gut, wenn sie ein DM schreiben, dann musst du ja trotzdem sagen,
nee, die stimme ich nicht.
Ja, aber wenn du sagst, kommentier bitte und es kommentieren nur zwei Leute,
dann kannst du nicht sagen, ey, sorry, ich habe schon so viele Anfragen gekriegt.
Okay, also was dann?
Bisschen diplomatisch sein. Aber tatsächlich ist das ja ein Thema,
also was man sehr oft bei DebütautorInnen hat und was ich auch hatte,
so, oh mein Gott, was passiert, wenn jemand mein Manuskript klaut?
Und heute bin ich da sehr freigiebig, ich gebe es auch in allen Formaten raus,
wie die Leute am liebsten lesen, also ich frage, dann hättest du es gerne für
ein Kindle, hättest du gerne EPUB,
willst du ein PDF haben oder willst du eine offene Datei, wo du reinschreiben kannst,
das ist kein Problem mehr für mich, aber ich hatte beim ersten Buch schon auch
die Angst, was passiert, wenn es dir einer wegklaut und hab dann den Tipp vom
Matthias Matting befolgt.
Ich weiß nicht, ob du diesen Geheimtrick kennst, bestimmt.
Du meinst, dich selbst ein Einschreiben schicken, oder was?
Genau. Bevor ich den Aufruf gemacht habe, das Manuskript komplett ausgedruckt,
in einen Umschlag gepackt, per Einschreiben an mich selber geschickt und dieser
verschlossene Umschlag liegt noch immer im Nebenzimmer im Schrank.
Ich kann also nachweisen, dass ich diesen Text als erstes...
Ja, wenn man sich damit wohler fühlt, Aber wie gesagt, heute schreibe ich die
Datei immer unten noch rein.
Manuskript in Arbeit nicht zur Veröffentlichung gedacht, weil man sich damit
ein bisschen wohler fühlt, aber ist natürlich auch Blödsinn.
Ja gut, das ist vielleicht, wenn du jetzt wirklich an irgendwelche Wildfremden
gerätst, mache ich ja bisher nicht und sowas.
Aber ein anderes Thema, was wenn jemand seinen E-Book-Reader möchte,
Problem ist, die können zwar im E-Book-Reader kommentieren, aber die können
die Kommentare nicht übermitteln.
Okay, also ich habe da eine App für, die kann sowohl Kindle-Dateien als auch EPUB lesen.
Da kann man drin kommentieren und sich das dann entweder per WhatsApp oder per E-Mail schicken.
Ist dann auch ein Verweis, zu welcher Stelle der Kommentar ist.
Also du markierst eine bestimmte Textstelle, idealerweise halt so den ganzen
Satz, dass es erkennbar ist und die wird dann auch zitiert und drunter steht,
was man dazu geschrieben hat.
Und nicht drin, diese Stelle ist auf Seite so und so.
Ne, das nicht. Die muss man dann quasi per Steuerung finden oder man erkennt den Text halt.
Und zwar heißt die E-Books, also E-B-O-O-X.
Ah, okay.
Und da fahre ich eigentlich schon seit vielen Jahren gut mit.
Beim Export nach WhatsApp ist ein bisschen blöd. Das ist immer nur eine bestimmte Länge.
Aber per E-Mail kannst du hunderte von Kommentaren und in einem Stück direkt,
also landet quasi direkt im E-Mail-Text.
Gut, aber du musst jetzt deine Testlesenden dazu bringen, dann auch diese App zu benutzen.
Wie gesagt, das kann jeder machen, wie er möchte. Wenn jemand danach fragt, dann empfehle ich das.
Aber ich habe auch schon Kindle-Kommentare mit dem Handy abfotografiert bekommen.
Ich sage immer so, wie es für dich am bequemsten ist, ich frickel mir das dann zurecht.
Ja, also nur mit den Testlesenden, der Umgang.
So mehr und mehr jetzt wird mir erst so richtig klar, wie gut es wäre,
wenn ich tatsächlich mal jemanden finden würde, der da in Niendorf an der Ostsee
oder irgendwo da aus der Ecke sich auskennt und lebt.
Ich glaube, ich muss das mit dem Social Media mal machen. Ich habe in meinem
Redaktionsplan jetzt für Freitag sowieso drinstehen, dass ich einen Post dazu
machen soll. Das wäre ja mal ein Thema.
