Die Zwei von der Talkstelle

Gespräche aus der Selfpublisher- und Buchbubble

Projekt-Chaos & KI-Experimente: Organisiertes Schreiben und Veröffentlichen

Anstatt wie früher ein Buchprojekt nach dem anderen abzuschließen, hat Vera seit Neuestem mehrere Romane in verschiedenen Phasen gleichzeitig auf dem Tisch liegen.

30.04.2026 52 min

Zusammenfassung & Show Notes

Anstatt wie früher ein Buchprojekt nach dem anderen abzuschließen, hat Vera seit Neuestem mehrere Romane in verschiedenen Phasen gleichzeitig auf dem Tisch liegen. Während sie die Rohfassung des einen schreibt, wollen beim anderen schon die Lektoratsanmerkungen eingearbeitet werden. Und natürlich steht auch immer noch das Marketing der erschienenen Bücher an. Wie lässt sich das alles koordinieren?
Reicht bloße Disziplin beim Jonglieren mit mehreren Projekten aus? 

Und hilft KI als Sparringspartner für schnelleres Plotten oder ist dieses Tool doch eher eine Enttäuschung?
Während Vera ihren Schreiballtag neu strukturiert, arbeitet Tamara an ihrer Positionierung als Autorin mit Nischenthemen. Funktioniert es, das Pferd anders herum aufzuzäumen und zuerst frei zu schreiben, um dann das Ergebnis strategisch einzuordnen?

Das und mehr besprechen Vera und Tamara mit überraschender Einigkeit. Hört rein!

Gespräche über das Schreiben und Veröffentlichen von Büchern, egal ob Selfpublishing oder Verlag. 


Anstatt wie früher ein Buchprojekt nach dem anderen abzuschließen, hat Vera seit Neuestem mehrere Romane in verschiedenen Phasen gleichzeitig auf dem Tisch liegen. Während sie die Rohfassung des einen schreibt, wollen beim anderen schon die Lektoratsanmerkungen eingearbeitet werden. Und natürlich steht auch immer noch das Marketing der erschienenen Bücher an. Wie lässt sich das alles koordinieren?

Reicht bloße Disziplin beim Jonglieren mit mehreren Projekten aus?
Und hilft KI als Sparringspartner für schnelleres Plotten oder ist dieses Tool doch eher eine Enttäuschung?

Während Vera ihren Schreiballtag neu strukturiert, arbeitet Tamara an ihrer Positionierung als Autorin mit Nischenthemen. Funktioniert es, das Pferd anders herum aufzuzäumen und zuerst frei zu schreiben, um dann das Ergebnis strategisch einzuordnen?

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Transkript

Vera
00:00:00
Statt ein Buch mit ein bisschen Abstand das nächste, mehrere Bücher gleichzeitig in verschiedenen Stati. Darüber haben wir gesprochen und welche Verwirrung das bringen kann, wo es zur Routine kommt und wo die Schwierigkeiten liegen.
Tamara
00:00:14
Ja, ich habe natürlich nachgefragt, weil Organisation ist ein Thema, da kann man immer noch ein bisschen sich optimieren. Und ja, das eine oder andere gucke ich mir vielleicht ab. Das ist Folge 309 von die zwei von der Talkstelle, dem Podcast übers Schreiben und veröffentlichen im Verlag und im Self-Publishing. Mir gegenüber sitzt wieder einmal die liebe Vera Nendwig. Ich bin die liebe Tamara Leonhardt und sag Hallo.
Vera
00:00:58
Ja, hallo schön, liebe Tamara. Und was macht das Schreiben?
Tamara
00:01:03
Ja, das geht auch voran. Ich habe gerade vorhin noch sehr intensiv dran gesessen. Tatsächlich war ich aber die ganze letzte Woche seit unserem letzten Gespräch sehr, sehr fleißig in Planungs- und Positionierungsthemen, habe mich da viel mit verschiedenen Sachen beschäftigt und nochmal geguckt, was eigentlich alles in meinem Roman drinsteckt und wie ich mich da noch klarer positionieren kann mit dem, was ich mache. Und auch mich noch mal sehr intensiv mit dem Thema Lesungen beschäftigt. Ich habe an meiner Website gebaut, den Flyer Friedrichs Booking überarbeitet, Locations rausgesucht, die ich anschreiben möchte und bin da gerade sehr umtriebig.
Vera
00:01:51
Okay, und hast du schon irgendwelche Erkenntnisse, was die Positionierung angeht?
Tamara
00:01:56
Ich kann es noch nicht so richtig pitchen in einem Satz, Aber ich habe einige Punkte nochmal klarer für mich rausgearbeitet, wo ich das Gefühl habe, ich habe irgendwelche Themen oder Herangehensweisen so ganz intuitiv gemacht, weil sie halt wahrscheinlich einfach zu mir passen. aber, Ich bin mir dessen noch nicht so bewusst, dass ich es irgendwie benennen kann und da arbeite ich gerade, das irgendwie für mich nochmal klarer rauszupfeilen, damit ich dann eben sagen kann, ich bin die und ich mache das und ich mache das für. Also ich bin dabei, ich bin im Prozess.
Vera
00:02:37
Also das heißt, die Positionierung ist für dich als Autorin nicht für das kommende Buch?
Tamara
00:02:41
Sowohl als auch. Also ich sehe inzwischen einen relativ klaren Karteil zwischen dem, was ich früher gemacht habe, die Liebesromane, und dem, was ich jetzt seit Rock in Peace mache und künftig vorhabe. Und das will ich zum einen ein bisschen klarer trennen und zum anderen ist das kommende Buch, also das soll schon auch mit Rock in Peace und mit mir als Autorin und mit meinen Themen, das will ich so als Gesamtkonzept für die Zielgruppe rausarbeiten und da wird mir bewusst, dass eigentlich vieles sehr, sehr gut zusammenpasst und ohne, dass es mir so klar war eigentlich.
Vera
00:03:25
Guckst du da wirklich jetzt nur quasi auf dich, was du magst oder gleichst du das auch ab mit, potenziellen Anforderungen von Leserinnen und Lesern oder vom Markt?
Tamara
00:03:39
Ich achte drauf, was ich für Rückmeldungen bekomme und ich schaue natürlich auch mich ganz gern mal auf Amazon um, was es da gerade so gibt, was gerade so gefragt ist, wo ich vielleicht mit reinspringen kann, wenn irgendein Buzzword oder irgendein Genre gerade attraktiv ist, wo ich sage, da sehe ich mich auch. Das ist ganz interessant. Ich arbeite auch gerade weiter an dem Reihenkonzept, um das einfach ein bisschen nach außen hin zu schärfen. Ich denke, ich mache halt eigentlich das, was ich auch vorhatte. Also ich schaue, was ist bei mir rausgekommen und wo passt das rein und wie kann ich daran so schleifen, dass das wirklich genau in eine Lücke reinpasst, die schon existiert.
Vera
00:04:29
Hast du denn jetzt schon Anpassungen gemacht?
Tamara
00:04:33
Ganz geringfügig. Ich habe die Seite auf meiner Website, wo es um die Lesungen geht, aktualisiert. Ach Gott, die war noch so alt. Da stand noch, wann Rock in Peace denn erscheinen wird und uralte Bilder. Und da habe ich jetzt neuere Sachen verlinkt, neuere Lesungsvideos und Bilder und Texte abgedatet. und ich habe an meiner Insta-Bio ungefähr Dröll von 90 mal rumgefummelt. Ja, aber ist alles noch im Flusse sozusagen.
