Die Zwei von der Talkstelle

Gespräche aus der Selfpublisher- und Buchbubble

Messestand-Planung wie ein Profi: Petra Zietemanns Tipps aus der Kongressagentur

Sie ist Professional Congress Organizer und kennt die besten Tipps, die wichtigen Vorschriften und die verbreiteten Fallstricke des Messebaus: Petra Zietemann spricht mit Vera und Tamara über große wie kleine Buchmessestände.

12.02.2026 76 min

Zusammenfassung & Show Notes

Gespräche über das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern, egal ob Selfpublishing oder Verlag. 


Sie ist Professional Congress Organizer und kennt die besten Tipps, die wichtigen Vorschriften und die verbreiteten Fallstricke des Messebaus: Petra Zietemann spricht mit Vera und Tamara über große wie kleine Buchmessestände und wie Autor:innen die am besten planen.

Von der Wahl der Standgröße über Theken und Regale bis hin zu Deko, Goodies und Brandschutz: Die Zwei von der Talkstelle bombardieren die Fachfrau mit all den Fragen rund ums Ausstellen auf einer Messe, die ihnen schon lange auf der Seele brennen, – und über die sie teilweise in der Vergangenheit schon hitzig miteinander diskutiert hatten.

Hört rein und greift euch die besten Tipps ab!

Links

Unser Gast:
https://www.pzg-organisation.de/

Petras Buchtipps:

'Die Hummerfrauen' von Beatrix Gerstberger
https://www.amazon.de/Die-Hummerfrauen-Lesegl%C3%BCck-%C2%AB-Wittmann-BRIGITTE/dp/3423284765/

'Wie die Karnickel' von Jasper Fforde
https://www.amazon.de/Wie-die-Karnickel-Jasper-Fforde/dp/3910775357/

Möchtest du, dass wir dein Buch in unserem Podcast vorstellen? Kein Problem! Sende uns ein kurzes E-Mail an alle@zweivondertalkstelle.de und wir senden dir die Details. Vielleicht erzählen wir unseren Hörerinnen und Hörern schon in der nächsten Episode von deinem Buch.

Welche Themen oder Gäste wünschst du dir bei uns? Sag es uns gleich hier: https://forms.gle/PBJRCrZPsuLBv88x9

Vielen Dank, dass du unsere Show hörst. Hast du sie schon abonniert? Bitte gib uns auch eine Bewertung, wo immer du uns hörst. Seit Neuestem geht dies auch bei Spotify.

Abonniere unseren Buchbubble-Bulletin unter http://eepurl.com/hoJYfD

Folge uns:
Facebook https://www.facebook.com/dzvdt
Instagram https://www.instagram.com/dzvdt/

