Die Zwei von der Talkstelle

Gespräche aus der Selfpublisher- und Buchbubble

DZVDT #250 - 'Best of Talkstelle'-Reactions mit Carin und Christian vom Literarischen Saloon

Musikalische Überraschung und Erinnerungen zwischen Inspiration und Cringe - zu ihrer Jubiläumsfolge haben sich Vera und Tamara ihre Freund*innen vom Literarischen Saloon eingeladen: Carin Müller und Christian Raabe blicken mit zurück und reagieren.

20.02.2025 64 min

Zusammenfassung & Show Notes

Musikalische Überraschung und Erinnerungen zwischen Inspiration und Cringe - zu ihrer Jubiläumsfolge haben sich Vera und Tamara ihre Freund*innen vom Literarischen Saloon eingeladen: Carin Müller und Christian Raabe blicken mit zurück und reagieren - ganz Influencer-mäßig - auf alte Schnipsel aus 250 Folgen.

Zwischen völlig verrückten Momenten und Inspiration von Bestseller-Autor*innen bringen Carin und Christian den beiden Gastgeberinnen ein ebenso witzig geniales wie rührendes Jubiläumsständchen. Und natürlich bleibt die Frage: Was haben fünf Jahre mit unseren Zielen fürs Schreiben gemacht? 

Musikalische Überraschung und Erinnerungen zwischen Inspiration und Cringe - zu ihrer Jubiläumsfolge haben sich Vera und Tamara ihre Freund*innen vom Literarischen Saloon eingeladen: Carin Müller und Christian Raabe blicken mit zurück und reagieren - ganz Influencer-mäßig - auf alte Schnipsel aus 250 Folgen.
Zwischen völlig verrückten Momenten und Inspiration von Bestseller-Autor*innen bringen Carin und Christian den beiden Gastgeberinnen ein ebenso witzig geniales wie rührendes Jubiläumsständchen.
Und natürlich bleibt die Frage: Was haben fünf Jahre mit unseren Zielen fürs Schreiben gemacht?

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Transkript

Tamara
00:00:00
Wir lieben Folge 250 von die zwei von der Talkstelle und wir haben uns was Schönes für euch ausgedacht. Wir haben nette Gäste, wir haben schöne Erinnerungen, lustige, inspirierende Erinnerungen. Und was genau passiert, müsst ihr, glaube ich, einfach selber hören.
Vera
00:00:17
Ja, wir haben nämlich auch sehr interessiert reingehört, wie wir mal vor fünf Jahren angefangen haben. Ja, und da war so manche überraschende Erkenntnis dabei. Die 2, Tada! Hier ist Folge, haltet euch fest, 250 von die 2 von der Talkstelle. 2-5-0 Ist das nicht genial? Liebe Tamara Leonard, um nochmal deinen Namen vollständig auszusprechen Ja.
Tamara
00:01:07
Liebe Vera Nentwig So machen wir das jetzt einfach Man merkt.
Vera
00:01:12
Wie das wie wir professionell geworden sind in 250 Folgen Wow, das ist ja, Hammer, mir fallen die Superlativen gerade nicht ein, aber ich habe ausgerechnet Das sind 10 Tage und 14 Stunden an einem Stück, die zwei von der Talkstelle hören.
Tamara
00:01:32
So viel exquisite Unterhaltung.
Vera
00:01:35
Ja, aber sowas von. Also ihr merkt, wir sind in Jubiläums- und Feierstimmung.
Tamara
00:01:43
Jawohl, ja.
Vera
00:01:44
Und wie man das so macht, wenn man in unserem Alter feiert, dann lädt man sich zwei Leute zum Raclette ein.
Tamara
00:01:52
Ja, ich nicht, ich bin hier jetzt wegen dran.
Vera
00:01:58
Oder sowas, ja. Also das, die Harten feiern so, noch nicht mehr ganz so.
Tamara
00:02:05
Aber, Wir haben nicht mal einen Sekt dabei. Ich habe hier, eine Limo kann ich anbieten.
Vera
00:02:14
Ja, immerhin, bei mir ist noch was.
Tamara
00:02:16
Auf uns.
Vera
00:02:18
Also ihr merkt, Ihr habt jetzt noch die Chance direkt abzuschalten oder ihr zieht es durch und es wird eine Feierfolge mit illustren Gästen und wir wollen ein wenig natürlich mal zurückschauen und unsere großen Taten, aber auch unsere Sünden der Vergangenheit ein wenig vor Augen führen.
Tamara
00:02:40
Aber lass uns erst mal bei den Taten, Sünden und Freuden der Gegenwart bleiben.
Vera
00:02:46
Welche Sünden hast du denn aktuell?
Tamara
00:02:49
Was macht dein Buch?
Vera
00:02:53
Okay, das ist eine richtige Wahl. Ich habe schon das letzte Mal gesagt, ich hänge gerade. Ich versuche gerade einen anderen Arbeitsrhythmus zu finden, weil ich habe festgestellt, ich kriege das mit Beruf und Schreiben an einem Dach gemixt. Nicht so hin. Ich versuche gerade irgendwie, dass ich sage, okay, ich nehme ein, zwei Tage als reine Schreibtage oder als reine Tage mit meinem Autorinnen-Dasein und mit dem Ganzen drumherum. Und andere Tage, wo ich wirklich dann auch wirklich Volltime, zehn Stunden oder was auch immer, mich um einen Job kümmere. weil so das Mischen, ich habe, tut mich immer schwerer, wahrscheinlich ist das eine Alterssache, so die verschiedenen Dinge im Kopf separat zu kriegen oder separieren. Ja, oder es ist einfach auch nur irgendwo jetzt gerade Jahreszeit oder allgemeines körperliches Befinden oder ich weiß es nicht.
Tamara
00:03:50
Ja, man hat da unterschiedliche Phasen. Ich habe früher ja immer früh geschrieben, dann ging das nicht mehr. Jetzt neuerdings, ich habe heute Nacht irgendwie, Also ich war noch weg gewesen, kam um halb zehn nach Hause. Da habe ich mich nochmal an den Rechner gesetzt und bis weit nach zwei Uhr gearbeitet. Jetzt zwar nicht am Buch, aber das ist was, was ich sonst eigentlich selten tue, nachts arbeiten. Aber das hat auf einmal super geklappt. Manchmal muss man einfach go with the flow und nimmst so, wie es gerade funktioniert.
Vera
00:04:17
Ja, ich will ja jetzt nicht vorgreifen, wenn wir gleich nochmal so ein bisschen zurückgucken. Aber ich habe tatsächlich beim Hören älterer Folgen eine Folge gefunden, wo du dann gerade behauptet hast, um fünf Uhr aufgestanden zu sein.
Tamara
00:04:33
Ja, das habe ich viele Jahre gemacht. Aber zu dem Thema habe ich auch gleich noch was Schönes für dich. Ich wollte dir aber erst was anderes zeigen. Nimm mal dein Handy zur Hand. Ich schicke dir mal was.
Vera
00:04:45
Aber das können die Leute doch jetzt nicht hören.
Tamara
00:04:47
Du musst es ja dann beschreiben.
Vera
00:04:49
Ich muss es beschreiben.
Tamara
00:04:50
Ja, ja.
Vera
00:04:51
Ein Foto. Glückwunsch, ich habe es geschafft. Ein Schreibziel ist fertig von 87.777 Wörtern. Wow, du hast 87.777 als Schreibziel eingegeben?
Tamara
00:05:07
Ja, ich fand das irgendwie eine schönere Zahl als 88.
Vera
00:05:11
Ich finde beides sehr viel. Das ist ja anderthalb Macher von meinem.
Tamara
00:05:17
Also was Vera da gerade bekommen hat, ist der Screenshot von dem Moment, in dem Papyrus mir verkündet hat, dass ich mein Ziel erreicht habe. Das war heute früh. Allerdings war da die Geschichte noch nicht ganz zu Ende. Also ich glaube, ich muss auch das letzte Kapitel in zwei aufteilen. Sprich, ich bin doch nicht fertig. Ich denke, es werden tatsächlich dann doch eher 90.000 und ich werde es wohl erst nächste Woche fertig machen können, weil ich ja jetzt noch ein bisschen was für die Eröffnung der AutorInnen-Lounge am Samstag zu tun habe. Aber immerhin schon ein kleines Ziel erreicht.
Vera
00:05:53
Ich bin sehr beeindruckt. Ja, wie gesagt, vom Umfang her ist es ja das anderthalbfache von meinen. Also von daher Chapeau, meine liebe Tamara, Chapeau.
Tamara
00:06:04
Ich könnte es jetzt auch einfach da so stehen lassen und es bleibt für immer unvollendet.
Vera
00:06:10
Ja. Und dann Titel 87.777 Wochen. So ein schöner Romantitel, 87.777.
Tamara
00:06:19
Wochen. Ich denke mal drüber nach.
Vera
00:06:23
Ich habe mal letzte Woche mal mit der Martina drüber sprechen können. Das hört sich total literarisch an.
Tamara
00:06:27
Auf jeden Fall.
Vera
00:06:30
Ja, super. Ja, toll. Da hast du ja Erfolgserlebnisse en masse. Also passt ja zum Jubiläum. Da kommst du ja aus der Fire-Alone-Heim heraus.
