Kreative Freiheit vs. Marktanforderung: Wie viel Strategie braucht der Bucherfolg?
Muss man marktgerecht schreiben, um Erfolg zu haben? Tamara und Vera diskutieren über den Spagat zwischen kreativer Freiheit und kommerzieller Zielorientierung sowie den Einfluss von Erwartungsdruck auf den Schreibprozess.
23.04.2026 53 min
Zusammenfassung & Show Notes
Muss man marktgerecht schreiben, um Erfolg zu haben? Tamara und Vera diskutieren über den Spagat zwischen kreativer Freiheit und kommerzieller Zielorientierung sowie den Einfluss von Erwartungsdruck auf den Schreibprozess.
In dieser Episode beleuchten die beiden Autorinnen ihre gegensätzlichen Motivationsquellen und hinterfragen, ob Schreibblockaden durch äußeren Erfolgsdruck entstehen oder ob Zielvorgaben die Produktivität sogar fördern können.
Zudem stehen sie vor der Frage, welche Rolle im Selfpublishing die Frequenz spielt und wie man zum Erfolg findet, ohne die Leidenschaft für das Geschichtenerzählen zu verlieren. Ein bewegter Austausch über die Suche nach der individuellen Balance im Autor:innenalltag.
In dieser Episode beleuchten die beiden Autorinnen ihre gegensätzlichen Motivationsquellen und hinterfragen, ob Schreibblockaden durch äußeren Erfolgsdruck entstehen oder ob Zielvorgaben die Produktivität sogar fördern können.
Zudem stehen sie vor der Frage, welche Rolle im Selfpublishing die Frequenz spielt und wie man zum Erfolg findet, ohne die Leidenschaft für das Geschichtenerzählen zu verlieren. Ein bewegter Austausch über die Suche nach der individuellen Balance im Autor:innenalltag.
Gespräche über das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern, egal ob Selfpublishing oder Verlag.
Muss man marktgerecht schreiben, um Erfolg zu haben? Tamara und Vera diskutieren über den Spagat zwischen kreativer Freiheit und kommerzieller Zielorientierung sowie den Einfluss von Erwartungsdruck auf den Schreibprozess.
In dieser Episode beleuchten die beiden Autorinnen ihre gegensätzlichen Motivationsquellen und hinterfragen, ob Schreibblockaden durch äußeren Erfolgsdruck entstehen oder ob Zielvorgaben die Produktivität sogar fördern können.
Zudem stehen sie vor der Frage, welche Rolle im Selfpublishing die Frequenz spielt und wie man zum Erfolg findet, ohne die Leidenschaft für das Geschichtenerzählen zu verlieren. Ein bewegter Austausch über die Suche nach der individuellen Balance im Autor:innenalltag.
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Zudem stehen sie vor der Frage, welche Rolle im Selfpublishing die Frequenz spielt und wie man zum Erfolg findet, ohne die Leidenschaft für das Geschichtenerzählen zu verlieren. Ein bewegter Austausch über die Suche nach der individuellen Balance im Autor:innenalltag.
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Transkript
Muss man nach dem Markt schreiben, um erfolgreich zu sein? Und kann man nicht
erfolgreich sein, wenn man nicht nach dem Markt schreiben möchte?
Das ist eine Frage, über die wir heute diskutieren. Und ich weiß nicht so recht,
ob wir eine Antwort gefunden haben.
Ja, und wenn ihr diese Ansage schon nicht verstanden habt, dann geht es euch
wie mir. Ich bin vollkommen dagegen.
Die zwei,
Hier ist die Folge 308 von die 200-Talk-Stelle, dem Podcast rund ums Schreiben und Veröffentlichen.
Ganz egal, ob im Self-Publishing oder im Verlag.
Und ja, sie ist wieder da und sie strahlt mit gesundem Lächeln mir gegenüber.
Die Rede ist natürlich von Tamara Leonard und mein Name ist immer noch Vera
Nentwig und wir starten jetzt mal in ein hoffentliches Gespräch. Also was für ein...
Ja, schauen wir mal, wohin es uns führt. So würde ich sagen,
ne? Lehrreich, es ist Lehrreich, wollte ich sagen, aber egal.
Ergebnisreich.
Oder so, ja.
Ja, hallo.
Ja, und bist wieder fit, soweit.
Ja, Gott sei Dank. Ich hatte ja am Sonntag noch eine Lesung und das wäre super
ärgerlich gewesen, die absagen zu müssen.
Ja, ich habe schon deine Post und Berichter dazu gelesen, dass du dich jetzt
auch selbst mit der Gitarre begleitet hast. Das finde ich ja extrem mutig.
Ja, ich hatte Premiere quasi.
Also eigentlich hatte ich auf die Lesung hingearbeitet, die noch ansteht und
dann kam eben die Einladung für die Veranstaltung noch und die ist aber kürzer.
Also die Lesung im Juni, die ist halt ein abendfüllendes Programm,
wo ich jetzt, ich glaube, sechs Lieder für im Programm habe und das war nur eine halbe Stunde.
Das heißt, ich habe da nur zwei Lieder genommen und habe natürlich die ausgesucht,
bei denen ich gesagt habe, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich es war kacke,
am geringsten und habe die dann sehr intensiv geübt, aber war dann doch ein
bisschen nervös und habe erst mal das Intro verkackt.
Mhm.
Aber ich kann ja zum Glück sehr gut über mich selbst lachen.
Und da es danach dann gut lief, nachdem ich einmal drin war, war das in Ordnung.
Und ja, hat die Leute trotzdem sehr berührt. Und ich habe richtig ordentlich
Bücher verkauft tatsächlich.
Also ich habe schon für weniger einen ganzen Tag auf einer Messe gestanden.
Mhm.
Ja, und hat echt sehr viel Spaß gemacht und bin jetzt auch froh,
dass ich mich für diesen Weg entschieden habe,
weil zum einen, also ich nehme ja schon seit Anfang letzten Jahres Gitarrenunterricht,
aber wenn du halt nur so immer nur auf die nächste Stunde hin übst,
ist die Motivation halt sehr abhängig davon, wie viel Zeit man hat und was einem
gerade sonst so durch den Kopf geht.
Und wenn du aber weißt, am so und so vielten spiele ich vor echten Leuten,
dann setzt du dich halt wirklich jeden Tag hin und spielst.
Und ich glaube, also die Fortschritte, die ich jetzt in den zwei Monaten gemacht
habe, die hätte ich sonst wahrscheinlich in einem Dreivierteljahr nicht gemacht.
Und von daher war das schon mal eine gute Entscheidung. und zum anderen finde
ich es halt einfach auch schön, dass ich spontan was zusagen kann.
Wenn jemand sagt, hey, kannst du morgen einspringen für eine Lesung und kannst
du da aber auch was mit Musik, dann muss ich nicht erst sagen,
ja, ich muss mal gucken, wer mich begleiten kann, sondern ich kann es dann halt
einfach machen und das finde ich sehr, sehr schön.
Ja, das kann ich nachvollziehen, wobei ich, wie gesagt, da meine absolute Hochachtung
habe, Aber mal abgesehen davon bin ich ja so total übel faul.
Und ich habe ja auch mal eine Zeit lang Gitarrenunterricht gehabt.
Ja, das mit dem Üben zwischen den Unterrichtsstunden, das war nicht meine Stärke.
Jetzt habe ich ja seit Corona hier auch mein E-Piano stehen,
habe ja schon länger nicht mehr geübt.
Habe ich gerade die letzten Tage, wenn ich dann ab und zu so Lieder höre,
die ich so gerne mal spielen können würde, denke ich, ach, du müsstest dich mal dransetzen.