Create your podcast today! #madeonzencastr

Transkript

Vera
00:00:00
Du willst deine Bücher auf einer Messe präsentieren. Wir haben die Tipps vom Profi. Wir haben Professionale Congress Organizer da. Und zwar Petra Zietemann hat uns ihre Einsichten erzählt, worauf man achten sollte und was man machen oder besser nicht machen sollte.
Tamara
00:00:18
Sollte man seinen Tisch in die Höhe bauen? Sollte man eine Theke haben bei Ständen wie in Leipzig? Sollte man eine Tischdecke haben? lauter solche kleinen Fragen, die wir uns alle stellen und die jetzt mal aus Profisicht beantwortet werden. Hört rein, wir haben viele Ideen entwickelt. Die zwei von, Das ist die Folge 298 1998 von die zwei von der Talkstelle, dem Podcast übers Schreiben und Veröffentlichen im Verlag, im Self-Publishing. Und ja, hier ist Tamara Leonhardt. Ich habe es gerade verkackt, weil man nennt sein Gegenüber zuerst. Mir sitzt gegenüber die liebe Vera Nentwig. Das reicht jetzt als Intro. Hallöchen.
Vera
00:01:13
Ich habe ziemlich gehofft, dass du mich heute so in Schwung bringst.
Tamara
00:01:18
Ja, ich glaube, ich bin in Schwung. Ich fühle mich schwungvoll, deswegen habe ich auch zuerst geredet und dann nachgedacht.
Vera
00:01:26
Genau. Ja, das hatte ich heute ein bisschen nötig, den Schwung. Ich muss gestehen, als ich heute Morgen aufstand, da fehlte mir der Schwung. Also gestern war so ein komischer Dach.
Tamara
00:01:36
Wieso das denn?
Vera
00:01:37
Ja, da ist mir irgendwie nicht so richtig was gelungen. Ich habe auch nach langer Zeit mal so meinen Workout nicht geschafft, weil ich auch noch ein paar Termine hatte und dann gab es so ein paar komische Nachrichten, jetzt nichts Tragisches, aber doch irgendwie, das muss jetzt auch nicht sein.
Tamara
00:01:53
Okay.
Vera
00:01:55
Und irgendwie, normalerweise ist es so, wenn ich morgens, kennst du den Moment, wo du zwar schon im Prinzip wach bist, aber noch nicht ganz, so aufwachen. Das ist eigentlich immer der Moment, wo bei mir so die Szenen, die ich jetzt heute schreibe, so durch den Kopf huschen.
Tamara
00:02:12
Okay.
Vera
00:02:13
So, und heute war da nichts. Da war eigentlich ja gestern schon nichts. Und ich so, oh scheiße, was macht sie jetzt? was könnte die jetzt tun, die Frau? Und so, weil ich auch Angst hatte, irgendwie wieder viel zu schnell auf die Auflösung zuzusteuern. So, und dann habe ich so mein Morgenritual absorviert und gedacht, ich muss aber eigentlich schreiben. Ich habe gemerkt, wie mein Kopf nach Austreten suchte, zu prokastinieren. Und aber mein Verstand hat gesagt, nein, du darfst jetzt nicht, du setzt dich jetzt hin und du schreibst. Und dann schreibst du erst mal nur einen Satz und dann den nächsten. Und dann guckst du mal, was passiert. und dann habe ich das auch gemacht und habe mir geguckt, wo ist sie denn jetzt gerade, naja gut jetzt geht sie nach Hause, so das Übliche und so und, Ein Satz, der nächste Satz. Und irgendwann war ich tatsächlich im Flow. Und plötzlich macht es Pop und Papyrus sagt, Tagesziel erreicht.
Tamara
00:03:11
Ui, cool.
Vera
00:03:12
Und es war eine richtig coole Szene. Ich dachte, ja, wow. In dem Moment, ich habe echt gejubelt. Ich habe ein bisschen so gejubelt wie jetzt die Olympiasiegerinnen. Mir ist zwar jetzt nicht wie bei der holländischen Einstellerwürferin des Moskara runtergelaufen, aber es war nah dran.
Tamara
00:03:29
Da kann ich nichts zu sagen. Ich habe weder Fernsehen noch Cookiesport.
Vera
00:03:36
Ja, also von daher bin ich dann doch jetzt wieder, doch habe ich jetzt wieder Aufwind bekommen und beschäftige mich ja gerade sehr damit, mit Buchstatt und mit Blogger, Bloggerinnen und habe da so einen Aufruf hier gestartet. Danke zu ihr, da gab es auch schon Resonanz, das freut mich sehr.
Tamara
00:03:55
Sehr schön.
Vera
00:03:56
Ich bin gerade so dabei, was müsste ich denn tun, um Blogger und Bloggerinnen glücklich zu machen, neben der Tatsache, denen halt rechtzeitig Infos und einen Druck zukommen zu lassen. Ich gucke ja dann immer so neidisch auf so manche Kolleginnen und Kollegen, die dann auch irgendwelche Woody-Bags haben und sich ganz tolle Gedanken machen. Das ist ja etwas, ich habe es ja mit Nippes sowieso nicht so.
Tamara
00:04:24
Sag nochmal schnell das Thema von deinem Buch.
Vera
00:04:27
Tote Väter und Erben nicht. Der neunte Fall von Sabine Biederhagen.
Tamara
00:04:33
Aber sowas wie Chor oder was du zuletzt hattest oder Nordsee oder so, kannst du so ein Thema eingrenzen? Familie dann wahrscheinlich?
Vera
00:04:41
Ja, es ist Verwandtschaft. Das Opfer ist unter anderem in einem Puzzletreff.
Tamara
00:04:48
Puzzle, okay.
Vera
00:04:50
Ja, und das Finanzbeamter. Das Thema Puzzle habe ich auch schon durchdacht.
Tamara
00:04:53
Ja, passt ja auch zu Krimi.
Vera
00:04:54
Habe ich auch schon durchdacht. Habe auch schon recherchiert. Leider Gottes sind so Mini-Puzzles in der Stückzeit. Ich bräuchte dann doch recht teuer. Das muss ich dann schon überlegen.
Tamara
00:05:05
Ja, aber du könntest ein Puzzle nehmen und jede Bloggerin bekommt ein Teil. Ich weiß noch nicht genau, was sie damit machen müssen, aber ich werfe dir das mal als Ideenansatz hin.
Vera
00:05:18
Mach was draus. Ich bin jetzt gerade in einer anderen Richtung unterwegs, weil Biene ja immer Latte Macchiato trinkt. Und da hatte ich so überlegt, ich packe in das Päckchen einen Nescafé Latte Macchiato, den passenden Keks und einen Latte Macchiato-Löffel. Und ich suche gerade nach Möglichkeiten, dass ich den Latte Macchiato-Löffel beschriften kann. Also ich habe schon so einen Werbemittel Lieferanten gefunden, der würde die machen so Plastik-Latte-Makato-Löffel, die kann man bedrucken lassen, aber das sind dann auch irgendwie 250 Euro, das ist natürlich auch so viel.
Tamara
00:05:55
Ja, und Plastik halt.
Vera
00:05:57
Und Plastik, ja. Jetzt habe ich die andere Idee gehabt, ich kaufe einfach bei Ikea so ein paar ganz normale und lasse.
Tamara
00:06:04
Ja, ist natürlich auch nicht ganz günstig, aber...
Vera
00:06:08
Wahrscheinlich billiger, ne?
Tamara
00:06:09
Ja.
Vera
00:06:10
Ich habe jetzt gerade so ein paar Anfragen gestartet, was ich da so machen könnte.
Tamara
00:06:14
Ja.
Vera
00:06:14
Also du merkst, es sprudelt wieder an mir raus und ich muss ein bisschen aufpassen, jetzt nicht wieder zu viel Geld rauszuholen. Parallel habe ich jetzt ja gerade mit Kerstin noch gesprochen, für die Nässe haben wir jetzt überlegt, ob wir doch uns so ein paar Beutelchen machen lassen. Wir haben zuerst auch überlegt, irgendwie Süßkram. Aber dann, ich habe zwar jetzt gesehen, so fünf Kilo Bonbons mit Werbeaufdruck kosten irgendwie 175 Euro. Aber dann schmeißen sie das Bombenpapier weg.
Tamara
00:06:40
Ja, das ist halt, also gerade auf Messen, da kriegst du so viel Krempel irgendwie.
Vera
00:06:45
Dann habe ich natürlich, passend zu Leute, ja, du hast gesagt, so Kaffeekekse mit Werbeaufdruck, gibt es ja auch.
Tamara
00:06:50
Ja.
Vera
00:06:51
Da habe ich auch gerade so ein Angebot bekommen.
Tamara
00:06:54
Da gibt es doch den Cookie, gibt es den noch?
Vera
00:06:57
Den Cookie?
Tamara
00:06:58
Ja, das war so ein Cookie mit einem QR-Code drauf, der auf eine beliebige Website führt.
Vera
00:07:05
Ja, das weiß ich nicht, habe ich nicht gesehen. Jetzt muss ich mal gucken. Ich habe aber auch gerade ein Angebot, 500 Kaffee-Kekse mit Werbeaufdruck liegen auch so bei 175 Euro.
Tamara
00:07:15
Ja, es ist halt nicht umweltmäßig nachhaltig, sondern werbetechnisch nachhaltig. Entweder man isst es auf oder es landet irgendwo und zerbrüselt.
Vera
00:07:25
Ja, ja. Also von daher bin ich dann. Ich muss jetzt mal gucken. Ich habe jetzt mehrere Anfragen gestartet, wo ich so Ikea-Löschel gravieren lassen könnte. Mal sehen, wo ich da lande.
Tamara
00:07:34
Ja. Also ich bin auch tatsächlich inzwischen jetzt mit meinen Erfahrungen, die ich mit den Sachen, die ich zu Rock in Peace gebastelt habe, mehr davon überzeugt, den Leuten, die ein Buch kaufen, was dazu zu geben. Also als ich in Stuttgart auf dem Winterlesezauber war zum Beispiel, habe ich immer, wenn jemand ein Buch gekauft hat, gefragt, magst du noch einen Button haben mit dem Band-Logo aus dem Buch? Und da waren alle ganz überrascht und auja, cool. Ich glaube, das ist vielleicht langlebiger, um die, die was gekauft haben, zu binden, als wild zu verteilen an Leute, die das nachher, also wenn ich gucke, was ich so alles in die Hand gedrückt bekomme auf Messen und ich glaube nicht, dass ich jemals deswegen irgendwie nochmal auf die Seite dieser Leute gegangen bin und ein Buch gekauft habe.
Vera
00:08:22
Also, ja. Ne, da bin ich auch. Also, ich sag mal, so Taschen, denke mal, das macht man.
Tamara
00:08:29
Ja, ja, das ist total sinnvoll.
Vera
00:08:31
Und da kannst du ja vorher auch ein bisschen Werbematerial reintun. Das würde ich jetzt doch machen, aber die anderen, und wie gesagt, wenn dann jetzt ein kleineres Stück bezahlt, um jetzt wirklich so die Blogger und Bloggerinnen zu, Ja, apropos betüddeln, da hatte ich ja gestern ein Erlebnis der dritten Art, kann man so sagen.
Tamara
00:08:53
Okay, wer hat betüddelt?
Vera
00:08:55
Naja, betüddelt ist vielleicht der falsche Begriff. Ich muss ein bisschen ausholen. Ich habe 2018, also vor acht Jahren, auf meinem Blog einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel Schluss mit dem Verlagsschwindel. Und da habe ich halt thematisiert, dass der Begriff Verlag halt doch bei vielen Unternehmen benutzt wird, die eigentlich im engeren Sinne nicht wirklich Verlage sind. Also die zwar womöglich dafür sorgen, dass Bücher veröffentlicht werden, aber sich halt von Autoren und Autorinnen bezahlen lassen, also nicht ins Risiko gehen und so, wie man das ja eigentlich von dem Verlag erwartet. Und da sind ja zum Beispiel auch selbstpubbliche Dienstleister, die da irgendwie sich in die Nähe von Verlagen rücken. Damals war es so, dass Tradition irgendwie geschrieben hatte, das neue Verlagskonzept, Oder 26, die haben sich ja immer der Self-Publishing-Verlag genannt. Das ist ja nur ein doppelt gemoppelt Blödes. Ich weiß gar nicht, gibt es die eigentlich noch?
Tamara
00:09:55
Oh, das weiß ich nicht.
Vera
00:09:56
Da habe ich schon lange nichts davon gehört. Na egal, das habe ich halt, wie gesagt, ist ja auch schon acht Jahre her, habe ich das halt so beschrieben, habe dann auch die Wikipedia-Definition eines Verlags da rein und so. Und habe halt geschrieben, dass ich es blöd fände. Die können doch durchaus mit Rückgrat sagen, wir sind gute Dienstleister. Warum müssen die sich da ein Etikett geben, was nicht wirklich passt? Was ja auch, wie wir aus Erfahrung wissen, viele Autorinnen und Autoren, die so am Anfang stehen, völlig verwirrt. Die denken, die haben da den Verlag und nachher ist das ja nicht. Und da kam dann ein sehr langer Kommentar von der Besitzerin einer Firma, die sich Verlag nennt, aber halt auch Geld vom Autor. Nimmt jetzt keinen Direktor, ich würde den nicht als Druckkosten-Zuschuss-Verlag bezeichnen, weil er war schon sehr transparent. Also eigentlich so ein klassischer Dienstleister. Eine kleine Firma, die Autorinnen hilft und rauszukommen und das macht. Finde ich ja voll ehrenhaft. Das wäre überhaupt nichts Schlimmes daran zu sagen. Nur die nannten sich dann der kleine Verlag. Und nach meiner Denkweise, wenn Autoren da Geld bezahlen, ist es für mich nicht ein Verlag im engen Sinne. Auch wenn das juristisch möglich ist, Weil der Begriff Verlag ist ja nicht irgendwie geschützt.