Tamara
00:06:42
Genau so sieht es aus. Am Samstag wird angestoßen, wir stoßen heute an. Nächste Woche stoße ich auf den fertigen Roman an. Schöner kann man sich den Weltuntergang am kommenden Sonntag ja fast nicht zurecht machen.
Vera
00:06:58
Der Weltuntergang wird nicht kommen, da mache ich mir keine Sorgen.
Tamara
00:07:03
Das freut mich ja, dein Optimismus.
Vera
00:07:05
Ja, nee, das wäre...
Tamara
00:07:07
Aber bleiben wir bei schönen Themen. Ja, ja, nein.
Vera
00:07:10
Also darum muss man jetzt nicht. Aber gut, lass mal das. Ja, ich hatte zumindest ein schönes Wochenende, weil ich habe zum ersten Mal so initiiert, so als Regio-Schwester der Region West für die neuerdeutschen Schwestern, hatte ich angeregt, dass wir in diesem Jahr mal einen Kick-Off machen. so mit dem Ziel, wir treffen uns und nehmen alle Schwung für unsere. Schreibautorinnen und sonst was ja und ja das ist dann auf Anklang gestoßen, da waren wir knapp 30 Schwestern in einem Hotel in der Nähe von Dortmund und haben uns am Samsternachmittag so gegenseitig kurz erzählt, was so unsere aktuellen Projekte sind und was so unsere Ziele sind und haben natürlich sehr viel uns ausgetauscht und, Das war ein sehr belebender Tag, der mich auch wirklich sehr zum Nachdenken gebracht hat, zumal ich ja dann da auch so meine Ziele nennen musste. Und wenn man das nochmal so von 30 Leuten ausspricht, dann wurde einem bewusst, oder mir wurde dann bewusst, dass ich es wahrscheinlich immer noch zu sehr so als Nebenbei-Ding sehe. und deswegen halt auch so der Gedanke, den ich vorhin schon kurz äußerte, zu sagen, ich darf das nicht nur als irgendwie so nebenbei Hobby sehen, wenn ich das wirklich so aufbauen will, dass es auch letztlich mal irgendwie einen finanziellen Zubrot gibt, dann muss ich das eigentlich sehen wie ein Beruf und dann geht das nicht, wenn ich sage, ich schreibe jetzt immer nur morgens eine Stunde, wenn mir da noch ist. Das funktioniert nicht. Ich muss das irgendwie anders priorisieren. Klar, ich habe gerade noch keine so richtige Ahnung, wie ich das alles so sortiert kriege, aber da arbeitet es stark in mir und ich überlege gerade auch sehr konkret, glaube ich. Der Empfehlung von Martin Christ folge und meine Biene Hagen Cover komplett neu gestalte und damit quasi neu starte.
Tamara
00:09:14
Ich habe mal einen Artikel gelesen, dass einige, ich glaube, das waren Verlage, ich bin mir jetzt aber nicht sicher, ist ja auch egal, tatsächlich unterscheiden zwischen dem Printcover und dem E-Bookcover, dass die da ganz unterschiedliche Designs haben. Ist ja vielleicht auch ein Thema.
Vera
00:09:29
Ja, wobei ich würde dann wahrscheinlich, also ich muss jetzt mal sehen, was das für Kosten, ich habe jetzt mal, jetzt mache ich schon wieder so Halbsätze, ich muss mal sehen, welche Kosten das dann sind und ich habe mal bei meiner Cover-Designerin angefragt, was mich so ein Projekt dann bei ihr kosten würde, mal sehen, also wenn das jetzt achtmal der Preis für ein Einzelcover ist, dann kann ich mir das nicht leisten, wenn ich habe zweieinhalbtausend Euro oder so.
Tamara
00:09:56
Die müssen dann erstmal wieder reinkommen. Genau.
Vera
00:09:58
Aber ich habe ein bisschen die Hoffnung, dass man das so als Gesamtprojekt sieht, dass es dann doch was günstiger wird. Und ja, das muss ich aber jetzt nochmal sehen. Und dann ist so das Ziel, dass ich die Bücher, die ich quasi jetzt im VLB und im Barsortiment gemeldet habe, die lasse ich, wie sie sind. Zumal ich da ja vorhin auch noch einige Exemplare im Keller liegen habe. Wenn irgendeinen Buchhandel bestellt, kriegt er die bestehenden. Aber das, was bei Amazon, so ein E-Book und KDT-Print ist, würde ich dann aktualisieren und auch das Print mit einer neuen ISBN-Nummer versehen. Und dann schauen wir mal.
Tamara
00:10:37
Also es bleibt bewegt und spannend.
Vera
00:10:40
Genau und ja, und wir können jetzt mal so ein bisschen sehen, dass wir in den letzten fünf Jahren oder 249 Folgen auch so einiges bewegt haben.
Tamara
00:10:52
Was es so getan hat.
Vera
00:10:54
Genau und ja, Dafür haben wir uns Gäste eingeladen, die wir quasi von Anfang an uns begleitet haben und die da sicherlich so ihre Sicht darauf schildern können.
Tamara
00:11:08
Wir haben gerade festgestellt, wir haben zwar schon so oft miteinander getalkt, aber heute sind wir zum ersten Mal in einer Viererkonstellation zusammen, in der wir uns auch alle gleichzeitig sehen. Es ist also ein Jubiläum und ein Debüt gleichzeitig und wir freuen uns sehr, sehr, dass Sie mal wieder da sind, die beiden vom Literarischen Salon, Karin Müller und Christian Rabe. Hallo! Ich könnte ein schöner Herzen zeigen.
Christian
00:11:41
Ich wollte jetzt eigentlich gerade noch was anderes machen, weil, na, wenn das System das endlich kapiert, dann, yay!
Vera
00:11:49
Gut, das hören jetzt unsere Leute nicht, aber Christian, der hat uns gerade schon Feuerwerk geschenkt und jetzt kommen Herzchen über sein Bild, also wir sind voll geflasht.
Christian
00:12:00
Genau, ich bin voll automatisch ausgestattet.
Tamara
00:12:03
Ja, also wir haben ja ein neues Format uns für heute überlegt, was auf YouTube bei den ganz großen Influencern so richtig gut läuft. Wir machen heute eine Reaction-Folge. Wir haben euch ein paar Schnipsel mitgebracht und auf die erste braucht man jetzt eigentlich nicht groß reagieren, aber der Nostalgie wegen wollte ich euch doch mal die allerersten Worte der Talkstelle nochmal vorspielen.
Schnippsel
00:12:30
Ja, hallo ihr da draußen. Hier ist Vera Nentwig und auf dem anderen Ende der Leitung ist Tamara Leonhardt. Hallihallo. Ja, genau. Wir zwei sind die zwei von der Talkstelle und haben unsere erste Podcast-Folge vorbereitet, die folgende Themen streift.
Tamara
00:12:51
Ja, streift. Das ist, glaube ich, die wichtige Antwortierung.
Christian
00:12:55
Ja, Feinheiten. Aber das klang ja so ähnlich wie bei uns.
Tamara
00:13:01
Ich glaube, wir sollten die erste Folge umbenennen, denn sie haben keine Ahnung, was sie tun.
Vera
00:13:06
Also mittlerweile haben wir ja auch einen wahren Hinweis da reingeschrieben.
Tamara
00:13:10
Ich habe sie mir tatsächlich gestern nochmal komplett angehört. Ja.
Christian
00:13:16
Es ist doch aber schön, dass ein Unterschied zu merken ist, oder?
Tamara
00:13:20
Das ist wohl wahr.
Vera
00:13:22
Also ich habe auch gemerkt, wenn ich so die ersten Folgen, also die Technik gerade bei mir, meine Mikrofontechnik war echt grottisch.
Christian
00:13:32
Ich weiß noch, ich musste bei unseren ersten Folgen immer so eine Krokodilklemme anfassen, weil ich sonst einen 50 Hertz Brummen immer habe.
Carin
00:13:43
Du durftest dich eigentlich auch nicht bewegen, du musst immer irgendwie sehr starr da sitzen.
Tamara
00:13:47
Wir haben angefangen mit Skype. Dann habe ich irgendwann, das hatte ich dann als App auf dem Handy, also die ersten Folgen saß ich wirklich mit dem Telefon da, als würde ich telefonieren.
Christian
00:14:02
Ja, geht da.
Tamara
00:14:03
Jetzt haben wir einen etwas größeren Aufbau.
Christian
00:14:06
Allerdings, sieht ja richtig, richtig professionell aus. Also vor allen Dingen, weil ihr euch jetzt ja nun auch direkt immer in die Augen guckt, was wir ja konsequent vermeiden normalerweise.
Tamara
00:14:17
Das hat meine Sprechzeit deutlich erhöht.
Vera
00:14:20
Ja, absolut.
Christian
00:14:22
Weil man dir jetzt ansieht, wenn du was sagen möchtest.
Vera
00:14:25
Genau. Absolut. Und ich muss auch sagen, ich habe schon den Eindruck, dass das Sehen schon die Gespräche noch so ein bisschen intensiver gemacht hat. Man ist doch tiefer drin, wenn man das Gegenüber sieht. Und ich finde es gerade, wenn wir irgendwelche Top-Autorinnen und Autoren, die man nur von irgendwelchen Büchern kennt, persönlich hat. Manchmal sieht man auch deren Umgebung. Ich erinnere mich immer gerne zurück an das Gespräch mit Mario Giordano. Tamara lächelt, weil ein sehr charmanter Kerl. Der saß dann vor seinem Häuschen in Sizilien. Im Hintergrund war das Meer.