Aber dann denke ich, wie lange muss ich mich jetzt dransetzen,
bis ich das endlich kann? Und dann ist die ganze Motivation wieder dahin.
Naja, also was ich festgestellt habe, also anfangs hatte ich halt Unterricht
so, wie man das irgendwie als Jugendliche auch hat.
Hier hast du ein Lied, das üben wir jetzt bis zur Perfektion und dann kommt das nächste Lied.
Und da habe ich halt gemerkt, wie ich dann nach zwei, drei Wochen einfach auch
keine Lust mehr auf diese Lieder hatte.
Ich wollte ja einfach irgendwie was spielen, dann anstatt zu üben.
Und hatte dann eine Zeit lang ausgesetzt, als wir hier die Heizung kaputt hatten
und ich halt nur diesen einen Raum zur Verfügung hatte.
Und hatte da aber dann auf einmal so einen komplett irrsinnigen Gedanken.
Ich will jetzt das Intro von Nothing Else Matters lernen.
Und habe schon geahnt, dass das viel zu schwer ist für mich.
Und habe aber da, das war irgendwie ein Sonntagnachmittag, ich glaube,
drei Stunden lang da gesessen für die erste Zeile, bis man die erkennen konnte.
Also damit sind wir eigentlich schon zu einem Teil beim heutigen Thema auch.
Also das hat mir unheimlich Spaß gemacht, mich da reinzufuchsen,
einfach weil ich das jetzt können wollte und nicht, weil ich es zum Termin irgendwie
dann zeigen musste, was ich geübt habe.
Und danach habe ich dann der Lehrerin geschieben und habe gesagt,
können wir irgendwie unser Konzept ein bisschen umstellen von diesem klassischen
Unterricht hin mehr zu einer Art Coaching.
Ich sage was, woran ich gerade knoddel und du zeigst mir, wie ich es besser machen kann irgendwie.
Und dass halt die Lieder auch nicht eins zu eins Kopien sein müssen vom Original,
sondern dass ich mir meine eigene Variante erarbeiten kann.
Und das macht mir jetzt halt auch unheimlich Spaß, wenn wir da zusammen überlegen,
ja gut, aber vielleicht zupfen wir an der Stelle lieber oder so,
dass wir da wirklich miteinander arbeiten und das macht mir wahnsinnig viel Spaß.
Naja, aber du hast gerade im Nebensatz gesagt, ja, im Prinzip sind wir da schon beim Thema.
Was treibt einen da so an? Und du wolltest ja darüber mal ein bisschen sprechen,
weil ja aus den Gesprächen, die wir jetzt ja schon zahlreich hatten,
doch für dich der Eindruck entstanden ist, dass wir da sehr unterschiedlich ticken.
Ja gut, das war ja jetzt keine bahnbrechende Erkenntnis.
Aber es ist mir nochmal sehr, sehr bewusst geworden in den letzten paar Wochen,
wo ich eigentlich in dem Ausmaße zum ersten Mal so eine richtige Schreibblockade
hatte, dass ich um jedes Wort gerungen habe, während du halt auf einmal mitten im Flow warst.
Und das hat mich sehr nachdenklich gestimmt und ich bin halt wirklich für mich
zum Schluss gekommen, dass dieser äußere Druck mich komplett lähmt,
dass ich wirklich während des Schreibens, während des kreativen Prozesses absolute
innere Freiheit brauche,
Freiheit von Deadlines, Freiheit von was will der Markt, von allem.
Während, das ist mein Eindruck, du eben, um in den Flow zu kommen,
irgendwie das Gefühl haben musst, ich tue das nicht nur für mich,
sondern das hat auch Erfolg.
Nee, also muss ich sagen, der Eindruck täuscht. Das stimmt so nicht. Also Druck...
Das erzählst du seit 300 Folgen.
Nee, das erzähle ich dir nicht. Du gehörst nicht auf die Details.
Nein, nein, ganz, nein, nein. Also Druck ist etwas, was ich gar nicht mag.
Ja, ja, nee, das meine ich auch nicht.
Also Druck ist etwas, also wenn jetzt jemand sagt, du musst das bis nächste
Woche fertig haben, also das würde mich auch extrem lähmen.
Druck von anderen, aber ein Stück weit, also du setzt dir ja schon auch deine
Termine und wenn es die nicht gibt, dann hast du auch nicht geschrieben,
wenn du keine Termine hattest, oder?
Also wenn ich mir gar keine Termine setze, dann habe ich auch kein Ziel.
Also ich setze mich jetzt nicht hin und schreibe einfach so,
weil ich gerade nichts Besseres vorhabe. Das mache ich nicht.
Also ich will schon irgendwas erreichen. Das ist aber bei dir,
wenn du die Lieder übst, du willst ja dann letztlich auch mal irgendwann Nothing
Else Matters spielen können.
Du würdest die Zeit nicht drei Stunden hinsetzen und irgendwelche Notenfolgen
üben, nur um drei Stunden zu üben.
Nee, wobei ich jetzt, also ich glaube auch am letzten Endes gibt es ja nicht nur schwarz oder weiß.
Und das habe ich ja auch gerade gesagt, jetzt wo ich auf einen Auftritt hingeübt
habe, war natürlich eine andere Motivation da, als einfach nur so zur nächsten Stunde.
Aber gleichzeitig muss ich halt, ich weiß auch nicht, ob ich das mit dem Gitarreüben
so vergleichen kann, weil das ist schon, also so ein Lied, was ich kann,
das spiele ich gern, das macht mir Freude.
Aber jetzt so das Üben an sich, kann ich jetzt nicht sagen, dass mir das wahnsinnig Spaß macht.
Das war jetzt in diesem einen Beispiel, wo ich gesagt habe, ich will das jetzt, mich da reinknoddeln.
Da bin ich in so einen Flow reingekommen, aber ich weiß jetzt nicht,
ob man es mit dem Schreiben vergleichen kann.
Aber beim Schreiben ist es halt wirklich so, dass ich gemerkt habe,
ich habe, ich glaube, drei Monate lang an drei Kapiteln gesessen jetzt.
Also Januar bis März habe ich nur die ersten drei Kapitel irgendwie aus mir
rausgepresst und immer wieder geändert und festgestellt, das ist alles nicht.
Und immer mit diesem Gedanken, wie kommt das an?
Wie finden das die Leute? Ich muss noch unbedingt gucken, bis wann ich das mache
und ich muss erfolgreicher werden.
Also mit Gedanken überall sonst, außer beim Schreiben selbst.
Und nachdem ich dann das alles mal weggeschoben habe und nochmal an den Punkt
zurückgegangen bin, an dem ich normalerweise bin, während ich die Rohfassung schreibe,
nämlich dieser Begeisterung für die Idee und für die Figuren und mir erlauben,
mich jetzt auch einfach mal zwei Wochen lang in ein Recherchethema reinzugraben
und da Sachen zu entdecken, die ich vielleicht ins Manuskript übernehme,
vielleicht aber auch nicht.
Und wirklich mich komplett um diese Geschichte kreisen lasse,
so dass ich wieder an den Punkt komme, dass wenn ich spazieren gehe,
ich darüber nachdenke, dass ich abends im Bett darüber nachdenke,
dass diese Geschichte ständig bei mir ist.
Als ich an dem Punkt wieder war, hatte ich wieder Lust zu schreiben und seither läuft es jetzt auch.
Und das funktioniert irgendwie für mich nur, wenn ich wirklich sage,
ich nehme mir diese komplette Freiheit. Es ist völlig in Ordnung,
wenn ich jetzt viel zu lange recherchiere.
Es ist in Ordnung, wenn ich hier 20 Minuten drüber nachdenke,
welches Wort das beste für diesen Satz ist,
ohne dass ich ständig denke, aber ich muss vorankommen, ich muss vorankommen,
ich muss einen Wordcount schaffen, ich muss das so schreiben, dass es die Leute mögen.