Tamara
00:11:17
Okay.
Vera
00:11:18
Kann sich ja jeder Verlag nehmen. Ich kann mir einen Gewerbeschein holen, Verlag einschreiben und gut ist es. Es gibt keine Qualitäts-Milkmalen.
Tamara
00:11:25
Aber da habe ich ja noch nie Gedanken drüber gemacht, ob das ein geschützter Begriff ist.
Vera
00:11:28
Nein, ganz jeder. Es gibt ja auch Verlage in allem möglichen. Ihr könnt ja, was weiß ich, der Löffel-Verlag sein. Verlege Löffel mit Gravur oder so.
Tamara
00:11:37
Okay.
Vera
00:11:39
Darauf habe ich dann auf diesem Kommentar auf meinem Blog, den kann man auch nachlesen, also wir können den Link ja in die Show-Notes packen, habe ich dann halt entsprechend nett geantwortet, dass das juristisch selbstverständlich möglich ist, aber ich es halt nicht gut fände. So, darauf kam dann ein schon wesentlich unflätiger Kommentar als Antwort. Da habe ich dann auch mal seiner Sache nicht drauf reagiert. Naja. Und ich weiß gar nicht, dann kam, glaube ich, nochmal so ein unflüssiger Kommentar, den ich dann inklusiert habe. So, wie gesagt, ist acht Jahre her. Und gestern, gestern kam dann ein Mail an und, also das war, aber ich habe gedacht, wo bin ich ja jetzt denn, in welchem Film? Ich lese das mal vor. Du, also keine Anrede, fängt direkt so an. Du, Vera, eine als Mann geborene Person, die mittlerweile als Frau auftritt, bemängelt, dass kein Verlag ist. Du bist keine Frau, Ausrufezeichen. Du bist ein Mann, der gern eine Frau wäre. Ausgerechnet du wagst es zu behaupten, sei kein Verlag. Ist ein Verlag, das ist juristisch geklärt. Ich erwarte von dir, dass du dich diesbezüglich korrigierst. Eindeutig.
Tamara
00:12:47
Alter.
Vera
00:12:49
Ja, da habe ich jetzt erstmal gedacht, hä? Was hat denn der Absender gerade gesoffen? Und dann habe ich auch gedacht, wenn man genau liest, was die Person da schreibt, dann wirft sie mir irgendwelche Täuschungen vor und nimmt das als Begründung, dass sie selbst täuschen wird.
Tamara
00:13:06
Das ist so dumm.
Vera
00:13:08
Das ist völlig schräg. Vor allem nach acht Jahren. Ich vermute mal, dass mein Artikel noch auffindbar ist. Und dummerweise, weil die Person ja selbst kommentiert hat, Ich habe ja den Namen nicht erwähnt. Ich kannte den ja vorher gar nicht. Taucht dann auch in der Suche auf. Ich habe das mal getestet. Wenn man den Verlag sucht, kommt direkt mein Blogartikel.
Tamara
00:13:30
Da weiß man ja gleich.
Vera
00:13:31
Mit wem man zu tun hat. Wahrscheinlich hat die irgendwer darauf angesprochen.
Tamara
00:13:37
Oder sie ist noch mal über dich gestolpert und hat sich auf einmal gedacht, aha, jetzt habe ich ein Argument gefunden. Das ist ja total stichhaltig. Und es klingt gar nicht, als wäre ich.
Vera
00:13:52
Ja, also, es wundert sich wirklich.
Tamara
00:13:54
Ich habe aber vorhin mal kurz, um nochmal da was nachzulesen, ich habe kurz bei Wikipedia geschaut. Also der erste Satz zur Definition Verlag ist, ein Verlag ist in der Medienwirtschaft ein Medienunternehmen, dessen Betriebszweck der Erwerb des Verlagsrechts mit der Absicht der Vervielfältigung und Verbreitung auf eigene Rechnung von Werken aus Kunst, Literatur, Musik, Unterhaltung und Wissenschaft ist. Also man kauft die Rechte, entweder mit Honorar oder sogar mit Zuschuss, und verlegt und vertreibt das auf eigene Rechnung. Also ja, Wikipedia ist natürlich auch jetzt nicht das Nachschlagewerk, aber das ist auch meine Definition. Und ich sage mal so, wer mit so unfassbar dummen persönlichen Argumenten daherkommt, der sagt mehr über sich selbst als sonst was.
Vera
00:14:51
Also ich bin da auch nicht... Weißt du, da kann ich ja drüber wegstehen. Aber ich fand es jetzt irgendwie spannend und ich finde nach wie vor halt, Das finde ich schon ein Ärgernis, dass es nach wie vor so ist, dass dieser Verlagsbegriff so inflationär benutzt wird und eigentlich nicht klar umreißen ist. Ich meine, wir haben ein Verlagsgesetz, das ist irgendwie aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich meine, da hat sich die Technik ja jetzt schon ein bisschen weiterentwickelt. Und was mich ja immer ärgert, ist ja, dass auch viele Autoren und Autorenverbände nicht wirklich hinterher sind, das mal klar zu ziehen. Dabei wäre das doch wirklich im Interesse aller. Ja, absolut. Das ärgert mich einfach.
Tamara
00:15:35
Und ich meine, das ist ja auch das Ding. Also klar, viele Leute brauchen immer noch diese Bestätigung von außen, dass ein Unternehmen sagt, ja, dein Buch ist gut.
Vera
00:15:45
Ich meine, so ein Unternehmen zu finden, das in mein Werk investiert, das ist doch toll.
Tamara
00:15:51
Ja, natürlich. Das will ich auch gar nicht schlecht reden. Aber die Tatsache, dass viele sich das halt so dringlich wünschen, ist halt auch eine Möglichkeit oder ein Spielfeld, um da ein Geschäft drauf aufzubauen. Und wenn man das halt dann trotzdem ohne Risiko macht, dann wird man vielleicht etwas empfindlich, wenn einem dieser Begriff öffentlich aberkannt wird.
Vera
00:16:15
Naja, mal sehen, was jetzt passiert. Ich hoffe mal, die Person hört jetzt nicht unseren Podcast. Ich weiß nicht, was ich dann für Mails bekomme. Also ich habe es mal gespeichert. Also ich meine, wenn er jetzt noch weiter geht, dann müsste ich ja irgendwann Anzeige erstatten. Schauen wir mal, was passiert.
Tamara
00:16:31
Ja, ich weiß gar nicht. Ich glaube, da könnte man schon langsam drüber nachdenken, reihrechtlich.
Vera
00:16:35
Na ja, gut. Das ist jetzt Deutungssache. Also da würde ich mich nie drauf einlassen. Aber wir müssen jetzt erst mal das Thema wechseln, weil wir haben heute ja mal einen Gast, um fernab eigentlich der Buchbubble, dafür voll der oder die Profi und ja, da sind wir schon mal sehr gespannt. Wir haben uns nämlich gedacht, jetzt stehen doch die ganzen Messen an. Wie ihr wisst, habe ich ja sogar einen Messestand in Leipzig, eine der größten Buchmessen überhaupt. Und Tamara und ich werden auf der Buch Berlin sein. Es gibt verschiedene Regionalmessen. Da haben wir gesagt, wir brauchen mal einen Profi, der uns mal sagt, wie machen wir das alles richtig. Und dann habe ich recherchiert in meinem Bekanntenkreis und bin auf unseren heutigen Gast gestoßen. Sie ist Professional Congress Organizer. Allein das lässt einen schon Gänsehaut entstehen. Und heute ist sie da. Ich freue mich sehr auf Petra Zietemann. Hallo Petra.
Petra
00:17:37
Hallo, ich grüße dich Vera, ich grüße dich Tamara. Wie schön euch zu sehen.
Vera
00:17:42
So, jetzt erstmal so vielleicht zum Einstieg. Was macht ein Professional Congress Organizer?
Petra
00:17:50
Also ich bin in einer speziellen Branche tätig. Das ist Medizin und Medizintechnik. Wir bilden eigentlich die Ärzte und auch nichtärztliches Fachpersonal, bieten wir die Kongresse an, damit die sich fortbilden können. Die meisten Leute können sich darunter nicht wirklich etwas vorstellen, weil sie wahrscheinlich nicht, sie gehen vielleicht auf Messen, aber nicht unbedingt auf Kongresse. Also bei Kongressen ist es so, dass die von Fachgesellschaften oder von Universitätskliniken angeboten werden oder wir hatten auch immer eine eigene Veranstaltung. Und das bedeutet eigentlich, dass man den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Rahmen bietet, also in der Regel ein Kongresszentrum mit sehr, sehr vielen Vorträgen, wirklich wissenschaftlichen Fachvorträgen, das ist zum Teil ziemlich trocken offen und ehrlich gesagt, und dazu eine begleitende Fachausstellung. So heißt es so richtig offiziell. Das heißt, dass die Unternehmen, die Produkte in diesem Bereich, sei es Kardiologie, Urologie anbieten, ihren Stand dort haben können. Das heißt, die Teilnehmenden haben dann wirklich einen Mix aus Vorträgen, zum Teil auch Workshops, wo sie interaktiv drin sind und dann den Ausstellern vor Ort.
Vera
00:19:00
Jetzt sind wir natürlich in der Buchbubble tätig, wobei jetzt bei der Schilderung, die du gerade gemacht hast, ich schon daran dachte, das passt schon ziemlich. Sowohl in Leipzig als auch in Frankfurt gibt es alle möglichen Fachvorträge parallel und ja, manche sind auch wirklich trocken. Und so, natürlich bezeichnet man das jetzt nicht als Kongress, wobei es gibt immer ein Kongressprogramm parallel, das ist halt eine Messe und speziell Leipzig ist halt auch noch eine Leser- und Leserinnenmesse, während Frankfurt ja mehr eine Businessmesse ist. So, jetzt, wenn dann jetzt so ein Unternehmen zu dir kommt und sagt, so, wir möchten da auf diesen Fachkongress oder ich möchte auf den Fachkongress, den du machst, da einen Stand haben, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll, was sagst du denen denn?
Petra
00:19:52
Naja, also zuerst mal bekommen die von mir so die offiziellen Unterlagen. Das ist ja mal ganz wichtig. So was, wie, wann, wo. Die kriegen gesagt, was dürft ihr, was dürft ihr nicht. Das wird häufig schon im Vorfeld sehr deutlich gesagt. Kriegen von mir die kompletten Rahmenbedingungen genannt, Preis und so weiter. Und dann dürfen sie sich mal anmelden und überlegen dann, welche Größe zu ihnen passt. Wenn Sie jetzt zu mir wirklich sagen, wie baue ich jetzt einen Messestand auf oder was muss ich da beachten, werde ich sehr zurückhaltend, weil das nicht mein Job eigentlich ist, weil ich habe ja so viele, die ich bedienen muss. Das heißt, ich bin niemand, der jetzt wirklich ganz konkret zu jemandem sagt, Mensch, mach mal das und das. Aber natürlich, wenn jetzt ein Unternehmen wirklich sagt, oh Mensch, haben Sie einen Messebauer für mich oder können Sie mir da jemanden empfehlen oder wie sind die Lichtverhältnisse und so, Also da kann man dann manchmal schon etwas sagen. Oder wenn man dann sagt, zum Teil sagen die auch nicht, welche Größe soll ich denn wählen? Und man kennt die Veranstaltung. Dann gibt es auch bei Veranstaltungen, wo ich sage, Mensch, also wirklich, mit einem 6 Quadratmeterstand sind Sie gut bedient auf der Veranstaltung. Die meisten Firmen haben das. Es sei denn, Sie wollen sich wirklich sehr groß präsentieren, aber dann brauchen Sie Messebau. Also diese Tipps gebe ich dann schon.
Vera
00:21:07
Aber es ist ja so, also ich meine, wir reden ja jetzt von den Autoren und Autorinnen. Und für die ist so ein Gang zu so einer Buchmesse Leipzig natürlich schon ein großer finanzieller Aufwand. Wenn ich jetzt so denke, wir haben jetzt da so einen 3-Meter-Stand, also 6 Quadratmeter, der kostet mich mit roundabout knapp 2.000 Euro.
Petra
00:21:28
Okay, mit allem drum und dran.
Vera
00:21:30
Ja, ja, also mit 2.000 Euro ist schon die Theke vorne und der Papierkorb und der Feuerlöscher, was man alles drauf braucht, ist dann da schon bei. Ich meine, das ist jetzt erstmal eine Investition.
Petra
00:21:43
Ja, definitiv.
Vera
00:21:44