Vera
00:05:08
Ja gut, sowas ist ja ständig im Fluss eigentlich.
Tamara
00:05:11
Genau.
Vera
00:05:11
Ja, ja, ich stelle auch immer noch Sachen fest, wo ich irgendwas vor zwölf Jahren mal gemacht habe und völlig vergessen habe. Ist mir jetzt gerade wieder aufgefallen, ich habe noch so viele Lesezeichen, die ich damals zum ersten Bienenhagenfall gemacht habe. Da ist ein schöner QR-Code drauf. Aber die Webseite dahinter gibt es gar nicht mehr.
Tamara
00:05:31
Upsi. Das ist schlecht.
Vera
00:05:34
Ja gut, das ist ja sowieso alles Felix-Kram. Das werde ich wahrscheinlich jetzt mal entrümpeln. Ich war jetzt ja am Wochenende auf dem Frühjahrsbüchermarkt in Düsseldorf-Eller.
Tamara
00:05:46
Ja.
Vera
00:05:46
Also ein kleiner Büchermarkt, mit dem die Kerstin Lange und die Ulla Läuwer organisieren. Die Kerstin war ja auch bei uns zu Gast. Ulla Läuwer ist ja eine relativ bekannte Bloggerin. Und ja, die organisieren das immer. Also ich meine, das ist wirklich ein kleiner Raum. Und ich muss jetzt mal zählen, wie viele Autoren und Autorinnen waren wir denn? Eins, zwei, drei, vier, fünf, fünf, fünfzehn, sechzehn.
Tamara
00:06:13
Okay, kuschelig.
Vera
00:06:14
Also kuschelig in so einem kleinen Raum und ja, das Publikum, die Menge des Publikums hielt sich auch in Grenzen. Also letztes Jahr habe ich zehn Bücher verkauft und dieses Jahr bin ich nur auf sechs gekommen. Aber ich meine, der Tisch kostet 20 Euro und da drinnen war dann am Samstag noch das abendliche nette Beisammensein und so. Also das war eigentlich mehr so ein nettes Familientreffen, mehr oder weniger.
Tamara
00:06:41
Ja, solange man nicht irgendwie mit dreistelligen Tischpreisen da ins Minus geht.
Vera
00:06:46
Ja, oder mit Riesenanfahrt und so. Auf der Nahrung hatte ich jetzt auch keine riesigen Erwartungen, aber es war halt nett, man hat sich intensiv unterhalten und wie gesagt mit ein paar Leuten natürlich auch über die Bücher gesprochen. Und ich bin ja immer wieder überrascht, wie teilweise unterschiedlich so ein Publikum reagiert. Ich hatte jetzt ja im März in Brüggen auf der Niederrhein-Messe, da habe ich schon prima verkauft.
Tamara
00:07:18
Das war die, wo du zum ersten Mal die Tischdecke mit dem Slogan hattest?
Vera
00:07:21
Genau, in Leipzig ja sowieso. Und da war es jetzt eher sperrig. Man muss jetzt dadurch sagen, dass dadurch, dass sowohl Ulla als auch Kerstin bei den nörderischen Schwestern sind, hatten wir schon ein bisschen Overhead an Krimis.
Tamara
00:07:36
Ja, okay.
Vera
00:07:37
Und zum Teil die Leute dann schon sagten, nein, eigentlich nicht schon wieder Krimi oder so. Und das war ja jeweils in Brüggen und auch in Leipzig anders.
Tamara
00:07:47
Weißt du, was mir gerade einfällt als Idee? Das ist ja bei dir auch in der Nähe gewesen, ne?
Vera
00:07:53
Was, jetzt Brüggen?
Tamara
00:07:54
Nee, jetzt das Buch nennen.
Vera
00:07:57
Genau, Düsseldorf.
Tamara
00:07:58
Wenn du da so lokal unterwegs bist, wäre es doch ganz cool, wenn du am Stand irgendwie eine Karte hättest von der Umgebung und dann mit so Pins, wo du überall Leute umgebracht hast.
Vera
00:08:07
Ja, stimmt. Habe ich auch schon mal überlegt.
Tamara
00:08:11
Das wird doch direkt neugierig machen.
Vera
00:08:13
Ich habe jetzt bei dem letzten Bienenhagen auf der Buchseite so eine Karte, wo sie überall, auf welchen Orten Biene in diesem Buch alleine überall ist. Ja, aber klar, so Pillen hier noch schön animiert, überall tote Püppchen hinlegen.
Tamara
00:08:31
Das ist so voodoo-mäßig, die Puppen da hinten.
Vera
00:08:34
Genau. Ich habe auch schon mal tatsächlich geguckt, weil in dem aktuellen Bienenhagen-Kriminell, da liegt ja tot im Müllcontainer, ob ich so kleine Spielzeug-Müllcontainer finde, wo ich da so Püppchen reinlegen kann. Ja, nee, das war ganz nett und ansonsten bin ich mehr oder weniger fleißig dabei, wobei, muss gestehen, letzte Woche bin ich ein bisschen so aus dem Rhythmus geraten, jetzt war das Wochenende auch wieder, wo ich nicht kam und komme jetzt gerade sehr schwer wieder in Schwung.
Tamara
00:09:11
Okay.
Vera
00:09:13
Und generell, es merke ich gerade so dieses, einerseits so dieses, ich mache ein Projekt nach dem anderen, ist, was den Schreibflow angeht, schon ziemlich gut. Man bleibt wirklich genau drin. Es ist weniger Angang. Wobei jetzt bei der neuen Krimi-Reihe, in der ich ja jetzt arbeite, ja, es ist noch alles ein bisschen zäher. Das läuft noch nicht so aus den Fingern. Und jetzt habe ich aber parallel den neuen Frau Appeldorn, der ja nun hier rauskommen kann, aus dem Lektorat zurück. Da muss ich jetzt die Änderungen einarbeiten. Und da merke ich jetzt einen deutlichen Unterschied zu früher. Früher war das so, da hatte ich dann halb fertig geschrieben. Dann waren meistens zwei, drei Wochen, bevor ich das dann zum Lektorat schicke, habe ich das selbst nochmal gelesen. Der eine oder andere Testleser hat sein Feedback gegeben. Das habe ich dann eingearbeitet. Und dann ging es halt ins Lektorat. In der Zeit habe ich nicht geschrieben, sondern mich, wenn überhaupt, schon mal ein bisschen mit beschäftigt, was ich alles tun muss zur Veröffentlichung. Also ich war immer die ganze Zeit in dieser einen Geschichte drin. Und als dann das Manuskript zurückkam, war es für mich relativ leicht, so die Änderungen durchzugehen. Wobei, ich muss gestehen, 99 Prozent der Änderungen des Lektorats übernehme ich. Also manchmal sind halt einzelne Details, aber auch das habe ich dann relativ schnell lösen können. So, jetzt stelle ich fest, ich bin jetzt soweit durch die einfachen Änderungen durch, es gibt so zwei, drei Sachen, wo sie, meine Lektorin mir Fragen gestellt hat. An einer Stelle habe ich tatsächlich auch irgendwo einen Fehler drin. Und an einer Stelle fragt sie, ja, warum denkt Frau Appeldorn das denn jetzt hier an der Stelle?