So, das ist der Punkt. Also dieses, ich habe dann Freude am Schreiben,
wenn das Schreiben der Selbstzweck ist, wenn ich damit was ausdrücken kann,
wenn ich den kreativen Prozess genieße.
Jetzt muss ich ein bisschen die Worte sortieren.
Erstmal glaube ich das nicht. Dein Fazit aus dieser Sache, nein,
die glaube ich dir nicht.
Und so wie du das gesagt hast, hast du dir eigentlich selbst widersprochen.
Okay.
Wie schon gesagt, um auch jetzt nochmal das Beispiel Gitarrespielen zu machen,
du übst drei Stunden diese Notenzeile, weil du letztlich Nothing Else Matters spielen willst.
Also du hast doch schon das Ziel, dass das Problem dabei ist,
Also beim Schreiben dann ist dieser ständige innere Zensor, dieses ständige
darüber nachdenken, dass es jemandem nicht gefallen könnte,
diese ständige Angst, dass da nichts wird, das ist das Lähmende.
Aber letztlich ein Buch fertig kriegen willst du schon auch.
Ja, ja, natürlich.
Und du willst auch ein Buch haben.
Da widerspreche ich dir gar nicht. Und ich denke auch 20 Minuten über dieses
eine Wort nach oder suche nach dem perfekten anderen Wort, weil ich am Ende
einen Text haben will, den ich toll finde.
Und auch mit dem Lied. Ich will am Ende sagen können, hey, cool,
man erkennt jetzt, was das für ein Lied sein soll.
Aber es ist ein Unterschied, ob ich sage, ich will am Ende einen Text haben,
der mich persönlich mit dem, was er ausdrückt,
mit dem, wie der Prozess verlaufen ist, mit der Freude am Schreiben und mit
dem künstlerischen Anspruch, den ich da dran habe, komplett befriedigt.
Ist was anderes, als wenn ich sage, ich will einen Text haben,
der möglichst gut, ich sag mal, etwas provokativ am Markt performt.
Nö.
Doch. Ich kann einen Text komplett geil finden und es interessiert keinen Menschen,
weil es komplett nischig ist, weil es ein Stil ist, den die meisten Leute nicht
lesen wollen, was auch immer.
Das kann natürlich schon sein, aber das Ganze, also, du willst mir jetzt nicht
sagen, dass ich jetzt Texte schreibe, die mir selbst nicht gefallen.
Nö, das sag ich nicht.
War jetzt aber ein bisschen so deine Argumentation.
Nö, überhaupt nicht.
Oder dass ich auch nicht 20 Minuten über einen Satz nachdenke.
Der einzige Unterschied ist, dass ich, wenn ich,
20 Minuten über den Satz nachdenke, mir jetzt keinen Kopf mache darüber,
dass ich jetzt dadurch irgendwas anderes verliere.
Weil die Ziele und Grenzen habe ich mir alle selbst gesetzt.
Und ich weiß, da bin ich da vielleicht ein bisschen voraus, weil ich ein paar
mehr Bücher geschrieben habe, ich weiß, dass ich das irgendwie hinkriege.
Insofern mache ich mir da nicht die Sorgen. Also ich habe jetzt zum Beispiel
heute nicht schreiben können, weil ich heute Morgen musste nicht zu meiner Mutter.
Da war Pflegedienst da und so.
Und jetzt sitzen wir ja hier und abends klappte bei mir eh nicht mehr,
also habe ich jetzt den Dach gestrichen.
Da verfalle ich jetzt nicht in Panik, weil ich dann jetzt vielleicht mein Ziel,
zumal ich auch weiß, das Ziel ist ja selbst gestreckt, der zur Notstrengung
geht halt drei Tage nach hinten oder so. Das ist ja auch keine Katastrophe.
Aber ich brauche halt irgendein Ziel, um dran zu bleiben. Und jetzt habe ich
den Faden verloren, was ich sagen wollte.
Und bei Bei dir ist das immer so eine, zumindest höre ich das so raus,
so eine Schwarz-Weiß-Entscheidung.
Und die Texte, die ich schreibe, ich liebe die Bücher, die ich schreibe.
Ja, das glaube ich dir.
Und ich würde sie natürlich, da gebe ich dir recht, wenn ich jetzt festgestellt
hätte in den letzten 13 Jahren, dass niemand das, was ich lese,
außerhalb meiner Familie gut fände,
dann würde ich es nicht mehr schreiben.
Das ist der Punkt. Und ich sage jetzt damit natürlich nicht,
dass du das, was du, oder anders, wir müssen ja auch nicht immer zwingend nur
von dir sprechen, also wir hatten ja jetzt viele Folgen und die fand ich alle
super spannend, auch letzte Woche fand ich total interessant,
Zum Beispiel das Gespräch mit der Christina, da fiel ja dieses Stichwort Right-to-Market.
Und ich muss jetzt auch einmal sagen, ich finde nicht, dass das eine besser
ist als das andere. Ich glaube wirklich, dass man unterschiedlich ticken kann.
Aber es gibt halt viele KollegInnen, die sagen, ich will kommerziellen Erfolg haben.
Ich möchte am liebsten vom Schreiben leben, was ich total nachvollziehen kann,
was ich auch cool finde, wenn man das so für sich definiert und das verfolgt.
Und die dann sagen, es ist dann auch für mich in Ordnung, dass ich genau analysiere,
was für Geschichten will der Markt denn dann haben, wo lasse ich die am besten
spielen, welche Tropes funktionieren gerade gut.
Also quasi so diese ganzen Eckpunkte sich vom Markt, sich aus dem Markt ziehen
und innerhalb dieses Gerüsts dann die Kreativität fließen lassen.
So, und das ist was, was mich komplett lähmen würde, wenn ich nicht ganz frei
entscheiden kann, wo soll das spielen, mit welchen Figuren, in welchem Umfeld.
Also ich habe es halt gemerkt, ich habe das Buch, an dem ich jetzt schreibe,
intensiver vorbereitet als andere, um es möglichst gut und möglichst zügig hinzubekommen.
Und es hat mich komplett gelähmt, weil es mir die Freude am Schreiben genommen
hat, so viel über den Markt nachzudenken.
Ja, aber da ist genau der Trugschluss, wo du vielleicht dann auch deine Gedankengebilde
so ein bisschen umbauen musst.
Also es ist für mich überhaupt kein Widerspruch, nach Themen zu suchen,
die vielleicht gerade marktgängig sind oder nach Tropes und da einfach die Schnittmenge
zu dem zu suchen, was mir selbst auch gefällt.
Also ich gehe mal davon aus, dass die Autoren und Autorinnen,
die jetzt irgendwas nach Tropes und so schreiben, das unterscheiden.
Dass denen diese Sachen schon auch gefallen. Natürlich. Und dass die ihre Bücher mögen.
Ich glaube, dass jemand, der überhaupt keinen Zwiller lesen kann und nach einiger
Blut und Zähne drei Tage nicht schlafen kann, der wird auch keinen schreiben können.
Natürlich.
Der wird das auch nicht wollen. Da wird sich halt ein anderes Thema suchen.
Also, dass der Gedanke, ich gucke, was der Markt braucht, völlig von dem weggeht,
was ich selbst schreiben will.
Also, ich glaube, da gibt es immer eine Schnittmenge. Also, es gibt natürlich,
ich meine, die hast du auch kennengelernt, in Self-Publisher-Szene gibt es schon
ein paar sehr wirre Leute, aber...
Aber im Regelfall, also bei dir ist das definitiv nicht so.
Du wirst da schon Schnittmengen finden. Du musst dich vielleicht einfach auch
mal selbst dir das zugestehen und aufhören, dich da unter Brücken gesetzt zu fühlen.