Der kleinste Stand ist zwei Meter, also vier Quadratmeter.
Petra
00:21:48
Also zwei auf zwei, ich habe eine Tiefe von zwei Metern und eine Front von drei Metern. Ja, das ist so eine übliche Sache.
Vera
00:21:55
Wie entscheide ich denn jetzt zum Beispiel, welche Größe für mich passt? Was sind denn die Faktoren, um zu sagen, ich brauche zwei, ich komme mit zwei aus oder drei?
Petra
00:22:05
Na gut, also zuallererst einmal würde ich mein Budget überprüfen. und ehrlich gesagt. Ja, es ist sehr, sehr wichtig. Und dann ist es auch die Frage, wie bestücke ich den Stand, wie fülle ich den Stand? Nun, einen 6-Quadratmeter-Stand zu befüllen, sollte jetzt grundsätzlich erstmal kein Problem sein, normalerweise. Wobei bei Büchern, ich weiß nicht, ob ihr dann ein oder zwei Werke habt oder wie viel das dann so ist.
Vera
00:22:30
Zwölf.
Petra
00:22:31
Ja gut, ich meine, es ist dann so, egal, ob man die jetzt in Ständern drin hat oder auf Tischen, Ihr braucht dann schon eine gewisse Fläche, wo ihr das hinlegen könnt. Und ihr habt ja auch nicht nur ein Buch vorne zu liegen. Also das heißt, wenn ich so zwölf Bücher höre, würde ich schon sagen, na ja, eine Front von drei Metern wäre vielleicht nicht schlecht. Das ist mit zwei Metern. Also man kann sich das ja eigentlich mal vorstellen. Also ich empfehle den Leuten wirklich auch mal hinzugehen und einen Zollstock intern zu nehmen, sofern sie einen haben. Ich habe immer mehrere da. Wirklich mal einen Zollstock auszulegen, Wohnzimmer oder wo auch immer. und einfach sich mal zu überlegen, ich habe jetzt drei Meter und ich habe jetzt zwei Meter und da ist ein Tisch im Hintergrund, kann ja der Esszimmertisch sein, ist ja total egal. Man muss ja auch noch rechts und links rauskommen. So was kann ich darauf platzieren? Also wirklich so einfach mal hinzugehen und mal einen Zollstock zu nehmen, einfach um mal so für die Fläche ein Gefühl zu kriegen. Und mit einer Tiefe von zwei Metern. Einfach mal im Raum sich das darzustellen. Also das empfehle ich tatsächlich. Also ich mache das jetzt für mich, die ich ja Tagungsbüros betreue, wenn ich da irgendwas habe. Auch da gucke ich mal hin, wie viel kann ich da positionieren? Ihr wollt ja auch zu zweit nebeneinander stehen vielleicht mal. Vielleicht kommt noch jemand auf den Stand drauf. Wie viel kann ich da überhaupt unterbringen? Also das ist für mich so eine Vorgabe, wo ich sage, ja, so ein simpler Zollstock mal hinlegen und vielleicht auch mal markieren und dann sagen, so, das wäre jetzt meine Fläche. Reicht mir das?
Vera
00:24:02
Das stimmt wirklich. Ich habe doch gerade, wenn man so bei den kleineren Messen, wenn man dann die Tischmaße liest, ich habe da immer eine falsche Vorstellung. Ich muss dann auch immer messen. Jetzt ist es bei den Standardständen oder Systemständen, die man auf Buchmessen bekommt, ist es so, dass die Wände automatisch mit Regalen bedeckt sind.
Petra
00:24:19
Ah, okay.
Vera
00:24:21
Üblicherweise liegen halt die Bücher dann auf dem Regal. Und so hat man natürlich jetzt, wenn ich dreimal zwei Meter habe, dann habe ich sieben Meter Regal.
Petra
00:24:31
Okay, das ist natürlich schon super.
Vera
00:24:33
Da kann man es nochmal unterbringen. Ich bin ja auch mit einer Kollegin da, die hat auch ein paar Bücher. Also das klappt halt schon. Aber die Frage ist natürlich auch, gut, ich kann jetzt da hinstellen, aber worauf muss ich zum Beispiel achten, damit das vom Publikum auch richtig wahrgenommen wird?
Petra
00:24:48
Ja gut, ihr habt jetzt natürlich das kleine Problem, dass das natürlich alles im Hintergrund ist, eure Regale. Sonst kann man ja zum Teil, wenn man ein anderes System hat, auch was im Vordergrund reinbringen. und im Prinzip werdet ihr dann wahrscheinlich, wenn ich das mir so vor Augen führe, ja keinen Stand, also keinen Tisch noch dabei haben, oder habt ihr den auch im Hintergrund? Keinen Tisch?
Vera
00:25:10
Nein. Die Stände, die wir haben, die haben unten noch so ein Podest, wo man aber hinter der Klappe verschwinden lassen kann und wir haben vorne in der Mitte so eine Theke.
Petra
00:25:20
Mhm. Also ich persönlich, wenn ich jetzt das Wort Theke höre, würde darauf achten, dass die Theke nicht den Zutritt zum Stand verhindert. Denn es ist ja häufig so, was auch Leute mit Tischen machen, sie bauen eine Barriere auf. Ich plädiere dafür, einen Stand offen zu halten, weil ihr wollt ja auch die Leute in den Stand hineinziehen. Also wenn die dann rechts und links an der Theke vorbeigehen, dann ist das schon eine Barriere. Ja, also ich gehe jetzt einfach, ich bin ja keine Buchmessenspezialistin, aber ich persönlich gehe einfach davon aus, dass ihr wollt, dass die Leute auf den Stand draufgehen und auch mal die Bücher in die Hand nehmen.
Vera
00:25:59
Absolut, ja.
Petra
00:26:00
Ja? Ja?
Tamara
00:26:02
Sorry, wenn ich kurz reingrätsche. Ja. Ich führe mir gerade so verschiedene Stände, die ich in Leipzig oder in Frankfurt gesehen habe, mal vor Augen. Und ich glaube, da gibt es ja auch so zwei Optionen. Also klar, jetzt zum Beispiel die großen Stände, die wir vom Self-Publishing-Verband bespielt haben, das waren, oh, jetzt darf ich nicht lügen, 16 Quadratmeter kann das sein oder so. Natürlich, da geht es darum, dass die Leute reinkommen, Bücher angucken und so. Aber gerade so AutorInnen-Stände, die können natürlich Eckstände, die bieten sehr viel Möglichkeit an, reinzugehen oder jetzt eben die etwas größeren. Ich habe aber auch Stände gesehen von AutorInnen, die wirklich dieses Mindestmaß haben und die dann eher so ein bisschen gespielt werden wie, ich, Autorin, stehe vorne an der Thebe und bin ansprechbar und möchte ins Gespräch kommen und wenn jemand was wissen will, dann gebe ich denen das Buch raus, so ein bisschen Tante-Emma-Mix-mäßig. Das ist ja dann einfach eine ganz andere Herangehensweise, oder?
Petra
00:27:06
Also ja, das ist eine komplett andere Herangehensweise, das sehe ich auch. Da kommen wir aber zu einem Punkt, wo ich jetzt sage, ich gehe ja häufig auf Stände zu. Ich persönlich finde, Tische vorne oder Theken, hinter denen jemand steht, blockiert sehr viel. Ich persönlich, also auch wenn ich jetzt auf Messen drauf war, plädiere dafür, eher vorne zu stehen, also im direkten Face-to-Face, also keine Barriere zwischen mir zu haben. Ja, also das ist etwas, was man kann das natürlich mal machen, man ist auch mal müde, man möchte sich mal aufstützen, man hat vielleicht noch einen Stitz oder irgendeinen Barhocker oder so, wofür ich auch plädiere. Aber ansonsten ist der Kontakt zu Publikum immer besser, wenn ich keine Barriere zwischen Teilnehmenden und mir habe. Also das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung.
Tamara
00:28:04
Kann ich daraus ableiten? Weil ich stelle mir jetzt so vor, vielleicht auch bei den kleineren Buchen, wo du halt den Tisch hast als Stand im Prinzip und wenn jetzt jemand mich zum Beispiel nicht kennt und ich stehe da einfach vorne dran, dann müssen die erstmal verstehen, ah so, das ist die Autorin, das ist nicht eine, die da vor dem Stand steht. Das heißt, man muss schauen, dass man irgendwie durch die Kleidung oder vielleicht durch einen Roll-up, auf dem man zu sehen ist oder so, irgendwie klar macht, wer man überhaupt ist.
Petra
00:28:38
Das ist richtig, natürlich. Es ist Optimum. Vielleicht hast du ein Namensschild, wo deutlich sichtbar ist. Das gehört zu dem Hintergrund. Wenn du natürlich ein Fotofunde hast im Hintergrund, ganz fantastisch. Es ist aber auch so, wenn du jetzt eine Tiefe von zwei Metern hast und du hast einen Tisch oder eine Theke, dann kannst du die Theke seitlich hinstellen und kannst dann im Stand drinstehen. Du stehst ja dann im Stand, sodass du dann als zugehörig zu dem Stand auch interpretiert wirst. Aber ein Foto von dir im Hintergrund ist natürlich eine sehr, sehr schöne Idee, ehrlich gesagt. Oder wirklich ein Namensschildchen oder so, je nachdem, wie das dann eine Messe auch regelt. Aber sehr viele fühlen sich unwohl, wenn sie nicht zwischen sich und dem Gang eine Theke oder einen Tisch haben.
Tamara
00:29:26
Ja, zum Festhalten.
Petra
00:29:27
Zum Festhalten und ja. Manchmal geht es auch nicht anders, weil ein großer Stand, ich kenne es vom German Convention Büro entsprechend, strukturiert ist, da hat man Schwierigkeiten, aber ansonsten tatsächlich für mich einer der größten Fehler sind die Barrieren, die man aufbaut.
Vera
00:29:47
Ja, jetzt muss ich, also ich bin da voll bei dir, wir hatten, Tamar und ich hatten in einer der letzten Folgen eine sehr hitzige Diskussion zu dem Thema, kommen wir gleich noch. Jetzt muss ich verstehen, die Theke hat eigentlich den praktischen Grund, also ich sehe auch, das Problem, dass die letztlich eine Barriere ist. Aber ich brauche halt irgendwas, wo ich eine Kasse drin habe, gerade wenn ich Bücher verkaufen will, wo ich das Geschäft handeln kann. Wenn ich dann immer nach hinten und das aus irgendeinem tiefen Podest rausholen muss, gerade wenn man mit mehreren am Stand ist und auch mit größeren Nachfragen rechnen, ist das nicht handelbar. Also muss ich irgendwas. Aber die Überlegung, die du gerade gesagt hast, hatte ich zum Beispiel auch. Stelle ich die Theke jetzt, die ist ein Meter. Also ich hatte ja drei Meter Zugang, ist ein Meter. Stelle ich die in der Mitte, sodass rechts und links ein Meter frei ist, oder stelle ich die auf eine Seite, sodass zwei Meter frei sind. Mit dem Nachteil, dass dann die Regalwand direkt an der Theke schwer erreichbar ist.
Petra
00:30:43
Ah ja, ja, stimmt.
Vera
00:30:45
Bei dem Standkonzept, das wir jetzt haben, ist es so, dass wir die Regalwand in der Mitte, also die direkt hinter der Theke ist sogar, dass wir da gar keine Regale haben, da prangt nur überlebensgroße Fotos von uns beiden oder meiner Kollegin und mir. Also dass rechts und links zum Gucken ist, So ist eigentlich der Plan.
Petra
00:31:02
Ja.
Vera
00:31:04
Man muss, glaube ich, irgendeinen Kompromiss machen, oder?
Petra
00:31:07
Ja, klar. Ihre Branche hat ihre Besonderheiten an. Eure Kasse habe ich natürlich nicht gedacht. Bei uns wird nichts verkauft. Das wird auch im Nachgang gemacht. Das ist richtig. Wenn du natürlich Kasse hast und verkaufst, ist es ganz klar. Ich würde sie rein persönlich jetzt, also ohne die Abläufe bei euch ganz genau zu kennen, tatsächlich dann doch etwas seitlich positionieren. Aber das ist jetzt natürlich, wie ihr die Regale hinten habt. Das ist jetzt schwer zu beurteilen für mich. aber mit einem etwas seitlichen Positionieren kommt ihr auch schneller nach vorne. Und vielleicht etwas zurückgesetzt. Das ist ja auch immer die Frage, wie schnell können wir auf Teilnehmende zukommen. Das ist ja vielleicht auch ein Punkt. Manche sagen, ich bleibe strikt auf meiner Fläche. Andere sagen, ich gehe schon an den Rand vorne und hole mir die Leute rein in den Stand. Das sind aber auch Typfragen, bitte. Das muss ich auch dazu sagen. Allerdings, also ich habe eigene Stände, hatte ich auch schon. Da war es allerdings sehr strikt, dass man vor dem Tisch stehen musste. Das war Anforderung auch von dem, der es gemacht hat. Ist natürlich anstrengend, aber man ist aktiver. Man ist auch von der Körpersprache her aktiver.