Tamara
00:15:12
Mit leicht geöffnetem Hemd.
Vera
00:15:15
Müsst ihr euch mal einladen, dafür müsst ihr ein Bild einschalten.
Tamara
00:15:20
Ja, aber der war schon toll. Also auch als Autor.
Vera
00:15:26
Ja, absolut. Hoffentlich hört er die Folge nicht mehr.
Tamara
00:15:34
Warum? Wir sind sehr nett und ich meine, das ist auch alles ganz positiv und ehrlich.
Vera
00:15:39
Das ist auch absolut richtig. Ja, aber ich habe auch die letzten Tage natürlich gedacht, wir wollen ja so ein paar Schnipsel vorstellen. und dann habe ich es natürlich bei den ersten Folgen reingehört und, Mir ist dann sehr schnell aufgefallen, dass man hier mal an den ersten Folgen des Jahres schon direkt aus den ersten Worten was rauslesen kann. Okay. Und ich spiele euch jetzt mal die Ausschnitte vor mit den ersten Folgen des Jahres. Hört mal rein. Also immer nur so ganz kurzen Schnipsel.
Schnippsel
00:16:17
Auf jeden Fall kommen wir dann jetzt voll ins Jahr 2020 starten. Also ich habe mir vorgenommen, das wird mein Jahr und ich schleife dich einfach mit, Tamara, ob du willst oder nicht. Das ist nett. Wobei ich habe gelesen im Horoskop der Zeitschrift Freundin, dass der Glückstag für mein Sternzeichen ist der 14. Dezember 2020. Und an dem Tag bin ich aber noch nicht sicher, ob ich dann überhaupt aus dem Haus gehen werde, weil laut dem Horoskop werde ich dann entweder einen Haarheitsantrag kriegen oder schwanger sein. Da bin ich jetzt nicht sicher, welches mich mehr erschreckt.
Tamara
00:16:56
Vielleicht meinten die den positiven Test.
Christian
00:17:03
Zwei Striche.
Tamara
00:17:05
Jetzt wird ein Schuh draus.
Christian
00:17:09
Daher hat man es immer vorher gewusst.
Vera
00:17:12
Wir wollten doch den 15. Dezember im Auge behalten und wir haben es nicht kontrolliert.
Christian
00:17:17
Mann, Mann, Mann.
Tamara
00:17:18
Ich war es nicht ganz sicher, die dir das Horoskop geschrieben hat. Ich sehe da zwei Striche.
Carin
00:17:24
Darf ich mal ganz kurz was sagen? Weil ich bin nämlich so ein bisschen irritiert. Ich sehe nämlich bei euch jetzt hier immer wunderbare Tonspuren und ich habe Flatline. Hört ihr mich überhaupt?
Vera
00:17:32
Ja, ja.
Christian
00:17:33
Wir hören dich wunderbar.
Tamara
00:17:37
Bei mir hast du Ausschlag.
Christian
00:17:41
Ja, davon reden wir ja auch regelmäßig bei uns. Nur kann man das da nicht sehen.
Vera
00:17:45
Also wir hören mal, wie sich das dann über die nächsten Jahre weiterentwickelt hat. Warte mal.
Schnippsel
00:17:51
Auf dem Wege der Besserung und ansonsten bin ich motiviert und optimistisch, was ich von dir auch hoffe. Ja, ich bin sowas von optimistisch und motiviert und was wir ja nicht vergessen dürfen, wir wünschen euch da draußen, liebe Hörerinnen und Hörer, ein ganz tolles neues Jahr. Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen, seid gesund und seid voller Elan, was ihr euch so für 2022 vorgenommen habt. Und dann seid ihr mir zumindest schon mal ein bisschen voraus.
Christian
00:18:27
Naja, 2022, das ging ja von 20 über 21 bis 22 immer weiter in die Hose sozusagen.
Vera
00:18:35
Kein Wunder. Genau, also man merkt so, dass da die Motivationskurve schon ein bisschen nachlässt. Und, ja, man hört selbst rein, ich sage es dann nacherst.
Schnippsel
00:18:46
Und jetzt kommt immer die Jahreshoroskoppe und da steht in mehreren Horoskoppen drin, dass für den Krebs, was ich bin, ab Juli bis Oktober werden die Lebensträume wahr und alles geht los. Sehr schön.
Tamara
00:19:01
Wirdes Jahr war das?
Vera
00:19:02
23. Also wenn ich eine Lehre daraus ziehen darf, ich sollte nicht mehr so viele Horoskope leben.
Christian
00:19:12
Ja.
Vera
00:19:14
Ja, aber man kann tatsächlich, um es ein bisschen höher zu zeichnen, Weltgeschichte an unseren Intros ablesen.
Tamara
00:19:24
Ja, gut, dass du nicht den Anfang von diesem Jahr genommen hast. Habe ich ja schon mal den Weltuntergang proklamiert.
Christian
00:19:33
Oh, was soll man sagen?
Tamara
00:19:35
Ein paar Tage noch.
Vera
00:19:38
Auch da muss ich ja sagen, wie sich unsere Anfänge entwickelt haben. Ja, also wir haben ja, als wir dann so das erste Mal nach Feedback gefragt haben, war doch immer, ein erkläglicher Prozentsatz von Hörerinnen und Hörern, die sagten, ja, aber so euer Anfangsgeplänkel ist ein bisschen sehr langatmig. Und ich sag mal so, wenn man sich das anhört.
Schnippsel
00:20:11
Hier sind sie wieder, die zwei von der Talkstelle, Tamara Leonhardt und Vera Nentwig, mit ihrem Podcast über Schreiben, Lesen und allem, was dazu gehört. Ja, bonjour Tamara. Bonjour Madame. Was sagst du dazu, dass ich extra nach Lothringen komme? Ich bin begeistert. Das ist Premiere. Und dann habe ich heute Morgen noch gehört, dass das jetzt hier Gefährdungsgebiet wegen Corona ist. Ja, du bist todesmutig trotzdem gekommen. Also ich fühle mich sehr, sehr geehrt. Ich riskiere quasi mein Leben für den Podcast. Alles für den Podcast, alles für den Club. Wobei es freut mich auch total, mal hier bei dir persönlich zu sein. Ich kann jetzt deine Aussagen über dein schnuckeliges Häuschen und über diese auch sehr ländliche Gegend ganz anders interpretieren und verstehen. Ja, ich habe ja gesagt, wenn du in den Ort reinfährst, nicht zu viel Gas geben, sonst bist du wieder raus. Nein, also als ich diese Straße einbog, wo mein Navi mir sagte, jetzt rechts abbiegen, war ich mir auch unsicher, weil es sah erst mal so aus, ob ich jetzt auf dem Feld fahren sollte. Aber tatsächlich, dahinter kamen ein paar Häuser und da wohnt dann Tamara. In einem total süßen Hutzelhäuschen. Also wenn da so die Oma aus Hänsel und Gretel gekommen wäre oder so, hätte mich das nicht gewundert.
Christian
00:21:42
So, liebe Kinder.
Carin
00:21:47
Aber ich meine, es war sehr gut zum Thema langatmiger Einstieg. Ich würde mal sagen, das Tempo hat angezogen.
Tamara
00:21:56
Aber ich habe da gar nicht mehr auf dem Schirm, dass wir mal eine Folge hier face to face aufgenommen haben.
Vera
00:22:02
Was für verdrängend, dass ich dich mal besuche.
Tamara
00:22:04
Nein, natürlich wusste ich noch, dass du hier warst, aber ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass wir aufgenommen hatten.
Vera
00:22:10
Ja, natürlich. Was sollen wir als Podcaster sonst machen.
Tamara
00:22:13
Wenn wir zusammenbleiben? Ja, richtig.
Christian
00:22:15
Wir haben ja alle nichts anderes mehr zu tun im Prinzip.
Vera
00:22:19
Naja, aber man hat dann auch die Evolution unseres Jingles. Das war ja jetzt schon die zweite Version. Also die erste Version war nur Saxophon.
Tamara
00:22:28
Von Vetter Georg.
Vera
00:22:30
Von Vetter Georg, genau. Und die zweite Version war dann mit Ansprache von...
Tamara
00:22:35
Jan Ranft.
Vera
00:22:36
Jan Wranft mit Saxophon noch am Ende. So, und jetzt mittlerweile haben wir hier einen anderen. Genau. Ja.
Carin
00:22:44
Ja, ich war ein bisschen Shell-Schock, ehrlich gesagt. Nein, also das finde ich total cool. Ich habe mir jetzt die ganze Zeit gedacht, mein Gott, wir machen echt immer noch genau den gleichen Stiefel wie seit Folge 1.
Tamara
00:22:55
Ja, aber ihr hattet auch von Anfang an ein sehr cooles Intro mit eurem Ruhig-Brauner.