Du hast gerade was ganz Wichtiges gesagt, Vera.
Ich sage immer was Wichtiges.
Für dich ist es kein Widerspruch, erst zu schauen, was mag der Markt oder abzugleichen,
was mag der Markt und danach dann zu entscheiden, wo ist die Schnittmenge zwischen
das Gefällt mir und das mag der Markt.
Für dich ist das kein Widerspruch, für mich ist das ein innerer extremer Widerspruch,
einfach aufgrund dessen,
weil Bücher schreiben für mich nicht funktioniert nach dem Schema,
ich schaue, welches Thema gerade sinnvoll ist und suche mir die Geschichte,
sondern jedes Buch, das ich wirklich mit Begeisterung geschrieben habe,
da hat, das klingt jetzt ein bisschen pathetisch, aber da hat die Geschichte mich gesucht.
Ich habe mich nicht hingesetzt und überlegt, was könnte ich für eine Geschichte
schreiben, sondern jedes Mal ist irgendwas passiert,
was irgendeinen Gedanken bei mir ausgelöst hat, wo ich dann diesen Drang hatte,
diese Geschichte zu suchen und das ist halt genau der umgekehrte Weg. Und das ist völlig okay.
Ich finde das schön, für jeden, für den das funktioniert, zu sagen,
ich schaue, was geht gerade gut und suche mir da was raus, was ich schreiben mag.
Aber für mich funktioniert es so nicht. Für mich macht Schreiben dann Freude,
wenn mich irgendein Funke trifft und ein Feuer in mir auslöst.
Also mal ganz abgesehen davon, dass ich bei dem, was ich angefangen habe zu
schreiben, na gut, also bei der Entscheidung, ich mache jetzt einen cozy crime,
hatte ich jetzt schon ein Gefühl, dass das ein bisschen eher marktauglicher
ist, als das, was ich vorher geschrieben hatte.
Aber eine wirkliche Untersuchung habe ich damals auch nicht gemacht.
Mache ich bis heute nicht eigentlich.
So, nein, genau das habe ich ja gesagt, dass das für dich so nicht ist.
Was du aber tust, du setzt das so als so gottgegeben und unveränderlich hin.
Ich meine, das ist deine Entscheidung, kannst du so machen. Und dann ist das
auch gut so, wenn du damit zufrieden bist.
Wenn du aber irgendwann an den Punkt kommst und sagst, so, ich möchte jetzt
doch mal mehr Geld damit verdienen, dann wirst du vielleicht da an dir arbeiten
müssen und sagen, okay, ich gucke vielleicht doch mal in die Richtung,
ob es da nicht Schnittmengen gibt.
Und das ist eben meine Frage, die ich eigentlich an dieser Folge habe,
nämlich nicht, Vera, bitte versuch mich jetzt umzuformen, damit ich so funktioniere
wie andere, sondern lass uns doch mal darüber sprechen, wie man so, wie man gestrickt ist.
Trotzdem an diesem Markt arbeiten kann.
Ich meine, bei dir war es ja jetzt über Jahre ein Stück weit der umgekehrte
Fall, dass du immer gesagt hast, oh, ich komme mit dem Schreiben,
es ist so anstrengend, ich bin froh, wenn das Schreiben endlich rum ist.
Also du hast ja wortwörtlich gesagt, es macht mir keine Freude,
mir macht es Freude, ein Buch zu haben.
Und die Freude kam, als der kommerzielle Erfolg da war. Also das kannst du ja
in vielen, vielen Folgen nachhören, wo du gesagt hast, Schreiben selbst ist
für mich Arbeit und Pflicht und sehr, sehr oft mühselig.
Und das wäre ja auch dann die andere Frage, wie kann denn jemand,
der doch eher extrinsisch motiviert ist, der eben dieses Feedback,
diesen Erfolg stärker braucht im Schreibprozess,
wie kann denn jemand trotzdem Freude beim Schreiben entwickeln,
auch wenn nicht direkt ab Buch 1 der große Erfolg da ist?
Und eben umgekehrt, wenn jemand wie ich das halt braucht, wirklich,
dass eine Idee irgendwie in einem aufkeimt und einen begeistert und man sich
da gar nicht einschränken lassen möchte, um diese Schreibfreude zu verlieren,
wie kann jemand das, was am Ende rauskommt.
Dann trotzdem so behandeln, dass damit auch ein Erfolg möglich ist.
Und ich meine, da gibt es ja durchaus Beispiele, wo das funktioniert.
Also jetzt wird es natürlich größenwahnsinnig, weil ich einen Vergleich ziehe,
der überhaupt nicht angebracht ist, aber ich erinnere mich so oft an das Gespräch mit Romy Hausmann,
wo sie erzählt hat, wie sie sich
über Tage und Wochen in dieses Manuskript reingelegt hat, weil es sie so.
Gezogen hat und so berührt und bewegt hat und wie sie richtig aus diesem Flow
gar nicht mehr rauskam und wie sie recherchiert hat wie eine Wahnsinnige,
weil ihr das alles so wichtig war.
Und natürlich hat sie den Vorteil, dass sie halt durch glückliche Fügung und
sicher auch ihr großes Schreibtalent einen riesen Erfolg hatte und dann war
da ein Verlag, der gesagt hat, hey, du darfst dir zwei Jahre Zeit nehmen für ein Manuskript.
Du darfst dich komplett in deinem Manuskript verlieren und du darfst auch komplett
nach der Idee schreiben, die dir gerade so in den Kopf kommt und darfst dich
da künstlerisch komplett austoben.
Hier hast du einen Vorschuss und dann kommt noch eine Lesereise.
Wir finanzieren das, weil wir wissen, dein Name ist groß, die Leute mögen genau
das, was du schreibst und deswegen kriegen wir das Geld wieder rein.
Das ist natürlich ein Fall, den nicht jeder erlebt und ich will mich da auch
gar nicht mit ihr vergleichen, aber es zeigt halt nur, es ist möglich,
dass jemand sagt, ich nehme mir
zwei Jahre, um mich komplett in eine Geschichte zu versenken und nicht,
ich muss gucken, dass ich bis dann und dann fertig bin, weil ich muss mindestens
pro Jahr zwei bis drei Bücher rausbringen, weil, weil, weil,
weil, weil ich muss nachlegen und tun und machen.
Und wie gesagt, ich finde weder das eine noch das andere ist richtiger.
Es sind zwei sehr verschiedene Wege und ich würde mir halt wünschen,
dass wir über diese zwei völlig unterschiedliche Arten, wie man funktioniert
und unterschiedlichen Arten, Geschichten zu schreiben,
so sprechen können, dass jeder bleiben darf, wie er möchte und man trotzdem
vielleicht für beide Seiten irgendwie mal rauskitzelt, wie man irgendwas verbessern könnte.
Wow, das war jetzt gut. Ich muss jetzt ein bisschen Luft holen und ich muss,
glaube ich, anfangen, mir Notizen zu machen, wenn du so lange so...
Wo fange ich jetzt an? Also, erstmal kann jeder so bleiben, wie er will und
so schreiben, wie er will und wie er mag. Das steht völlig außer Frage.
Den Vergleich mit Romy Hausmann, der hinkt total, weil du kannst schon mal Self-Publishing
und Verlag nicht unbedingt vergleichen.
Ja, dann hinkt aber nicht der Vergleich mit Romy Hausmann, sondern dann muss
man darüber sprechen, ist sowas im Self-Publishing überhaupt möglich?
Lass mich doch gleich kurz. Entschuldige bitte, mein Lieber,
du hast jetzt fünf Minuten im Mono geführt.