Vera
00:32:23
Du hast gerade eine sehr gute Anmerkung gemacht, die ich mir merken werde. Mich zwingt ja keiner, die Theke wirklich vorne an den Rand hinzustellen. Ich kann sie ja ein bisschen nach hinten rutschen, da ist immer noch Platz dahinter und trotzdem wirkt der Stand offener. Das ist eine sehr gute Idee. Aber dann sprichst du natürlich das Thema an, wo Tamara und ich ja völlig konträrer Meinung sind. Also ich muss gestehen, ich halte es nicht sehr lange hinter der Theke auf. Ich bin immer auf dem Gang. Ich muss immer aufpassen, dass die Leute nicht zu sehr in den Weg springen. Ja, ja. Während Tamar immer sagt, ja, wenn sie nett gucken, dann lächle ich mal und dann kommen sie vielleicht.
Tamara
00:33:01
Das ist nicht korrekt. Und ich glaube immer noch, dass du in diesem legendären, witzigen Gespräch nicht verstanden hast, was ich ausdrücken wollte. Oder ich sage es freundlicher, ich habe mich vielleicht blöd ausgedrückt.
Vera
00:33:14
Okay.
Petra
00:33:14
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Vera
00:33:17
Was, dass sie sich blöd ausdrückt oder dass ich es nicht verstehe?
Petra
00:33:21
Dann drückest du mal für mich verständlich auf. Ich habe jetzt nur diese Version gehört.
Tamara
00:33:26
Die Diskussion damals war, also ich hatte längere Zeit keine Buchmessen mehr beschmiert und habe dann im Herbst letztes Jahr wieder angefangen und hatte dann, glaube ich, drei Messen innerhalb von anderthalb Monaten oder so und habe dann immer so ein bisschen das Standkonzept weiterentwickelt. Ich muss dazu sagen, ich bin bisher nur auf Messen, wo man halt einen Tisch hat, also keine so Konzeptbuchsen. Und bei mir ist die Besonderheit, dass ich vier Bücher aus dem Bereich Liebesroman habe und ein aktuelles Buch aus dem Bereich Drama, was man aber vielleicht missinterpretieren kann vom Cover her, wenn man es nicht weiß. Und da habe ich bei der ersten Messe gemerkt, okay, ich muss das irgendwie mehr separieren und ich muss das auch mehr anschreiben und habe das immer weiterentwickelt, dass ich da so kleine Schildchen und Plakate und so an den Büchern verteilt habe, dass die Leute, die nicht angesprochen werden möchten, die sich vielleicht erstmal nur umschauen wollen, die einfach von ihrem Typ her vielleicht niemand sind, die gerne ein Gespräch haben wollen, dass die auf den ersten Blick verstehen, was es bei mir gibt, ohne dass ich sie ansprechen muss. Wenn ich an der Körpersprache, am gesenkten Blick merke, die wollen das gar nicht gerade, dass die trotzdem verstehen können, was es bei mir zu kaufen gibt. Und der Einwand von Vera war, glaube ich, dass man aber alle ansprechen muss.
Vera
00:34:56
Also ich glaube, ich bin im Gegenzug der Meinung, dass ich nicht zu viel auf den ersten Blick beantworten sollte, weil dann um die Leute keinen Grund mehr an den Stand zu kommen.
Petra
00:35:09
Okay.
Vera
00:35:12
Klär das bitte. Du musst das jetzt klären hier.
Petra
00:35:17
Gut, ja. Also ich verstehe das mit den zwei Genres eigentlich, dass die Leute vielleicht erst mal wahrnehmen, du bittest zwei verschiedene Sachen an Tamara, das ist sicherlich wichtig. Also wenn ich mich präsentiert habe, war das Angebot ja eindeutig. Wobei, das manche Leute dann auch nicht verstehen, aber das ist eine andere Sache. Also ich gehe mal hin, ich habe zum Teil für Karlsruhe Convention Büro und Region, die ja für alle, die in Karlsruhe etwas machen wollen, das Angebot haben, da war ich zum Teil auch mit am Stand präsent. Und das ist ja auch ein sehr großes Angebot. Da sind Hotels dabei, da sind Kongresszentren mit dabei, da ist Gastronomie mit dabei, da sind Eventagenturen dabei und so weiter und alles. Und wenn ich da unterwegs war, es gab die Sachen, die Leute, die konkret gekommen sind, weil sie sich für eine Region Karlsruhe entschieden haben und die Leute, die mal vorbeigebummelt sind. Und dann ist es natürlich die Frage, was suchen die überhaupt? Für mich persönlich war die aktivere Variante immer die bessere, wobei das immer natürlich auch eine Gratwanderung ist. Sind die Leute, die einfach nur vorbeilaufen wollen, weil sie auch ein Ziel haben, weil sie vielleicht einen Vortrag rein wollen und so weiter. Die sollte man nicht davon abhalten oder die einfach dringend immer auf Toilette wollen. Ungünstig, ja. Die kommen nicht wieder. Also auch da musste man dann erklären, dass es eine Region ist und so weiter. Ich sehe das mit den zwei Sachen. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, dass man offene Fragen stellen kann. Interessieren Sie sich mehr für Liebesromane oder für Drama? Und was sind Sie mehr interessiert, wenn Sie hier auf der Messe sind, als offene Fragen stellen? Und wenn dann jemand sagt, ich bin mehr mit Drama, das habe ich auch. Obwohl Sie hier mehr Liebesromane sehen, aber ich habe aktuell auch ein Drama, wenn Sie daran interessiert sind. Also offene Fragen zu stellen.
Vera
00:37:17
Also schon auf den Leuten zuzugehen.
Petra
00:37:19
Ja, wobei das ganz offen und ehrlich gesagt auch eine Typfrage ist.
Vera
00:37:25
Also ich habe da ja auch kein Problem mit.
Tamara
00:37:29
Also ich habe auch öfter, keine Ahnung, wenn ich jemand zum Beispiel, also bei mir ist halt viel mit Musik. Und es ist vielleicht auch gerade so ein bisschen bei mir das Thema, dass mein aktuelles Buch definitiv auch was für Männer ist. Mir haben so viele Männer erzählt, dass sie Rotz und Wasser geheult hätten. Das nimmt man vielleicht auch nicht an. Und ich habe öfter mal, wenn ich zum Beispiel jemanden gesehen habe in einem Bandshirt oder so, habe ich gesagt, hey, du siehst aus, als wenn du gerne Musik hörst. Aber ich denke mir halt, es gibt eben auch Leute, die sind verschreckt von sowas. Ja, das stimmt. Für die wäre es einfach hilfreich, wenn die von Weitem schon sehen, oh, da ist eine Gitarre, das interessiert mich, ohne dass ich quer über den Gang schreien muss. Und ich könnte mir das auch bei Vera, auch wenn sie... einheitliche Krimi-Reihe hat, wenn ich von weitem sehe, da geht es um die Ostsee und das ist vielleicht das Thema und wenn irgendwo steht Cozy Crime, dann sehe ich doch von weitem schon, das ist was für mich.
Vera
00:38:27
Ja, oder die meisten sehen immer erstmal, dass es nichts für sie ist, weil sie es in Schubladen stücken. Ich brauche die Chance, die aus dieser Schublade rauszuholen. Und ich brauche die Chance, deren Blick zu erweitern. Und das kann ich nur, indem sie kommen. Weil die Leute immer erstmal nur in ihrem Erfahrungshorizont denken. Und die werden immer eher sagen, nee, interessiert nicht, als dass sie sagen, interessiert.
Tamara
00:38:54
Ja, weiß ich nicht. Ich glaube, wir versuchen eben tatsächlich dasselbe. Nur ich will erstmal die Schublade wegschieben durch Stichworte. Ich habe zum Beispiel auch, wenn ich Messen hier im Saarland habe, dann habe ich an dem Buch dran, spielt im Saarland teilweise oder so. Einfach, dass ich so kleine Sachen schon mal streuen kann. Es kann ja auch sein, dass ich mit jemandem gesprächt bin und dann verpasse ich jemanden, der vorbeigeht.
Petra
00:39:19
Ja, klar, natürlich.
Vera
00:39:20
Also solche Eyecatcher oder Unique Selling Points oder Pitches oder wie man das nennen will, die habe ich natürlich auch. Das ist klar.
Tamara
00:39:29
Und darum ging es mir, das zu optimieren.
Vera
00:39:32
Ja, aber immer so, dass es halt, ja, also ich würde trotzdem nicht darauf verzichten, Leute anzusprechen.
Tamara
00:39:40
Nee, überhaupt nicht. Auf keinen Fall.
Vera
00:39:42
Natürlich springe ich niemandem weg, der zu verkniffen guckt, wenn er auf Toilette muss.
Tamara
00:39:50
Das meine ich. Ich glaube, wir sind eigentlich einer Meinung, nur wir merken es nicht so ganz.
Petra
00:39:57
Ich plädiere dafür, das auch ein bisschen an seinen eigenen Typ anzupassen. Also man sollte sehr offen sein. Meiner Meinung nach, definitiv sollte man keine Barriere vor sich haben oder zwischen denen. Dass man auch flexibler, freier ist. Man ist, wenn man nur dahinter steht, auch sehr starr. Also da plädiere ich dafür, auch in der Bewegung drin zu sein. Das ist halt ich für ganz wichtig. Wenn man stark dahintersteht, Tamara, das machst du bestimmt auch nicht, das ist soweit ich dich hier sehe.
Tamara
00:40:31
Tatsächlich stehe ich eher hinter dem Tisch, einfach aufgrund dessen, dass ich das, also ich weiß auf dem Flur nicht, wohin mit meinen Händen. Und was Vera auch schon sagt, dann kauft einer was, dann muss ich mich wieder am Tisch vorbeizwängen.
Petra
00:40:44
Kommt denn etwas seitlicher? Ja, so ein bisschen. Man kann den auch mal schräg stellen.
Tamara
00:40:52
Ich weiß nicht, was die Messe Orga dazu sagt.
Petra
00:40:55
Also auf deiner Standfläche, solange du nicht in die Gangfläche rausgehst, darfst du den Tisch nach hinten stellen, an die Wand, was für dich nicht geht, weil du musst ja deine Kasse etwas safe haben, aber du kannst ihn auch mal etwas schräg stellen. Das ist verlaut. Nur dann kommst du noch schlechter rein, ehrlich gesagt, bei Nativa sind zwei Meter an. Ja, man kann auch mal spielen mit Sachen. Es ist auch die Frage, wenn du jetzt wirklich ein besonderes Genre bedienst. Es gibt ja auch diese, ich sage mir jetzt, wenn du Flyer hast, da gibt es ja auch diese Sachen, diese Säulen, die du extra stellen kannst. Ob du dann vielleicht so auch ein entsprechendes optisches Highlight für dein Buch hast. Ich weiß nicht, ob die Messe das dann anbietet. Manchmal haben die das.
Tamara
00:41:41
Weiß ich jetzt gerade nicht genau.
Petra
00:41:42
Also wenn du jetzt Prospektständer, die so schräg sind, wenn du da jetzt plötzlich etwas hast, wo du dieses eine Buch besonders, präsentieren kannst, ja, dass du auch eine optische Unterbrechung hast, ja, das ist ja meistens, dann hast du eigentlich alles auf dem Tisch oder alles hinten, Und wo du dann vielleicht optisch nochmal einen Break drin hast, unter Umständen.
Tamara
00:42:10
Ja, also auf der letzten Messe hatte ich das, Entschuldigung, Weret.
Petra
00:42:13
Ja.
Tamara
00:42:13
Aber auf der letzten hatte ich das zum Beispiel so, dass ich, ich hatte eine schwarze Tischdecke und hatte dann das Drama in dem schwarzen Bereich. Und da war auch so eine kleine Gitarre, habe ich da hingestellt. Und dann hatte ich auf dem anderen Bereich des Tisches eine rote Tischdecke drüber, wo die Liebesromane waren und habe das dann so ein bisschen separiert.
Petra
00:42:32
Das finde ich schön.
Vera
00:42:35
Da sind wir bei dem Thema, bei Tamara sind es ja eher so die kleineren Messen, wo man einfach so einen Tisch hat, wo man nicht so einen Stand hat. Da muss ich Tamara recht geben, da kann ich mir auch vorstellen, dass es schwer ist, den Tisch da zu Weg zu stellen. Du hast keine wirkliche Standfläche, du hast den Tisch. Und ich tue mich immer schwer mit, wie dekoriere ich diesen Tisch. Ich habe ja mit Deko nicht so. Würdest du, Petra, aus deiner Erfahrung sagen, gibt es Faktoren, auf denen ich bei so einer Produktpräsentation auf so einem Tisch achten sollte?