Christian
00:23:01
Ja. Ja, und Tim hat ja auch eine sehr sonore Stimme dazu, das passt so perfekt. Ja, da musste man im Prinzip nichts wirklich dran ändern. Aber ja, also hin und wieder bin ich auch so mal am Überlegen, könnte man oder sollte man da was anders machen? Aber dann machen wir im Zweifelsfall in irgendeiner Off-the-Record-Geschichte nach einer Aufnahme eben auch mal so, wollen wir was ändern? ach nee, muss eigentlich nicht. Ja, oder? Ist doch so.
Carin
00:23:32
Ja, nein, aber ich finde, bei euch ist das wirklich super. Das ist ja auch so, das hat ja sowas Organisches. Das hat sich so entwickelt. Und ich bin ja wirklich, ich habe jede einzelne Folge von Podcast gehört. Also ich vielleicht als Einzige. Oder gibt es noch so ein paar andere Hardcore-Mans?
Vera
00:23:45
Wir hatten sogar letztens eine, die spät eingestiegen ist und jetzt alle Folgen aufgehört.
Carin
00:23:51
Das ist Hardcore. Aber insofern habe ich das natürlich wirklich auch alles mitbekommen. und kann mich aber natürlich auch an längst nicht mehr alles erinnern. Also ich meine, ich kann mich ja schon kaum erinnern, was wir in unserer letzten Folge gemacht haben.
Christian
00:24:04
Also geschweige denn, was wir in der nächsten machen.
Carin
00:24:07
Ja, das ist sowieso.
Vera
00:24:09
Ja, aber ich spiele euch nochmal einen anderen. Wir haben ja von Anfang an immer gesagt, wir nehmen quasi die Folge auf und dann machen wir danach noch so eine Kurzfassung, die wir vorne vorsetzen und nochmal als Teaser benutzen, weil irgendwelche berühmten anderen Podcaster das auch so machen. Ich weiß nicht mehr, welche es waren.
Tamara
00:24:28
Das war ein Joko Winterscheid und ich weiß gerade nicht mehr, wie sein Mitpodcast er ist.
Vera
00:24:34
Genau, wir haben gesagt, wenn, dann richten wir uns an den Besten und Erfolgreichen.
Christian
00:24:38
Ja, sowieso.
Vera
00:24:40
Und ich habe hier in Folge 5 festgestellt, da ist uns das ein bisschen entglitten.
Tamara
00:24:50
Das ist wahrscheinlich wie bei diesen Filmen, wo so nach 20 Minuten dann mal der Titel kommt.
Vera
00:24:54
Ja, ich spiele es mal vor.
Schnippsel
00:24:58
Es ging einfach darum, wie man sich gegenseitig unterstützen, inspirieren kann, wie weit das gehen kann. Will man tatsächlich sogar zusammen schreiben? Tauscht man sich über sein Manuskript aus? Oder ist man dann doch bis zu einem gewissen Punkt so ein bisschen doch allein unterwegs? Das waren alles so unsere Themen heute. Genau, wir hatten noch einen kurzen Abstecher nach Europa und natürlich unsere Standardrubriken Sie haben Post und das Ding der Woche. Genau, seid gespannt.
Tamara
00:25:27
Jetzt habe ich voll Bock, die Folge zu sagen. Aber ich würde ganz gerne mal kurz ein Schreibthema dazwischen schmeißen, was ich Vera im Vorgespräch schon angekündigt habe. Da hat sie sich nämlich mal wieder darüber ausgelassen, dass ich früher um fünf aufgestanden bin, um zu schreiben. Und jetzt, jetzt pass ab.
Schnippsel
00:25:47
Ja, ja, bei mir definitiv immer, wobei ich auch tatsächlich auch frühmorgens am kreativsten bin. Also wenn ich dann wieder so ein aktuelles Projekt habe, dann stehe ich um sechs Uhr auf und ich habe dann immer so einen Word-Counter. um die 700 Wörter und wie ich so jeden Tag schreiben will.
Tamara
00:26:07
Du bist um 6 Uhr aufgestanden.
Vera
00:26:08
Ja, ich erinnere mich.
Carin
00:26:10
Du hast 700 Wörter geschrieben, vorm ersten Kaffee.
Vera
00:26:14
Nein, nicht vorm Kaffee, vorm Waschle.
Carin
00:26:19
Aber im Nachthemd.
Vera
00:26:21
Sowieso, im Nachthemd. Wobei, ich habe es dann, da muss ich nochmal gucken, ich muss das nochmal hören, irgendwo in einer Folge sagst du das nämlich auch.
Tamara
00:26:32
Ja, das ist ja kein Geheimnis. Inzwischen leider auch nicht mehr, seit ich 40 geworden bin.
Vera
00:26:40
Ja, aber ich wollte doch mal die eine Stelle finden. Moment.
Carin
00:26:44
Einmal mit Profis arbeiten.
Christian
00:26:46
Ja, während Vera jetzt vielleicht gerade schon aufgegeben hat zu suchen oder vielleicht noch am Suchen ist, hätten wir für euch auch noch eine Kleinigkeit vorbereitet. Wir haben nämlich mehr oder weniger gemeinsam ein kleines Ständchen gesungen.
Carin
00:27:03
Eher weniger.
Christian
00:27:05
Du hast das erste und das letzte Wort.
Carin
00:27:08
Ja, aber es ist nicht schön, was ich sage oder singe.
Christian
00:27:11
Egal.
Schnippsel
00:27:23
Ich liege als auf dem Sofa, da kommt meine Frau. Oh? Da ist die Talkstelle am Start, wo Vera und Amara quatschen, auf ihre ganz besondere Art. Neulich war ich bei der Arbeit und der Chef kam ins Büro. Ich starrte auf mit ihren Bildschirm und trug Kopfhörer dazu. Er dachte, ich wäre in der Telco und hat mich auch noch drin gestärkt. Heimlich wischte ich mir den Schweiß ab Zum Glück hat er es nicht bemerkt Denn ich für Freitag lieber Podcast Da ist die Talkstelle am Start Wo Vera und Tamara quatschen Auf ihre ganz besondere Art. Letztens hielt ich einen Vortrag Da kam ne neue Folge raus Ich verließ direkt das Podium Und der Schleunis aus dem Haus Das Publikum war ganz verwundert Der Moderator ringte ab Denn er hatte längst verstanden Was ich jetzt zu tun hab Ich auf Freitag lieber Podcasts.
Vera
00:29:37
Super. Wow.
Tamara
00:29:39
Geiles Reste.
Christian
00:29:40
Ich muss da an euer Ständchen für uns denken, das war, war das mal zu Weihnachten? Für die Weihnachtsfolge, genau. Zur Weihnacht höre ich am liebsten den Saloon oder irgendetwas. Irgendwas muss da doch noch gehen.
Tamara
00:29:57
Ich möchte anmerken, dass mir gerade die Wangen wehtun vom Lachen.
Vera
00:30:01
Ja.
Tamara
00:30:01
So schön.
Vera
00:30:04
So schön. Ich bin sehr gerührt. Das müssen wir benutzen.
Christian
00:30:08
Das dürft ihr herzlich gerne benutzen, denn für euch ist es ja gemacht.
Tamara
00:30:13
Dankeschön. Wie toll.
Vera
00:30:17
Ja, jetzt bin ich geplättet.
Tamara
00:30:19
Jetzt ein Übergang. Ja, ich habe mal noch so überlegt, wer so ganz besonders inspirierende Gäste waren, außer Karin und Christian. Sonst hat ja noch keiner für uns gesungen. aber woran ich immer sehr gerne denke ist zum Beispiel das Gespräch mit Romy Hausmann, und da habe ich einen kleinen Schnipsel rausgesucht der mich einfach sehr mit hat mitfühlen lassen und der mich sehr begeistert also die ganze Folge, ich habe sie mir nochmal angehört sie ist einfach eine unglaublich coole Socke aber so als kleines Beispiel habe ich das hier mal mitgebracht.
Schnippsel
00:30:55
Wenn du sagst, du hast alles reingelegt, auf welcher Ebene würdest du das ansiedeln? Also einfach emotional oder an Recherche oder wie kannst du das beschreiben? Ich habe mich komplett reingelegt. Das war ein Jahr, du hättest mich nicht sehen wollen. Ich bin eh ein sehr exzessiver Mensch, wenn ich im Schreibflow bin. Ich gehe nicht duschen, ich kämme mir nicht die Haare. Das ist kein Spaß, mit mir zusammen zu sein. Ich bringe den Müll nicht raus, ich vergesse alles. Ich bin da sehr, sehr schlecht, meinen Alltag zu bedienen. Ich gucke einfach nur, dass das Kind irgendwie satt ist und dass die Hausaufgaben erledigt sind und dass der frische Klamotten hat, aber alles andere ist weg. Und das war ein Jahr auch, wo ich nichts gemacht habe. Ich habe wirklich morgens geschrieben, bevor mein Sohn aufgestanden ist. Ich habe geschrieben, während er in der Schule war. Ich habe bis in die Nächte reingeschrieben und ich habe nichts für mich getan. Ich war nicht einmal aus in diesem Jahr. Meine Freunde haben mich nicht mehr gesehen. Ich war, glaube ich, auch teilweise meiner Familie gegenüber sehr schroff. Meine Mama und die hat es dann auch immer abgekriegt. Es war ein Jahr, wo wirklich alles von mir nur in dieses Buch gegangen ist.
Christian
00:32:02
Stimmt, ich erinnere mich.