Ich wollte darauf noch antworten. Gut. So, also, das Ganze hätte ja schon nicht
funktioniert, wenn nicht ein Verlag, also ein Wirtschaftsunternehmen gesagt
hätte, ja, das, was sie da geschrieben haben,
halten wir für sehr markttauglich und investieren, um das an den Markt zu bringen.
So, wenn das völlig krudes Zeug gewesen wäre, dann hätte das alles schon nicht funktioniert.
Ja, absolut.
Also sie hat etwas geschrieben, was sie ohne irgendwelche Marktuntersuchungen
aus sich rausgeschrieben hat, aber es hat in irgendeiner Form einen Nerv getroffen
und ist ja dann auch erfolgreich geworden.
Super, gibt es gar nichts gegen zu sagen, wenn einem das gelingt, super.
Ist aber im Prinzip so ein bisschen auch wie so ein Lotto-Gewinn.
Wenn du Lotto gewinnst und deine Million hast, super.
Ich würde aber mein Leben nicht drauf retten.
Ja, das ist genau meine Frage, wenn ich dich nochmal ganz kurz unterbrechen
darf. Das ist genau meine Frage.
Bedeutet das oder muss ich mich daraus für mich jetzt einfach damit abfinden,
dass meine Art zu schreiben nur dann erfolgreich sein kann, wenn ich großes
Glück habe und wenn ich mich ich vom Self-Publishing abkehre.
Also mir geht es ja nicht darum zu sagen, warum ist jetzt jemand anderes toll, sondern,
Nehmen wir als gegeben, du bist wie du bist und ich bin wie ich bin,
was geht, was ist möglich und was geht halt einfach nicht, weil die Strukturen so nicht sind.
Also du wirst von mir niemals hören, dass irgendwas nicht geht, alles geht.
So ist die Frage, wenn ich denn in irgendeiner Form darüber nachdenke,
einen gewissen finanziellen Erfolg mit meinem Schreiben zu erreichen.
Wenn ich dann dir einen Rat gebe,
was du tun solltest, um mit möglichst hoher Wahrscheinlichkeit diesem Ziel näher
zu kommen, dann würde ich dir nicht sagen, setz dich mal zwei Jahre hin und
guck mal, was du so schreibst und dann gucken wir mal.
Ich muss kurz protestieren, weil ich finde, setz dich mal hin und guck mal,
klingt so nach, ich starre Löcher in die Luft.
Ich glaube schon, dass Leute, die zwei Jahre an einem Buch schreiben,
zwei Jahre sehr, sehr fleißig sind, aber eben auf andere Weise.
Ja, auch weil hier gar, was du hier zwei Jahre machst. Du kannst natürlich das,
was dir Spaß macht, schreiben.
Und wenn das dann am Ende der totale Renner wird und einen neuen Hype auslöst, super, toll.
Aber wenn du zu Hause sitzt und sagst, so, was tue ich jetzt am sinnvollsten,
um, wie gesagt, mit höherer Wahrscheinlichkeit dann auch einen finanziellen Erfolg zu haben,
dann würde dir kein Mensch dieser Welt, selbst Romy Hausmann,
bei der es geklappt hat, sagen,
schreib mal zwei Jahre, wo du dran glaubst, und dann wird das schon irgendwie,
Oder? Also ich meine, glaubst du das denn?
Nee, ich stimme dir da auch zu. Deswegen würde ich ja gerne eben in den Dialog
gehen, um Wege zu finden, wie jeder so arbeiten kann, wie es für ihn funktioniert.
Also zum Beispiel letzte Woche, ich habe mir ja den Podcast angehört,
den ihr gemacht habt und fand das sehr, sehr interessant, als die sagten,
wir schreiben eine totale Nische und die machen es halt übers Marketing.
Also der hat ja wortwörtlich gesagt, wir schreiben, wir machen nicht right to
market, aber die stecken sehr viel Arbeit ins Marketing rein.
Ist natürlich da ein Weg, es muss natürlich diese Nische auch irgendwie geben
und du musst sie adressieren können.
Da müssen auch viele Dinge zusammenspielen, natürlich. Deswegen sage ich ja,
ich würde bei keinem Weg sagen, geht nicht.
Es geht auch nur darum und jetzt auch bei unseren Hörern und Hörern draußen,
so, was ist ein Weg, wo ist die Wahrscheinlichkeit höher?
Ich kann dir nicht empfehlen, na gut, du willst deine Existenz für die Zukunft
und dann fangen wir an, Lotto zu spielen.
Das würde ich mir auch nicht tun, obwohl man gewinnen kann. Natürlich ist das möglich.
Und ich muss jetzt auch mal eine Sache sagen. Du hast das vorhin so auch abgebügelt.
Ganz ehrlich, das Ganze wird nur funktionieren, wenn man auch bereit ist,
sich ein wenig zu verändern und auch Sachen zu hinterfragen.
Du setzt immer alles so als völlig unverrückbar und Gott vergeben hin.
Ich habe mich total verändert.
Ich habe eine bewusste Entscheidung getroffen. Ich habe bewusst entschieden,
die Themen, das was du gesagt hast, ist ja richtig.
Ich habe bisher in den letzten Jahren das Schreiben immer als relativ notwendiges
Übel gesehen. Also es ist jetzt nicht so, dass ich jetzt jeden Tag gelitten
habe, das klingt jetzt auch so.
Also ich fand jetzt meine Ideen gut, ich habe dann auch gerne angefangen,
aber wir wissen beide, dass dann so in der Mitte wird es schon mal schwierig.
Übrigens auch bei vielen Autoren,
Autorinnen, die mit Leidenschaft schreiben, wird es dann schwierig.
Und ich war immer sehr erleichtert, wenn ich dann das Wörtchenende drunter schreiben
konnte und es losging und ich so ein Buchfahrung hatte.
Ich habe, hier haben wir ja oft drüber gesprochen, ich habe bewusst die Entscheidung
getroffen, zu sagen, okay, ich sehe das jetzt so, wie ich das in meinem Beruf sehe.
Ich meine, auch wenn mir vieles in meinem Beruf durchaus Spaß macht.
Aber gerade wenn es so Routine ist, dann macht es man es halt.
So, als man es halt macht.
Das ist vielleicht auch so eine Angst, die ganz tief in mir drin ist,
dass ich durch so eine Entscheidung die Freude am Schreiben komplett verliere.
Das mag mit Dingen zusammenhängen, die mir früher widerfahren sind,
was jetzt auch irrelevant ist, aber ich meine...
Wenn man jetzt sagt, ich will erfolgreich schreiben, von mir aus vom Schreiben
leben oder anteilig vom Schreiben leben und man muss aber dabei so viele Entscheidungen
treffen, dass es einem die Freude am Schreiben nimmt, dann ergibt das Ganze ja keinen Sinn.
Das ist halt der Vorteil, den man hat, wenn man, wie du ja selbst sagst,
eben sehr motiviert ist durch dieses, hey, guck mal, das lesen Leute und das funktioniert und so.
Wenn man diese Motivation von außen, wenn die viel stärker bei einem ist,
ist das natürlich der Vorteil, weil je erfolgreicher, desto mehr Motivation,
was natürlich total cool ist.
Du guckst gerade irritiert, aber so habe ich es jetzt verstanden.
Also wenn du erfolgreich bist und weißt, mit dem nächsten Buch,
da wird es auch wieder erfolgreich sein, dann hast du viel mehr Bock zu schreiben,
als wenn der Erfolg nicht so da ist.
Das ist so, was ich jetzt über die letzten Jahre und gerade die letzten Monate,
wo es ja bergauf geht, so mitbekommen habe.
Nein, da muss ich jetzt einhaken. Es ist nicht Erfolg, wobei wir haben ja das
Thema, das haben wir schon in Folge 3 versucht zu klären, was jetzt ein Erfolg eigentlich ist.