Petra
00:43:12
Grobe Frage, hast du irgendein Layout, wo du als Autorin immer mit auftrittst? Irgendwelche Farben oder so? Also als Unternehmen habe ich ja mein Logo und habe Unternehmensfarben. Gibt es so etwas bei dir auch?
Vera
00:43:31
Ja, ich habe ein großes Roll-Up, das ich immer dahinter stelle, wo ich drauf bin. Mein Schriftzug ist meistens in so einem Pink gehalten. Ich habe natürlich jetzt bei den Buchreihen, die haben natürlich ein durchgehendes Cover-Design. Ich habe die zweite Buchreihe, Frau Appeldorn, und deren Marktzeichen ist ein roter Hut, den sie immer trägt. Ich habe auch so einen roten Hut. Ich habe so eine kleine Staffelei, wenn der erste Titel heißt, Frau Appeldorn und der tote Maler, da habe ich das Buch auf so eine kleine Staffelei gesetzt und den roten Hut daneben. Aber bei mir sieht das immer irgendwie alles gewollt, aber nicht gekonnt aus.
Petra
00:44:12
Also wenn du einen Roll-Up hast, auf dem Farben drauf sind, Und ich denke, es ist nicht nur weiß oder weh, dann würde ich dazu tendieren, es gibt professionellere Sachen als Tischdecken, offen und ehrlich gesagt. aber eine Tischdecke in der entsprechenden Farbe zu haben.
Vera
00:44:33
Was wären denn die professionelleren Sachen als Tischdecken?
Petra
00:44:36
Ja, es gibt tatsächlich Systeme, die dann bedruckt werden, aber das geht eigentlich auch nur, wenn du immer die gleiche Tischgröße hast, wo du mit Reißverschlüssen die Vorderseite dran machst und die Seitenseiten. Hinten kannst du dann offen lassen. Das sieht natürlich extrem professionell aus, weil du kommst darauf zu, Und du hast dann dein Logo oder dein, was weiß ich, was du bewirbst und so weiter gleich auch unten. Ja, das ist dann natürlich, ja, nur da ihr auf unterschiedlichen Messen unterwegs seid, habt ihr wahrscheinlich auch unterschiedliche Tischmaße. Ja.
Vera
00:45:15
Also die meisten sind 1,20 mal 80, oder?
Tamara
00:45:18
Ja, ich hatte 1,30 hatte ich schon und 1,10.
Petra
00:45:22
1,60, es gibt auch 1,80, also ne. Nee, nee, nee. Also das Erste, wenn ich jetzt wirklich in ein Kongresszentrum reinkomme, ist, damit ich das meinen Ausstellern mitteilen kann, die Tischmaße abzufragen. Nein, die sind nicht immer gleich. Oh no, no, no. Bitte nein.
Vera
00:45:39
Okay, also dieses System ist nicht so variabel.
Petra
00:45:41
Nein, das ist dann wirklich, weil das in allem Maße halt fix mit Reißverschluss und so weiter. Das ist natürlich extrem professionell. Also ganz offen und ehrlich gesagt. Aber ansonsten würde ich dazu blendieren, möglichst wenig farbliche Unterbrechungen reinzubringen, weil deine Bücher sollen ja wirken. Und tatsächlich in eine Tischdecke hinein zu investieren, die dann flexibel ist für entsprechende Tischmaße. Geht einfach mal hin und guckt euch die Tischmaße an auf den unterschiedlichen Messen, auf die ihr seid, und nehmt dann ein Maß, wo ihr sagt, mit der Tischdecke komme ich überall durch. Du kannst ja zwischendrin auch einmal falten oder so weiter.
Vera
00:46:21
Ich habe so eine hellblaue Geschleck gekauft, die so groß genug ist.
Petra
00:46:27
Aber du hast hinten pink und vorne dann hellblau?
Vera
00:46:31
Nö, die Tischdecke ist...
Petra
00:46:33
Und dein Schriftzug ist hinten?
Vera
00:46:35
Pink, ja. Also sollte ich in Pink bin? Sollte ich Pink? Die Frage ist, passen dann immer die Buchcover dazu. Deswegen habe ich halt so hellblau genommen, das ist doch schön neutral.
Tamara
00:46:47
Deswegen habe ich Schwarz, da passt alles zu.
Vera
00:46:51
Das passt zu dir, aber zu mir passt Schwarz.
Tamara
00:46:54
Das würde komisch wirken.
Petra
00:46:57
Also, ja, gut, wenn du Hinten hast du nur Pink auf deinem Roll-Up?
Vera
00:47:02
Nee, der ist eigentlich weiß mit mir in Jubelpose und im rosa Schriftzug.
Petra
00:47:08
Gut, du kannst natürlich auch, wenn du das etwas ruhiger halten möchtest, eine weiße Tischdecke, die du vielleicht vorne in der Mitte auch bedrucken lässt. Also mit Vera Nentwig oder so Krimis aus Leidenschaft, was weiß ich. Ja, aber das ist eine gute Idee.
Vera
00:47:26
Das ist eine gute Idee. Da kann man ja immer so hängen, dass das vorne runterhängt.
Petra
00:47:29
Richtig, ganz genau. Wenn das schön mittig ist, kannst du das machen und kannst es vielleicht auch so, dass du das auch oben drauf hast. So was zum Beispiel kann man machen.
Vera
00:47:41
Jetzt habe ich ja das nächste Problem, wie ich schon sagte.
Petra
00:47:46
Willst du, dass wir eine Lösung finden werden?
Vera
00:47:47
Ja, deswegen bist du hier. Ich habe jetzt ja schon mindestens zwölf Bücher. weil dieses Jahr kommen mindestens noch mal vier dazu. Okay. Also auf der reinen Tischfläche aufbauen Bücher geht gar nicht mehr. Die kriege ich gar nicht miteinander drauf. Sieht auch blöd aus. So, dann habe ich mir jetzt für die letzte Messe, habe ich mir so im Internet so ein kleines Stufenregal geholt, was aber festgestellt hat, zu kleines. Da fallen die immer runter. So, gibt es Regeln, Tipps, wenn ich da in die Höhe baue, wie ich das machen sollte? Sollte ich die weiße Tischdecke dann über alles tun oder was anderes tun?
Petra
00:48:27
Wir verfüllen alles Christo-Misch. Ja, ich habe keine Ahnung.
Vera
00:48:33
Tamara, du lachst, aber du hast doch überall dein schwaches Tuch drüber, oder?
Tamara
00:48:36
Ja, ich musste jetzt über den Christo lachen. Aber ja, also wenn du mich jetzt gefragt hättest, dann würde ich sagen, ja. Aber okay.
Petra
00:48:46
Du hast auch noch lachen gehört, nein. Also gut, jetzt bin ich da optisch anders unterwegs. Ich persönlich würde so etwas aus Plexiglas, also Glas ist so Dings oder Edelstahl oder so nehmen, damit eine gewisse Ruhe reinkommt vom Bild her, ja? Ja, meiner. Aber das ist jetzt, da bin ich jetzt komplett anders unterwegs. Ansonsten ist es natürlich schwierig, wenn du so viele Bücher am Stand hast, sie alle zu präsentieren, sodass jeder das auch sehen kann. Hui, das wird schwierig. Interessieren sich dann die Leute für die Bücher, die zehn Jahre alt sind? Wie ist das denn so?
Vera
00:49:27
Die wissen ja nicht, dass sie zehn Jahre alt sind. Und bei den Reihen ist es so, dass die meistens dann doch zum ersten Teil greifen, selbst wenn der so ein paar Jahre her ist.
Petra
00:49:36
Du hast einen Punkt gemacht, ja? Richtig. Da habe ich nicht dran gedacht. Also wenn du in die Höhe baust als erstes Wackelgefahr, Unfallgefahr, Ja, das fällt mir als erstes ein.
Vera
00:49:48
Das hatte ich halt mit diesem kleinen Stufenregal. Wenn dann einer sich ein Buch genommen hat, fielen alle runter.
Petra
00:49:53
Ja, ganz genau. Also da musst du schon gucken, dass das nicht umfällt. Und ansonsten, natürlich gibt es Lösungen, mit denen du in die Höhe kommst. Das haben ja einige große Unternehmen auch, die dann in die Höhe irgendwie Ablagen haben. Aber du musst es natürlich auch nach vorne gekippt haben, damit die Leute das sehen. Eine andere Variante ist natürlich, die letzten aktuellen Bücher zu nehmen und wenn einer sich interessiert, dann im Hintergrund die Bände 1 bis 8 zu haben. Aber du hast jetzt keine Regale mehr hintendran, hast du gesagt.
Vera
00:50:29
Bei den Tischen haben wir ja keinen, haben wir nur den Tisch.
Petra
00:50:32
Da habt ihr nur einen Tisch. Dann ist es, ja.
Tamara
00:50:37
Ich meine, ich habe ja zum Beispiel jetzt hinter meinem Tisch immer so ein, ich habe so ein Gestänge gekauft, wo ich dann so ein schwarzes, schweres Tuch habe. Da kann ich dann noch so, also zum einen finde ich den Hintergrund dann ruhiger und da kann ich noch so Sachen dranhängen. Aber würde einem jemand verbieten, irgendwie da noch ein Regal hinzutun?
Petra
00:50:56
Normalerweise nicht.
Tamara
00:50:56
Es kommt halt keiner dran. Also es ist dann eher so ein, guck, da ist noch mehr, ich gebe es dir raus.
Vera
00:51:01
Also wenn ich da mal eingreifen darf, da gibt es bei manchen, dieser kleineren Messen ist es schon schwierig mit dem Roll-Up dahinter. Die haben manchmal die Fläche dahinter nicht. Also bei der Rehbuch hätte sie das schon nicht machen können.
Petra
00:51:17
Also ist es natürlich so, ihr braucht eine gewisse Standtiefe. Dann ist es so, da würde ich darauf achten, dass das schwer entflammbar ist. Wobei ihr habt ja auch Bücher. Ach komm, da steht jetzt noch keine Rolle mehr.
Tamara
00:51:30
Wenn die Buchmesse brennt, brennt sie eh.
Vera
00:51:33
Ja, aber Entschuldigung, du musst bei der Buchmesse Leipzig, wir haben ja diese Banner, die wir da hinten dran hängen mit den Fotos, da musst du nachweisen, dass das Brandschuss Klasse 1 ist. Und wir müssen Feuerlöcher am Strand haben.
Petra
00:51:45
Ja, also dann ist es tatsächlich die Frage, dass man nicht noch die Brandlast erhöht am Stand. Ja, man lacht so.
Tamara
00:51:53
Ja, sicher, natürlich. Ich überlege auch gerade, ob es nicht verantwortungsvoll wäre, einen kleinen Feuerlöscher tatsächlich einfach in meinen Messekrempel aufzunehmen.
Petra
00:52:02
Da sind die Vorschriften sehr unterschiedlich. Es gibt große Messen, ist es tatsächlich so mit Feuerlöscher am Stand, auf jeden Fall. Bei kleineren Ausstellungen, wo du dann quasi nur einen Tisch hast und so weiter, ist normalerweise der Feuerlöscher keine Pflicht, weil dann die Wege zum nächsten Feuerlöscher gar nicht so weit sind. Und dazu kommt, also jetzt als Profi gesprochen, auch noch die Frage, könnt ihr den Feuerlöscher überhaupt bedienen?
Tamara
00:52:26
Ja, habe ich schon.
Petra
00:52:27
Ich habe eine Einweisung gekriegt. Und das Nächste ist tatsächlich, sagt die Feuerwehr auch, bitte tut nichts, verlasst einfach alle das aus. Aber das ist jetzt etwas sehr, sehr Kritisches. Trotzdem gibt es einfach aus versicherungsschutzrechtlichen Gründen zum Teil wirklich die Pflicht, einen Feuerlöscher am Stand zu haben. Ich persönlich tendiere dazu tatsächlich, Brandlast nicht noch zu erhöhen. Aber das ist jetzt etwas ganz Persönliches. Und übrigens bei Roll-Up möchte ich noch einen Tipp geben. Wenn ihr euren Roll-Up investiert, sorgt dafür, dass es hinten beschichtet ist, weil manchmal steht man auch vor einer Fensterfront.
Tamara
00:53:02
Ja, ja.
Petra
00:53:03
Ja? Also bitte achtet darauf, dass es hinten beschichtet ist, auch wenn es etwas mehr kostet, weil man dann das Roll-Up auch noch erkennt, was vorne drauf ist, ja? Und achtet vielleicht darauf, dass ihr auch etwas rein investiert, weil es gibt die Roll-Offs, wo man den Fuß behalten kann und dann nur die Kassette auswechselt. Das ist dann nicht mehr so teuer. Das heißt, guckt da, investiert da rein ein bisschen und schaut einfach, wie gesagt, Beschichtung hinten und eventuell austauschbar, weil ihr vielleicht das Design nochmal ändern wollt, irgendwie nach zwei, drei, vier, fünf Jahren, was weiß ich. Ja, also das, aber ansonsten, es gibt so eine Art, wirklich für Bücher und für Prospekt und so weiter, gibt es ja Ständer, die man haben kann, häufig auch bei größeren Messen anmietbar.
Tamara
00:53:54