Tamara
00:32:04
Das klingt ein bisschen dramatisch, aber irgendwie, und auch nicht nur gesund, aber irgendwie diese Leidenschaft und dieses Ich-will-schreiben, also was da drin steckt.
Vera
00:32:17
Das ist schon... Ja, danach fühle ich mich total schlecht.
Christian
00:32:20
Ja, ich auch.
Vera
00:32:21
Du auch?
Carin
00:32:22
Ja, voll. Also ich meine...
Christian
00:32:24
Und das sagst du, die jetzt gerade in diesem Jahr drölft sich Veröffentlichungen.
Carin
00:32:29
Ja, aber keine davon. die, ich habe die alle ja schon vor ewigen Zeiten geschrieben.
Christian
00:32:34
Ja, egal.
Carin
00:32:34
Das ist egal. Nein, aber ich finde das auch, aber ehrlich gesagt, schreiben hat bei mir nicht immer Priorität. Also, Eigentlich gar nicht.
Vera
00:32:44
Aber das ist doch dein Hauptberuf eigentlich, oder?
Carin
00:32:47
Ja, aber egal. Ich fand diese Folge auch sehr beeindruckend und dachte mir, okay, die Rumi hat ja natürlich auch einen echten Knallererfolg gelandet. Und dann dachte ich mir, okay, vielleicht ist das der Unterschied. Also vielleicht muss man sich bis irgendwie auf die Eingeweide nackig machen und alles geben, was man so zu bieten hat für den ultimativen Erfolg. oder man dümpelt halt so eher in anderen Regionen rum. Keine Ahnung, weiß ich nicht. Aber ich glaube, ich dümple lieber, dass ich mich kaputt mache.
Vera
00:33:21
Wenn du dümpelst, liebe Karin, was mache ich denn dann?
Christian
00:33:26
Wir sind alle schon untergegangen.
Vera
00:33:27
Ja, sowas schon.
Christian
00:33:29
Wir gründeln.
Vera
00:33:31
Ich fühle mich gerade so schlecht, wir wollen feiern. Verdammt.
Tamara
00:33:35
Ich weiß aber auch gar nicht, ob man das jetzt unbedingt mit dem Ergebnis in Relation setzen muss. Also ich glaube auch, dass Menschen genauso ihr Herzblut und alles in eine Geschichte stecken und vielleicht niemand dieses Buch hier entdeckt. Aber ich habe schon so, als ich es jetzt nochmal gehört habe, ich habe vorhin im Vorgespräch gerade der Vera erzählt, dass ich fast fertig bin mit meinem Manuskript. Ich habe aber heute schon mein gesamtes Wortziel erreicht. und ich habe dann so zurückgedacht, als ich mit der Geschichte anfing, da hat die mich so gepackt, dass ich wirklich auch in jeder freien Sekunde am kleinen Reise-Laptop noch irgendwas reingehackt habe und dann hat sie so lange gelegen, gut, das hatte ja auch andere Gründe, aber diese Anfangsbegeisterung und ich konnte keinem Gespräch so richtig folgen, weil ich im Gedanken nur bei dieser Geschichte war, das ist schon ein geiles Gefühle.
Carin
00:34:35
Ja, hatte ich auch, aber das ist schon echt lange her, muss ich sagen. Das klingt jetzt doof, aber seit ich das jetzt wirklich hauptberuflich mache und es macht mir immer noch Spaß, also es macht mir wirklich Spaß, dann die Geschichte geschrieben zu haben und das Buch in den Händen zu halten und da bin ich total stolz drauf und ich liebe wirklich alle meine Geschichten und ich will die nicht kleinreden und gar nicht. Aber dieses Gefühl, dass man so Tag und Nacht da nur um die Figuren kreist und um die Story kreist und sowas, das hatte ich halt wirklich am Anfang. Und jetzt schon, jetzt schreibe ich und dann heißt mein Wordcount für heute 3000 Wörter. Dann werden die 3000 Wörter geschrieben und dann höre ich im Zweifel mitten im Satz auf, weil dann gerade die 3000 Wörter fertig sind. Und dann mache ich was anderes. Und dann ist es auch bis zum nächsten Tag, bis ich das Manuskript wieder aufmache, ist es weg. Also keine Ahnung.
Vera
00:35:25
Ja, ich kann das gut nachvollziehen. Es wird halt wie bei allen Berufen, es wird irgendwann Routine. Und jetzt ist es bei mir nicht mehr Ruf, aber ein paar mehr Bücher als Tamara habe ich ja dann doch. Und dann ist es bei Reihen vielleicht sogar noch mehr, weil es immer dasselbe Setting ist. Also ich hatte das im Vorgespräch erzählt, ich war am Wochenende mit den Mörderischen Schwestern zum Gig-Off. Und da war zum Teil, jeder hat gesagt, was er so an Schreibprojekten dieses Jahr machen will und so. Und da habe ich dann auch zum Teil so gespürt, so diese Leidenschaft. Aber es waren dann auch die, die eher noch am Anfang stehen oder sowas. Und da habe ich auch gedacht, mein Gott, Vera, bist du so abgestumpft und so, warum machst du das nicht?
Carin
00:36:14
Aber es ist halt auch unfassbar anstrengend, dann immer so diese großen Gefühle zu fühlen. Das macht ja auch was mit einem. Da hat man dann eben, wie Romy auch sagte, dann ist ja wirklich relativ wenig Kapazität noch für das andere Leben und für Familie und sowas. Und dann ist die Frage, will man das?
Christian
00:36:33
Und das könnte ja tatsächlich auch, ich will nicht sagen in selbstzerstörerische Richtung gehen, aber wenn man das alles wirklich so direkt mitmacht und so komplett sich reingibt, dann kann das einen ja auch, ich meine, das kennt man von vielen KünstlerInnen, egal ob nun SchriftstellerInnen oder KünstlerInnen auf andere Art und Weise, dass das oft welche sind, die dann plötzlich wirklich ausbrennen im wahrsten Sinne des Wortes. Wortes. Und dann einfach geht da nichts mehr. Und da bin ich lieber, da tümpel ich lieber.
Tamara
00:37:10
Deswegen sagte ich ja auch, es klingt auch so ein bisschen ungesund, Aber es ist halt eben wirklich so eine Gratwanderung aus totaler Leidenschaft und vielleicht auch zu wenig Selbstfürsorge. Ich habe auch in eine Folge reingehört, nochmal in der Vorbereitung. Da hatten wir den Christoph Hadebusch zu Gast oder besser gesagt nur ich, weil Vera an dem Tag verhindert war. Und das war ja auch sowieso eine ganz besondere Folge für mich, weil ich ihn vor vielen Jahren begeistert gelesen habe, als ich noch nicht wirklich dachte, dass ich jemals ein eigenes Buch haben würde. Und dann kam irgendwann der Moment, ich weiß gar nicht, wie das zustande kam, aber plötzlich folgte er mir auf Twitter. Und dann haben wir das erste Mal gesprochen im Podcast und ganz, ganz lieber Kerl jedenfalls, hat er auch über Burnout gesprochen und dass man eben auch wirklich auf sich Acht geben muss.
Christian
00:38:01
Ja.
Tamara
00:38:02
Und es ist schon sehr, sehr wichtig.
Christian
00:38:04
Das glaube ich auch.
Tamara
00:38:06
Aber ich hätte hier noch von einem ebenfalls sehr charmanten Herrn, der heute schon mal genannt wurde, noch einen kleinen inspirierenden Schnipsel, der vielleicht ganz gut dazu passt. Das Kapitel ist überschrieben mit, schreibt man für sich oder für andere? Mario Giordano, wenn ihr da nochmal reinhören möchtet.
Carin
00:38:26
Unbedingt.
Schnippsel
00:38:27
Ich habe mal viele Jahre lang über meinem Schreibtisch oder ich habe immer mal wieder so Sinnsprüche über das Erzählen über meinem Schreibtisch hängen und da hing viele Jahre ein Zitat von Pushkin. Ich schreibe für mich, ich drucke für Geld. Das hat mir immer sehr eingeleuchtet und es gibt ein wunderbares Buch, eins der ganz wenigen Bücher über das Schreiben, die ich immer wieder empfehle. Das ist von Stephen King On Writing, auf Deutsch das Leben und das Schreiben. Das ist eine halb eine Autobiografie und vor allem ein Buch über Sprache. Und er erzählt dort über die Werkzeugkiste. Und er erzählt auch darüber, dass er, und ich glaube, da geht es den meisten Kolleginnen und Kollegen so, erst immer für sich schreibt. Und ich schreibe auch die erste, allererste Fassung immer nur für mich, weil ich die große Freiheit habe, niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen über das, was ich da gerade tue. und mit allen Fehlern und allen Mühen, die gehen eben so auf meine Rechnung und gibt mir große Mühe und wenn dann die erste Fassung richtig fertig ist, dann geht das raus an den Verlag, an die Lektorin, dann geht das raus an meine Partnerin, die dann auch lesen soll unbedingt und dann verändert sich das, dann ist es nicht mehr ganz meins und dann höre ich sehr genau hin, wie die Rückmeldungen sind, wo die Fragen auftauchen.
Tamara
00:39:52
Finde ich eigentlich einen schönen Ansatz total.