Wir sprechen vom kommerziellen Erfolg.
Ja, ja, wir sprechen vom kommerziellen Erfolg. Und ich sage mal so,
der war bis in dem Moment, wo ich diese Entscheidung getroffen habe, ja nicht da.
Ja, ist auch wieder Ansichtssache.
Ja, also nee. Also nicht das, wo ich als Erfolg, also ja klar,
da kam schon was Geld rein.
Aber unter kommerziellem Erfolg verstehe ich schon noch ein bisschen was mehr.
Aber was natürlich da war, was natürlich das Fundament für die Entscheidung
gegeben hat, waren viele, viele positive Erfahrungen.
Zum einen schon die Erfahrung, dass jetzt ja schon ein paar Menschen meine Bücher
gelesen haben und die auch sehr schön finden, auch immer wieder sehr schön finden.
Es war in vielerlei Hinsicht die 250, 300 Gespräche, die wir hier geführt haben mit Leuten,
die ja auch mit sehr erfolgreichen, auch aus unserer Sicht sehr erfolgreichen
Leuten, die da ja sehr unterstützende Worte gefunden haben.
Und da hat ja keiner gesagt, nee, Vera, du spinnst total, das wird nichts.
Also im Gegenteil. Und das tut jetzt schon gut. Das kann man nicht halten.
Und das ist ja auch etwas, was ich immer so bei dir durchhöre,
dass du Erfolg immer mit Druck irgendwie assoziierst. und irgendwie für dich
Erfolg so ein bisschen negativ konnotiert ist.
Für mich ist es so ein, also der Gedanke, erfolgreich zu sein, finde ich sehr schön.
Und es ist letztlich, also so habe ich es jetzt für mich gelernt,
da hängen Sie es davon ab, wie ich darauf schaue und ob ich das jetzt wirklich
einfach mal als Möglichkeit annehme.
Und auch wenn ich alles logische Denken, wenn ich es denn zulassen würde,
sagt, ah, ist auch völlig verrückt.
Also ähnlich wie bei dem schon zitierten Lottogewinn.
Jetzt gehe ich mal davon aus, dass die Chance, da meine Ziele beim Schreiben
zu erreichen, dann doch größer sind als bei einem Lottogewinn.
Und ich habe mich einfach dafür entschieden, das so zu sehen.
Und dann gemerkt, wenn ich das so sehe, dann kommt was in Bewegung und dann.
Ist jetzt der Schreibprozess nicht weniger anstrengend, aber ich empfinde es
nicht mehr ganz so als Belastung, weil es ist einfach notwendig und es macht mir tatsächlich,
meistenteils schon auch eine Art Spaß.
Also ich leide nicht darunter.
Während das früher Fuck.
Ja, habe ich zwar auch nicht gelitten, aber da war das ja immer,
weil ich das immer nur mal drei Monate gemacht habe und dann ein halbes Jahr
nicht, da war das immer so ein, ja, so temporär musst du das mal machen.
So, wenn du das jetzt die ganze Zeit machst, dann wird das schon auch eine gewisse
Routine rein und Routine machen viele Dinge leichter.
Ja, auf jeden Fall. Und so die Last fällt weg und dadurch, dass jetzt schon
immer so mehrere Bücher im Prozess sind,
habe ich auch viel mehr so verschiedene Sachen zu tun, die es auch die so den
Fokus von dem Schreiben ist einfach nur noch jetzt ein Teil des Tuns und nicht das Einzige.
Also kommen viele Effekte zusammen. Und das ist halt, was ich halt auch,
Menschen mitgeben möchte, die, von denen ich viele in letzter Zeit getroffen
habe, die so ähnlich reden, die so viele Dinge als so fest darstehend und unüberwindbar.
Ausdrücken, wo ich jedes Mal sage, aber nein, betrachte es doch mal anders.
Die sind überwindbar. Du musst es einfach nur mal anders interpretieren, anders dir vorstellen.
Jetzt weiß ich nicht, ob das jetzt alles irgendwie Sinn macht,
was ich gerade rede, aber das würde ich dir gerne so zurufen.
Ich meine, du schreibst ja jetzt nicht umsonst den ja jetzt mittlerweile zweiten Teil deiner Reihe,
weil du bei Rock & Peace positiven Zuspruch bekommen hast.
Wenn Rock & Peace zu 100% völlig verrissen worden wäre, obwohl du die Geschichte
liebst, dann würdest du jetzt was anderes schreiben.
Genau, das ist richtig. Also zum einen das, es ist ja, wie gesagt,
es gibt bestimmt auch Leute, die sagen, ich schreibe nur so für mich,
genauso wie es Leute gibt, die sagen, ich will in einer Band spielen,
aber nur so für uns in der Garage, wir wollen niemals auftreten,
aber natürlich bin ich so nicht, natürlich möchte ich, dass das Ding gelesen
wird und erfolgreich wird und bekannter wird und ich weiß nicht,
ob ich Erfolg so negativ sehe, wie,
aber ich weiß, was du meinst. Ich glaube, es sind eher die Konsequenzen des
Erfolgs oder vielleicht nicht die Konsequenzen, sondern die Voraussetzungen.
Also, dass ich das Gefühl habe, weil das einfach so mein Eindruck auch vom Markt
ist, um erfolgreich zu sein, muss ich mich verbiegen.
Das ist, glaube ich, so mein Gefühl.
Und dann ist es mir das nicht wert. Das ist auch so die Frage,
die ich mir stelle, vom Schreiben leben.
Und natürlich gibt es auch da wieder nicht, nur gar nicht oder hundertprozentig.
Also kann ja auch sein, dass man, was weiß ich, 50 Prozent seines Einkommens
durch Bücher bekommt oder so.
Aber das ist auch so für mich die Frage, ist das ein Thema, über das ich weiter nachdenken sollte?
Und manchmal denke ich, ja, wäre schon total cool, einfach auch,
weil ich dann viel mehr Zeit hätte, um zu schreiben,
aber im selben Moment kommt dann direkt der Gedanke, dann musst du liefern und
nicht nur, dann musst du jeden Tag schreiben,
das wäre nicht das Problem, sondern dann musst du auch wirklich gezielter gucken,
was funktioniert und was nicht, also viel stärker, als ich es jetzt mache und
da ist dann für mich einfach die Frage,
ist es mir das wert Und da habe ich halt so meine Zweifel und ich würde halt
gerne für mich rausfinden,
eben auch nochmal mit Blick auf den Podcast von letzter Woche,
was denn für mich möglich ist, wenn ich sage, meine Herangehensweise an ein Manuskript.
Die nehme ich meinetwegen, so wie du es formuliert hast, als Gott gegeben.
Ich brauche diesen Spark, ich brauche diese innere Begeisterung,
die sagt, dieses Thema jetzt sofort und nichts anderes, so wie es bei Rock in Peace halt war.
Ich hatte ja ein Buch angefangen, ich war im fünften oder sechsten Kapitel,
ich habe alles stehlen und liegen lassen, weil irgendwas in mir gesagt hat,
du musst jetzt dieses Buch schreiben.
Und wenn ich sage, ich lasse das auch unangetastet, ich will mich an der Stelle,
will ich mich nicht verändern, weil das das ist, was für mich die Freude am
Schreiben ausmacht und das will
ich nicht hergeben, sonst ergibt das ganze Konstrukt für mich keinen Sinn.
Aber wenn die Rohfassung fertig ist, wenn es ans Überarbeiten geht,
wenn es an Sachen wie Titel, Positionierung, Marketing,
Veröffentlichungsstrategie geht, An der Stelle möchte ich dann schauen,
wie kann ich das, was ich mit der Art, wie ich bin und wie ich ans Schreiben rangehe,
geschaffen habe, so modulieren, dass es dann trotzdem noch möglichst gut performt. Ergibt das Sinn?