Tamara
00:11:07
Weiß ich doch nicht.
Vera
00:11:11
Also bei der alten Fugel hätte ich das sofort gewusst, aus der Pistole geschossen, weil die Geschichte einfach noch total im Tropf war. Jetzt bin ich so tief in der neuen Geschichte drin. Frau Appeldorn ist längst Vergangenheit für mich eigentlich. Und jetzt muss ich erst mal selbst wieder überlegen. Verdammt nochmal, was hast du denn dabei gedacht? Muss ich auch mal erst mal wieder ein Stück lesen, um dann wieder rein zu kommen. Also ich musste dann doch oft an die Kolleginnen und Kollegen denken, die für Verlage schreiben, die ja oft dann irgendwie ein halbes, dreiviertel Jahr irgendwie ein Buch wiederkriegen aus dem Lektorat. Da wüsste ich überhaupt nicht mehr, worum es da ging. Also das ist wirklich anstrengend. Vor allen Dingen, wenn ich jetzt so vom Rhythmus her morgens die eine Geschichte schreibe und dann will ich in der anderen das einarbeiten.
Tamara
00:12:04
Achso, du machst auch beides parallel am gleichen Tag, nicht einen Tag dann das eine und dann am nächsten.
Vera
00:12:09
Nee, ich will ja meinen Word-Count halten. Aber ich merke schon, so richtig funktioniert das nicht. Ich bin auch völlig, vorhin, ich wollte dann den Teil vom Lektorat wieder öffnen. Und ich habe natürlich ja auf meinem Rechner in der Cloud so eine klare Projektstruktur. Da ist die Frau Appeldorn-Reihe, da ist die Reihe und so weiter. Und habe hier alle Reststrukturen und ich klicke da so rein und finde die Datei nicht an der Kreise und dann rattert es ja in dir. Hast du die nicht richtig in die Cloud gelegt? Hast du die woanders abgespeichert? Was ich normalerweise nie tue, aber trotzdem ist völlig irrational, was da so in deinem Kopf vorliegt. Bis ich dann nach fünf Minuten Verzweiflung festgestellt habe, ich bin im Ordner der neuen Reihe. So gewohnheitsmäßig geklickt. Also diese Sortierung, das habe ich tatsächlich nicht so eingeschätzt. Das ist anstrengender. Definitiv.
Tamara
00:13:16
Das glaube ich. Was ist jetzt der Plan, wie du das angehst künftig?
Vera
00:13:22
Ja, ich muss mich halt durchkämpfen. Ich meine, man wächst mit der Herausforderung. Andere Idee sehe ich nicht. Ich habe da mir jetzt ja meine Termine gesetzt und ich muss jetzt auch die neue Reihe, also in den ersten Fall, also ich habe jetzt vom Schreibplan her geplant, dass ich da Ende Mai fertig geschrieben habe. Da ist ein bisschen Luft drin, aber ich sag mal so, ich muss den Anfang Juni ins Lektorat geben, weil ich weiß, dass meine Lektorin im Juli oder so gerne Sommerferien macht. Und dann, wenn ich das im August, Anfang September rausbringen will, muss das vorher alles klappen. Und dann will ich ja auch direkt den zweiten Teil loslegen.
Tamara
00:14:10
Ja gut, das wird ja dann wahrscheinlich einfacher gehen, wenn man sowieso schon drin ist, wenn es der zweite Teil ist.
Vera
00:14:16
Wobei auch da, weiß ich noch nicht, bisher war es ja immer so, dass ich den zweiten Teil dann angefangen habe, wenn ich auch Resonanz zum ersten hatte. Also wenn ich dann wusste, der erste ist angekommen. Und das habe ich jetzt nicht.
Tamara
00:14:30
Gut, du kannst dir natürlich quasi parallel zum Lektorat eine ordentliche Menge Testlesende holen.
Vera
00:14:36
Ja, ja.
Tamara
00:14:38
Die dir dann zumindest dafür weiterhelfen können.
Vera
00:14:41
Ja, ja. Aber ganz ehrlich, in den vielen Jahren, die ich habe, hat noch nie, haben Testlesende gesagt, so, das Buch ist jetzt Mist. Echt? Nö.
Tamara
00:14:54
Also, ja, also das Buch ist Mist, habe ich auch noch nicht gehört bekommen, aber ich hatte schon sehr hilfreiche Aussagen im Sinne von, da verstehe ich die Figur gerade gar nicht oder an der Stelle hat sie es gezogen oder, ne?
Vera
00:15:07
Ja, das stimmt schon, ja. Ja, ich habe jetzt von den, ich habe natürlich so die ersten, Meistens mache ich ja bei den ersten drei Kapiteln dann nach den ersten drei Kapiteln so einen Break, dass ich so ein paar, Testlesende, die gebe, damit ich schon mal sehe, ist der Einstieg, funktioniert der und so dieses Grundgerüst. Und so, es war bisher so, die einzige Frage, die ich von einer Testlesenden bekommen habe, die sich so ein bisschen schwer tut mit dem Namen Kasper. Der junge Mann heißt ja Kasper Wozniak. Und jetzt überlege ich halt, ob ich den noch umbenenne.
Tamara
00:15:43
Warum tut sie sich schwer?
Vera
00:15:45
Ja, weil Kasper ist halt kein so typisch deutscher Name.
Tamara
00:15:48
Ja gut, aber er ist ja auch kein seit Generationen in Deutschland aufgewachsener Mensch, oder?
Vera
00:15:54
Ja, wobei polnischstämmige Menschen mir gesagt haben, dass Polen eigentlich sehr gerne in Deutschland als Deutsche wahrgenommen werden und dann oft ihre Kinder zwar ursprünglich polnische Namen geben, aber in eingedeutschter Version.
Tamara
00:16:11
Ja, wie der Mark Forster, der heißt ja in, also der ist ja Halbpole und heißt in Wahrheit Marek, aber wird dann halt Mark genannt.
Vera
00:16:23
Genau, jetzt habe ich den ja, die polnische Variante ist ja Kasper, also mit so einem C mit Schlingel dran geschrieben. Und da habe ich ja schon in Kasper, das ist eigentlich schon die deutsche Variante, aber es ist trotzdem halt ein nicht so gebräuchlicher Name.
Tamara
00:16:38
Gut, die Frage ist vielleicht eher, Würde, wenn man jetzt heute ein Kind Kasper nennt, würde der Dolle gemobbt im Kindergarten? Oder ist das irgendwie kein Thema mehr? Also zu unserer Zeit hätte man wahrscheinlich dann irgendwie den Suppenkasper genannt oder so. Würde man das machen mit hoher Wahrscheinlichkeit oder nicht? Das ist vielleicht die Überlegung. Oder gibt es Namen, wo man eher das Gefühl hat, damit kann ich mein Kind in die Schule schicken?
Vera
00:17:07
Ja, wobei das wäre jetzt ja eher ein Argument für den Namen, weil dann hätte der ja ein Schultrauma und da kann ich ja wieder was draus machen.
Tamara
00:17:15
Ja.
Vera
00:17:16
Die Figuren dürfen ja nicht glatt sein, die müssen ja Traumata haben und sonst ist es ja irgendwie, ne.
Tamara
00:17:22
Also rein vom Klang her finde ich Kasper schön.