Christian
00:39:55
Ja, ich muss auch wirklich sagen, ich glaube ebenfalls in dem Buch von Stephen King, was der Mario Giordano gerade angesprochen hat, da steht eben auch so ein bisschen zu diesem Thema, Leute, die so Hochliteratur schreiben, die schreiben auch oft für sich, weil sie der Meinung sind, sich dadurch in irgendeiner Form nur ausdrücken zu können oder so in der Richtung. Und das sind oftmals ja gar nicht die Dinger, die wirklich kommerziell dann auch irgendwie erfolgreich sind. Und ja, da ist dann natürlich die Frage, wie sehr sollte man das, was man zuerst geschrieben hat, wenn man es wirklich für sich geschrieben hat, womöglich noch verändern, um dann in die kommerzielle Schiene zu passen. Also bei mir ist es natürlich schon so, dass mir auch immer wieder irgendwelche Sachen im Lektorat um die Ohren gehauen werden, aber das sind definitiv Sachen, wo ich einfach, naja, wieder merke, ich habe das für mich geschrieben, weil ich Sachen weglasse, die ich ja weiß. Ja, genau. Und dann kommt irgendwie, ja, und wie soll das bitte schön die LeserInnen jetzt hier kapieren, wenn du es nicht erzählst? Ja, und das ist klar, dass sowas gehört. Aber es ist auf der anderen Seite eben auch so, wenn man bestimmte Sachen sich da Folge reingibt und das eben wirklich für sich macht, ob man es dann nicht einfach so stehen lassen müsste. Aber dann kann man es wahrscheinlich nicht verkaufen.
Tamara
00:41:33
Ja, ich denke, es ist dann so ein bisschen die Frage, was will man überhaupt erreichen? Also das war ja auch so die Frage der allerersten Folge, was ist Erfolg? Wenn ich sage, ich habe genau die Geschichte geschrieben, die mir auf dem Herzen brennt, dann ist das genauso ein Erfolg, wie wenn jemand schreibt, ich habe 20.000 Exemplare verkauft und das ist genauso ein Erfolg, wenn jemand sagt, ich wollte unbedingt den deutschen Buchpreis gewinnen, aber das muss man halt für sich definieren und ich finde da keins ist besser oder schlechter als das andere.
Carin
00:42:03
Ja, ich meine, also sicherlich, also sehe ich genauso und ich persönlich schreibe meine Bücher ja eigentlich auch immer nur für mich selbst und habe einen Pro-Tipp für Christian, wie dir das nicht mehr passiert, dass dich deine Lektorin sagt, ja Moment, also wir würden auch gerne daran teilhaben an deinem Leben. Das kann man ganz einfach dadurch vermeiden, dass man, während man schreibt, selbst auch keine Ahnung hat, sondern immer nur das an Informationen rausgibt, die einem dann auch gerade selbst in den Sinn gekommen sind.
Christian
00:42:28
Sorry, aber das geht bei mir nicht. Bei mir ist da so viel im Kopf. Naja, egal. Aber ich verstehe, was du meinst. Und ich bin ja froh, dass ich genau die richtige Lektorin dafür am Haken habe, die genau weiß, wo sie da einhaken muss, um das in mir dann rauszukitzeln. Weil ich schreibe ja einfach, also ich bin ja nicht der Meinung, ich lasse euch da jetzt im Dunkeln, sondern ich denke gar nicht daran, dass diese Information auch noch ganz interessant wäre, um das, was du da gerade schreibst, zu verstehen.
Carin
00:43:05
Vera, redet mit ihrem Handy. Sie wollen, glaube ich, wieder was.
Vera
00:43:08
Nö, nö, ich bin jetzt nur so am Betrachten, was ich hier noch so an Clips hatte, wie es da vielleicht in unser Gespräch passen wollte, wobei ich gerade den Eindruck habe, ich senke das Niveau total.
Tamara
00:43:18
Tu das bitte.
Vera
00:43:22
Ich habe mich halt wirklich jetzt mal so auf unsere ersten Folgen konzentriert und war zum Teil wirklich überrascht, Ja, wie wenig wir in fünf Jahren eigentlich vor der Stelle gekommen sind.
Tamara
00:43:38
Ich habe mal kurz nachgeschaut, ob ich überhaupt in der Zeit ein Buch geschrieben habe.
Christian
00:43:47
Ihr hattet ja auch beide noch ein paar andere Sachen zu tun nebenbei.
Vera
00:43:51
Ja, danke Christian, du bist echt nett zu uns. und wir haben ja gerade am Anfang da war ja noch gar nicht klar, dass wir, dass das mit den Gästen mal kommt das ist ja dann erst so entstanden, wenn wir nach acht Folgen nicht mehr wussten, was können wir selbst noch reden, und da haben wir ja im Schnelldurchlauf alle Themen, die wir dann über die nächsten fünf Jahre immer mal wieder mit Gästen gesprochen haben versucht selbst zu klären und meine absolute Lieblingsfolge ist die wo es um die Pseudonyme ging, und da wollte ich nicht gleich zwei Sachen vorspielen. Eine, weil ich es einfach witzig finde und eine andere, weil die mich sehr an euch erinnert hat, wobei ihr uns da ja um einiges voraus seid. Also ich fange jetzt mal mit der witzigen Sache an, in der Hoffnung, dass ihr das jetzt tut.
Schnippsel
00:44:40
Es ist ja so mit diesem Pseudonym auch immer so eine Sache. Manchmal, da weiß man ja direkt, dass es im Pseudonym ist. Also wenn du zum Beispiel den Namen Dolly Buster hörst, da hast du gleich zwei Gründe vom Augen, warum die Frau so heißt. Also wenn du dann Katja Nora Bochnikowa gehört hättest, das klingt eher flachmusig, das ist aber ja ein richtiger Name. Okay.
Vera
00:45:06
Man merkt, also A ist die Technik.
Carin
00:45:09
Hast du recherchiert.
Vera
00:45:10
Die Technik ist chaotisch und ich habe mich tatsächlich vorbereitet auf so eine Folge.
Christian
00:45:16
Ja.
Vera
00:45:17
Hat mich jetzt auch überrascht. Naja, im Rahmen dieser Folge haben wir natürlich dann weitergesponnen. Ich muss das ein bisschen erklären, weil die Idee hatte uns ein Hörer, ein Hörer, glaube ich, war es, damals gebracht. Und wir haben dann gesagt, welches Pseudonym der Hörer haben könnte. Und da fiel der Name Joe Butterfly. Und das haben wir dann weitergesponnen. Hört mal.
Schnippsel
00:45:48
Oder wir schreiben mal. Wir machen mal so ein Doppelwerk. Wir schreiben mal unter Joe Butterfly. Das wäre doch was. Oder über Joe Butterfly. Was schreibt man denn so als Joe Butterfly? Also ich stelle mir da so einen harten amerikanischen Detektiven vor, der mal zu viel trinkt. Frau und Kinder haben ihn längst verlassen. Ja, ich dachte jetzt eher an Cowboy tatsächlich. Ja, der hat sowas Cowboy-mäßiges in den Südstaaten. Moderner Cowboy. Ja, so ein moderner Cowboy. Hört immer Country-Music. Hat immer so einen Fleck auf der Hose, der einfach nicht mehr ausgeht, aber irgendwie will er die Hose auch nicht wegschmeißen, weil die hat er schon so lange und die erinnert ihn an eine bessere Zeit. Er trägt so eine staubbedeckte Jeans.
Carin
00:46:32
Aber er heißt doch Schmichel.
Schnippsel
00:46:34
Die war mal verdammt teuer, aber jetzt sieht sie halt echt nichts mehr aus, aber er sieht es nicht aus. Genau, ist ihm völlig egal.
Christian
00:46:41
Ja, jetzt habt ihr mal eine Reaction.
Schnippsel
00:46:43
Das Leben hat ja eh nichts mehr zu bieten, keine Neuigkeiten mehr. Das Leben hat ihn zerforscht und zermürzt.
Christian
00:46:49
Das ist mein Humor.
Schnippsel
00:46:50
Der hat auch so eine Narbe auf der Wange, die hat er sich mal irgendwie in der Schlägerei zugezogen. Ja, und wenn er sein fleckiges T-Ford hochzieht, dann sieht man überall Schusswunden. Also, finde ich. Und dann können wir jetzt mal überlegen, in welches Abenteuer wird Joe Paterfly stürzt. Wahrscheinlich kommt der einen Drogenkartell im tiefen Texas auf die Spur. Und dieses Drogenkartell wird angeführt von Alejandro Mascarandio. Ja, das haben wir es.
Carin
00:47:22
Warum habt ihr das nicht gemacht?
Christian
00:47:24
Bitte.
Vera
00:47:25
Warum haben wir das Buch nie geschrieben?
Carin
00:47:28
Ja, keine Ahnung.
Tamara
00:47:30
Wir haben mal eine Heldenreise geplottet in einer Folge. Das war ja unglaublich schlecht.
Vera
00:47:34
Ja, das war glaube ich unsere schlechteste Folge ever.
Carin
00:47:38
Was aber an dem Prinzip Heldenreise liegt, das nur mal am Rande bemerkt.
Vera
00:47:42
Was wahrscheinlich auch daran lag, dass wir eigentlich beide die Heldenreise nie richtig verstanden haben.