So der Location, oder?
Ja, genau. Das wäre ja vielleicht mal, dass ich da einen Aufruf setze.
Mal gucken, wer sich meldet.
Ich teile es gerne.
Wobei, mit meinen Aufrufen,
Im Regelfall passiert ja nie was. Wobei, jetzt bei meiner Cover-Entscheidungspost,
da haben sich ja doch sehr viele beteiligt.
Wobei das Ergebnis sowas von eindeutig ist.
Das ist doch super.
Ja, da frage ich mich natürlich, wenn das Ergebnis so eindeutig ist,
warum habe ich mir vorher überhaupt Gedanken gemacht?
Ja, man steht halt selber viel zu dicht davor.
Absolut. Und so ist es ja nun bei dem Manuskript so. Für mich ist wirklich auch immer der Anfang.
Da bin ich total unsicher. Gerade wenn man am Anfang muss man natürlich ist
noch nicht so richtig Tempo.
Wobei mir auch aufgefallen ist, bei den ersten Bienehagenbüchern habe ich immer
dafür gesorgt, dass schon am Anfang irgendwie richtig Action war.
Das ist dann so mit der Zeit ein bisschen eingeschlafen. Und eigentlich finde ich es schön.
Ist auch immer schön für Lesungen, weil ich lese ja im Regelfall immer den Anfang.
So, und jetzt bei der aktuellen Geschichte, ich meine, ich brauche einfach ein
bisschen Vorlauf, jetzt ist Frau Appeldorn eh so ein bisschen gemächlicheres Tempo,
und die Geschichte ist ja, dass sie da den Kapitän kennenlernt,
und zwar habe ich das jetzt so konzipiert, sie lernt ihn quasi durch den Unfall
kennen, auf dem Supermarkt Parkplatz,
ihr Einkaufswagen rollt los und er kommt gerade mit seinem E-Bike und muss dann
ausweichen und rammt Frau Appeldorf und dadurch verstaucht sie sich oder hat
sie eine Bänderdehnung.
Er ist ja noch kein Urlaub, sie ist ja noch nicht da. Sie halten sich ja zu Hause.
Ach so.
Ja, klar. Ich muss das ja so organisch begründen, weil im Urlaub wäre ihr Nachbar ja nicht da.
Man nimmt ja nicht den Nachbarn mit zum Urlaub.
Aber warum wohnt der Kapitän bei ihr?
Weil der Kapitän in Ruhestand ist. Und weil seine Mutter in der Region lebt
und er sich um die kümmern muss.
Aha.
Und wie gesagt, dann rammt er Frau Appeldorn und zur Entschuldigung lädt er
sie dann zu einem Essen ein.
Und das ist halt ein sehr distinguierter Herr und ist sehr höflich und also
genau der Typ für Frau Appeldorf.
Und sie verabschieden sich dann auch und kündigt an, dass er zwei,
drei Tage in die Heimat muss, um was familiäres zu regeln.
Und dann würde er sich wieder melden. Naja, aber statt der Meldung vom Kapitän
steht dann nach dem Wochenende der riesige Kommissar vor der Tür und weil er
eine Hilfe gesucht, der schleswig-holstein nicht in den Polizei bekommen hat,
Weil eben dieser Kapitän tot aufgefunden wurde.
Und in seiner Tasche war halt die Adresse von Frau Appelbaum.
Aber das klingt doch nach einem guten Anfang.
Ja, so komprimiert. Aber das fängt natürlich an. Die erste Szene ist,
dass die quasi beim Essen sitzen.
Ach so, nicht das Rammen von dem Einkaufswagen.
Dann müsste ich ja erst das Rammen und dann das Essen. Dann würde der Anfang ja noch länger machen.
Ja, aber dann hast du Action am Anfang.
Puff.
Vera, du könntest eine Prologue schreiben.
Ja, genau.
Nee, aber ohne Quatsch. Ich hätte jetzt genau in der Sekunde angesetzt,
wo ihr dieser Einkaufswagen in die Füße oder der Fahrradfahrer oder wer fährt wem wo rein.
Ja, aber dann muss ich ja trotzdem dann bis dann der Kapitän tot ist,
dauert ja dann noch länger.