Ja, ich wollte auch vorhin schon sagen, also was man oft bei so Tischständen von AutorInnen sieht, sind zum Beispiel so Weinkisten, die dann als Regal gebaut werden. Oder ich war im Dezember auf einer Messe hier in der Region, die nicht nur über Bücher war, sondern generell über Kunstdinge. Und da waren halt auch viele so, die irgendwie was Handwerkliches herstellen. Und die hatten alle so Draht, so Gestängeregale, ich weiß gar nicht, wie man es nennt. Die haben die rechts und links am Tisch hochgebaut und dann noch oben, also wie so ein Kasperletheater im Prinzip, was natürlich auch sehr clever ist, aber wenn man hinterm Stand ist, natürlich eben auch alles wieder mehr zubaut. Und das wäre eigentlich eine Frage. Also so ein bisschen in die Höhe bauen finde ich auch optisch eigentlich gut und wichtig, aber wenn ich so richtig hochbaue, dann baue ich mich halt auch wieder von den Leuten weg.
Petra
00:54:52
Dann baust du dich komplett ein. Also dann ist das ja wirklich wie ein Theater. Da kann man dir zuwinken. Kannst du dich dann verbeugen, eine Show gemacht oder so, keine Ahnung. Das würde ich jetzt nicht machen. Ich finde es an einer Stelle hoch. Ich zucke dann schon auch aus Sicherheitsgesichtspunkten etwas zusammen. Aber okay, vielleicht ist es auch komplett gesichert. Als ihr merkt, da bin ich mehr von der Orga-Seite her Safety und so. Das ist auf der anderen Seite auch ganz wichtig, weil wenn das Ding mal umkippt, ist es vielleicht nicht so schön. Also da guckt mal, wenn ihr wirklich in die Höhe geht. Für mich aber ist es so, Wenn ihr jetzt den Band 20 schon habt, müssen ja nicht alle 20 Bücher oben liegen. Sondern man kann die dann unterm Tisch haben oder wie auch immer, dass man sie dann hochholt. Dass man das Angebot oben etwas minimiert, was fürs Auge auch etwas besser ist. Weil sonst weiß das Auge ja gar nicht, wohin es soll.
Vera
00:55:51
Aber ist nicht gerade bei so einer Buchreihe die Tatsache, dass es schon so viele Titel gibt auf dem Argument?
Petra
00:55:59
Ja, okay. Ja.
Vera
00:56:00
Und ich habe jetzt gerade, wo du Prospektstände erwähnt hattest, gedacht, es gibt ja wirklich auch so, habe ich auch schon gesehen, so Tischständer, die so drehbar sind.
Petra
00:56:10
Ja, richtig.
Vera
00:56:11
Was hältst du denn von sowas?
Petra
00:56:13
Fände ich gut.
Vera
00:56:15
Ist sowas, wo es ja auch, ich sage mal, wo es Bewegung gibt, wo man dran drehen muss, ist das etwas, vielleicht sogar noch was mehr animiert zu gucken?
Petra
00:56:24
Ja. Also, ich bin ja nicht auf Buchmessen unterwegs, aber das würde mich schon animieren, weil das ist ja auch eine Einladung eigentlich, dass man drehen darf. Ja. Ja.
Vera
00:56:36
Das ist gerade eine Idee, die mich gerade begeistert.
Petra
00:56:38
Also ich kenne diese Drehteile eigentlich nur so groß für die Ordner. Aber wenn es die kleiner gibt.
Tamara
00:56:45
Ja, habe ich schon gesehen.
Petra
00:56:46
Ja, gibt es die kleiner.
Vera
00:56:48
Ja, richtig.
Petra
00:56:52
Stimmt. Ja, das ist eine super Idee.
Tamara
00:56:55
Und ich finde, das drückt halt schon, ohne Worte, da sind wir wieder Vera, aus Fass mich an, also nicht mich, aber, weil es ist so oft, also ich habe immer die Bücher, meine also eine Version so schräg vorne am Tisch und hatte dann mal, ich weiß gar nicht warum, es war noch Platz, habe dann noch eins davor gelegt und habe schon gemerkt, wenn Leute Bücher anfassen, die fassen dann eher das Liegende als das, was auf dem Ständer ist an, aber ganz oft merke ich auch, die gucken und gucken Und ich muss dann aktiv sagen, gerne in die Hand nehmen, bis die sich trauen, das anzufassen, umzudrehen und den Klappentext zu lesen.
Petra
00:57:34
Das sind keine Ärzte, da merkt ihr das, die würden die Bücher abgreifen. Alles, was oben drauf liegt, ist giveaway.
Vera
00:57:48
Das passiert jetzt auf Buchmessen schon.
Petra
00:57:51
Ja gut, aber das mit dem Drehständer, das finde ich gut, weil das ist eigentlich eine offene Einladung, dass man da rangehen darf normalerweise. Das kennt man ja auch. Überall, wo man drehen darf, Karten und so weiter, da darf man ran. Das wäre eine gute Idee.
Vera
00:58:06
Du hast mich ja drauf gebracht. Hast du einen guten, preisgünstigen Lieferanten? Kennst du sie so aus?
Petra
00:58:12
Nein.
Vera
00:58:12
Schade eigentlich.
Petra
00:58:13
Ja, ne? Nee, das tatsächlich nicht.
Vera
00:58:18
Aber jetzt haben wir ja das Thema Giveaway. Da habe ich nämlich gerade lange Diskussionen auch mit meiner Kollegin, mit der wir zusammen auf dem Messerstand sind. wie wichtig oder sinnvoll sind Giveaways. Also wir haben jetzt, um das kurz zu sagen, wir haben überlegt, dass wir vorne auf die Theke irgendeine Schüssel mit Bonbons machen, um die vielleicht ranzulocken. Ich habe kurz überlegt, nehmen wir Bonbons mit aufdrucken, aber anscheinend wird das Papier schmeißt sowieso weg, weil ich weiß nicht, ob du was bringst. Wir wollten jetzt so kleine Taschen machen, wenn die Bücher kaufen, dass wir die in der Tasche von uns packen und so. So, was ist deine Erfahrung mit Giveaways? Was macht Sinn und was nicht?
Petra
00:58:56
Entschuldige, Giveaways ist im medizintechnischen Bereich ein heißes Thema, weil es überhaupt nicht mehr erlaubt ist.
Vera
00:59:03
Okay.
Petra
00:59:04
Ja, genau, aber es wird trotzdem gemacht. Also sagen wir es mal so, es hängt von der Tageszeit ab. Wenn ich späteren Vormittag, Nachmittag und so weiter bin, dann ist natürlich irgendetwas zum schnell mal in den Mund reinschieben sehr gut. Also auch da greife sogar ich dann mal zu im Vorbeigehen und sage, darf ich mal bitte auch? Ja, weil die Leute dann ein bisschen Hunger haben und so weiter. Du kannst aber nichts Herzhaftes machen, weil das kannst du schlecht, das muss verpackt sein. Also aus der Erfahrung heraus, wenn die Leute länger irgendwo unterwegs sind, ist so mal etwas, wo man schnell so ein bisschen sein kleines, kleinstes Hungerchen stillen kann. Sehr gut. Getränk ist zu aufwendig. Kugelschreiber, natürlich kannst du machen, aber es ist vielleicht auch die Frage, wie kommst du dann mit dem Giveaway noch in ein Gespräch rein?
Vera
00:59:56
Ja, genau.
Petra
01:00:00
Und wenn jemand wirklich, was weiß ich, das Schokoladenteilchen nimmt und so weiter, kannst du damit auch einen Schatz verbinden vielleicht oder so. Oder ich esse jetzt einfach mal eins mit, dann essen wir das mal gemeinsam oder so.
Vera
01:00:13
Ich kann nur Schokoladenteilchen essen, die ganzen auch.
Petra
01:00:17
Ich meine ja nur so. Aber du kannst ja auch, wenn es mehrere Farben sind und sagen, oh, wählen sie doch ihre Lieblingsfarbe oder so und gucken sie mal, oh, das ist pink, gucken sie mal, das pink habe ich hinten dran und das habe ich so und so. Also ich persönlich finde Giveaways gut, wenn sie eine Kommunikation ein bisschen ermöglichen noch. Und auch einen Nährwert.
Vera
01:00:39
Ein Nährwert oder ein Mehrwert?
Petra
01:00:41
Nährwert. Klar, natürlich mit dem Bedrucken vorne drauf ist neckisch, aber tatsächlich werden die Papierchen dann weggeschmissen. Oder sie fliegen dann irgendwo runter und so. Ja, dann ist besser so klein. Sollte man noch an einen Papierkorb denken am Stand, bitte. Wenn man das Papierchen gleich abnehmen darf und das Papierchen nehme ich Ihnen gerne ab und so weiter. Also insofern, Kugelschreiber, wie gesagt, ist ausgelutscht und die werden dann einfach wirklich nur weggekrallt eventuell. Auf der anderen Seite, wenn sie zu Hause rumliegen, denkt jemand, oh Mensch, welche Autorin war das? Oder recherchiere ich nochmal? Hast du da Erfahrungen.
Vera
01:01:24
Inwiefern Giveaways zu irgendwelchen nachträglichen Kontakten führen?
Petra
01:01:28
Wenn es Giveaways mit Werbung ist, ich glaube nein. Tatsächlich ist es einfach so, dass man sich in Erinnerung bringt. Zusätzliche Kontakte durch Giveaways, no. Das ist einfach eine nette Gäste. Insofern sollte es natürlich auch ins Budget reinpassen.
Vera
01:01:47
Ja, klar. Das ist ja immer so eine Abwägung.
Petra
01:01:50
Und wenn ich alles verbrauche, kann ich das dann mitnehmen und auf die nächste Messe mitnehmen. Wie ist es bei Hitze? Wie sind die Temperaturen dort? Ja, bitte. Ist es dort sehr heiß?
Tamara
01:02:01
Nur verlaufende Schokolade ist doch schön.
Petra
01:02:04
Ja, genau. Du hast es angesprochen, ja. Sind dann die Gummibärchen nicht vielleicht besser, die nicht so verlaufen? Also manchmal ist es ja sehr heiß auf dem Messen, ja?
Vera
01:02:14
Also Leipzig ist immer eher kalt, aber ja.
Petra
01:02:18
Okay, dann kann es Schokolade sein, aber kann ich die mit nach Hause nehmen für die nächste Messe wieder weiterverwenden? Also in zu teure Giveaways, ich meine, ihr habt ja eine Publikumsmesse, wo sehr viel rüberläuft und vielleicht auch sehr viel einfach genommen wird, ja? Wow. Ja.
Vera
01:02:36
Wie ist es denn, wir haben jetzt geplant, dass wir so ein kleines Gewinnspiel machen, eigentlich mit dem Ziel, dass die Leute halt nach Möglichkeit uns ihre E-Mail-Adresse geben. Darum geht es jetzt. Machen wir ein Gewinnspiel, verlosen wir ein paar Bücher. Da wollte ich heute so Karten geben, wo sie dann, die Idee ist, dass sie halt Titel für meinen nächsten Krimi vorschlagen, weil die immer den besten festen Rhythmus haben und dann halt eine Verlosung. Gibt es da für dich Erfahrungen mit solchen Sachen? Was man da, gibt es Do's und Don'ts?
Petra
01:03:15
Meine spezielle Branche. Also tatsächlich ist es mit Gewinnspielen unter Umständen problematisch, weil das dann auch je nachdem genehmigt werden muss durch die Messe. Also es muss angekündigt sein.
Vera
01:03:27
Das ist, glaube ich, in Leipzig nicht so. Das habe ich noch nie von gehört.
Petra
01:03:30
Ja, ich sage es nur. Also einfach mal vorsichtshalber fragen. Würde ich grundsätzlich, wenn ihr irgendwelche Ideen habt, lieber einmal zu viel gefragt haben, als einmal zu wenig. Wenn man vorher gefragt hat und man kriegt ein Ja, ist das alles okay. Aber hat man nicht gefragt. Also auch ich kann dann sehr, sehr ungnädig werden.
Vera
01:03:54
Okay, ja.
Petra
01:03:55
Also wirklich. Aber wenn gefragt wird in die Messe, das ist ja kein Problem bei uns. Man kann das ja auch schildern, was er verlost ist. Das sind ja Bücher, das sind keine Geldpreise.
Vera
01:04:03
Ja, dann.
Petra
01:04:05
Die E-Mail-Adresse solltet ihr sehr deutlich machen, dass die vielleicht für Werbezwecke hinterher verwendet werden kann.
Vera
01:04:10
Das ist klar.
Petra
01:04:11
Ja, ja, ich sage ja nur Datenschutz.
Vera
01:04:13
Ja, ja, logisch.
Petra
01:04:14
Das grüßen. Aber ansonsten ist es natürlich immer eine schöne Idee. Also den nächsten Krimi-Buchtitel vorschlagen finde ich eine gute Idee, weil es fördert Kreativität. Und dann habe ich ihn genommen, den Titel. Also finde ich gut. Also auch, ja, finde ich eine gute Idee. Da guckt man dann nämlich auch auf die Cover rauf von dir. Was hat sie denn schon? Nehmen wir jetzt den Bayerischen Wald oder so? Was weiß ich, was könnte ich mir dazu einfallen lassen? Das ist eine schöne Idee. Da können auch kleinere Kinder mitmachen oder so. Ja, schön.
Vera
01:04:54