Carin
00:47:48
Aber ihr habt doch dann noch eine zweite Folge zur Heldenreise gemacht. Da war es dann sogar mir klar. Da hattet ihr dann jemanden, der es besser erklärt.
Vera
00:47:53
Genau, ja, genau.
Christian
00:47:57
Aber wisst ihr, ich weiß jetzt nicht, ob du...
Carin
00:48:01
Ihr seid überhaupt nicht auf den Schmetterling eingegangen. Ich komme da überhaupt nicht rein. Das ist wahrscheinlich eher, ich habe da so Johnny Cash Assoziationen gehabt, A Boy Named Sue. Ja, so ein Cowboy namens Schmetterling. Das ist doch, da hätte man doch da auch, ihr müsst mich noch ins Team mit reinnehmen. Mir fallen dann noch so ein paar...
Vera
00:48:16
Ihr seid ja da eh geübter, was die Gemeinschaftsprojekte angeht.
Christian
00:48:20
Ja.
Tamara
00:48:20
Da kann ich ja dieses Jahr drei Bücher veröffentlichen.
Christian
00:48:24
Nee.
Vera
00:48:26
Doch haben wir kein Wort geschrieben. Und ob das bei deinem Schreibtempo jeweils wirkt, das wissen wir auch nicht.
Christian
00:48:33
Und soll ich euch mal was sagen? Ihr hattet ja im Vorfeld gefragt, ob es irgendwelche Schnipsel gibt, die wir irgendwie dringend jetzt hier gespielt haben wollen. Und da habe ich mich mit Karin virtuell in die Augen geguckt und gesagt, nee, woher soll ich denn das alles noch wissen? Ich weiß ja nicht mal bei unseren Folgen, was wir gesagt haben. Und kaum, dass das jetzt näher kam, hier unsere Aufnahme, da fiel mir plötzlich eine signifikante Szene von euch ein. Und zwar hat die tatsächlich dazu geführt, dass ich irgendwo mitten auf dem Bürgersteig stehen geblieben bin und jemand in mich reingerannt ist, weil ich gerade auf dem Weg von A nach B war und euer Interview mit Jan Weiler. gehört habe. Und er an dem Punkt ankommt, dass er genau weiß, noch bevor er es geschrieben hat, ob eine Sache, die er jetzt schreibt, auf einer rechten oder einer linken Buchseite später erscheinen wird. Da bin ich einfach stehen geblieben. Jetzt bin ich raus.
Tamara
00:49:45
Shut down. Ja.
Christian
00:49:50
Das war wirklich der Hammer. Ja, aber also ich meine.
Tamara
00:49:55
Das habe ich nicht mehr in Erinnerung.
Christian
00:49:57
Jeder hat so seine Inselbegabung.
Tamara
00:49:59
Ja, ja. Eindruckend.
Vera
00:50:02
Also ich weiß nicht, ob das Kapitel ist, hier neue Romanideen entwickeln. Können wir mal versuchen.
Schnippsel
00:50:09
Mein Alltag besteht ja im Wesentlichen daraus, über diese Dinge im Kopf zu wenden. Und das macht man, während man das Auto durch die Waschanlage fährt oder spazieren geht oder zum Rewe geht, um Joghurt zu kaufen oder Staub saugt oder so, da macht man das. Da passiert das so en passant. Also ich setze mich eigentlich nie hin an den Schreibtisch und sage dann so, jetzt denke ich mal über Kapitel 7 von dem Roman nach und versuche, ein Problem zu lösen, ein dramaturgisches, weil das zu nichts führen würde. Also ich würde das auch nicht während des Schreibens machen, Weil man dann ein bisschen Dinge aus dem Fokus verliert und dann abgreift und dann irgendwie Dinge beim Schreiben ausarbeitet, die es gar nicht wert sind oder die ins Leere führen. Ich mache mir diese Gedanken so den ganzen Tag über, auch wenn ich im Zug sitze zum Beispiel auch und gucke aus dem Fenster und denke darüber nach, wie können wir das denn jetzt machen, dass der Marquisenmann am Ende doch seine Geschichte erzählt.
Christian
00:51:15
Also es wird garantiert irgendwo in dem Zusammenhang sein, weil es ist ja das Gespräch. Aber das war wirklich echt ein WTF-Moment sozusagen.
Tamara
00:51:28
Ja, aber ich glaube, ihr habt ja euren Podcast auch so kurz vor uns begonnen, Ende 2019.
Carin
00:51:37
Im Sommer 2019.
Christian
00:51:39
Da wir ja nur alle zwei Wochen vorbeikommen, habt ihr uns natürlich locker überholt.
Tamara
00:51:46
Genau, wir haben nach Weihnachten 2019, also ich glaube, es gab tatsächlich nur eine Folge in 2019 und dann kam schon das Jahr, das unser Jahr werden sollte. Aber da würde ich jetzt mal gern so die Frage in die Runde werfen. Es sind jetzt über fünf Jahre, wenn ihr so zurückdenkt, damals die Überlegungen übers Schreiben über Ziele und Wünsche und die ganze Buchbubble. Habt ihr das Gefühl, da hat sich was getan? Ihr habt irgendwie euch gefunden, Ziele geändert oder sonst irgendwas?
Carin
00:52:25
Soll ich anfangen, Christian?
Christian
00:52:26
Ja, fang du mal an.
Carin
00:52:27
Okay, Christian denkt, das ist ein gutes Zeichen, dann kann ich was sagen.
Christian
00:52:30
Oh je!
Carin
00:52:32
Nee, also für mich hat sich total was geändert. Wenn ich das so vergleiche, so 2019 war für mich ein Jahr, da habe ich wirklich Anfang des Jahres darüber nachgedacht, ob ich das mit dem Schreiben komplett sein lasse. Da war ich wirklich kurz davor zu sagen, es war eine schöne Zeit, ich habe das jetzt zehn Jahre gemacht, hat nicht funktioniert, auf Wiedersehen. Und das war so meine Einstellung Anfang 2019. Und dann habe ich gedacht, naja gut, dann kann ich ja jetzt auch noch ein paar andere Sachen machen. Zum Beispiel Podcasten wäre doch eine schöne Idee. Hat dann irgendwie so ein bisschen, hängt so am Schreiben dran. Das sind schöne Themen, die mich interessieren, können wir darüber reden. Und ansonsten mache ich halt wie was anderes, was irgendwie mehr Geld bringt und so weiter. Und dann hat sich so entwickelt, dass, also für mich war die Pandemie, also die war natürlich total dramatisch, Aber hat mir jetzt mal buchmäßig oder karrieremäßig wirklich den totalen Auftrieb gegeben. Das war dann sehr cool, weil als ich gesagt habe, ich mache jetzt überhaupt nichts mehr, dann hat meine Agentin gesagt, naja, du hast doch mal was von Schottland erzählt. Dann habe ich gesagt, na gut, dann habe ich dann so ein bisschen so eine Skizze gemacht und konnte ja keiner ahnen, dass diese Skizze sich dann tatsächlich verkauft hat. Und dann hatte ich Ende des Jahres 2019 plötzlich einen Vierbuchdeal mit Heine. Und dann kam die Pandemie und ich hatte ein bisschen Geld, weil ganz nett Vorschuss. Und ich hatte dann ja aber meine ganzen anderen Jobs, die ich so immer nebenbei gemacht habe. Die sind ja alle abgekackt, weil die haben ja alle kein Geld mehr gehabt und so weiter. Also wie es halt praktisch allen ging. Das heißt, 2020 war das Jahr, in dem ich angefangen habe, also in dem ich einfach nur geschrieben habe. Das war dann mein einziger Job. Das war so der totale Wendepunkt für mich. Und insofern hat sich für mich wirklich alles geändert seit dem Beginn des Podcasts.
Vera
00:54:16
Aber nicht wegen des Podcasts.
Carin
00:54:19
Wer weiß. Ich möchte jetzt nicht so weit gehen, dass der Saloon an der Pandemie schuld ist.
Christian
00:54:28
Sprich leise nicht, dass das irgendjemand hört.
Carin
00:54:32
Aber es ist halt eine schöne Koinzidenz.
Vera
00:54:36
Also die Koinzidenz, die hat es bei uns auch, weil mich hat die Pandemie und diese Zeit sehr aus der Bahn geworfen. Eigentlich arbeite ich immer noch an den Nachwirkungen, wie man schon feststellt, dass ich irgendwie nicht mehr schaffe. um sechs Uhr aufzustehen. Und ja, und da war wirklich die Gespräche und das Thema Podcast und sich Gäste überlegen, das hat mich immer irgendwie auch da einfach noch da drin gehalten. Da war ich nochmal in dem Thema drin. Mir wäre es dann genauso gegangen, womöglich hätte ich dann alles hingeschmissen, weil bei dir hast du Agentin und Verlag. Bei mich tritt ja keiner. Und ich glaube, weiß nicht, ob das nicht ganz anders geendet hätte. Also von daher bin ich da dem Podcast und auch meiner lieben Podcast-Partnerin sehr dankbar. und was ich jetzt auch wirklich feststelle. Unsere Gesprächspartner sind ja immer, ja, wir haben ja schon sehr schnell so im ersten Jahr alle Leute abgegrast, die wir irgendwie schon kannten und dann mussten wir halt irgendwie an Leute rankommen, die wir noch nicht kannten und mittlerweile dann, wenn man jetzt so sieht, jetzt wie gerade Jan Weiler, wobei da hatte ich einen gewissen Kontakt, aber auch andere, die wir dann erst über andere wieder kennengelernt haben oder die uns Kontakte hergestellt haben und dass wir da Gespräche mitführen konnten. Das ist für mich eine Riesenbereicherung. Ich weiß gar nicht, ob ich das noch zu sagen soll. Das ist schon etwas Besonderes. Mir bricht gerade die Stimme.