Ja, macht ja nichts.
Ah nee, das ist doch noch ein langsamer Anfang.
Da würde ich eher das Essen kürzen, weil das klingt viel langweiliger als der Unfall.
Naja gut, es geht ja so ein bisschen, ich muss ja die Motivation auf, ne?
Ja, schon klar.
Die Motivation muss ja sein, dass sie eine starke emotionale Bindung hat.
Das heißt, sie ist ein bisschen, hat sich ein bisschen verguckt in den netten Kapitän.
Aber das kriegst du doch alles in drei Szenen geschrieben.
Das sagt die, die immer schreit, wie es riecht. Also ehrlich.
Ja, der riecht bestimmt verdammt gut, der Kapitän.
Und du weißt ja, in Büchern riechen die meisten gutaussehenden Männer nach Sandelholz.
Okay.
Ich habe, glaube ich, nur geschrieben, dass er einen Herbenduft hat.
Ich will den Anfang nicht umbauen.
Also Prolog ist eigentlich die einzige Lösung.
Prolog ist ja dann immer...
Das wäre mal eine Story, wenn ich Vera dazu kriege, einen Prolog zu schreiben.
Eigentlich ist das schon ein Prolog, das, was vor dem Mord passiert.
Du nennst es nur erstes Kapitel.
Das sage ich auch immer. Warum nennen die Prolog nicht einfach erstes Kapitel?
Ja. Also ich muss ja die Zeitspanne, also der Mord muss ja relativ früh passieren.
Wenn ich da jetzt drei Kapitel brauche und dann erst ist der Tod,
dann fängt ja dann erst die Ermittlung an.
Ja, wobei, ich meine, wenn das Buch heißt Der tote Kapitän und da ist ein anderthalb,
zwei Kapitel ein Kapitän, der noch lebt, dann ist ja auch, kannst du ja auch
eine gewisse Spannung aufbauen, weil man sich ja denken kann, dass der bald tot ist.
Ja. Also ich habe, aber ich bin da immer sehr ungeduldig, deswegen denke ich,
da trägt so ein Kapitel und das zweite Kapitel und das zweite Kapitel fängt
damit an, dass sie erfährt, dass er tot ist und dann geht es los.
Und ich brauche ja, wie gesagt, zum einen brauche ich ja eine emotionale Bindung,
damit Frau Appel Dorn überhaupt sagt, ich muss ermitteln.
Und ich brauche einen Grund, warum sie den Nachbarn mitnimmt.
Deswegen der Unfall. Deswegen kann sie nämlich nicht laufen, kann nicht Auto fahren.
Aber jetzt mal, also ich meine, so ein Unfall dauert ja nicht lange.
Also so eine Seite kriegst du doch da noch. Und da kannst du ja einen Zeitsprung
machen und dann fängt es an, wo der Mann dazu sagt, danke, dass sie mein Entschuldigungsessen
akzeptiert haben. Da brauchst du gar nicht mehr groß erklären.
Ja, okay, das werde ich nochmal durchdenken. Das werde ich nochmal durchdenken.
Ich könnte ja mit dem Knall anfangen, mit dem Schöpfer.
Das ist ein Anfang nach meinem Geschmack, das gebe ich zu.
Kann man auch gut in der Lesung. Es knallt
erst mal. Es scheppert und die Apfelsinenrollen im Parkplatz entlang.
Ich habe die Zähne schon vor Augen.
Wäre doch schade.
Ja, da hast du recht. Ja, vielleicht mache ich das tatsächlich.
Da muss ich nochmal überlegen.
Naja, gut, das sind ja immer so komplexe Fragen am Anfang.
Genau wie wir das jetzt gerade diskutieren. Und deswegen bin ich immer total unsicher.
Und dann brauche ich einfach, was ich eigentlich gar nicht mag,
ich mag ja gar nicht lange Beschreibungen, aber ich muss natürlich am Anfang
auch Neueinsteigende abholen.
Also muss ich zum hundertsten Mal erzählen, dass sie eine Chefsekretärin war
und warum sie überhaupt so einen Elan hat, zu ermitteln und so.
Das muss ich halt. Das kann man natürlich bei so einem Gespräch zum Essen sehr
gut einbauen, weil sowas erzählt sie dem Gegenüber ja auch.