Dann fühle ich mich jetzt bestärkt in unseren Ideen, liebe Petra. Ich habe jetzt schon einige Sachen mitgenommen, auf die ich achten werde, insbesondere dieses Training. Da werde ich mich jetzt noch schlau machen, was sowas kostet und was es da so gibt. Ich bin sicher, dass der ein oder andere, der jetzt hier zuhört, auch so einiges mitgenommen hat für die nächsten Messerpräsenzen. Und ihr wisst ja, wir freuen uns immer über Feedback. Sagt gerne mal, ob ihr noch speziellere Erfahrungen gemacht habt, besondere Tipps habt oder was ihr vielleicht mitgenommen habt. und jetzt nochmal ausdruckiert habt. Da freuen wir uns sehr. Ja, liebe Petra, du bist aber noch nicht entlassen. Du musst dich jetzt...
Petra
01:05:36
Ich habe aber noch einen Tipp und der ist mir wichtig.
Vera
01:05:38
Der ist mir wirklich ganz wichtig.
Petra
01:05:40
Alle Unterlagen, die ihr von der Messeleitung bekommt, aufmerksam durchlesen. Rechtzeitig durchlesen. Plant einen Stand frühzeitig. Ja?
Vera
01:05:53
Bitte.
Petra
01:05:53
Das ist ganz, ganz wichtig aus meiner Sicht. Also manche sind dann sehr, sehr kurzfristig unterwegs und ich plädiere dafür, das sehr, sehr frühzeitig zu machen. Lieber hat man seine Box schon gepackt unten, eine Woche lang. als dann plötzlich anzufangen. Rechtzeitig Zufahrtswege zu überprüfen. Gut, wenn es eine Mess ist, die ihr kennt, ist das einfach. Aber wie komme ich hin? Wo kann ich entladen? Wo kann ich parken? Wo fahre ich mein Auto wieder weg? Und so weiter und so fort. Nehmt das bitte ernst. Lest es frühzeitigst durch. Ich erlebe das immer wieder, dass dann irgendwelche Aussteller zwei Tage vorher kommen und sagen, oh, ja, und wo man sagt, oh, das ist etwas knapp. Ja, wo man, ich sag mal so, auch als Ausstellungsleitung, wo man gerne geholfen hätte, ja, aber so knapp dann auch nicht mehr kann. Ja, also das ist wirklich rechtzeitig. Man kann dann auch zur Not, wenn irgendein Problem ist, auch noch mit der Messeleitung oder Messebauer finden und so weiter und so fort, ja. Also das ist ganz wichtig, ne. Bitte, bitte, ja.
Vera
01:07:00
Sehr gut kann ich du unterschreiben, sehr wichtiger Tipp. Ich versuche das auch immer, gerade bei so diesen kleinen Messen, wo man manchmal gar nicht weiß, wie kommt man da jetzt hin. Bei der Buch Berlin weiß ich auch noch nicht so genau, wie das da funktioniert. Aber die ist ja auch herzend im November.
Petra
01:07:14
Ja, auch ganz traumhaft. Und lieber ein paar Stunden zu früh aufbauen, als ein paar Stunden zu spät.
Vera
01:07:21
Ja, ja, wo ist der Tag?
Petra
01:07:22
Lieber nochmal Käffchen trinken und alles. Also ganz, ganz, ganz, ganz wichtig.
Tamara
01:07:27
Also ich habe zumindest schon gelernt, weil ich mich oft mit solchen Sachen ein bisschen verzettel, dann irgendwie doch nicht den richtigen Parkplatz finde oder nicht rechtzeitig loskomme oder sonst was. Immer ein T-Shirt zum Wechseln mitnehmen, damit, wenn ich völlig verschwitzt bin nach dem Aufbau, ich so nicht bleiben muss.
Petra
01:07:46
Also ihr warnt kurz vorher auf. Ja, das ist, ich sage das immer wieder, also wir haben dann auch Aufbauzeiten schon am Vortrag immer angeboten. Da kommen manche morgens abgehetzt an, ja. Ja, Leute, gut, die können manchmal auch nicht anders, ja. Aber tatsächlich ein T-Shirt zum Wechseln. Wenn man, ich würde halt noch ein Puder zum Abpudern mitnehmen, nicht persönlich, aber ihr seht mich schon, das ist ja wahrscheinlich zu erwarten, aber wirklich dann einfach alles zum Wechseln dabei haben, dass man frisch ist. Also ja, natürlich, ja, auf jeden Fall. Ja. Nichts ist schlimmer, als dass man denkt, man muffelt jetzt, ne? Ach, und ich habe noch eins übrigens, den Wert von Blumen nicht unterschätzen.
Tamara
01:08:33
Okay.
Petra
01:08:35
Also farblich passend, schönes Blumenstrauß oder eine Orchidee oder irgendetwas am Stand zu haben als Eyecatcher hat auch einen Grund, der geht etwas mehr in die Höhe. Also ihr habt eine Höhenunterbrechung da dann auch.
Tamara
01:08:49
Neuer Trend in der Buchbubble in 3, 2, 1.
Petra
01:08:52
Ja.
Tamara
01:08:54
Ich hatte tatsächlich früher, als ich nur Liebesromane hatte, hatte ich immer eine Vase mit künstlichen roten Rosen dastehen, aber die habe ich halt abgeschafft, als ich aus dem Genre dann mich entfernt habe. Aber ich könnte ja so weiße, was sind Trauerblumen? Jetzt wird es schwierig.
Vera
01:09:14
Das finde ich eigentlich eine coole Idee.
Petra
01:09:16
Ja, es ist tatsächlich so, dass das einfach ein Eyecatcher ist und manche nehmen das im Unterbewusstsein einfach wahr.
Vera
01:09:23
Das wirkt auf jeden Fall freundlich, auf jeden Fall was wir tun. Ja, das kann ich mir schon vorstellen. Aber bei mir könnte ich mir das vorstellen. Zu meinem Cosi-Quant-Krimi ist ein schöner Lundstraße oder so.
Petra
01:09:33
Der dann vielleicht zum aktuellsten Cover passt oder so.
Vera
01:09:37
Ja gut, da liegt der Tote in dem Müllcontainer. Weiß ich nicht so.
Petra
01:09:42
Du kannst ja dann verwelkte Blumen.
Tamara
01:09:47
Aber guck doch mal, ob es nicht irgendwie so Mini-Müllcontainer irgendwo gibt und dann kaufst du dir von Barbie so einen Ken und schreibst Beine da rein. Das wäre doch ein geiler Icon.
Vera
01:09:58
Ja, das ist wahr.
Petra
01:10:00
Richtig, stimmt.
Vera
01:10:01
Das ist eine coole Idee.
Petra
01:10:03
Bei diesen Modellautos gibt es vielleicht auch Müllcontainer.
Vera
01:10:07
Bei Müll gibt es wahrscheinlich alles.
Petra
01:10:08
Oder Müllabfuhr. oder so.
Vera
01:10:11
Keine Ahnung.
Petra
01:10:13
Aber das ist eine super Idee.
Vera
01:10:14
Meine Druckerei, wo ich schon mal was drungen lasse, die haben einen 3D-Drucker. Die sollen in einem kleinen Müllkontell. Ja, coole Ideen. Wir kommen langsam hier in den Flow mit den Ideen.
Petra
01:10:29
Und wenn irgendwas schief geht, die Ruhe bewahren und alles Beste draus machen.
Vera
01:10:34
Ja, sowieso.
Petra
01:10:35
Also wirklich. Also das ist da, ne? Ja, also das auf jeden Fall.
Vera
01:10:40
Ja, jetzt mache ich noch mal einen Anlauf, lieber Peter.
Petra
01:10:43
Ja, wir reden immer, wir unterbrechen dich noch dreimal.
Vera
01:10:47
Ja, okay, wenn du noch ein paar super Tipps hast, immer gerne. Ansonsten würden wir nämlich jetzt dazu kommen, auch wenn du ja nicht direkt aus der Bubble bist, trotzdem die drei kritischen Buchbubble fragen. Vielleicht können wir eine abgeschwächte Version machen teilweise. Jawohl, wir schauen. Aber das ist lange zuständig.
Tamara
01:11:07
Lesen tust du bestimmt in irgendeiner Form.
Petra
01:11:09
Oh ja, sehr viel.
Tamara
01:11:11
Und da passt die erste Frage auf jeden Fall. Welches Buch hat dich als Leserin denn zuletzt tränen, weinen oder lachen lassen?
Petra
01:11:19
Komische Bücher sind selten bis zum Schluss komisch. Die Erfahrung habe ich leider gemacht.
Vera
01:11:24
Kein von mir gelesen.
Petra
01:11:27
Also tatsächlich bei Krimis, ich habe das gerade hier hingelegt, den Jörg Maurer, den finde ich gut, der schreibt in Bayern, da kann ich herzhaft lachen. Tatsächlich lachen kann ich meistens bei den Zeit, die Torten der Wahrheit, da lache ich meistens schallend drüber.
Tamara
01:11:42
Also offen und ehrlich gesagt.
Petra
01:11:43
Aber ich gucke gerade, also was ich zum herzergreifend schön fand, in letzter Zeit war von Beatrix Gerstberger die Hummerfrauen. Ich habe nicht unbedingt drin geweint, aber ich fand es seufzschön.
Vera
01:12:00
Ja, sehr schön.
Tamara
01:12:00
Den haben wir noch nicht.
Petra
01:12:02
Oh, das ist so schön, das Buch. Ich fand das so schön. Es dreht sich um Frauen auch. Es sind Frauen in unterschiedlichen Charakteren. Und das habe ich hinten hingelegt. Das fand ich auch ganz witzig. Von Jasper Forde mit zwei F vorne. Wie die Karnickel.
Vera
01:12:22
Das ist mir schon interessant.
Petra
01:12:24
Ja, gar nicht so schlecht einlachen. Aber es dreht sich darum, dass einfach Kaninchen plötzlich intelligent geworden sind. Und die Bedrohung durch die Kaninchen, die ja eben doch anscheinend etwas höhere Reproduktionsrate haben, vorsichtig formuliert, also die so wahrgenommen wird. und wo ein Kaninchenpaar plötzlich in eine kleine englische Gemeinschaft reinzieht und der eine eben, der eigentlich bei der Antikaninchenbehörde ist, mit denen Freundschaft schließt. Ja, fand ich ganz witzig. Also tatsächlich nicht zum Schein und Lachen, aber sehr amüsant und sehr, wie soll ich es jetzt sagen, mit einem sehr ernsten Hintergrund auch.
Vera
01:13:05
Ja, schon redig.
Tamara
01:13:07
Ja, die zweite Frage lautet eigentlich, welche Begegnung in der Buchbubble hat dich ganz besonders inspiriert? Und wenn du da jetzt nicht so viele Kontakte hattest, darfst du auch gerne sagen, generell, welche Begegnung mit welchen Menschen hat dich ganz besonders inspiriert in deinem Leben?
Petra
01:13:24
Ach du liebes Bisschen, da habe ich so viele.
Tamara
01:13:27
Du darfst eine Lieblingsbegegnung wählen.
Petra
01:13:30
Mit meinem Mann natürlich. Da bin ich ja Liebesbubble, ne?
Tamara
01:13:38
Sehr schön. Und zum Schluss, welches Klischee möchtest du denn nie wieder in einem Buch lesen?
Petra
01:13:46
Ja, also Gott sei Dank lese ich sehr wenig Bücher, in denen so Klischees drin vorkommen. Vielleicht bin ich dazu zu breit aufgestellt. Ja, also mit Klischees habe ich es in Büchern weniger. Augenscheinlich bin ich da nicht so unterwegs. Okay, also es gibt so Dinge, bei diesen klassischen Frauenromanen, die ich darum auch nicht mehr lese, die sehr klischeehaft zum Teil Frauen und Männer dargestellt werden. Ich kann dem nicht so folgen. Ich kenne genügend Frauen, die überhaupt nicht diesen Klischees entsprechen und ich kenne genügend Männer, die gar nicht diesen Klischees entsprechen. Insofern, da habe ich tatsächlich meine Schwierigkeiten, wenn es diese Art von Romanen ist, wo so übertrieben, anscheinend gewollt witzig, gewisse Dinge dargestellt werden. Damit habe ich tatsächlich mein Problem. Also auch wenn jetzt so diese gewissen Romane, wo dann die Frau in die starken Arme hinab sinkt. Ja, nun gut. Das ist jetzt ganz und gar nicht meins. Ja, also muss ich jetzt ganz klar so sagen. Aber ansonsten bin ich einfach extremst unterschiedlich unterwegs. Also da, ich wüsste auch Geschichtsbücher, sind so vernichtiger. So, ja, wo ich sagen muss, also Das neue Standardwerk über den 30-jährigen Krieg von Herfeld Münkler, das finde ich exorbitant gut. Zum Beispiel, ja, aber da kommen keine Klischees drin. Wobei, total witzig, bei Geschichtsbüchern auch erklärt, warum gewisse Dinge vor 100 Jahren, das ist jetzt das Standardwerk, das ist 100 Jahre her, anders erklärt und gesehen wurden, weil die Gesellschaft eine andere war.
Tamara
01:15:32
Ja, klar.
Petra
01:15:32
Ja, und das wird immer vor dem Hintergrund der eigentlichen gesellschaftlichen Situationen und auch Befindungslagen einfach auch diskutiert. Das finde ich hochspannend.
Vera
01:15:40
Das stimmt, auf jeden Fall. Vielen, vielen Dank, liebe Petra. Du hast uns ganz tolle Tipps und Inspirationen gegeben. An euch da draußen, ihr wisst, was ihr zu tun habt, uns zu folgen, wo es geht, unser Buch bei Bekulteton abonnieren. Ich verspreche auch, jetzt kommt bald wieder eins. Ansonsten hört uns schön brav jede Woche. Bleibt uns gewogen. Bis nächste Woche. Tschüss.
Tamara
01:16:05
Danke, Petra.
Petra
01:16:07
Gerne. Ciao.