Vera
00:17:25
Ja, okay. Ja, also war bisher nur eine Rückmeldung, aber ich habe schon mal überlegt, ob ich jetzt daraus einfach so im nächsten Newsletter, so ein bisschen auch eine Marketingaktion mache, dass die Leute meinen Namen abstimmen können und mal sehen, was ich daraus mache. Ja, und also ich habe halt gemerkt, dass so meine ganze Organisation und ich, wie du weißt, bin ich ja gerne organisiert, was das angeht, immer so auf ein Buch nach dem anderen ausgerichtet war. Viele Dinge waren auf zwei oder drei Bücher parallel und, Nicht ausgerichtet. Das setzt mich manchmal vor Herausforderungen. Also ich habe in meiner Lieblingsnotiz-App, da habe ich immer eine Seite zum aktuellen Buch, wo alle Infos drinstehen, wo ich immer direkt Klappentext und alles, was man so braucht, um das irgendwo einzutragen, bei der Hand hat, wo ich verfolgen kann, welche Bestellungen gibt es, was haben die Blogger gesagt, alles, das steht da drin. So, das habe ich immer als Favorit auf der Startseite. Wenn ich aufmache, Bob ist das da. So, jetzt habe ich aber, der Biene Hagen ist ja gerade erst raus, da gibt es immer noch Anfragen, da muss ich die Infos haben. Frau Appeldorn kommt jetzt. Naja, und ich habe jetzt das Cover für den neuen Krimi. Das heißt, den werde ich jetzt relativ zügig auch als Vorbesteller einstellen. Da habe ich den auch. So, das ist irgendwie erst mal gerade eine Vervielfältigung des bisherigen.
Tamara
00:19:02
Ja.
Vera
00:19:03
Und da muss ich mich noch so ein bisschen sortieren, wie sich das angeht.
Tamara
00:19:10
Das glaube ich direkt. Also ich meine, ich kann da jetzt nicht wirklich mitsprechen, aber ich fand das ja damals schon, als mein erstes Buch rauskam und man dann plötzlich am zweiten schreibt, aber gleichzeitig noch Marketing fürs Erste macht, das fand ich schon irgendwie eine sehr starke Umstellung und geht mir auch jetzt im Moment gerade so. Also ich versuche immer noch, gerade jetzt, wo ich sage, es soll eine Reihe sein, versuche ich natürlich nach wie vor Teil 1 irgendwie voranzubringen und dann bin ich an irgendeiner Aktion dran oder irgendwas am Planen und am Machen und vor lauter, lauter ist es Abend, dann denke ich, ach so, aber warte mal, am neuen Buch wolltest du eigentlich auch noch was schreiben. Also ich finde das also meinen Fokus auf mehrere Sachen parallel zu richten, finde ich sehr schwierig.
Vera
00:20:01
Das muss ich noch ein bisschen einrufen. Wobei mir jetzt gerade einfällt, hast du jetzt das zweite Buch, hast du da schon ein Cover und so, hast du da schon so Vorbestellungen eingestellt?
Tamara
00:20:12
Nee, aber wir sind dran. Wir gucken, wie wir da auch ein optisches Reihenkonzept hinbekommen und das wird wohl noch ein bisschen dauern.
Vera
00:20:23
Du musst jetzt überall knackige Männerfotos einsammeln.
Tamara
00:20:28
Sozusagen. Ja, wir sind am Gucken und das wird wohl zum Sommer hin. Spätestens werde ich das soweit haben.
Vera
00:20:36
Ja, also wir haben jetzt auch mit dem Cover-Konzept ein bisschen geschaut, wie wir das machen. Und wir sind jetzt so darauf, dass ich dann schon irgendwie, Lokalitäten aus dem Viertel, in dem das Spiel teilnehmen.
Tamara
00:20:52
Okay.
Vera
00:20:53
Wieder ein bisschen, ja, wie sagt man, undeutlicher gemacht. Also so ein bisschen, also das Cover, da das ja ein Textilexperte ist, kriegt so ein bisschen ein textiles Muster, so ein bisschen. Okay. Und da läuft auch immer ein Faden rum um diesen Textilbezug und die Titel sind ja immer mit Textilbezug. Der erste heißt ja fadenscheinig.
Tamara
00:21:16
Ach so, das Das war natürlich noch nicht zu erkennen, dass das ein reines Konzept ist.
Vera
00:21:22
Ja, weil der zweite wird aufgetrennt und so. Ich habe schon zehn Titel. Ui. So immer mit so einem Textilbezug.
Tamara
00:21:33
Ja, ja.
Vera
00:21:33
Weil Textil statt Krefeld und dann der Lutz ist ja ehemaliger Krawatten-Designer und hat ja so besonderen Zugang zu Textil und den Designs und so. Das soll halt so ein bisschen die Klammer sein.
Tamara
00:21:48
Ja, den Gedanken, so ein schnödes Foto irgendwie mit Textil zu verbinden, finde ich interessant. Also, wenn man mal so ein bisschen schaut, was aktuelle Romane haben, das ist ja oft so ein bisschen entweder verfremdet oder wie gemalt oder sowas, da passt das glaube ich ganz gut rein. Jetzt einfach nur so ein Foto, also so ganz ohne Effekt, weiß ich nicht.
Vera
00:22:15
Wie du weißt, bin ich sowieso keine Freundin von Fotocovern. Und, nee, aber jetzt den aktuellen Wurf, den finde ich sehr schön. Und ja, und ich hoffe, dass ich den in den nächsten Tagen jetzt kriege. Dann werde ich es zum Vorbestellen einstellen und dann haben wir das schon mal.
Tamara
00:22:33
Da sind wir alle gespannt. Hast du schon einen Klappentext?
Vera
00:22:37
Den muss ich dann noch erarbeiten. Aber das werde ich hin. Also da hatte ich bisher noch nie so Probleme. Das kriege ich immer relativ schnell hin. Wir müssen aber mal ein kurzes Break machen, weil wir haben einen Buchtipp, Buchwerbung ja, wir haben heute nämlich wieder einen Buchtipp für euch ihr wisst, dass wir gerne auch dein Buch bei uns vorstellen schick uns einfach ein E-Mail an alle-at-zweivon-der-talk-stelle.de und wir schicken dir die Infos und es hat wieder eine Autorin, soweit ich mich erinnere gemacht, was für ein Buch haben wir denn da heute, liebe Tamara?
Tamara
00:23:17
Ja, wir fangen wie immer mit dem Cover an. Und da sehe ich ein paar Blümchen. Ich hoffe, ich sage jetzt nichts Falsches, aber ich denke, es sind Gänseblümchen, die so von der unteren rechten Ecke in das Cover hinein wachsen. Und, Ja, ich denke, es sind alte Holzpaneele, wo die Farbe schon abblättert. Und darüber steht ganz groß in sehr schlichter weißer Schrift der Titel und der lautet Stille Scham.
Vera
00:23:52
Stille Scham, okay.
Tamara
00:23:54
Das Buch ist von Regina Schlager und es wird bezeichnet als ein fiktiver, auf historischen Tatsachen basierender Generationenroman.
Vera
00:24:05
Ja, stiller Charme. Jetzt kriege ich ein Bild.
Tamara
00:24:09
Also es sind schwere Themen, die drin vorkommen. Ich lese dir erstmal den Klappentext.
Vera
00:24:14
Ja, ich bin sehr gespannt.