Ja, aber das fordert auch mehrere klare Antworten von mir heraus.
Sehr gerne.
Zum einen, um nochmal auf die letzte Woche Podcast zurückzunehmen,
die haben ja auch gesagt, dass sie am Anfang bei dem ersten Buch sich überhaupt
keine Gedanken gemacht haben. Sie haben auch einfach das geschrieben, was ihnen Spaß macht.
Und weil sie halt beide Marketing-Background haben, haben sie dann alle Register gezogen.
Wenn diese ganzen Register gescheitert wären, hätten die wahrscheinlich nicht weitergeschrieben.
Vermutmaß ich mal. Oder was anderes. was. So, sie hatten, es hat halt geklappt.
So, ich kenne unzählige, gerade im Self-Publishing,
unzählige Menschen, die was geschrieben haben, was ihnen am Herzen lag und die
dann denken, jetzt machen sie, ziehen sie alle Marketing-Reiste,
habe ich irgendwie so in meinem ersten Büchlein auch gemacht und mache dann daraus einen Erfolg.
Und in 99,9% der Fälle funktioniert das nicht.
Du kannst es trotzdem machen, steht dir frei, aber raten würde ich es dir nicht.
Dann hast du direkt so mehrere Folgerungen geschlossen.
Also wir haben jetzt ja in den 307 Folgen, die bisher gesendet wird,
ich sag mal, mindestens 50 Menschen gehabt, auf die der Begriff erfolgreich 100% passt.
Hattest du bei einem von denen das Gefühl, dass er sich total verbiegen musste und dich nur quält.
Nee, eben nicht.
Entschuldige bitte, aber wie kommst du denn da drauf, dass wenn man erfolgreich
sein will, dass man sich total verbiegen muss?
Das war doch deine klare Schlussfolgerung gerade.
Ja, die Leute, an die ich jetzt spontan denke, und das liegt bestimmt daran,
dass mir jetzt nur zwei, drei anfallen von den vielen, vielen Menschen, die da waren,
die fallen tatsächlich in diese Kategorie Verlag und irgendwie den Namen schon groß.
Und ich meine mich zum Beispiel zu erinnern an Mario Giordano,
der gesagt hat, dass er halt wirklich nur für sich schreibt,
aber für den Markt überarbeitet.
Aber das sind halt alles Namen, mit denen kann ich mich nicht vergleichen.
Und da kommt dann eben die große Frage auf.
Self-Publishing, ist das die absolute Freiheit oder schränkt das nur anders
ein im Sinne von Self-Publishing?
Natürlich kannst du alles schreiben, aber du kannst nur auf gewisse Weise erfolgreich sein.
Also das ist halt meine Frage, wenn ich jetzt gucke,
wer wirklich sagt, wenn ich schreibe, dann schreibe ich absolut nur für mich
und dann schaue ich, was ich damit für den Markt machen kann,
wenn diese Menschen alle auf andere Art erfolgreich sind, was heißt das dann?
Ich weiß es nicht, das ist keine provokante Frage, sondern eine ehrlich gemeinte.
Aber wie gesagt, nochmal, ich habe bei einer Poppy J. Anderson,
die damals 2010-11 mit ihren Football-Romanzen anfing,
Da hat sich kein Mensch zu gezwungen, das war ihre Idee und den Markt gab es
vorher überhaupt nicht. Und die hat da Millionen von Büchern verkauft.
Na gut, das ist jetzt ein Fall, der lässt sich nicht wiederherstellen.
Nein, aber es ist ja ein Fall. Mara Wulf mit ihrer Mondlicht-Saga,
aber auch neuere Self-Publisher.
Nehmen wir doch unsere liebe Freundin Karin Müller, die ja ganz viel schreibt
mit ihrer Kirkby-Saga und so.
Also ich habe bei all denen nicht den Eindruck, dass die sich dafür verbiegen müssen.
Ganz im Gegenteil, das macht denen großen Spaß. Mit Karin, da habe ich ja noch gesprochen.
Und das ist finanziell erfolgreich.
Das mag natürlich auch daran.
Aber die Frage stellt sich doch eher, wieso ist für dich Erfolg so mit dem Verbiegen
und dem Unglücklichsein verbunden?
Das ist, was ich gerade sagen wollte. Da stellt sich natürlich auch die Frage,
wenn die Karin sich nicht verbiegen muss, um ihre Kirkpie-Reihen zu schreiben
in einem doch recht hohen Durchsatz,
dann ist das total cool, weil dann ist das, was und wie sie gerne schreibt,
kompatibel mit dem, was es braucht, um im Self-Publishing erfolgreich zu sein.
Aber ich bin ja nicht die Karin, ich bin ja die Tamara.
Und für mich ist zum Beispiel die Vorstellung, nur drei Monate an einem Buch
zu sitzen, bis es veröffentlichungsreif ist,
finde ich total unschön für mich, für das, was mir am Schreiben Freude macht, weil das für mich heißt,
ich kann mich nicht so tief da reinfallen lassen, wie ich das möchte und schon
muss ich mich verbiegen, weil um erfolgreich zu sein im Self-Publishing reicht
es nicht, alle anderthalb Jahre ein Buch rauszubringen.
Du kannst dich jetzt an dem, was du da zusammen konzentrierst,
einfach festhalten und das so als unverrückbar hinsetzen, dass das alles nicht
geht. Ich meine, ich werde es dir nicht ausreden können.
Ja, aber guck mal, Vera, anstatt jetzt jedes Mal zu sagen, dass ich an einem
selber schuld bin, dann teile mir mit,
also wenn du sagst, hey, klar kann man in Self-Publishing erfolgreich sein,
wenn man nur alle anderthalb, zwei Jahre ein Buch rausbringt, dann sag mir, wie.
Nee, kann man nicht. Kann man nicht.
Also ist das nicht der Weg, der für jemanden, der so schreiben will,
wie ich es tue, funktioniert?
Richtig.
So, das ist hier eine Entscheidung, die du treffen musst. Willst du einfach
nur alle anderthalb, zwei Jahre ein Buch rausnehmen?
Gut, dann mach das, freu dich drüber und nimm das, was du als Erfolg rausholst.
Ja, schön fände ich an der Stelle jetzt, anstelle eines, sei es mir nicht böse,
aber leicht herablassenden, ja, freu dich drüber,
ein, okay, dann nehmen wir das als die Voraussetzung, du bringst alle anderthalb
Jahre ein Buch raus, im Self-Publishing,
was kann man denn da noch Gutes draus machen?
Weil, wie gesagt, es gibt ja nicht nur, keine Sau interessiert sich für mich
und ich lebe komplett vom Schreiben und gehe ab die Zäpfchen.
Also man kann ja trotzdem sagen, das sind die Gegebenheiten und was kann man daraus machen?
Ich überlege gerade die ganze Zeit, ob es irgendein Beispiel gibt von erfolgreicher
Selfpublisher, Selfpublisherin, die da alle anderthalb,
zwei Jahre was rausbringt und dann total erfolgreich ist unter finanziellem Erfolg.
Wenn euch jemand einfällt, bitte schreibt uns, ich will diese Person einladen.
Ja, ja, das sofort würde ich auch sehr gerne. Da sind wir wieder,
was wir ganz am Anfang hatten.
Ja, vielleicht ist es in deinem speziellen Musikdrama-Genre möglich,
sich so eine spezielle Klientel ranzuzichten, die zwei Jahre sehnsüchtig drauf
wacht und dann zu Millionen zu deinem Buch schreift.
Unmöglich ist es sicherlich nicht.