Tamara
00:56:29
Ja, genau. Wenn ich da gerade das aufgreifen darf, also ich habe für mich das Gefühl, dass ich am Anfang sehr noch so getrieben war von dem, was die anderen Leute sagen, was ich zu wollen habe, weil das halt so ist. Und dass da auch wirklich viel Entwicklung dabei war und ich auf alles Mögliche so ein bisschen mit offenen Ohren gehört habe, was andere so machen. Aber ich hatte halt durch den Podcast auch wirklich die Möglichkeit, wenn mich was beschäftigt hat, wenn mich ein Thema beschäftigt hat, sei es jetzt eine Art von Ziel oder eine Art des Schreibens oder des Veröffentlichens oder irgendeine Herangehensweise, dass ich das zum Thema machen konnte und da vielleicht auch einen inspirierenden Gast dazu laden konnte. Und das hat mir sehr, sehr geholfen, so nach und nach, und ich bin immer noch dabei, aber nach und nach so ein bisschen für mich rauszufinden, was ich mit meinem Schreiben denn eigentlich möchte, was für mich wichtig ist und was nicht. Und da bin ich jetzt schon sehr, sehr viel klarer als vor fünf Jahren und würde schon sagen, dass der Podcaster einen erheblichen Anteil dran hatte.
Carin
00:57:39
Aber ihr habt ja auch wirklich tolle Gäste und ihr habt wirklich eine schöne Auswahl und habt eine super Art der Gesprächsführung. Also ich höre das wirklich gerne. Muss ich also ohne euch jetzt Honig ums Maul schmieren.
Vera
00:57:49
Oh komm, mach ruhig, mach ruhig.
Carin
00:57:51
Nein, das ist wirklich, da denke ich mir immer, ja gut, da sind wir eher so super, aber es ist auch bei uns nicht so die Priorität. Wir sind halt immer noch, also bei euch, ich sage immer, ihr seid so der Bildungspodcast. Ihr habt da einen viel höheren Anspruch und wir spielen halt einfach immer und daddeln so vor uns hin und machen halt, was uns halt gerade so vor die Flinte kommt. Also insofern finde ich das wirklich total toll und ich genieße eure Gästeauswahl und eure Themenauswahl auch immer sehr.
Tamara
00:58:18
Ich auch. Aber Christian wollte bestimmt auch noch was sagen.
Christian
00:58:22
Ja.
Vera
00:58:24
Du musst nicht.
Christian
00:58:27
Doch, doch. Wenn ich schon mal was sagen darf. Sorry. Also tatsächlich, Es war für mich nicht nur der Podcast, also unserer, der in den letzten Jahren was verändert hat, sondern eben auch zum einen eine Sache, die parallel dazu angefangen hat, nämlich meine Co-Produktion mit drei Autorinnen vom Fantastik-Autorinnen-Netzwerk, wo wir uns gegenseitig eben über vier Jahre quasi immer monatlich darauf committet hatten, jeder einmal pro Monat mindestens eine Kurzgeschichte und dann noch zu bestimmten Prämissen. Und das war was, wo ich mich extrem ja auch austoben konnte und dann auch teilweise meinen Spaß an abwegigen Interpretationen oder sowas entdeckt habe. Und das ist sicherlich dann auch durch unsere Gespräche, die wir ja auch immer zu mehr oder weniger buchigen Themen im Podcast hatten, sicherlich auch noch mit zusätzlich befeuert worden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass also sich meine Art und Weise, über das Schreiben zu denken und eben es auch zu tun, sich in den letzten vier, fünf Jahren wesentlich verändert hat. Wir hatten vorhin schon mal das Thema Erfolg in dem Sinne. Ich sehe es für mich auch als einen Erfolg an, dass ich es tatsächlich geschafft habe, eine Trilogie mit ungefähr 300.000 Wörtern zu erstellen. Egal, ob die jetzt von vielen Leuten gelesen wird. Natürlich wäre es schöner, wenn die von vielen Leuten gelesen würde. Aber egal. Und es hat eben, ja, also alles das, was wir so besprochen haben und wen wir dadurch dann im Zweifelsfall auch getroffen haben, hat ja dann auch wieder noch zu anderen Dingen geführt, die vielleicht nicht direkt was mit dem eigenen Schreiben zu tun haben mussten, aber die vielleicht dann irgendwann an einem Punkt waren. Ach Mensch, jetzt könntest du auch mal darüber nachdenken. Oder weiß ich nicht, wenn ich mit Karin das nicht gemacht hätte, dann würde ich ungefähr 150 Tools nicht meinen eigenen nennen, von denen ich wahrscheinlich 140 noch nicht wirklich benutzt habe. Aber die restlichen 10, die sind der Hammer. Naja, und solche Sachen. Also ohne das möchte ich nicht sein.
Vera
01:00:56
Da kann ich nur beipflichten. Also ich glaube schon, dass es meine Sichtweise auf das Schreiben, auf das Autorinnen-Dasein sehr, sehr beeinflusst hat. Das, was ich da auch ja von Teil sehr, sehr professionellen Menschen, mit denen wir gesprochen haben, gehört habe. Und, Ja, jetzt wollte ich noch was Zweites sagen. Das habe ich jetzt vergessen. Verdammt. Ja, verdammt, das habe ich jetzt vergessen.
Tamara
01:01:21
Merkst du für Folge 500?
Carin
01:01:24
Wir tun da noch wieder.
Christian
01:01:25
Wir wollen ja nicht mehr lange.
Vera
01:01:28
Ach so, ja, und was du nämlich angesprochen hast, wir haben ja teilweise dann auch bei Folgen ja wirklich sehr über den Tellerrand geguckt. Also ich habe irre viel gelernt darüber, über das Drehbuchschreiben oder wie das Filmgeschäft läuft, wie da das Schreiben...
Christian
01:01:42
Stimmt, ja, ja, ich erinnere mich dabei.
Vera
01:01:44
Die Filmrechte, ich weiß jetzt, wie das mit den Filmrechten funktioniert und man da wahrscheinlich gar nicht so große Hoffnungen dran haben muss oder sollte und also das ist wirklich schon eine so umfassende Sicht über alles das, was da so reinspielt, ist da entstanden, was ich auch immer merke, so in Gesprächen, gerade jetzt am Wochenende wieder, dass ich merke, kaum jemand hat wirklich so viele Aspekte da schon kennengelernt, wie wir das hier im Podcast haben. Und das ist wirklich ein sehr großer Gewinn auf jeden Fall. Und dann mit dem reich und berühmten, was ich übrigens auch in der ersten Folge schon behauptet habe, dass ich reich gefühlt werden will.
Carin
01:02:32
Behauptest du alle zehn Folgen? Ja, ja.
Vera
01:02:36
Es ist bestürzend, dass es immer noch nicht so weit ist, Aber vielleicht in den nächsten fünf Jahren, wer weiß.
Christian
01:02:44
Ja, halt es doch einfach mit Harry Belafonte. Der hat mal gesagt, ich habe 20 Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.
Vera
01:02:52
Wahrscheinlich. Dann haben wir ja noch 15, Tamara.
Christian
01:02:54
Eben.
Vera
01:02:57
Ja, in diesem Sinne, ihr Lieben, richtig schön, dass ihr Zeit für uns hattet und also euer Ständchen, das ist der Hammer. Das müssen wir, glaube ich, irgendwie kommerziell ausschlachten. Schauen wir mal.
Christian
01:03:13
Muss ich die Lizenz erweitern dafür?
Vera
01:03:16
Ich meine, das schreit nach einem TikTok-Hit, also wenn man da jetzt noch zu da ist.
Christian
01:03:23
Aber dafür ist es zu lang. Da ist doch die Aufmerksamkeitsspanne der meisten TikTok-NutzerInnen schon...
Tamara
01:03:29
Ja, da machen mehrere draus.
Vera
01:03:30
Aber die Rhabarber Barbara ist auch relativ. Die Rhabarber Barbara ist ja auch was längere.
Tamara
01:03:36
Stimmt.
Vera
01:03:38
Also vielleicht über so kommen wir dann mit dem reich und berühmt hin, keine Ahnung.
Christian
01:03:43
Schauen wir mal.
Vera
01:03:45
Ja, Tamara, mach du jetzt mal die Absage. Ich weiß nicht, was ich noch sagen soll.
Tamara
01:03:52
Ich freue mich sehr, sehr, dass ihr da wart. Immer wieder ein großer Spaß mit euch. Ich hoffe, wir führen das sofort. Und ihr Lieben da draußen, hört unbedingt auch mal wieder in den literarischen Salon rein. Lest alle Bücher von Karin und Christian. Und ja, bleibt uns gewogen, wie Vera immer so schön sagt, auf die nächsten 250.
Carin
01:04:16
Wir sind dabei.
Christian
01:04:18
An uns soll es nicht liegen.