Tamara
00:24:16
Ein tabuisiertes Frauenschicksal. Ein Trauma, das über Generationen weitergegeben wird. Und über allem die Fragen, wie wird es möglich, über das Erlebte zu sprechen? Und wie wird es möglich, zu heilen? Wien Februar 2022. Katrin steckt fest. In ihrem Job, in ihrer Beziehung, beim Ausräumen des Hauses, das sie von ihren Eltern geerbt hat. Wirklich nahe steht ihr nur ihre Großmutter Luisa. Als die Medien vom Ausbruch des Ukraine-Kriegs berichten, reagiert diese schockiert. Katrin ahnt, das hat damit zu tun, was Luisa im Zweiten Weltkrieg erlebt hat. Behutsam hilft sie ihrer Großmutter, sich an das Unvorstellbare zu erinnern. Die Zwangsarbeit im KZ-Bordell Mauthausen. Doch bald wird klar, dass die Wunden, die Luisa davongetragen hat, Jahrzehnte überdauert haben und bis in Kathrins Leben reichen. Als sie bei ihren Recherchen auf ein weiteres Familiengeheimnis stößt, verschwimmen die Grenzen zwischen Opfern und Tätern. Kathrin muss sich entscheiden, ist sie bereit zurückzublicken und die Verstrickungen von Scham und Schuld innerhalb ihrer eigenen Familie zu entwirren, Ein fundiert recherchierter, aber fiktiver Familienroman aus der Perspektive einer Kriegsenkelin. Einfühlsam und spannend erzählt die Geschichte von der Kraft der Zuwendung und der Solidarität unter Frauen.
Vera
00:25:44
Wow, das ist ja mal ein Thema. Ich fand das ja auch schon toll, dass das so in aktuelle Geschichte eingebettet ist. Und ich bin ja auch, naja, ich bin glaube ich noch Kindergeneration, nicht Enkelgeneration. Mein Vater war ja noch im Krieg und hochtraumatisiert.
Tamara
00:26:02
Ja, ich bin auch Kindergeneration, weil ich ja so etwas fortgeschrittenen Alters habe oder hatte.
Vera
00:26:09
Ja, ja, und man weiß, also ich weiß mittlerweile, mein Vater war auch hochtraumatisiert. Das ist aus anderen Gründen, aber dass das Einfluss auf mich und auf meine ganze Familie hatte, definitiv.
Tamara
00:26:20
Ja, klar.
Vera
00:26:21
Und dass dann auch so Sachen wie jetzt der Ukraine-Krieg dann bei Menschen, die da direkt betroffen waren, was auslöst, das hat man ja auch schon viel darüber gelesen. Also finde ich wirklich sehr spannend, das aufzugreifen und daraus dann einen Generationen-Roman zu stricken. Also das finde ich toll. Da lohnt es sich bestimmt, mal reinzulesen.
Tamara
00:26:41
Ja, auf jeden Fall. Also ich werde da, glaube ich, mal reinschauen, weil es tatsächlich auch viele Themen überschneidet, mit denen ich mich in meinem Roman auch beschäftige. Von daher finde ich das super, super spannend. Und ich mag auch sehr den letzten Satz aus dem Klappentext mit der Solidarität unter Frauen, weil das finde ich sehr, sehr wichtig, dass wir alle zusammenhalten und uns gegenseitig helfen, Dinge zu überwinden.
Vera
00:27:06
So ist es und ja, sag nochmal Titel und Autorin.
Tamara
00:27:09
Jawohl, das ist der Roman Stille Scham, geschrieben von Regina Schlager.
Vera
00:27:14
Ja, also lest rein. Ja, da sind wir wieder und ich wollte noch zu einem anderen Thema, was auch eine Konsequenz aus meiner neuen Vorgehensweise eigentlich ist. Ich muss gestehen, dass ich jetzt bei der neuen Krimi-Reihe doch relativ intensiv die Unterstützung von KI nutze, also nicht um die Texte zu schreiben, um möglichst das Willen. das nicht. Aber ich habe das schon im Vorfeld so bei der Figurenentwicklung, auch bei der Themenfindung getan. Ich habe das, sehe das mehr so, also wenn ich mit meiner liebsten Freundin unterwegs bin, dann diskutieren wir auch immer über Ideen, die ich habe und Bücher und sie schmeißt so ihre Sachen rein und so. Und genauso ist das eigentlich mit der KI. Und es hat mich dann immer, ich habe irgendeinen Ansatz dann daraus genommen und habe den dann für mich weiterentwickelt, dann mal wieder Rückfrage ab und so die Dinge entstehen lassen. Ja, und ich habe das auch so ein bisschen, also wo ich gerade so merke, dass es auch eine gewisse Problematik hat.
Tamara
00:28:28
Okay.
Vera
00:28:29
Ich bin jetzt bei Kapitel 9 und es kommt natürlich gerade, also bei mir, die ich ja auch nicht plotte und immer nur so eine grobe Idee habe, kommt es häufiger vor, dass ich an einem Punkt bin, wo ich jetzt nicht so genau weiß, wie es geht, geht es weiter. Dazu kommt, dass ich bei den Figuren ja noch nicht so genau weiß, was die neben dem reinen Ermitteln tun. Das ist immer das Problem. Du kannst ja solche Hobby-Ermittler, ja, wenn sie jetzt immer nur, wenn da jeder Stritt irgendwie die Ermittlung ist, dann bist du schnell beim Ziel. Also brauchst du noch so ein bisschen drumherum. Also bei der Biene Hagen ist es ja immer auch mit der Oma oder im Dorf. Oder weil sie jetzt ja auch eine Detektarie hat, deswegen habe ich dir auch eine Detektarie haben lassen, dass sie dann noch irgendwo einen anderen Auftrag kriegt, den sie lösen muss. Also dadurch kann ich dann ein bisschen mehr ausarbeiten.
Tamara
00:29:37
Ja, klar.
Vera
00:29:37
Bei den neuen Figuren habe ich das noch nicht so wirklich. Und da ich ja auch so lösungsorientiert bin, erwische ich mich jetzt häufiger dabei, dass ich dann statt wie bis früher, wo ich dann eine halbe Stunde durchs Wohnzimmer gerannt bin, bis da irgendein Geistesblitz kommt, dass ich mal eben die KI aufrufe und frage.
Tamara
00:30:00
Ja.
Vera
00:30:00
So. Und da kommt immer irgendeine Sache, die beantwortet natürlich immer, aber es ist selten direkt brauchbar. Also eigentlich nie. Ich hoffe, meine liebste Freundin hört jetzt nicht zu. Das ist kein großer Unterschied, weil sowohl sie hat keine Ahnung vom Schreiben und von der Geschichte, die ich gerade im Kopf habe, genauso wenig wie die KI. Der Unterschied ist, bei meiner Freundin muss ich am Ende sagen, ja, schöne Idee, ich denke mal darüber nach. Und der KI kann nicht sagen, das ist Mist.