Ja, was soll ich da sagen? Ich kann nur eigentlich immer dasselbe sagen.
Wenn du sagst, das ist der Weg, in dem ich mich wohlfühle, ja dann mach den
Weg und dann ist das auch okay so.
Und dann ist es nicht herablassen, das ist einfach so.
Wenn du mich fragst, was kann ich tun, um mehr Geld, um Self-Publishing zu verdienen,
dann würde ich sagen, überdenke diese Taktik.
Ich meine, worüber ich zum Beispiel nachdenke, ist, dass es ja auch viele Sachen
ums Buch herum gibt, die man machen kann.
Also zum Beispiel mehr Lesungen, die honoriert sind und wo Bücher verkauft werden.
Also wie gesagt, jetzt am Sonntag, das Buch ist jetzt ein Dreivierteljahr raus.
Am Sonntag, es war natürlich ein kleiner Rahmen, aber wenn man das irgendwie
skaliert, wenn das skalierbar wäre, ist das zum Beispiel eine Möglichkeit,
wie ich sagen kann, hey, da habe ich sogar noch was, woran ich total Freude habe.
Ja, natürlich. Also natürlich, das habe ich auch gedacht, als ich da einen Artikel darüber gelesen habe.
Ja, natürlich wäre es ein gangbarer Weg zu sagen, ich etabliere mich jetzt als,
ich sage mal, lesende Musikerin oder musizierende Lesende oder was auch immer.
Dann ist aber Buchschreiben nicht mehr das Hauptziel. Dann ist es halt was anderes.
Naja, man braucht ein Buch, um es vorlesen zu können.
Naja, aber das ist dann nicht mehr, wie gesagt, ist dann nicht mehr das Wesentliche.
Und natürlich, das sind alles Dinge, die möglich sind.
Aber ich möchte nochmal für den Punkt werben, mal ein paar dieser Grundfeste,
die bei dir so fest verankert sind, doch einfach mal, also ich würde das,
wie man bei Facebook-Ads macht, so einen A-B-Test vielleicht machen.
Einfach mal das Szenario durchspielen. Wie wäre es denn, wenn ich doch in kürzerer Zeit schreibe?
Wäre das wirklich so schwierig, würde ich mich wirklich so was weiß ich,
gebremst, gehemmt, gequält vorfühlen? Vielleicht,
Also ich habe ja jetzt bei mir sehr gelernt, dass einfach diese andere Perspektive
auf exakt denselben Punkt alles ändert.
Das sind ja auch alles so irgendwelche Annahmen, das ist ja jetzt nicht empirisch bewiesen.
Du rechtest ja damit, dass sich das quälen würde oder so. Du weißt es ja gar nicht.
Ich sage mal, was mir spontan einfällt, ist zum Beispiel, wenn man jetzt eine
recht lange Reihe hat und innerhalb dieser Reihe die Bücher kürzer sind,
dann hat man natürlich die Möglichkeit, sozusagen an dieser großen Geschichte
zu schreiben, aber regelmäßiger was rauszubringen.
Das kann ich aber nicht so ganz einschätzen, weil bei mir eben auch der Punkt
ist, dass ich doch jetzt auch viel mehr Freude dran habe, wo ich mich,
ich sage mal in Anführungszeichen, größeren Themen widme.
Also so Themen, in die du einfach weiter eintauchen musst, die tief in die Psyche gehen.
Also wie gesagt, jetzt im Moment beschäftige ich mich mit dem Thema Traumata.
Das kannst du nicht auf 150 Seiten abwurschteln.
150 Seiten ist jetzt fast wenig. Ich weiß ja nicht, wie viele Wörter jetzt Rock'n'Peace
hat. Ich meine, du weißt ja, meine Geschichten sind so bei 55.000.
Ich glaube, 90.000.
Waren es. Na gut, das sind dann fast zwei. Also ich habe schon den Eindruck,
dass das eine gute Länge ist.
Also jedenfalls habe ich noch von jemandem gehört, das wäre zu kurz oder so.
Und wir haben ja jetzt gerade in den letzten Wochen gleich mehrere sehr erfolgreiche
Menschen gehabt, die genau das gesagt haben, diese Reihengeschichten, that is it.
Und wenn man dann dadurch regelmäßiger was machen kann, hat das schon so seinen Sinn.
Also vielleicht mal drüber nachdenken, vielleicht kannst du diese Themen in
kleinere Häppchen verteilen.
Also ich meine 55.000 ist ja jetzt so viel, da kann man schon auch einiges drin erzählen.
Also ich kriege da immer ganze Mordfälle mit diversen Verdächtigen aufgeklärt.
Ich glaube tatsächlich, wenn ich in deinem Tempo veröffentlichen müsste oder
wollte, dann müsste ich mich irgendwo bei 30.
Also ich habe ja dieses eine Beispiel tatsächlich, wo ich damals den Kurzroman geschrieben habe.
Ich glaube, das waren 25.000 Wörter. Der ist ja mit einem anderen Kurzroman
zusammen in einer gemeinsamen Veröffentlichung rausgekommen.
Und das Buch war in drei Monaten geschrieben, überarbeitet, veröffentlicht.
Also das wäre eigentlich so der Umfang, der bei mir dann möglich wäre.
Da möchte ich aber jetzt nochmal ein Shoutout an die liebe Karin machen,
deren Ohren jetzt ja laut klingeln.
Ich weiß aus den Gesprächen mit ihr, dass die gerade eben ein Ferrer Roman mit
80.000 Wörtern in der Zeit fertiggestellt
hat, wo ich so mit Ach und Krach meinen Krimi fertig kriege.
Also das geht auch. Also die hat die letzten 5 Tage 12.000 Wörter geschrieben.
Nicht schlecht.
Also dann muss man halt den Tagescount erhöhen.
Na gut, dann muss ich halt leider, oder nehme ich aber schön ab,
wenn ich kein Geld mehr für Essen habe.
Ja, das sind immer, aber wie gesagt,
man muss halt letztlich, ist es letztlich immer eine Entscheidung,
wie immer die ist und wenn man eine Entscheidung trifft, dann sollte man sich
über die Folgen klar sein und die einfach dann auch akzeptieren,
weil man eben so entschieden hat, was ja völlig okay ist, aber zu sagen,
ich will etwas, was, was, was,
meiner Entscheidung vollkommen widerspricht und trotzdem gegen diese Windmühlen
rennen und hoffen, dass ich der eine von Millionen bin, wo das klappt.
Auch das ist natürlich eine Entscheidung, aber da muss man sich jetzt nicht
wundern, wenn man sich eine blutige Nase holt.
Naja, man kann es jetzt auch so formulieren, Weg A und B funktionieren.
Ich gucke mal, ob es nicht einen Weg C gibt.
Ja, die Mühe kannst du dir machen und dann als Entdeutsch der Entdeckerin in
die Geschichte eingehen oder du gehst einfach das, was andere schon lange bewiesen
haben. Aber auch das ist eine Entscheidung.
So, ich finde, das ist jetzt ein sehr schönes...
Ich lasse das mal so stehen.
So machen wir das. Also ihr da draußen, ihr wisst, dass wir uns immer sehr über euer Feedback hören.
Wenn ihr bis zum Ende durchgehalten habt, dann sagt uns gerne mal,
wie ihr darüber denkt, wie ihr euch motiviert.
Was ist bei euch Erfolg auch etwas, was euch antreibt oder was euch eher lähmt?
Da sind wir wirklich sehr, sehr daran interessiert. und vielleicht machen wir
dann irgendwann noch mal eine Folge mit euch oder mit anderem darüber.
Und ja, ansonsten wisst ihr, was ihr zu tun habt. Folgt uns,
wo immer es geht und bleibt uns bewogen. Bis nächste Woche.
Ciao, ciao.
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