Und kann dem Ganzen dann noch so einen anderen Touch geben und kann auch so die,
körperlichen Gegebenheiten, wie sie aussieht, einbauen und muss nicht schreiben,
sie steht ganz ohne Spiegel ganz ohne Spiegel, genau,
wobei jetzt von der Schreibperspektive ist es ja sowieso der,
Also von oben betrachtet aus ihrer Perspektive, ich weiß nicht, wie man das nennt.
Personale.
Personale, ja, genau.
Aber der würde ja nicht ihr Aussehen beschreiben, weil er ja beschreibt,
was sie weiß und sie denkt ja nicht drüber nach, wie sie aussieht.
Also doch, als Frau tut man das schon mal hier und da.
Ja, aber anders, als wenn man sich noch nie selbst gesehen hätte.
Genau, ja, klar. Das stimmt. Ja, und wie wir jetzt ja schon feststellen,
ist das mit dem Anfang durchaus kompliziert.
Und ich brauche halt auch den Punkt, um irgendwann zu kommen,
so jetzt die Basis steht und jetzt fließt es.
So ganz bin ich da noch nicht.
Aber genau so Gespräche, wie wir jetzt hatten, finde ich eben auch super hilfreich,
wenn man die dann mit Testlesenden hat.
Das kommt natürlich eher zustande, wenn du wirklich dieses Konzept hast,
man kommuniziert über Sprachnachrichten.
Da hatte ich halt eben auch schon, dass dann jemand gesagt hat,
oh, das war ein bisschen zäh und dann hat man so ein paar Gedanken hin und her
geschickt und irgendwann hat man da so gemeinsam so,
ach, dann verpflanzt doch die Szene nach dort oder dann drehst du doch so und
entwickelst so gemeinsam eine Idee und das finde ich dann einfach toll.
Also davon abgesehen, dass ich es einfach schön finde, über meine Figuren mit
jemandem sprechen zu können, entstehen da auch wirklich manchmal richtig coole neue Ideen.
Ja, also ich sage mal so, die Freundinnen, die immer Tests lesen,
Die rufen mich ja dann auch an und dann gehen wir da durch und so.
Dann erzählen wir das schon. Auf jeden Fall.
Ja, also haben wir ja anscheinend so einen ganz unterschiedlichen Zugang zu
Testlesenden gar nicht, ne?
Unter dem Strich nicht.
Ja, ich meine, dass wir jetzt auf unsere alten Tage gelingen,
sogar Gemeinsamkeiten entdecken.
Das ist ein bisschen unheimlich.
Aber es ist ja so, lange Paare ähneln sich ja irgendwann. Oder gleich hört sich
das an. Also wenn ich jetzt nächste Woche mit Rasterlocken komme.
Ja, meine Liebe, dann bin ich mal gespannt, was deine Testlesenden zum zweiten Teil sagen.
Ich werde das mit dem Anfang, du hast, glaube ich, das ist eine gute Idee,
ich werde das mal ein bisschen so durchkauen und kann mir vorstellen,
dass es mir morgen früh Spaß macht, die Zähne zu schreiben und vielleicht komme
ich da noch ein bisschen mehr in Flow.
Das wäre schön.
Ja, an euch da draußen, lasst uns gerne mal teilhaben, wie ihr so mit Testlesenden
umgeht, ob ihr vielleicht gar keine habt oder so, was ihr so erwartet.
Wir freuen uns ja immer über Feedback und wie gesagt, der Aufruf gilt.
Alle Menschen, die sich an der Ostsee, speziell Timmendorfer Strand,
Niendorf auskennen und mit mir so ein bisschen auf die Geschichte schauen wollen
und mögen, dann bitte, bitte melden.
Ich freue mich sehr und bin gespannt, wer noch so kommt.
In diesem Sinne, ihr wisst, was ihr zu tun habt. Folgt uns, wo immer es geht. und...
Bewertet den Podcast, wenn man das dort kann, wo ihr ihn hört.
Genau, und erzählt auch gerne den Freunden und Bekannten dafür und abonniert
unser Buch Bubble Bulletin. Wir müssen mal wieder einen machen.
Naja, und ansonsten bleibt uns einfach gebogen. Bis nächste Woche.
Bis dann. Ciao, ciao.
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