Tamara
00:30:37
Wobei, glaube ich, in beiden Fällen es auch sehr auf die Fragestellung ankommt. Also ich weiß jetzt nicht, was du eingibst, aber ich merke, auch wenn ich mit anderen Leuten über Plotideen spreche, da passiert halt oft das, was du sagst. Dann kommt irgendeine Idee, die aber gar nicht ins Konzept passt, was sie ja auch nicht kann, weil die ja nicht alles im Kopf haben, was du im Kopf hast. Und hilfreich ist es oft bei den Leuten, die anstatt eigene Ideen zu pitchen, Fragen stellen. Mir geht es wie dir, ich verwende keine KI-Texte in meinen Büchern und ich sage auch nicht, Hallo KI, schreib mir einen Plot. Aber was ich zum Beispiel neulich hatte, da wusste ich, jetzt kommt eine Szene, wo die was besprechen müssen. Und das kann potenziell langweilig sein, also brauche ich irgendwie den berühmten Papst im Pool. Und habe dann gesagt, okay, die Situation ist, die und die Personen sind dort und dort und die müssen was besprechen. Stell mir bitte Fragen zur Situation und zu dem Thema, was sie besprechen müssen, sodass ich auf eine Idee komme, wo ich die das klären lasse. Und das fand ich sehr hilfreich.
Vera
00:31:54
Ja, das mache ich auch. Oder ich sage halt hier, ich mache mir zehn Vorschläge mit genauer Begründung, warum das jetzt der richtige ist. Ich muss gestehen, dass ich teilweise auch tatsächlich Textpassagen lesen lasse und sage, das wäre für dich, mach mal fünf Vorschläge, wie es weitergehen könnte oder passt die Figur, ist das Verhalten der Figur konsistent und solche Sachen, Fragen stelle ich schon. Und ich habe aber jetzt gerade die letzten Tage festgestellt, dass ich halt viel zu schnell zur KI greife und dass diese Ergebnisse mich überhaupt nicht zufriedenstellen. Ich manchmal aber, weil es erstmal eine Lösung für mein Problem, dann anfange, irgendwas in der Richtung zu machen, was sich aber echt scheiße anfühlt und denke, Moment, du schreibst jetzt gerade gar nicht deine Geschichte, du schreibst irgendwas, was dir irgendein Computer gesagt hat. Und ich mich da jetzt wieder so ein bisschen verlösen muss und durch dieses Jammertal durchgehen muss und eine halbe Stunde rumrennen, um wirklich dann eine Idee zu haben, die auch wirklich meine ist, die sich auch so anfühlt. Und das finde ich gerade schwierig, weil.
Tamara
00:33:17
Ja, das ist wie wenn man sich irgendwie angewöhnt hat, überall hin mit dem Auto zu fahren. Es geht halt schnell und einfach und irgendwann merkt man aber auch, Beine vertreten wäre vielleicht auch mal eine gute Idee.
Vera
00:33:29
Ja, genau. Und ich meine, die AKI-Ergebnisse sind ja zumindest so, dass sie erstmal oberflächlich schon eine Lösung sein können. Manchmal erkennt man erst wirklich auf den zweiten Blick so in der Tiefe, dass das nicht funktioniert. Also ich habe mir jetzt schon angewöhnt, dann diese Vorstände genau durchzulesen. Und dann, manchmal sind da auch sachliche Fehler drin oder Sachen, die im Zeitablauf überhaupt nicht funktionieren oder so. Dass ich dann auch mal sage, hey, das und das funktioniert doch gar nicht. Na gut, dann entschuldige ich dich immer machen und mach den nächsten Blödsinn.
Tamara
00:34:04
Ja, und die andere Frage ist halt auch, Oft sind es ja dann einfach die naheliegenden Sachen, aber will man die naheliegenden Ideen haben.
Vera
00:34:14
Genau, genau. Hat sie jetzt gerade auch kritisiert, weil sie hatte mir einen Vorschlag gemacht, wie es ging und ich habe was ganz anderes geschrieben und habe mir das zu lesen gegeben. Das ist ja jetzt ganz anders. Aber ist auch gut, hat sie gesagt. So
Tamara
00:34:36
Kann man es auch.
Vera
00:34:37
Machen ja ich muss mich da glaube ich wieder so ein bisschen von lösen ich meine ich bin da auch so ein bisschen natürlich auch technikaffin ich probiere ja immer alles aus und ich muss halt da auch, wirklich dann wieder mich davon lösen und bei jedem Moment wo es gerade stockt, wirklich in mich gehen von mir aus mit einem Kaffee machen wie ich es sonst halt auch gemacht habe und dann doch wieder mir meinen eigenen Gedanken und Ideen mehr trauen. Also das kann eine Initialzündung sein, es hilft bei manchen Recherchethemen. Ich habe es bei Frau Appeldorn und der Toten Diva, da hatte ich eine Szene, da sollte ein pensionierter Profimusiker, also klassischer Profikonzert, Orchestermusiker, der sollte immer sehr fachlich eine Oper kritisieren. So, da ich jetzt, da habe ich gefragt, was würde so ein Fachmann zu einer, zu dieser Oper sagen, so, das habe ich dann, da hat die KI mir was rausgeschmissen, das habe ich dann so in Wortfetzen neu zusammengebaut, damit das so wirklich ein bisschen, das sollte so überkandidiert klingen, ne.
Tamara
00:35:48
Ja, ja, ja.
Vera
00:35:49
So was habe ich dann schon mal gemacht, aber. Also wie gesagt, momentan ist es schon Arbeit, definitiv. Jetzt bin ich ja ab morgen, ich bin ja jetzt, wenn diese Folge rauskomme, sitze ich ja in Baden-Weiler.
Tamara
00:36:04
Ah.
Vera
00:36:05
Und habe am Vortag, also am 30. Abend, da ja meine Lesung und sitze da in dem schönen Hotel. Bis wir sagen, am Freitag werden wir sicherlich ein bisschen über die Lande fahren. Naja, also ich habe natürlich Rechner schon und alles mit und werde schon auch versuchen, die Zeit da zu nutzen. Während meine Begleitung irgendwelche Wellensbehandlungen macht, werde ich dann noch da schreiben. Und für allen Dingen muss ich jetzt gucken, dass ich die Lektoratsanmerkungen in Frau Appeldorn und die tote Diva eingearbeitet kriege, damit es da weitergeht, weil das muss ja dann auch jetzt bald in Druck gehen und, und an die Menschen da draußen geschickt werden.
Tamara
00:36:50
Ja, aber jetzt, um nochmal zu diesem Koordinieren zurückzukommen. Also du hast ja so deine Abläufe für die Veröffentlichung und so, das hast du ja auch schon mehrfach, haben wir das ja auch schon verlinkt, da zu deinem Blog. Aber änderst du da jetzt irgendwas oder hast du das jetzt irgendwie erweitert, um nicht nur mehrere parallele Projektabläufe zu haben, sondern vielleicht auch so einen Ablauf, der so überspannend ist? Oder wie ist jetzt da gerade dein Herangehen?
Vera
00:37:22
Also ich habe ein paar Dinge angepasst. Die hat aber jetzt weniger damit zu tun, dass es mehrere Projekte sind, sondern einfach um ein paar Learnings einzuarbeiten. Ich habe ja jetzt so zu Beginn des Jahres auch nochmal so meine ganzen Blogger- und Rezensentenkontakte so ein bisschen gecheckt. Da waren halt ein paar bei, die gar nicht mehr irgendwie aktiv sind und habe ja auch nochmal rumgefragt, wer noch möchte. Da sind erfreulich viele Rückmeldungen gekommen.
Tamara
00:37:53
Da muss ich mal gerade zwischenfragen, weil ich bin manchmal auch, also Organisation ist ja jetzt nicht direkt mein erster Vorname und da ist es mir schon als mal passiert, dass ich dann relativ am Ende eines Schreibprojekts war und dann die Bloggerinnen angeschrieben habe und dann kam halt dann die Rückmeldung, du eigentlich super, super gerne, aber die nächsten vier Monate bin ich halt komplett dicht schon mit Manuskripten. Wie ist das denn, wenn du jetzt so schnell rausbringst, also das wird ja dann noch kritischer naja gut.
Vera
00:38:33
Es gibt schon einige, die aber das ist dann schon bei längeren ich gehe mal davon aus, dass es auch damit zu tun habe, dass es immer neue Teile einer schon bekannten Reihe sind die dann eher zurückhaltend sind, manchmal bieten sie mir an, noch eine Verlosung zu machen oder sowas, aber andere sind immer sind da ganz gut dabei. Und ich habe jetzt mir dann habe ich mir jetzt auch eine neue Struktur. Bisher hatte ich dann immer nur einfach in der Tabelle mir notiert, aber, Das war dann irgendwann bei mehreren Büchern unübersichtlich, weil ich dann auch, manchmal hat man ja den Blick auf den einzelnen Blogger, auf die einzelne Bloggerin, wo hat die überall gemacht oder halt auf das Buch, wer hat denn dazu gemacht und so. Um diese Blicke zu haben, habe ich mir jetzt eine neue Struktur da gemacht und wo ich das dann auch mehrfach abdecken kann, wenn sie bei mehreren Büchern waren, beim einen und so, um da besser einen Überblick zu haben. Aber in einem direkten Ablauf habe ich jetzt keine großen Änderungen. Klar, jetzt bei den kommenden Büchern gibt es, also jetzt zumindest bei Frau Apeldaun gibt es keine Buchstattparty. Also den Punkt kann ich ja schon rausnehmen.
Tamara
00:39:43
Achso, hattest du noch gar nicht bei ihr oder machst du das jetzt nicht?
Vera
00:39:49
Nee, eine direkte Buchstattparty hatte ich bei ihr. Also bei dem letzten hier, Frau Apeldaun, der tote Kapitän, ja, das habe ich so genannt. Das war aber auch, muss ich sagen, dann war der Zuschauerzuspruch ja auch ziemlich gering. Das war ja im Rahmen eines Kulturevents hier in der Stadt. Das war nicht so dolle. Und sonst hatte ich das bei Frau Appeldorn bisher nicht. Ich hatte dann schon mal Lesungen rund um den Buchstatt, aber nicht so als direkte Buchstatt-Event. Das habe ich bisher immer nur bei Biene gemacht. Warum?
Tamara
00:40:23
Weil Biene so dein Flaggschiff ist?
Vera
00:40:25
Wegen dem regionalen Bezug halt hier. Das ist halt in der Buchhandlung, in dem regionalen Bezug hat das ein eher höheres Publikumsinteresse. Gehe ich mal von aus. Ich habe mich da nach dem letzten Versuch auch durchaus bestätigt gefühlt. Jetzt bei dieser neuen Krimi-Reihe, die ja konkret in Krefeld spielt und wo auch ein konkretes Café ja so ein bisschen Zentrum ist, da habe ich dann schon vor, ich wollte jetzt demnächst mal mit der Café-Hese-Besitzerin sprechen, ob ich das nicht vielleicht sogar direkt da machen kann. Also da habe ich dann schon vor, weil das hat wieder einen regionalen Bezug. Da kann ich mir auch vorstellen, dass das auch eine gewisse Presseresonanz bringt. Ansonsten sind die Abläufe schon relativ gleich und, Ich überlege jetzt, was ich mit Ned Galley mache, ob ich jetzt bei Frau Appeldorn nochmal Ned Galley mache oder erst nur bei der neuen Reihe. Bin ein bisschen hin und hergerissen, weil das sind auch immer mindestens 400 Euro. Und ich habe jetzt schon gemerkt, ich habe das jetzt bei den letzten beiden ja gemacht, bei Frau Appeldorn der tote Kapitän und bei tote Väter und Erben nicht. Und jetzt bei dem letzten war die Resonanz auch nicht ganz so groß. Klar, das ist der neunte Teil einer Reihe. Und ich habe natürlich, das ist ja der Vorteil bei NetGalley, man kann ja dann die Berichte mit den ganzen E-Mail-Adressen, sofern die Benutzer die freigeben, was aber glaube ich alle tun, ja runterladen. Das heißt, ich habe die ganzen Adressen und ich werde die natürlich alle anschreiben. Und da muss ich jetzt nochmal überlegen, ob ich das mache. Ja, ansonsten sind die Abläufe relativ gleich. Ich habe jetzt sogar so weit, weil meine Lieblingsnotiz hat natürlich jetzt auch eine KI-Funktion und bisher war es so, dass ich halt meine Checkliste zwar hatte, aber wenn ich jetzt daraus wirklich terminierte Aufgaben machen wollte, musste ich das halt manuell tun. Jetzt kann ich der, ich habe also in der Checkliste reingeschrieben, das muss vier Wochen vor Veröffentlichung passieren, das drei Wochen und so weiter. Als Text einfach reingeschrieben und wenn ich jetzt der KI sage, so mach mir anhand dieser Angaben bitte passende Aufgaben, dann legt der mir direkt alle meine ganzen Aufgaben rein, mit den Terminen, die ich brauche und, dann muss ich das einfach nur abarbeiten. Ja, aber gut, das sind ja Sachen, die machen mir ja Spaß. Da muss ich mich eher jetzt bremsen, als dass ich da irgendwie Probleme mit hätte.
Tamara
00:43:16
Ja. Ich glaube, das stelle ich mir schwierig vor. Also wenn ich dann mehrere Sachen parallel habe und da ist ein Thema oder ein Buch ist gerade in einer Phase, die mir besonders Spaß macht, mich dann zurückzunehmen, nicht alle Zeitressourcen da drauf zu verwenden und alles andere hinten runterfallen zu lassen.
Vera
00:43:43
Ja, das stimmt. Deswegen muss ich halt wirklich diese Disziplin beibehalten, morgens erstmal zu schreiben. Weil ich merke schon, gerade wenn ich weiß, du willst nachher das und das für Marketing machen oder sowas, was mir viel mehr Spaß macht, dass da schon so eine Stimme in mir ist, die sagt, ach ja, komm, wenn du heute mal die tausend Wochen nicht schreibst, ist doch nicht schlimm. Und dann muss ich mir sagen, nee, die machst du jetzt.
Tamara
00:44:11
Aber du kannst dich dann zumindest konzentrieren.
Vera
00:44:14
Jaja, wenn ich einmal dran bin, geht es.
Tamara
00:44:17
Mir geht es schon manchmal so, wenn ich auf irgendwas gerade wahnsinnig Bock habe, dann ist das so präsent in meinem Kopf, dass es klüger ist, das zuerst zu machen, um es dann rauszuhaben und mich dann wieder auf andere Sachen überhaupt einlassen zu können.
Vera
00:44:29
Aber da hat mal ein kluger Mensch gesagt, glaube nicht oder traue nicht deinen Gedanken. Und das ist dann so. Wenn die Gedanken sagen, ich kenne das sehr im Zusammenhang mit, jetzt isst Schokolade.
Tamara
00:44:42
Ich weiß nicht, ob man das vergleichen kann.
Vera
00:44:45
Ja, doch, es ist genau dasselbe. Es ist auch nicht vernünftig. Und ja, dann muss ich mich wirklich dazu zwingen und sagen, so, das machst du jetzt. Dadurch, dass ich das wirklich jeden Tag mache, fällt es schon leichter. Also das merke ich, weil ich jetzt auch einfach weiß, ich habe es bis jetzt jedes Mal irgendwie hinbekommen. Ich meine, wenn ich jetzt, Wenn die letzten 100 Wörter mich quälen, dann lasse ich auch mal alle neune gerade sein. Okay, das reicht jetzt auch. Aber ich bin dann sagt, super, du hast es gemacht, du hast dich durchgekämpft. Da ist auch immer ein schönes Gefühl dann. Nö, das geht schon. Ich kann schon, ich habe ja kein ADHS, ich kann mich super abschalten. Deswegen schreibe ich ja auch besonders gerne im Café, wo so ein Gesprächsrausch um mich rum ist, Das finde ich eher als belebend, als nervend. Oder bei mir, ich sitze hier in einem Büro mit vier Schreibtischen, also drei anderen, und zwei davon sind eigentlich immer da und sind nonstop in Online-Meetings.
Tamara
00:45:54
Wirklich nonstop.
Vera
00:45:56
Du hast ständig irgendwelche Gespräche. Es sind ja auch noch beide in IT. Das Dumme ist, ich verstehe auch noch was.
Tamara
00:46:02
Die sagen. Ja, okay. Und keine Noise-Canceling-Kopfhörer.
Vera
00:46:08
Nee, aber das geht. Also ich kann das prima abschalten. Ab und zu muss ich mal lachen, weil ein Kollege irgendwelchen Blödsinn erzählt. Dann werfe ich auch mal ein, hey, das ist aber jetzt blöd. Dann sind die mal völlig überrascht. Aber das kann ich gut. Also das mag ich auch ehrlich. Also wenn das so dieser Flow ist, wo man so ganz tief drin steckt und nichts mehr rechts und links mitkriegt. Das finde ich toll. Also das mag ich besonders.
Tamara
00:46:39
Gibt es denn jetzt auch so Sachen, wo du sagst, die habe ich früher gemacht, sei es jetzt im PR-Bereich oder wie auch immer, wo du sagst, das fand ich schon gut, aber das fällt jetzt einfach weg, das fällt jetzt unter den Teppich, weil es sonst zu viel wird oder ziehst du alles weiter durch?
Vera
00:47:02
Es ist eher umgekehrt der Fall. Das ist mir auch gerade am Wochenende, weil ich da mit Kollegen gesprochen habe, die so in so einer ähnlichen Phase waren wie ich so voriges Jahr, wo ich ja sehr damit gehadert habe, dass ich das Gefühl habe, irgendwie nicht von der Stätte zu kommen und eigentlich das Gefühl habe, ich habe in den 12, 13 Jahren alles ausprobiert, was geht. Und nichts hat funktioniert. Also wofür machst du den Scheiß überhaupt noch? Um es mal deutlich zu sagen. Und mit diesem Moment, wo ich dann so entschieden habe, ich muss einfach das geben, Und auch mit einigen unserer Gespräche zuletzt, die wir hatten, die mir gezeigt haben, ich muss meine Ressentiments, die ich da aufgebaut habe, vielleicht mal über den Haufen schmeißen und einfach sagen, okay, ich habe das damals unter Vorzeichen gemacht, die einfach noch nicht optimal waren. Ich habe mittlerweile gelernt, wenn ich meine ganze Marketing-Power in das erste Buch haue, ohne dass ein zweites da ist, ist das erfahrungsgemäß ziemlich verlorene Liebesmüh. So habe ich aber gemacht. Das heißt, diese Erfahrung, die ich damals gemacht habe.
Tamara
00:48:18
Ist nicht repräsentativ.
Vera
00:48:19
Genau, die passen heute gar nicht mehr. Und sodass ich jetzt viel eher wieder darüber nachdenke, so was war denn, was habe ich denn alles schon gemacht und innerlich längst abgehakt, was aber vielleicht heute Sinn machen würde.
Tamara
00:48:33
Ja, was ist dir da zum Beispiel gekommen?
Vera
00:48:37
Naja gut, also dass ich jetzt zum Beispiel ja viel Meta-Anzeigen mache, das habe ich auch alles schon mal gemacht. Und auch jetzt wieder intensiver beschäftigt, gucke, dass ich Blogger und Rezensenten hatte, das habe ich auch eine Zeit lang schleifen lassen und was ich jetzt noch so weiter mache, weiß ich jetzt noch nicht, aber ich merke gerade, dass das auch für mich wieder so ein mentales Türchen geöffnet hat, wieder einfach bereit zu sein für irgendwelche Ideen, die ich da habe, weil ich eigentlich bis dato oder bis letztes Jahr alles irgendwie abgewiegelt habe, bringt sowieso nichts. Und Und auch wieder eine gewisse Risikofreudigkeit habe. Und da muss ich ja gestehen, dass mir da das Gespräch mit Anna Kupka natürlich sehr die Augen geöffnet hat, die mir dann mal so klar gemacht hat, wie viel Einverkauf eines ersten Teils meiner Binagenreihe, was das eigentlich wert ist. Und ich gucke dann immer auf den Arcos bei dem einen Verkauf oder auf entsprechende Werte, statt zu denken, ja scheiß drauf, selbst wenn du 10 Euro ausgibst, wenn die Leute deine ganze Reihe durchlesen, hast du immer noch gewinnen. Und du hast Stammleser wahrscheinlich. Also so ein bisschen wieder weiter zu gucken, offener zu gucken. Also da wird es eher mehr als weniger, muss ich gestehen. Wobei eine Grundskepsis gegenüber irgendwelchen Webportalen, die plötzlich auftauchen, die ist erhalten geblieben, muss ich sagen. Aber es zuckt in mir natürlich schon, weil ich habe alle Daten vorliegen, da sind für mich drei Klicks, die Daten eintragen. Ich meine, ich habe ja alles in meiner Notiz-App, in den Favoriten. Und da denke ich auch, scheiß drauf, mach doch ja nicht erst. Aber andersrum, was kostet es? Also hinein damit. Ich werde es dann wieder irgendwann vergessen und mich nach zehn Jahren wundern, dass ich einen Google Alert kriege für irgendeine Seite, wo irgendwas über mein Buch steht, wo ich längst vergessen habe. Ja, sowas halt. Also wie gesagt, da wird es eher mehr als weniger. Aber das macht ja Spaß, muss ich sagen. Ja, mir zumindest.
Tamara
00:50:59
Ja.
Vera
00:51:02
Naja, also auf jeden Fall macht mir permanent Spaß, mit dir, liebe Tamara, unseren Podcast hier zu machen. Und ich hoffe sehr, und das eine oder andere Feedback, was wir bekommen haben, scheint diese Hoffnung zu bestärken, dass es euch auch Spaß macht, uns zuzuhören. Wenn dem so ist, dann verbreitet diese Freude gerne weiter und folgt uns, wo immer ihr könnt und abonniert unser Buch Bubble Bulletin. Auch das ist ein Ziel, der wird regelmäßiger kommen. Ich habe schon wieder Ideen. Und dann guckt einfach, dass er schön jetzt in den Mai kommt. Vielleicht tanzt er ja in den Mai oder kommt nach Baden-Weiler und hört eine Lesung in den Mai und ja und dann hören wir uns nächste Woche in neuer Frische wieder, also bleibt uns gewogen bis nächste Woche.
Tamara
00:51:58
Jawohl, ciao, ciao.